Landesportal Schleswig-Holstein

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Pflege - Rat und Hilfe

© MSGJFS

Ambulante Pflegedienste

Um möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu leben, kann die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst notwendig sein.

Wenn Sie zum Beispiel Unterstützung bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität, der Gestaltung des Alltagslebens oder der Haushaltsführung benötigen, können Sie einen ambulanten Pflegedienst beauftragen. Wenn Sie einen der Pflegegrade 2 bis 5 haben, erhalten Sie hierfür Leistungen der Pflegekasse, sogenannte Pflegesachleistungen.

Weitere Informationen auf der Seite „Pflege bezahlen“

Der Pflegedienst bietet Ihnen verschiedene Leistungen an, zum Beispiel Hilfestellung beim Waschen oder Baden, beim Aufstehen und Zubettgehen, beim Ankleiden oder Essen. Außerdem können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihnen im Haushalt helfen, etwa beim Einkaufen, Kochen und Putzen. Daneben bieten die ambulanten Pflegedienste auch Betreuungsleistungen an. Dazu gehört die Unterstützung bei der Gestaltung Ihres häuslichen Alltags und bei Aktivitäten, zum Beispiel Begleitung beim Spazierengehen oder Vorlesen.

Sie werden auch bei Krankheit oder bei ärztlichen Verordnungen sachkundig versorgt, denn der Pflegedienst hat qualifizierte Fachkräfte, die Wunden versorgen, Verbände wechseln, Medikamente geben oder Injektionen vornehmen können.

Ambulante Pflegedienste sind in der Regel rund um die Uhr erreichbar und versorgen Sie auch am Wochenende. Die Hilfeeinsätze werden individuell vereinbart. Der Pflegedienst kann zum Beispiel nur einmal morgens kommen oder auch dreimal am Tag. In einem Pflegevertrag zwischen Ihnen und dem Pflegedienst werden Leistungsumfang und Kosten der Pflege festgehalten.

Ob und wie viele Leistungen von der Pflegekasse gezahlt werden, hängt von dem jeweiligen Pflegegrad ab. Wenn Sie zusätzliche Leistungen in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie diese selbst bezahlen.

Hier können Sie nach einem ambulanten Pflegedienst In Ihrer Nähe suchen:

Zum Pflegeheimnavigator (AOK)

Zum Pflegefinder (BKK)

Zum Pflegekompass (Knappschaft)

Zum Pflegelotsen (vdek)

Angebote zur Unterstützung im Alltag

Zur Entlastung von Pflegebedürftigen und deren Pflegepersonen gibt es zahlreiche sogenannte Angebote zur Unterstützung im Alltag. Helferinnen und Helfer übernehmen z.B. für einige Stunden die Betreuung von Pflegebedürftigen. Sie begleiten zu Arztbesuchen, beim Einkauf oder helfen im Haushalt. Anerkannte Angebote erfüllen die Qualitätsanforderungen des Landes. Menschen mit einem Pflegegrad können für diese Angebote den monatlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro in Anspruch nehmen.

Hier können Sie nach Angeboten für Unterstützungsleistungen im Alltag in Ihrer Nähe suchen:

Pflege-Navigator (AOK)

PflegeFinder (BKK)

Pflegelotse (vdek)

Antrag stellen

Autofahren und Demenz

Was Betroffene, Angehörige und Ärzte tun können!

Zur Broschüre

Bauernhof für Menschen mit Demenz

Eine Reihe von Bauernhöfen in Schleswig-Holstein bieten Menschen mit Demenzerkrankung einen Besuch der besonderen Art. Bei einem Spaziergang über den Hof oder beim Füttern der Tiere werden alle Sinne angeregt und Erinnerungen geweckt. Die an Demenzerkrankten erleben berührende Momente. Betreut werden die Erkrankten von geschulten Ehrenamtlichen und Fachkräften. Ihre Angehörigen können die freie Zeit für sich nutzen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Beratung bei Ihrer Pflegekasse

Sie haben einen Anspruch darauf, sich kostenlos bei Ihrer Pflegekasse beraten zu lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekassen geben Ihnen gern Auskünfte über Unterstützungsmöglichkeiten, wenn Sie Pflege oder Betreuung benötigen. Dabei werden auch Ihre individuellen Wünsche und Vorlieben beachtet, damit Sie eine möglichst persönliche Beratung erhalten.

Die Pflegekasse finden Sie bei Ihrer Krankenkasse. Fragen Sie einfach nach einem Beratungsgespräch.

