Landesportal Schleswig-Holstein

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Windenergie
Flächenplanung

Staatskanzlei

In Schleswig-Holstein werden zurzeit neue Raumordnungspläne zum Thema Windenergie aufgestellt. Damit soll die Windenergie-Flächenplanung im Land neu ausgerichtet werden. Zentrales Anliegen der Landesregierung ist eine geordnete Entwicklung der Windenergienutzung. Sie soll den unterschiedlichen Interessen beim Ausbau der Windenergie Rechnung tragen und breite Akzeptanz im Land schaffen.

Anlass für neue Pläne

Die Neuaufstellung der Pläne ist notwendig, weil das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht im Januar 2015 einige der 2012 in Kraft getretenen Regionalplan-Teilfortschreibungen zur Ausweisung von Eignungsgebieten für die Windenergienutzung für unwirksam erklärt hat. mehr lesen

Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung hat daraufhin beschlossen, alle Regionalplan-Teilfortschreibungen von 2012 sowie die Festlegungen des Landesentwicklungsplans 2010 zum Thema Windenergie nicht mehr anzuwenden und neue Pläne aufzustellen.

Um die Ziele der Raumordnung, die in diesen Plänen aufgestellt werden, bereits vorab zu sichern, sind bis zum 5. Juni 2019 im gesamten Land Planungen raumbedeutsamer Windenergieanlagen unzulässig (§ 18a Landesplanungsgesetz). Ausnahmen sind unter bestimmten Voraussetzungen aber möglich.

Beteiligungsverfahren zu ersten Planentwürfen

Planunterlagen

link BOB-SH

info Datenschutzhinweise

Am 6. Dezember 2016 hat die Landesplanungsbehörde erste Entwürfe der neuen Pläne veröffentlicht. In einem Beteiligungsverfahren konnten bis zum 30.06.2017 die Öffentlichkeit sowie die sogenannten Träger öffentlicher Belange (TÖB) zu den Planentwürfen Stellung nehmen und Einwände gegen die dargestellten Vorranggebiete für die Windenergienutzung vorbringen.

Vorranggebiete für die Windenergienutzung

In den ersten Entwürfen der Regionalpläne waren insgesamt 354 Vorranggebiete dargestellt, die knapp 2 Prozent der Landesfläche Schleswig-Holsteins umfassten. Es handelt sich dabei um Vorranggebiete mit Ausschlusswirkung. Für diese Gebiete wurde bei der Erarbeitung der Planentwürfe letztabgewogen, dass hier Windenergienutzung erfolgen kann, sofern die Windkraftanlagen die Voraussetzungen für eine Genehmigung erfüllen.

Gesamträumliches Plankonzept

Die Auswahl der Vorrangflächen für die Windenergienutzung erfolgte anhand von harten und weichen Tabukriterien sowie weiteren Abwägungskriterien. Alle Kriterien sowie das Verfahren der Flächenauswahl hat die Landesplanungsbehörde in einem Gesamträumlichen Plankonzept dargelegt. Darin ist auch dargestellt, wie mit bereits bestehenden Windkraftanlagen umgegangen werden soll (Repowering-Konzept).

Weiteres Verfahren

Die Landesplanungsbehörde hat mittlerweile die rund 6.500 Stellungnahmen ausgewertet, die im ersten Beteiligungsverfahren eingegangen sind, und sie in die Erstellung neuer Planentwürfe einbezogen. Parallel dazu wurde der Kriterienkatalog zur Auswahl der Vorranggebiete überarbeitet. Ziel ist es, Ende August 2018 die Planentwürfe in ein zweites Beteiligungsverfahren zu geben. Dann haben die Öffentlichkeit sowie die Träger öffentlicher Belange erneut Gelegenheit, Stellung zu nehmen.

Windenergie (Räumliche Steuerung)

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Kontakt

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration - Landesplanung

Düsternbrooker Weg 92
24105 Kiel

Projektgruppe Landesplanung Wind
Telefon: 0431 988 - 5184