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Thema : 100 Jahre Volksabstimmung

Freundschaftsjahr digital

Wegen des Coronavirus finden viele der großen Jubiläumsfeierlichkeiten nicht statt – stattdessen gibt es Angebote im Internet.

Letzte Aktualisierung: 05.05.2020

Eine deutsche und eine dänische Flagge wehen nebeneinander an zwei Fahnenmasten.
1920 stimmten Dänen und Deutsche friedlich über den Verlauf ihrer Grenze ab.

Eigentlich war schon alles vorbereitet: Das ganze Jahr über wollten Dänen und Deutsche in Schleswig-Holstein das 100-jährige Jubiläum der friedlichen Grenzeinigung 1920 feiern. Überall im echten Norden waren Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und zahlreiche andere Veranstaltungen geplant – diese müssen nun aufgrund der aktuellen Coronavirus-Lage vorerst ausfallen. Trotzdem gibt es im Internet viele Möglichkeiten, virtuelle Ausflüge in die Grenzregion zu unternehmen und Eindrücke des deutsch-dänischen Zusammenlebens zu bekommen.

Historischer Stadtrundgang

Die Grenzstadt Flensburg ist seit 1920 Zentrum der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein. Rund ein Fünftel der Einwohner zählen zur dänischen Volksgruppe: Besucher werden hier durch zweisprachige Orts- und Straßenschilder begrüßt, die Minderheitenzeitung "Flensborg Avis" hat ihren Sitz in der Stadt und auch in der Archiktektur ist der skandinavische Einfluss nicht zu übersehen. Dier digitale Ausstellung Flensburger Erzählorte zeigt Gebäude, Straßen und Denkmäler der Stadt, die in der Geschichte der vergangenen 100 Jahre eine besondere Rolle gespielt haben – etwa den ersten Grenzstein, der nach der Volksabstimmung 1920 aufgestellt wurde, die Heiliggeistkirche der dänischen Gemeinde oder das "Flensborghus", in dem während des Drittens Reichs noch bis 1937 jüdische Gottesdienste stattfinden konnten, die anderswo schon nicht mehr möglich waren. Bewohner der Stadt und der Region sind außerdem dazu angehalten, selbst eigene "Erzählorte" für die Ausstellung einzureichen.

Portraits aus der Grenzregion

Im "Projekt 2020" kommen diejenigen zu Wort, die noch heute von der Volksabstimmung von 1920 betroffen sind: Menschen, die nördlich und südlich der Grenze leben, arbeiten und für die das kulturelle Miteinander von Deutschen und Dänen zum Alltag gehört. Die Videoreihe porträtiert beispielsweise Mitarbeiter des Grenzfriedenbundes, Schülerbotschafter und Minderheitenpolitiker. In der aktuellsten Folge wird unter anderem der dänische Künstler Sigurd Barrett interviewt, der Kindern mit dem Theaterstück "Sigurd erzählt von der Wiedervereinigung" die Geschichte der Volksabstimmungen 1920 nahe bringt.

Geschichte(n) und Nachrichten

Auch der Norddeutsche Rundfunk berichtet regelmäßig mit Video- und Audiobeiträgen über die deutsch-dänische Geschichte und das heutige Leben beiderseits der Grenze. Einige der aktuellen Reportagen beleuchten etwa die Sprachenvielfalt in der Region, das Leben des Flensburger Bürgermeisters Jacob Clausen Möller und die Arbeit der deutschen und dänischen Minderheiten.

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