Beratung durch die Aufsichtsbehörde

Wenn man „Aufsichtsbehörde“ hört, denkt man meist zuerst an Qualitätskontrolle. Doch die Aufsichtsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte im Bereich Pflege sind nicht nur für die sogenannte „Heimüberwachung“ zuständig. Sie beraten Sie kostenlos auch  über Wohn-, Pflege- und Betreuungsformen. Rufen Sie einfach an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

Zur Liste von Aufsichtsbehörden in Schleswig-Holstein.

Beratung in den Pflegestützpunkten

Bei Fragen zu Pflegethemen stehen Sie nicht alleine da. Nutzen Sie das Beratungsangebot der Pflegestützpunkte in Schleswig-Holstein.

Pflegestützpunkte sind öffentliche Beratungsstellen, die es inzwischen in fast allen Kreisen und kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein gibt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten Sie individuell, neutral und kostenfrei. Sie informieren zu allen Pflegethemen wie die Beantragung von Leistungen und Unterstützungsangebote. Eine Beratung kann im Pflegestützpunkt selber oder am Telefon stattfinden. Die Mitarbeiterinnen kommen auch zu Ihnen nach Hause.

Hier finden Sie den Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe.

Betreuter Urlaub

Sie denken manchmal, wie schön es wäre, wieder gemeinsam zu verreisen? Ein betreuter Urlaub für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen bietet die Möglichkeit zur Erholung und Entspannung. Der betreute Urlaub soll allen Beteiligten ein hohes Maß an Individualität und zugleich Sicherheit bieten. Pflegende Angehörige können sich nach Bedarf zurückziehen und wissen dabei den Menschen mit Demenz in guten Händen. Der Austausch und die Gemeinsamkeit mit anderen Betroffenen und den Betreuern ermöglichen ganz neue Erfahrungen – in jedem Fall eine Bereicherung.

Beispielsweise bieten die Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein und die AW Kur und Erholungs GmbH (AWO-Tochter) Urlaub für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen an:

Zu den Urlaubsangeboten der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein

Zu den Vorsorgeangeboten der AW Kur und Erholung

Betreutes Wohnen

Wenn selbstständiges Leben zu Hause nicht mehr möglich ist, kann der Umzug in eine betreute Wohnanlage eine gute Alternative sein.

Wenn Sie sich im Alltag in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus allein nicht mehr so ganz sicher fühlen, ist „Betreutes Wohnen“ – manchmal heißt es auch „Service Wohnen“ – eine Alternative.

Betreutes Wohnen verbindet selbstständiges Leben im eigenen Haushalt mit der Sicherheit, die ergänzende Serviceleistungen bieten. Beim betreuten Wohnen leben Sie selbstständig in einer eigenen Wohnung, die an Ihre Bedürfnisse angepasst und barrierefrei ist. Oft gibt es in einer solchen Wohnung einen Notrufknopf, mit dem Sie im Notfall direkt einen Betreuer kontaktieren können. Sie haben persönliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die Ihnen im Alltag auch mal helfen können, zum Beispiel bei Behördenangelegenheiten oder Besorgung von Medikamenten. Bei Bedarf kann Ihnen professionelle Hilfe vermittelt werden. Zum Teil gibt es auch gemeinsame Freizeitangebote oder eine kleine Teestube zum Treffen und Klönen. Für das Serviceangebot müssen Sie eine monatliche Pauschale bezahlen.

Bei der Wahl der Wohnanlage sind verschiedene Kriterien zu beachten und Sie sollten sich überlegen, was Ihnen persönlich besonders wichtig ist. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hat einige Punkte für Sie zusammengestellt.

Zur Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

Auf der Internetplattform „Wohnen im Alter“ finden Sie Angebote für Betreutes Wohnen in Ihrer Nähe. Sie müssen nur Ihre Postleitzahl in die Suchfunktion eingeben.

Zur Suchfunktion der Internetplattform „Wohnen im Alter“

Betreuungsverfügung

Eine Betreuung wird nur eingerichtet, wenn sie unbedingt erforderlich ist. Also wenn Sie Ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln können und eine andere Regelung, zum Beispiel eine Vorsorgevollmacht, nicht getroffen wurde. Der Unterschied zur Vorsorgevollmacht ist, dass eine Betreuung vom Gericht bestellt wird. Sie können mit einer Betreuungsverfügung schon im Voraus festlegen, wer, falls Sie selbst nicht mehr in der Lage sein sollten, diese Aufgabe für Sie übernehmen soll – oder auch, wen Sie auf keinen Fall als Betreuer haben möchten.

