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Pflege - Rat und Hilfe

© MSGJFS

Pflege von 'A bis Z'

Ambulante Pflegedienste

Um möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu leben, kann die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst notwendig sein.

Wenn Sie zum Beispiel Unterstützung bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität, der Gestaltung des Alltagslebens oder der Haushaltsführung benötigen, können Sie einen ambulanten Pflegedienst beauftragen. Wenn Sie einen der Pflegegrade 2 bis 5 haben, erhalten Sie hierfür Leistungen der Pflegekasse, sogenannte Pflegesachleistungen.

Weitere Informationen auf der Seite „Pflege bezahlen“

Der Pflegedienst bietet Ihnen verschiedene Leistungen an, zum Beispiel Hilfestellung beim Waschen oder Baden, beim Aufstehen und Zubettgehen, beim Ankleiden oder Essen. Außerdem können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihnen im Haushalt helfen, etwa beim Einkaufen, Kochen und Putzen. Daneben bieten die ambulanten Pflegedienste auch Betreuungsleistungen an. Dazu gehört die Unterstützung bei der Gestaltung Ihres häuslichen Alltags und bei Aktivitäten, zum Beispiel Begleitung beim Spazierengehen oder Vorlesen.

Sie werden auch bei Krankheit oder bei ärztlichen Verordnungen sachkundig versorgt, denn der Pflegedienst hat qualifizierte Fachkräfte, die Wunden versorgen, Verbände wechseln, Medikamente geben oder Injektionen vornehmen können.

Ambulante Pflegedienste sind in der Regel rund um die Uhr erreichbar und versorgen Sie auch am Wochenende. Die Hilfeeinsätze werden individuell vereinbart. Der Pflegedienst kann zum Beispiel nur einmal morgens kommen oder auch dreimal am Tag. In einem Pflegevertrag zwischen Ihnen und dem Pflegedienst werden Leistungsumfang und Kosten der Pflege festgehalten.

Ob und wie viele Leistungen von der Pflegekasse gezahlt werden, hängt von dem jeweiligen Pflegegrad ab. Wenn Sie zusätzliche Leistungen in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie diese selbst bezahlen.

Hier können Sie nach einem ambulanten Pflegedienst In Ihrer Nähe suchen:

Zum Pflegeheimnavigator (AOK)

Zum Pflegefinder (BKK)

Zum Pflegekompass (Knappschaft)

Zum Pflegelotsen (vdek)

Angebote zur Unterstützung im Alltag

Zur Entlastung von Pflegebedürftigen und deren Pflegepersonen gibt es zahlreiche sogenannte Angebote zur Unterstützung im Alltag. Helferinnen und Helfer übernehmen z.B. für einige Stunden die Betreuung von Pflegebedürftigen. Sie begleiten zu Arztbesuchen, beim Einkauf oder helfen im Haushalt. Anerkannte Angebote erfüllen die Qualitätsanforderungen des Landes. Menschen mit einem Pflegegrad können für diese Angebote den monatlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro in Anspruch nehmen.

Hier können Sie nach Angeboten für Unterstützungsleistungen im Alltag in Ihrer Nähe suchen:

Pflege-Navigator (AOK)

PflegeFinder (BKK)

Pflegelotse (vdek)

Antrag stellen

Bauernhof für Menschen mit Demenz

Eine Reihe von Bauernhöfen in Schleswig-Holstein bieten Menschen mit Demenzerkrankung einen Besuch der besonderen Art. Bei einem Spaziergang über den Hof oder beim Füttern der Tiere werden alle Sinne angeregt und Erinnerungen geweckt. Die an Demenzerkrankten erleben berührende Momente. Betreut werden die Erkrankten von geschulten Ehrenamtlichen und Fachkräften. Ihre Angehörigen können die freie Zeit für sich nutzen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Beratung bei Ihrer Pflegekasse

Sie haben einen Anspruch darauf, sich kostenlos bei Ihrer Pflegekasse beraten zu lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekassen geben Ihnen gern Auskünfte über Unterstützungsmöglichkeiten, wenn Sie Pflege oder Betreuung benötigen. Dabei werden auch Ihre individuellen Wünsche und Vorlieben beachtet, damit Sie eine möglichst persönliche Beratung erhalten.

Die Pflegekasse finden Sie bei Ihrer Krankenkasse. Fragen Sie einfach nach einem Beratungsgespräch.

Beratung durch die Aufsichtsbehörde

Wenn man „Aufsichtsbehörde“ hört, denkt man meist zuerst an Qualitätskontrolle. Doch die Aufsichtsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte im Bereich Pflege sind nicht nur für die sogenannte „Heimüberwachung“ zuständig. Sie beraten Sie kostenlos auch  über Wohn-, Pflege- und Betreuungsformen. Rufen Sie einfach an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

Zur Liste von Aufsichtsbehörden in Schleswig-Holstein.

Beratung in den Pflegestützpunkten

Bei Fragen zu Pflegethemen stehen Sie nicht alleine da. Nutzen Sie das Beratungsangebot der Pflegestützpunkte in Schleswig-Holstein.

