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Stadtentwicklung und Städtebau

© M. Staudt / grafikfoto.de
Starke Städte – starke Stadtregionen - starke Regionen

Thesen zu den bau– und planungsbezogenen Themen des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume und Integration.

Die demographische Entwicklung, der wirtschaftliche Strukturwandel, die soziokulturellen Veränderungen, die Sicherung der ökologischen Ressourcen und die weiter abnehmenden finanziellen Handlungsmöglichkeiten der öffentlichen Hand sind wesentliche Herausforderungen der kommenden Jahre. Alle Regionen, Städte und Stadtregionen Schleswig-Holsteins werden hiervon betroffen sein. Eine besondere Problemlage ist dabei für die Städte und die peripheren ländlichen Räume des Landes erkennbar.

Vor dem Hintergrund der zukünftigen Herausforderungen hat es sich das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration zum Ziel gesetzt, die Städte, Stadtregionen und die Regionen Schleswig-Holsteins zu stärken und zu unterstützen. Die Stärkung der Regionen und Städte eröffnet zugleich auch neue Entwicklungsimpulse auch für die ländlichen Räume.

Durch eine offensive und konzentrierte Strategie für die Städte, Stadtregionen und Regionen soll Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre - wie regional zu kleinräumigen Politikansätzen, kommunaler Konkurrenz statt Kooperation, einer oft unzureichenden Zusammenarbeit zwischen Stadt und Umland, Einwohnerverlusten der Städte aufgrund von Stadt-Umland-Wanderungen, sozialer Segregation, Arbeitsplatzverlusten und unkoordinierten Verlagerungen von Unternehmen und Einzelhandelseinrichtungen aus den Städten ins Umland oder auch der Aufgabe von Versorgungseinrichtungen - begegnet werden. Kleinteilige und ineffiziente Gebiets- und Verwaltungsstrukturen erschweren es zur Zeit, angemessene Handlungsansätze zur Bewältigung der Probleme zu entwickeln.

Zukünftig gilt es gegenzusteuern, Fehlallokationen zu Lasten der Allgemeinheit zu vermeiden und insbesondere die Regionen, Städte und zentralen Orte in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken. Die differenzierte Ausgangslage erfordert dabei unterschiedliche Handlungsstrategien für Städte und ländliche Räume.

Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration verfügt über eine Vielzahl von ordnungspolitischen, rechtlichen, beratenden sowie investiven und finanziellen Instrumenten, um die Wettbewerbsbedingungen der schleswig-holsteinischen Regionen, die Situation der Städte und der Stadtregionen im Land zu verbessern. Hierzu zählen Initiativen und Vorgaben der Städte- und Ortsplanung, Programme der Städtebau- und Wohnraumförderung sowie der Kommunalförderung, aber auch beratende und informative Instrumente und Konzepte der Wohnungsbau- und Städtebauförderung, wie integrierte Stadtentwicklungskonzepte (ISEK) und Wohnraumversorgungskonzepte (WVK) sowie Stadt- Umland-Konzepte (SUK). Auch der kommunale Finanzausgleich leistet einen Beitrag zur Optimierung der Strukturen. Zudem unterstützt die Landesplanung mit ihren Vorgaben und Projekten diese Zielsetzungen.

Alle Instrumente gilt es aufeinander abzustimmen und zu bündeln, um das Ziel der Stärkung der Regionen, Städte und Stadtregionen und damit der Stärkung des Standortes Schleswig-Holstein sicherzustellen.