Das Bundesjustizministerium hat ein Musterformular für eine Betreuungsverfügung entwickelt, das Sie Ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen können.

Zum Musterformular für eine Betreuungsverfügung

Weitere Informationen zum Betreuungsrecht erhalten Sie unter auf der

Themenseite Betreuungsrecht

Broschüren

Hier finden Sie Dokumente, die Sie kostenlos herunterladen und auch ausdrucken können. Manchmal liest es sich doch angenehmer, wenn man ein Papier in der Hand hält.

Hinweis: Einige Broschüren sind sehr umfangreich. Vielleicht können Sie gezielt nur die Seiten ausdrucken, die Sie besonders interessieren.

Autofahren und Demenz: Was können Betroffene, Angehörige und Ärzte tun?

Die Pflegestärkungsgesetze – Alle Leistungen zum Nachschlagen

Gepflegt alt werden – selbstbestimmt und privat leben

Pflegen zu Hause – Ratgeber für die häusliche Pflege

Ratgeber Demenz

Ratgeber Pflege

Demenz

Wie gehe ich mit einer Demenz-Erkrankung um? Welche Unterstützung kann ich erhalten?

Menschen mit einer beginnenden Demenz haben zunehmend Schwierigkeiten, sich zu erinnern und zu lernen. Auch das logische Denken und das sprachliche Ausdrucksvermögen verschlechtern sich. Man kann sich nicht mehr so gut orientieren und hat Schwierigkeiten, Gesichter zuzuordnen. Hinzu kommen häufig Verwirrtheit, Ängstlichkeit und Unruhe. Diese Störungen nehmen im Laufe von Monaten bis Jahren zu, so dass Menschen mit einer Demenz von Unterstützung und Pflege durch andere Menschen abhängig werden.

Diese Veränderungen sind bedrückend und beängstigend. Für die Betroffenen, die sich in ihrer Umwelt immer weniger zurecht finden. Und auch für die Angehörigen, die den langsamen Verlust der Fähigkeiten und der Persönlichkeit eines geliebten Menschen erleben.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat eine Broschüre zusammengestellt, die sehr übersichtlich erste Informationen über die Erkrankung gibt.

Zur Broschüre „Alzheimer – was kann ich tun? Erste Hilfen für Betroffene“

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat mit dem Wegweiser Demenz ein Portal geschaffen, das die Informationen zum Thema Demenz bündelt. Zusätzlich können Sie über die Erfahrungen anderer lesen und geeignete Angebote in Ihrer Nähe finden.

Zum Wegweiser Demenz

Entlastungsbetrag

Pflegebedürftige mit einem Pflegegrad erhalten einen Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro im Monat, um Unterstützungsleistungen im Alltag zu bezahlen.

Allerdings muss für eine Kostenerstattung das Unterstützungsangebot im Alltag nach Landesrecht anerkannt sein. Das Land Schleswig-Holstein stellt für eine solche Anerkennung Bedingungen an die Qualifikation der Leistungserbringer, um eine gute Qualität in der Pflege sicher zu stellen. Mit der Leistungserbringung sind sowohl professionelle Dienste als auch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer betraut.

Wenn der Entlastungsbetrag nicht ausreicht, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen auch einen Teil der ambulanten Pflegesachleistungen für die Bezahlung der Unterstützungsangebote verwenden. Lassen Sie sich im Pflegestützpunkt oder bei Ihrer Pflegekasse beraten.

Ersatzpflege (Verhinderungspflege)

Wenn Sie einen Angehörigen pflegen, heißt das nicht, dass Sie nun etwa keinen Urlaub mehr machen können. Diesen sollten Sie für sich immer einplanen, denn Pflege ist anstrengend. Es gibt die Möglichkeit, sich für einen begrenzten Zeitraum zu entlasten: die Ersatzpflege bei Urlaub oder Krankheit der pflegenden Person – auch Verhinderungspflege genannt.

Für die Verhinderungspflege übernimmt die Pflegekasse für bis zu sechs Wochen im Jahr bis zu 1.612 Euro der entstehenden notwendigen Aufwendungen. Sie können diese Leistungen in Anspruch nehmen, wenn Sie Ihren pflegebedürftigen Angehörigen bereits mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt haben. Zusätzlich ist es möglich, auch die Hälfte des Leistungsbetrages für Kurzzeitpflege für Verhinderungspflege zu verwenden. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Pflegekasse oder den Pflegestützpunkten.

