Landesportal Schleswig-Holstein

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Welterbe (UNESCO)

© M. Staudt / grafikfoto.de

Natur- und Kulturstätten, die von außergewöhnlicher Bedeutung für die gesamte Menschheit sind, verleiht die UNESCO seit 1972 den Welterbe-Titel.

Mit der Ernennung zur Welterbestätte ist der Auftrag zur langfristigen Erhaltung und Pflege der Stätte verbunden sowie ein besonderer Bildungsauftrag. 2015 befinden sich in Deutschland 40 Welterbestätten, davon jetzt drei in Schleswig-Holstein. Neu aufgenommen wurden im Juli 2018 der wikingerzeitliche Seehandelsplatz Haithabu und das Grenzbauwerk Danewerk.

Weltkulturerbe

Lübecker Holstentor Lübecker Holstentor (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © M. Staudt, grafikfoto.de

Lübecker Altstadt

Mit dem mittelalterlichen Stadtkern der Hansestadt Lübeck wurde 1987 erstmals in Nordeuropa eine ganze Altstadt als Weltkulturerbe anerkannt. Ausschlaggebend waren die markante Stadtsilhouette und die geschlossen erhaltene vorindustrielle Bausubstanz sowie der für die archäologische Erforschung des mittelalterlichen Städtewesens außerordentlich ergiebige Untergrund.

Nachbau eines Wikingerschiffes auf dem Haddebyer Noor vor rekonstruierten Wikingerhäusern des Freilichtmuseum Haithabu Haithabu Wikinger (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Vom 8. bis ins 11. Jahrhundert war die Wikingerstadt Haithabu ein zentraler Handelsplatz in Nordeuropa. © M. Staudt / grafikfoto.de

Haithabu und Danewerk

Sie sind ein bedeutendes Stück nordeuropäischer Geschichte: Der wikingerzeitliche Seehandelsplatz Haithabu und das Grenzbauwerk Danewerk lagen zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert im Zentrum der Handelsnetze zwischen Nord- und Westeuropa. Seit Juli 2018 stehen sie jetzt auf der Welterbe-Liste der Unesco.

Weltnaturerbe

Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Blick über das Watt bei Ebbe, in der Ferne der Westerhever Leuchtturm Wattenmeer Westerhever (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © W. Diederich / grafikfoto.de

Neben der Hochregion der Alpen ist das Wattenmeer an der Nordseeküste das letzte flächendeckende Wildnisgebiet Europas. Als Rastgebiet für Zugvögel hat es globale Bedeutung. Ausschlaggebend für die Aufnahme in die Welterbeliste 2009 waren außerdem die außergewöhnlich große Artenvielfalt und die ökologische und geomorphologische Bedeutung des Wattenmeers.

Der östliche Teil des deutschen Weltnaturerbes fällt in den Bereich des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Von der Elbmündung bis zur dänischen Grenze erstreckt sich das Gebiet auf einer Gesamtfläche von 4.367 km².

Immaterielles Kulturerbe

Immaterielles Kulturerbe ist Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist, es vermittelt Identität und Kontinuität, wird von Generation zu Generation weitergegeben und fortwährend neu gestaltet. Zu den Ausdrucksformen gehören etwa Tanz, Theater, Musik und mündliche Überlieferungen wie auch Bräuche, Feste und Handwerkskünste.

Biikebrennen

2014 wurde die friesische Tradition des Biikebrennens in das nationale Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe aufgenommen. Jedes Jahr am 21. Februar lodern an der nordfriesischen Küste die Biikefeuer. Der heidnische Brauch aus dem 17. Jahrhundert läutet heute den Frühling ein.

Weitere Informationen

Die Wikingerstätten sind seit Juli 2018 das dritte Weltererbe der UNESCO in Schleswig-Holstein

Die Welterbekonvention der Unesco ist das wichtigste Instrument der Völkergemeinschaft zum Schutz des weltweiten Kultur- und Naturerbes.