Führungskräfte aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft sind an der FHVD in Altenholz zusammengekommen, um gemeinsam die Chancen und Herausforderungen der Verwaltungsdigitalisierung zu diskutieren. In einem strukturierten, aber offenen Austausch erörterten die Fachleute am Campus der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung praxisnah im Rahmen des NEGZ-Dialogprozesses, welche Kriterien und Erfolgsfaktoren bei Digitalisierungsprojekten entscheidend sind. Ziel des Kompetenznetzwerkes ist es, auf der Basis etablierter Standards praxisgerechte Kriterien herauszuarbeiten, mit denen Verwaltungen Digitalisierungsentscheidungen effektiv wirtschaftlich bewerten und gegenüber Stakeholdern argumentativ untermauern können.
Verwaltungsschritte neu denken
Zur Auftaktveranstaltung des Dialogprozesses betonte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter in seinem Impulsvortrag die Bedeutung der digitalen Transformation in der Verwaltung für die Staatsmodernisierung insgesamt und legte dabei den Fokus auf die staatspolitische Perspektive. "Beim Blick auf die geopolitische Situation wird deutlich, dass die Grundlagen unseres regelbasierten Zusammenlebens bedroht sind, Gewissheiten sich verändert haben. Europa muss sich beweisen, neu aufstellen, Stärke zeigen. In dem Zusammenhang spielen Staatsmodernisierung und Verwaltungsdigitalisierung eine wesentliche Rolle", sagte Minister Schrödter. "Wir müssen Verwaltungsschritte neu denken, müssen mutig sein, Dinge zu wagen, Prozesse für unsere Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen beschleunigen. Dadurch steigern wir das Vertrauen in staatliches Handeln und stärken gleichzeitig unsere Wirtschaftskraft in Schleswig-Holstein, Deutschland und Europa."
Workshop-Formate im Februar
Nach Minister Schrödter folgten auf dem NEGZ-Dialogprozess weitere Impulse von Fachleuten aus Europa, Bund, Land, Kommunen sowie Wirtschaft und Wissenschaft: Ein Vertreter der Europäischen Kommission erläuterte beispielsweise, wie sich Digitalisierungsinvestitionen aus europäischer Sicht rechnen. Weitere Beiträge beleuchteten bundes- und landespolitische Rahmenbedingungen. Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft und angewandter Forschung teilten darüber hinaus ihre Praxisperspektiven. Alle Vorträge und Impulse werden durch moderierte Gesprächsrunden ergänzt. Nach der Auftaktveranstaltung wird der Dialog mit einem Workshop-Format am 18. und 19. Februar fortgesetzt.
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