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Ministerium für Justiz und Gesundheit : Thema: Ministerien & Behörden

Prof. Dr. Kerstin von der Decken

Ministerin für Justiz und Gesundheit

Reise in die Partnerregion Kaliningrad -
Europaministerin Sütterlin-Waack eröffnet Deutsch-Russische Dokumentarfilmtage

Letzte Aktualisierung: 14.09.2017

KALININGRAD/KIEL. Schleswig-Holsteins Europaministerin Sabine Sütterlin-Waack hat heute (15. September) gemeinsam mit dem deutschen Generalkonsul in Kaliningrad, Michael Banzhaf, der Kaliningrader Vize-Kulturministerin Elena Koschemtschuk, der Direktorin des Kaliningrader Doms Vera Tariverdieva sowie den Festivalorganisatoren Elena Gromova und Arne Sommer (Filmwerkstatt Kiel) die 7. Deutsch-Russischen Dokumentarfilmtage eröffnet. „Ich freue mich sehr, gleich zu Beginn meiner Amtszeit diese Reise machen zu können“, sagte Sütterlin-Waack. "Das Festival "Territorium Film" findet zum siebten Jahr in Folge statt und hat sich zu einem Markenzeichen der seit 1999 bestehenden Partnerschaft zwischen dem Kaliningrader Gebiet und dem Land Schleswig-Holstein entwickelt. Es stößt auf großes Interesse der Kaliningrader Bevölkerung und bietet den Rahmen für viele Begegnungen zwischen Filmschaffenden. Dokumentarfilme sind eine sehr gute Möglichkeit, den Alltag und auch die Geschichte der jeweils anderen Gesellschaft zu vermitteln. Dies bringt uns ins Gespräch. Gerade in politisch schwierigen Zeiten ist das besonders wichtig."

Inhaltlicher Schwerpunkt der Dokumentarfilmtage ist dieses Jahr das Verhältnis des Individuums zum Gemeinwesen in Zeiten starker Politisierung und Polarisierung. Das Festivalprogramm wird am Sonntagabend enden. Norddeutschland wird unter anderem mit dem Film „Von Bananenbäumen träumen“ vertreten sein. Der Film war der Eröffnungsfilm des diesjährigen Filmfests Schleswig-Holstein und wird von Regisseurin Antje Hubert vor Ort vorgestellt. Vor dem Hintergrund anhaltender Landflucht in ganz Europa erzählt der Film über einen Zeitraum von drei Jahren von einer kleinen, aber wachsenden Dorfbewegung aus Norddeutschland. Partnerländer des Festivals sind in diesem Jahr Dänemark, Litauen und Polen. Dänemark stellt sich mit einem Kurzfilm-Programm der Filmwerkstatt aus der Europäischen Kulturhauptstadt 2017, Aarhus, vor. Die Dokumentarfilmtage wer-den erstmals mit einem Stummfilm eröffnet: „Der Mann mit der Kamera“ (1929), das Meisterwerk der Kinoavantgarde von Dziga Wertow, wird von Livemusik begleitet. Premiere ist auch die feierliche Eröffnung im Kaliningrader Dom.

Das gesamte Programm ist unter Deutsch-russische Dokumentarfilmtage, Territoriums Film 2017 zu finden.

Gestern führte die Ministerin Gespräche mit dem Vize-Vorsitzenden der Kaliningrader Gebietsregierung Alexander Schenderjuk-Shidkov sowie weiteren Vertretern der Regierung. Dabei ging es vor allem darum, das Arbeitsprogramm 2017/2018 für die inzwischen 18jährige Partnerschaft näher zu besprechen. Sütterlin-Waack zeigte sich zuversichtlich, dass die am 10. September erfolgte Wahl von Anton Alichanov zum Gouverneur des Kaliningrader Gebiets sich positiv auswirken werde auf die gemeinsame Arbeit. Vereinbart wurde, die projektbezogene Kooperation im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft zu stärken, neue Partnerschaften von Berufsbildenden Schulen auf den Weg zu bringen und die Jugendbegegnung auszubauen.

Die Ministerin nutzte den Besuch dazu, dem seit Anfang 2017 neu organisierten Hanse-Office Kaliningrad den Rücken zu stärken. Ende letzten Jahres wurde das Vorgängerbüro, das 1992 gegründete Hansebüro Kaliningrad, geschlossen, nachdem es im Mai 2016 vom föderalen Justizministerium in Moskau als „ausländischer Agent“ zwangsregistriert worden war. "Es freut mich, dass das Hanse-Office Kaliningrad heute ungestört arbeiten kann für unsere Partnerschaftsprojekte und dass die Kaliningrader Gebietsregierung eng zusammenarbeitet mit den sehr engagierten Mitarbeiterinnen. Ich hoffe sehr, dass das auch in Zukunft der Fall sein wird", so Sütterlin-Waack. Erfreut zeigte sie sich zudem darüber, dass die kommunale Partnerschaft zwischen dem russischen Rayon Selenogradsk (ehemals Cranz) und dem Kreis Pinneberg fortgeführt wird. Die über 25 Jahre alte stand kurz vor dem Aus, nachdem sie 2016 von russischer Seite massiven staatlichen und medialen Angriffen ausgesetzt war.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Oliver Breuer | Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung | Lorentzendamm 35, 24103 Kiel | Telefon 0431  988-3706 | Telefax 0431  988-3704 | E-Mail: pressestelle@jumi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/mjevg

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