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Mit KI Energie im Mobilfunk einsparen


Das Land fördert ein Projekt für intelligentes Energiemanagement von Mobilfunkzellen. In Kiel überreichte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter dafür nun einen Förderbescheid über 162.000 Euro.

Letzte Aktualisierung: 17.11.2023

Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hockt mit den Geschäftsführern von Uniberg vor einem Tisch, auf dem schematisch die Stromflüsse von Windkraftanlagen zu einer Stadt dargestellt sind.
In Kiel überreichte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter den Zuwendungsbescheid an Andreas Möller (v. r.) und Martin Ulbricht, Geschäftsführer von Uniberg.

Angesichts steigender Energiekosten und den Herausforderungen des Klimawandels steht auch die Mobilfunkbranche vor der Aufgabe, Energie einzusparen und zu optimieren. Die UNIBERG GmbH mit Hauptsitz in Bebensee (Kreis Segeberg) hat sich zum Ziel gesetzt, eine KI-gestützte Software zu entwickeln, mit der die Effizienz gesteigert, Kosten reduziert, grüne Energie in den Fokus gestellt und gleichzeitig die Verfügbarkeit sichergestellt werden kann. Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt "Intelligentes Energiemanagement einer Mobilfunkzelle" von UNIBERG. Digitalisierungsminister Dirk Schrödter überreichte nun den Förderbescheid in Höhe von rund 162.000 Euro.

Erfolgsfaktor Energiemanagement

"Energiemanagement ist heutzutage ein wichtiger Erfolgsfaktor von Unternehmen – auch für die Telekommunikationsunternehmen und Betreibern von Mobilfunkinfrastruktur", sagte Minister Schrödter. "Nicht nur die Zivilgesellschaft, sondern auch Gesellschafter und Aktionäre haben mittlerweile die Erwartungshaltung, dass Unternehmen neben der Wirtschaftlichkeit vor allen ökologisch verantwortungsbewusst handeln. Digitalisierung und Energiewende sind zwei zentrale Leitthemen der Landesregierung. Die KI-Anwendung von UNIBERG leistet einen wertvollen Beitrag, diese beiden Komponenten in der Mobilfunkbranche erfolgreich zu verbinden."

Die Energiekosten machen durchschnittlich rund fünf Prozent der Betriebsausgaben in der Telekommunikationsindustrie aus. Innerhalb eines Mobilfunknetzes sind die Basisstationen für bis zu 57 Prozent des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Mobilfunkstationen sowie der Stromverbrauch pro Mobilfunkzelle. Gründe hierfür sind die Einführung der 5G-Technologie und der exponentiell gestiegene Datenverkehr.

KI sagt Netzwerkauslastung voraus

Das Ziel des Förderprojekts besteht darin, den Energieverbrauch von 5G-Mobilfunkzellen zu einzusparen und die Nutzung von lokal erzeugten, erneuerbaren Energien für die Stromversorgung von Mobilfunkzellen zu ermöglichen. Die Netzwerkauslastung wird mithilfe Künstlicher Intelligenz vorhergesagt, um darauf aufbauend einzelne Mobilfunkzellen sowie Zellen im Verbund entsprechend ihres Stromverbrauchs anpassen oder abschalten zu können.

Darüber hinaus erstellt UNIBERG ein Konzept zur optimalen Speicherung von Energie an der Mobilfunkzelle. Darin werden neue Speichertechnologien wie Wasserstoff als Ersatz für batterie- und dieselgetriebene Netzersatzanlagen untersucht. Ziel ist es, die Abhängigkeiten zwischen dem öffentlichen Stromnetz und dem Mobilfunknetz so zu reduzieren, dass   in einem möglichen Katastrophenfall eine unabhängige Versorgung von Mobilfunkinfrastrukturen bereitsteht.

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