KIEL. Justizministerin Kerstin von der Decken hat heute (20. Mai) die Bedeutung freier Verbände und Organisationen für den Umgang mit straffällig gewordenen Menschen, aber auch deren Opfern gewürdigt. Anlass war das 75-jährige Jubiläum des Schleswig-Holsteinischen Verbandes für soziale Strafrechtspflege; Straffälligenhilfe und Opferhilfe e. V.. In ihrem Grußwort betonte die Ministerin die Bedeutung des Ehrenamts bei dieser Tätigkeit: „Die Einbindung Ehrenamtlicher war von Beginn an eine tragende Säule des Verbandes. Heute können wir neben den staatlichen Ambulanten Sozialen Diensten auf eine hochprofessionelle Struktur in der Freien Straffälligenhilfe zurückgreifen. Dies liegt auch daran, dass der Landesverband stets das große Ganze im Blick behält. Er koordiniert Hilfsangebote und greift Impulse über die Grenzen Schleswig-Holsteins und Deutschlands hinaus auf. Alles unter dem zentralen Leitgedanken: Wie gehen wir als Gesellschaft mit Menschen um, die straffällig geworden sind? Der Umgang mit Straf- fälligen ist bis heute auch ein Maßstab für unsere Humanität“
, betonte von der Decken.
Viele der Herausforderungen hätten sich in den vergangenen 75 Jahren kaum verändert, so die Ministerin weiter: „Das Ringen um finanzielle Mittel, der Bedarf an Wohnraum und Arbeit für haftentlassene Menschen oder die gesellschaftliche Anerkennung von Resozialisierung. Doch es hat sich auch vieles zum Positiven entwickelt. Von der Kriminalitätsprävention über die Begleitung während der Haft bis hin zur Unterstützung nach der Entlassung gibt es inzwischen zahlreiche Projekte, in denen man sich ehrenamtlich engagieren kann. Sie tun dies und leisten damit einen großen Beitrag für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Dafür möchte ich Ihnen allen meinen großen Dank aussprechen“
, sagte von der Decken.
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