Ministerpräsident Daniel Günther hat in Heide das neue Mehrzweckgebäude der FH Westküste eröffnet und dabei die wichtige Rolle der Fachhochschule im Bereich Nachhaltigkeit und Transformation hervorgehoben.
Wenn etwas wächst, braucht es mehr Platz, so ist es auch mit der FH Westküste: Ein neues Mehrzweckgebäude bietet ab sofort weitere Räume für Seminare, Lehrveranstaltungen und Besprechungen. "Wenn eine Hochschule wächst, ist das immer ein gutes Zeichen. Es bedeutet: Diese Hochschule besitzt eine wissenschaftliche Expertise und bringt Innovationen hervor, die gefragt sind", sagte Ministerpräsident Daniel Günther bei der Eröffnung.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität
Die neue Mehrzweckhalle bietet nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr Nachhaltigkeit: Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sorgt für umweltfreundliche Energie und trägt zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes bei. Zusätzlich wird das Dach begrünt, was nicht nur das Klima verbessert, sondern auch Lebensraum für Pflanzen und Insekten schafft. Der Neubau kostete 17,4 Millionen Euro, gut zehn Millionen hat das Land übernommen. Das Mehrzweckgebäude ist Teil einer umfassenden Modernisierung des Campus auf dem Weg zur klimaneutralen Hochschule.
Wachsende Bildungseinrichtung
Derzeit studieren etwa 1.550 junge Menschen an der FH, Tendenz steigend. Im vergangenen Wintersemester schrieben sich 20 Prozent mehr Studierende ein als im Jahr davor. "Das liegt daran, dass Sie hier in Heide an zentralen Zukunftsthemen arbeiten", bekräftigte Günther.
Forschung aus der Region für die Region
Als Beispiel nannte er dasInstitut für die Transformation des Energiesystems (ITE). Es befasst sich mit der Frage, wie die Transformation zur Klimaneutralität regional und global gelingen kann. Bei der Forschung arbeitet das Institut eng mit Unternehmen und Experten aus der Region zusammen. "Mit Ihrer interdisziplinären Forschung zu Wasserstoff, Wärmewende, Netzintegration und gesellschaftlicher Akzeptanz verbinden Sie technologische Innovation mit wirtschaftlichen und sozialen Fragestellungen", betonte Günther. "Unsere Westküste ist heute ein Innovationsmotor für Schleswig-Holstein, für ganz Deutschland. Und Sie an der FH Westküste sind dabei einer der wichtigsten Innovationstreiber."
Studiengänge mit Zukunft
Ein weiterer Schwerpunkt der FH ist die Arbeit am Deutschen Institut für Tourismusforschung (DITF), das sich mit allem beschäftigt, was den Tourismus prägt – vom Reiseverhalten über Nachhaltigkeit bis zu digitalen Entwicklungen. Zum Wintersemester 2026 bietet die FH Westküste drei neue Studiengänge an: Angewandte Wirtschaftsgeographie, Nachhaltigkeitsmanagement und Soziale Arbeit. Die FH habe ein Profil, das sehr gut in die heutige Zeit und hervorragend in die Region passe, lobte Günther.
Zukunftstag: Themen greifbar machen
Im Anschluss an die Eröffnungsfeier bot die FH Westküste beim "Zukunftstag" Einblicke in Themen wie Energiewende, Künstliche Intelligenz, Tourismus-Wandel und neue Arbeitsformen. Das Programm umfasste interaktive Quizformate, virtuelle Reisen und Impulsvorträge. "Dass Sie beides miteinander verbinden, passt ausgezeichnet", fand der Regierungschef. "Denn das klare Profil, das Sie sich an der FH mit Ihrem Fokus auf eine nachhaltige Entwicklung geben, ist ein Grund dafür, dass Sie als Fachhochschule wachsen."
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