Pflegestützpunkte sind öffentliche Beratungsstellen, die es inzwischen in fast allen Kreisen und kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein gibt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten Sie individuell, neutral und kostenfrei. Sie informieren zu allen Pflegethemen wie die Beantragung von Leistungen und Unterstützungsangebote. Eine Beratung kann im Pflegestützpunkt selber oder am Telefon stattfinden. Die Mitarbeiterinnen kommen auch zu Ihnen nach Hause.

Hier finden Sie den Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe.

Betreuter Urlaub

Sie denken manchmal, wie schön es wäre, wieder gemeinsam zu verreisen? Ein betreuter Urlaub für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen bietet die Möglichkeit zur Erholung und Entspannung. Der betreute Urlaub soll allen Beteiligten ein hohes Maß an Individualität und zugleich Sicherheit bieten. Pflegende Angehörige können sich nach Bedarf zurückziehen und wissen dabei den Menschen mit Demenz in guten Händen. Der Austausch und die Gemeinsamkeit mit anderen Betroffenen und den Betreuern ermöglichen ganz neue Erfahrungen – in jedem Fall eine Bereicherung.

Beispielsweise bieten die Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein und die AW Kur und Erholungs GmbH (AWO-Tochter) Urlaub für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen an:

Zu den Urlaubsangeboten der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein

Zu den Vorsorgeangeboten der AW Kur und Erholung

Betreutes Wohnen

Wenn selbstständiges Leben zu Hause nicht mehr möglich ist, kann der Umzug in eine betreute Wohnanlage eine gute Alternative sein.

Wenn Sie sich im Alltag in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus allein nicht mehr so ganz sicher fühlen, ist „Betreutes Wohnen“ – manchmal heißt es auch „Service Wohnen“ – eine Alternative.

Betreutes Wohnen verbindet selbstständiges Leben im eigenen Haushalt mit der Sicherheit, die ergänzende Serviceleistungen bieten. Beim betreuten Wohnen leben Sie selbstständig in einer eigenen Wohnung, die an Ihre Bedürfnisse angepasst und barrierefrei ist. Oft gibt es in einer solchen Wohnung einen Notrufknopf, mit dem Sie im Notfall direkt einen Betreuer kontaktieren können. Sie haben persönliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die Ihnen im Alltag auch mal helfen können, zum Beispiel bei Behördenangelegenheiten oder Besorgung von Medikamenten. Bei Bedarf kann Ihnen professionelle Hilfe vermittelt werden. Zum Teil gibt es auch gemeinsame Freizeitangebote oder eine kleine Teestube zum Treffen und Klönen. Für das Serviceangebot müssen Sie eine monatliche Pauschale bezahlen.

Bei der Wahl der Wohnanlage sind verschiedene Kriterien zu beachten und Sie sollten sich überlegen, was Ihnen persönlich besonders wichtig ist. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hat einige Punkte für Sie zusammengestellt.

Zur Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

Auf der Internetplattform „Wohnen im Alter“ finden Sie Angebote für Betreutes Wohnen in Ihrer Nähe. Sie müssen nur Ihre Postleitzahl in die Suchfunktion eingeben.

Zur Suchfunktion der Internetplattform „Wohnen im Alter“

Betreuungsverfügung

Eine Betreuung wird nur eingerichtet, wenn sie unbedingt erforderlich ist. Also wenn Sie Ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln können und eine andere Regelung, zum Beispiel eine Vorsorgevollmacht, nicht getroffen wurde. Der Unterschied zur Vorsorgevollmacht ist, dass eine Betreuung vom Gericht bestellt wird. Sie können mit einer Betreuungsverfügung schon im Voraus festlegen, wer, falls Sie selbst nicht mehr in der Lage sein sollten, diese Aufgabe für Sie übernehmen soll – oder auch, wen Sie auf keinen Fall als Betreuer haben möchten.

Das Bundesjustizministerium hat ein Musterformular für eine Betreuungsverfügung entwickelt, das Sie Ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen können.

Zum Musterformular für eine Betreuungsverfügung

Weitere Informationen zum Betreuungsrecht erhalten Sie unter auf der

Themenseite Betreuungsrecht

Broschüren

Hier finden Sie Dokumente, die Sie kostenlos herunterladen und auch ausdrucken können. Manchmal liest es sich doch angenehmer, wenn man ein Papier in der Hand hält.

Hinweis: Einige Broschüren sind sehr umfangreich. Vielleicht können Sie gezielt nur die Seiten ausdrucken, die Sie besonders interessieren.

Autofahren und Demenz: Was können Betroffene, Angehörige und Ärzte tun?

Die Pflegestärkungsgesetze – Alle Leistungen zum Nachschlagen

Gepflegt alt werden – selbstbestimmt und privat leben

Pflegen zu Hause – Ratgeber für die häusliche Pflege

Ratgeber Demenz

Ratgeber Pflege

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