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Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer

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Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer – Entwicklungen und Fortschritt (Jahr 2016)

Datum 10.04.2017

MUNITIONSBELASTUNG DER DEUTSCHEN MEERESGEWÄSSER – ENTWICKLUNGEN UND FORTSCHRITT (JAHR 2016)

Eigentlich höchste Zeit also, eine Zwischenbilanz hinsichtlich des Erreichten zu ziehen. Diese kann allerdings nur vorläufig sein. Vorläufig deshalb, weil zwar einige der seinerzeit empfohlenen Maßnahmen umgesetzt, andere jedoch nur begonnen werden konnten. Vorläufig aber auch deshalb, weil die Auswirkungen der mindestens 1,6 Millionen Tonnen in deutsche Gewässer eingebrachten Munition sich noch immer nicht abschließend beurteilen lassen, da entsprechende Verfahren fehlen.

Eine Grundlage für die wissenschaftlich abgesicherte Beurteilung der von der Munition ausgehenden Umweltgefahren wird beispielsweise das vom Bundesforschungs- ministerium (BMBF) geförderte Projekt „Umweltmonitoring für die DElaboration von Munition im Meer“ (UDEMM) liefern können, an dem Meeresforscher vom GEOMAR, der Universität Kiel und des IOW beteiligt sind. Und nicht nur das: Nach Abschluss des Projektes im Februar 2019 dürfte auch ein im Rahmen der MSRL-Verpflichtungen Deutschlands standardmäßig anwendbares Monitoring-Verfahren für die Belastung von Meeresgewässern mit Sprengstoff-Abbauprodukten zur Verfügung stehen. Eine weitere begonnene Maßnahme stellt die vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderte Entwicklung leistungsfähiger autonomer Bergungstechnologie im Rahmen des bis September 2018 parallel zum UDEMM-Projekt laufenden Projektes „RoBEMM – Robotisches Unterwasser-Bergungs- und Entsorgungsverfahren inkl. Technik zur Delaboration von Munition im Meer“ dar. Diese Technik wird im Rahmen von Offshore-Projekten bereits jetzt dringend benötigt, wird aber auch die Sanierung von Munitionsversenkungsgebieten ermöglichen...