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Schutz von Frauen vor Gewalt

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

© LfA/ Wolfgang Kossert

Vertrauliche Spurensicherung

Opfer von häuslicher oder sexualisierter Gewalt können oder möchten möglicherweise zunächst keine Anzeige erstatten. Ihre Verletzungen können dennoch dokumentiert sowie Spuren gesichert und aufbewahrt werden, um sie später vor Gericht verwenden zu können. Möglich macht dies die sogenannte vertrauliche Spurensicherung.

Rechtsmedizinische Ambulanzen

link Am UKSH in Kiel und Lübeck

link Am UKE in Hamburg

Zu den Angeboten der vertraulichen Spurensicherung gelangt man in Schleswig-Holstein über ambulante Anlaufstationen in den Unikliniken. In den Universitätskliniken Kiel, Lübeck und Hamburg-Eppendorf dokumentieren speziell geschulte Ärztinnen und Ärzte Verletzungen und sichern Spuren – ohne die Polizei zu informieren, wenn das Opfer dies nicht möchte.

Opfer erhalten dadurch die Möglichkeit, auch ohne Strafanzeige die Spuren und Verletzungen gerichtsfest dokumentieren zu lassen. Die Befunde stehen im Fall eines Strafverfahrens als Beweismittel zur Verfügung. Die gewonnenen Spurenträger werden für mehrere Jahre in den Instituten für Rechtsmedizin aufbewahrt.

Flächendeckendes Angebot

Das UKSH ist Anlaufstelle für Menschen aus Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster sowie aus den Kreisen Ostholstein, Plön, Rendsburg-Eckernförde, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg. Das Uni-Klinikum Eppendorf übernimmt dies für die Kreise Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum-Lauenburg. Ein zusätzliches Netz von Partnerkliniken und Kooperationspartnern sorgt für ein ein flächendeckendes kostenloses Angebot, das ohne lange Fahrtzeiten erreichbar ist.

Förderung

Die Landesregierung fördert die vertrauliche Spurensicherungbei häuslicher und sexualisierter Gewalt im Rahmen des Opferschutzes seit 2015 mit jährlich 400.000 Euro.

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Die vertrauliche Spurensicherung kann den betroffenen Menschen helfen, das Geschehene zu verarbeiten und den oder die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen zu lassen.

Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Kontakt

Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Tatjana Basedow
Jensendamm 5
24105 Kiel
Telefon: 0431 988-5499