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Menschen mit Behinderung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Die Landesregierung richtet die Weiterentwicklung der Politik für Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren an der Leitorientierung "Inklusion" aus.

Die Politik für Menschen mit Behinderung hat in der Arbeit der Landesregierung in Schleswig-Holstein einen hohen Stellenwert.

Breite Debatte über das LBGG

Das „Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein (LBGG)“ wurde seit seiner Verabschiedung Ende 2002 mehrfach geändert und ergänzt. Heute, im Jahr 2019, ist es an der Zeit, seine Regelungen auf Aktualität und Angemessenheit hin zu überprüfen, um den Entwicklungen im Bereich der Politik für Menschen mit Behinderungen Rechnung zu tragen.

Zum Beginn dieses Prozesses hatte die Landesregierung am 18. Januar 2019 Bürgerinnen und Bürger, Expertinnen und Experten in eigener Sache, Beauftragte, Vertreterinnen und Vertreter von Interessenverbänden, Vereinen sowie Institutionen zu einer Diskussionsveranstaltung in den Plenarsaal des Landeshauses eingeladen.

Das Video der Veranstaltung mit dem Titel „Gestern – Heute – Morgen: Wie aktuell ist das Landesbehindertengleichstellungsgesetz Schleswig-Holstein?“ finden Sie hier:

https://www.youtube.com/watch?v=AI5Nx--kBKs

Ziel: Gleichberechtigte Teilhabe

Alle Menschen mit Behinderung müssen ihren Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft verwirklichen können. Dies ist gemeinsames Ziel in Politik und Gesellschaft. Menschen mit Behinderung sollen selbstverständlich in der Mitte unserer Gesellschaft leben und am täglichen Zusammenleben teilhaben. Eine wesentliche Voraussetzung hierfür sind die Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung.

Ein Rollstuhlfahrer in einer Fußgängerzone Rollstuhlfahrer (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © M. Staudt / grafikfoto.de

"Inklusion" als Leitgedanke

Die Landesregierung richtet ihre Politik für Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren an der Leitorientierung "Inklusion" aus. Diese Leitorientierung nimmt die zentralen Gedanken des Neunten und Zwölften Buches der Sozialgesetzbücher ebenso auf wie die Forderungen in den Grundsatzprogrammen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union. Der Blick wird vom Fürsorgegedanken stärker auf Kompetenz und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen gelenkt. Die speziellen Leistungen für Menschen mit Behinderung schaffen die Voraussetzungen, unter denen Selbstbestimmung und Teilhabe erst möglich sind.

Aufgabe für die Gesellschaft

Inklusion bedeutet: Alle Menschen haben die gleichen Rechte und Pflichten in der Gesellschaft. Niemand wird ausgegrenzt. Inklusion umsetzen heißt, dass in der Gesellschaft eine Veränderung im Denken und Handeln angestoßen wird, damit Menschen mit Behinderung anerkannt und selbstverständlich angenommen werden. Menschen mit Behinderung sollen in ihren Fähigkeiten und in ihrem Recht auf Selbstvertretung gestärkt und in ihren individuell unterschiedlichen Bedarfen unterstützt werden.

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Weitere Informationen

Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) im Land Schleswig-Holstein

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Aufgaben der Stiftung "Anerkennung und Hilfe": Anerkennung von Leid und Unrecht Betroffener in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. in stationären psychiatrischen Einrichtungen.