Mehr Platz für Spitzenforschung
Das Institut der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in Plön wird vergrößert. Das Land unterstützt die MPG jedes Jahr mit 20 Millionen Euro.
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) mit insgesamt 86 Instituten gehört zu den renommiertesten Forschungseinrichtungen Deutschlands. In Plön hat das Institut für Evolutionsbiologie seinen Sitz. Gut 165 Angestellten arbeiten hier. Sie bekommen bald mehr Platz für ihre Forschung und neue Labore: Mit einem viergeschossigen Neubau soll das Institut nun um fast 3.000 Quadratmeter vergrößert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf mehr als 28 Millionen Euro und stammen aus der Gesamtfinanzierung der MPG von Bund und Ländern. Schleswig-Holstein unterstützt die Forschungseinrichtung mit rund 20 Millionen Euro im Jahr.
Wissenschaftsstandort stärken
Das Land habe für die Stärkung des Wissenschaftsstandorts Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren viel Geld in die Hand genommen, sagte Ministerpräsident Daniel Günther. Er machte sich vor Ort ein Bild vom Bauvorhaben: "Das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön wird damit wettbewerbsfähiger und attraktiver für Forscherinnen und Forscher.
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Das Institut für Evolutionsbiologie
Bekannt ist das Institut insbesondere für seine evolutionsbiologische Grundlagenforschung. Das bedeutet: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen, wie sich neue Eigenschaften durchsetzen können und wie Arten überhaupt entstehen. Dafür vergleichen sie unter anderem das Erbgut verwandter Arten miteinander und stellen Evolutionstheorien mithilfe von Computermodellen auf die Probe.
Lange Geschichte
Das Max-Planck-Institut in Plön hat eine lange Geschichte: Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier unter anderem an Plankton geforscht. Seitdem haben viele Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt an diesem Institut im echten Norden gearbeitet, darunter auch Prof. Dr. Paul Rainey. Der Neuseeländer leitet die Forschungseinrichtung derzeit.