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Der Ministerpräsident - Staatskanzlei : Thema: Ministerien & Behörden

Daniel Günther

Ministerpräsident

Mehr High-Tech für die Westküste

Milliardenschweres Industrieprojekt an der Westküste: Das schwedische Unternehmen "Northvolt" plant eine Batterie-Gigafactory in Heide.

Letzte Aktualisierung: 15.03.2022

Ein großes Gebäude mit der Aufschrift northvolt.
Eine Million E-Auto-Batterien will Northvolt künftig in Heide produzieren.

Stockholm, Skellefteå, Salzgitter und jetzt Heide in Dithmarschen – dort plant das schwedische High-Tech-Unternehmen Northvolt eine neue Fabrik, um Batteriezellen zu produzieren. Bereits im Februar hätten Landesregierung und das Unternehmen dazu eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, teilte Ministerpräsident Daniel Günther bei einer Pressekonferenz in Heide mit. Schleswig-Holstein sei der ideale Standort, um nachhaltige Autobatterien herzustellen, sagte er im Beisein des Northvolt-Geschäftsführers Peter Mikael Carlsson in Heide. "Gerade hier an der Westküste haben wir grünen Strom im Überfluss." Northvolt plant, in der neuen Fabrik künftig gut eine Million E-Auto-Batterien im Jahr zu produzieren.

Mehr als 3.000 neue Jobs geplant

Das Projekt sei der größte industriepolitische Erfolg für die Westküste und ganz Schleswig-Holstein seit Jahrzehnten, betonte Günther. "Mit der neuen Fabrik entstehen hier über 3.000 direkte neue Jobs vom Staplerfahrer bis zur Prozessingenieurin." Northvolts Ansiedlung sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Energiewende und zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, sagte der Ministerpräsident und dankte dem Unternehmen für das Vertrauen in den Standort.

Standortvorteil in Schleswig-Holstein

Das Unternehmen hatte sich insbesondere wegen des hohen Anteils an Erneuerbaren Energien am Strommix für den echten Norden entschieden. "Es ist bedeutend, wie wir unsere Batteriezellen herstellen. Wenn wir Kohlestrom bei der Produktion verwenden würden, würde eine beträchtliche Menge CO2 in der Batterie stecken. Wenn wir aber saubere Energie verwenden, können wir ein sehr nachhaltiges Produkt herstellen", sagte Northvolt-Geschäftsführer Carlsson.

Ministerpräsident Günther, Finanzministerin Heinold und Wirtschaftsminister Buchholz stehen an Rednerpulten. Im Hintergrund steht ein Bildschirm, über den der Northvolt-Geschäftsführer zugeschaltet ist.
Pressekonferenz zur Northvolt-Ansiedlung: Ministerpräsident Günther (v.l.), Northvolt-Geschäftsführer Carlsson, Finanzministerin Heinold und Wirtschaftsminister Buchholz.

Die Entwicklung von Batteriezellen für E-Mobilität habe eine große Bedeutung für die Energiewende, sagte Finanzministerin Monika Heinold. Das Land werde sich finanziell daran beteiligen. "Das ist das qualitative Wachstum, das wir in unserem Land brauchen", betonte sie.

Chance für die Region

Für Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz sei die Northvolt-Fabrik in Heide "ein echter Game-Changer". Northvolt schaffe hochwertige, gut entlohnte und technologieorientierte Arbeitsplätze, sagte Buchholz. Er erwarte, dass sich in der Folge weitere Unternehmen entlang der Achse Heide-Hamburg im Land ansiedelten.

Der Kreis Dithmarschen und die Westküste böten die dafür passende Infrastruktur und das Fachwissen, ergänzte Landrat Stefan Mohrdieck. "Das ist nicht nur für unsere Region eine große Chance, sondern sie lässt auch die europäische Wirtschaft enger zusammenwachsen in der Schaffung von Zukunftstechnologien."

Bund unterstützt das Vorhaben

Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zeigte sich erfreut über die geplanten Investitionen von Northvolt. Erneuerbare Energien vor Ort seien dabei ein immer wichtigerer Standortfaktor. "Da hat Schleswig-Holstein sehr gute Karten", betonte Habeck und kündigte an, der Bund werde das Projekt substantiell unterstützen.

Die Aufzeichnung der Pressekonferenz

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