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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Ein Zeichen gegen den Fremdenhass

Im Landtag hat Ministerpräsident Daniel Günther der Opfer der Brandanschläge in Mölln vor 30 Jahren gedacht – und eine wichtige Mahnung ausgesprochen.

Letzte Aktualisierung: 23.11.2022

Ministerpräsident Daniel Günther steht im Landtag am Rednerpult.
Ministerpräsident Daniel Günther gedachte im Landtag der Opfer der Möllner Brandanschläge.

Die Nacht des 23. November 1992 rückte die schleswig-holsteinische Kleinstadt Mölln mit einem Schlag in die deutschlandweite Öffentlichkeit: In den frühen Morgenstunden werfen die Neonazis Lars C. und Michael P. in Mölln Brandsätze in zwei Häuser, in denen türkische Familien wohnen. Die zehn- und vierzehnjährigen Mädchen Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz sowie ihre Großmutter Bahide Arslan sterben in den Flammen. Die Tat vor 30 Jahren hat sich in das kollektive Gedächtnis der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner eingebrannt und jedes Jahr gedenken die Menschen im echten Norden der Opfer.

Gedenken an die Opfer

Auch im Landtag erinnerten die Fraktionen zum Auftakt ihrer Plenarsitzung an die Morde. "Die beiden Anschläge in der Mühlenstraße und in der Ratzeburger Straße haben Traumata und Narben hinterlassen, die bis heute bleiben. Bei den Überlebenden und auch in unserer Gesellschaft", sagte Ministerpräsident Daniel Günther in seiner Rede. Die Tat habe einen dunklen Schatten auf ganz Schleswig-Holstein geworfen. "Dieser Schatten führt dazu, dass wir nicht nachlassen, uns mit den Ereignissen auseinanderzusetzen. Sie sind eine Verpflichtung für uns, mit aller Entschiedenheit gegen Rassismus, Fremdenhass und alle Formen von Ignoranz und Hass einzutreten."

Entschieden gegen Rassismus vorgehen

Die Landesregierung habe ihre Anstrengungen im Kampf gegen Extremismus verstärkt, sagte Günther. So unterstütze das Land Vereine, und Institutionen, die sich gegen Rassismus und Diskriminierung stark machen. Auch die Verwaltung sei vom Kampf gegen Fremdenhass nicht ausgenommen, sagte Günther. "Wir wollen verhindern, dass Menschen mit extremistischer Gesinnung im Öffentlichen Dienst eingestellt werden und Verfassungsfeinde schneller aus dem Staatsdienst entfernen."

Wachsam bleiben

Eine überwältigende Mehrheit in Schleswig-Holstein stehe zusammen gegen Extremismus und Fremdenfeindlichkeit. "Darauf werden wir uns nicht ausruhen. Wir werden wachsam bleiben und Zeichen setzen." Die Landesregierung werde das Gedenken wachhalten. "Wir können nichts Ungeschehen machen. Aber wir alle gemeinsam können etwas dafür tun, dass sich so etwas nicht wiederholt."

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