Erste Hilfe für Senioren

Das Alter bringt gesundheitliche Veränderung mit sich und die Wahrscheinlichkeit, beim Partner oder Bekannten in einem Notfall Erste Hilfe leisten zu müssen, wächst. Wissen schafft Sicherheit, um mit solchen Situationen richtig umzugehen.

Hausnotruf

Damit Sie sich zu Hause rund um die Uhr sicher fühlen können, gibt es die Möglichkeit, einen Hausnotrufservice zu beauftragen. Für einen Hausnotruf sind keine Umbauten erforderlich. Der Service funktioniert meist so, dass bei Ihnen zu Hause über das Telefonnetz ein Hausnotrufgerät installiert wird.

Zusätzlich tragen Sie ein unauffälliges Gerät beispielsweise in Form eines Armbands oder einer Kette mit einem Notrufknopf bei sich.

Mit diesem Knopf können Sie in einer Notsituation den Hausnotruf auslösen, beispielsweise wenn Sie in der Wohnung hingefallen sind und nicht selbst wieder aufstehen können. Ist der Hausnotruf ausgelöst, werden Hilfsmaßnahmen eingeleitet und jemand zu Ihnen nach Hause geschickt. Damit die Hilfe richtig organisiert werden kann, fragt der Hausnotrufanbieter bei Vertragsabschluss die wichtigsten Informationen zu Ihrer Versorgungssituation ab, etwa wie der Zugang zur Wohnung ist, welche Krankheiten oder körperlichen Beeinträchtigungen Sie haben, welche Medikamente Sie regelmäßig nehmen müssen und wer im Akutfall verständigt werden soll.

Angebote für den Hausnotrufservice gibt es viele, beispielsweise auch von Pflegediensten. Am besten lassen Sie sich bei Ihrem Pflegestützpunkt oder Ihrer Pflegekasse beraten. Fragen Sie auch mal bei Freunden oder Nachbarn nach, wer schon Erfahrungen mit einem Hausnotrufanbieter hat.

Übrigens: Wenn Sie einen Pflegegrad haben, wird gegebenenfalls ein Teil der Kosten erstattet. Fragen Sie bei Ihrer Pflegekasse nach.

Hilfen für Angehörige 

Sie haben die Pflege eines Angehörigen übernommen? Hierfür gibt es Unterstützung.

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, einen Angehörigen bei sich zu Hause oder in dessen vier Wänden zu pflegen, können Sie vielfältige Unterstützung erhalten. Denn Pflege ist eine anspruchsvolle und anstrengende Aufgabe.

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Kurzzeitpflege

Eine andere Möglichkeit ist die kurzfristige Pflege in einer stationären Pflegeeinrichtung. Kurzzeitpflege hilft beispielsweise in Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche Pflege nicht möglich ist. Kurzzeitpflege kann auch eine Lösung sein, wenn beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt ein Pflegebedarf auftritt und Sie die Pflege erst noch organisieren müssen.

Sie erhalten dafür bis zu acht Wochen im Jahr.

Die Pflegekassen übernehmen einen Teil der Kosten. Dafür stehen in allen Pflegegraden bis zu 1.612 Euro zur Verfügung. Leistungen der Kurzzeitpflege müssen Sie bei der Pflegekasse beantragen. Ob in Ihrem Fall die Voraussetzungen vorliegen und auf welche Leistungen Sie zurückgreifen können, können Sie bei Ihrer Pflegekasse oder dem örtlichen Pflegestützpunkt erfragen.

Leistungen der Pflegeversicherung

Welche Leistungen bietet die Pflegeversicherung? Wer trägt die Kosten für Pflege? Wie erhalte ich Unterstützung?

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Leitfaden „Gut gepflegt im eigenen Zuhause“

Die Stadt Kiel hat einen sehr übersichtlichen Leitfaden für die Organisation der Pflege im häuslichen Bereich erstellt.

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Nachbarschaftshilfe

Sie sind pflegebedürftig (haben einen Pflegegrad erhalten), leben zu Hause und benötigen Unterstützung in Ihrem Alltag? Oder Sie pflegen einen Angehörigen und brauchen etwas Entlastung?

Nachbarschaftshilfe könnte hier eine gute Lösung sein. Pflegebedürftige haben gegenüber ihrer Pflegekasse einen Anspruch auf einen Entlastungsbetrag von monatlich bis zu 125 Euro. Diesen Betrag können Sie einsetzen für Angebote zur Unterstützung und Gestaltung in Ihrem Alltag oder zur Entlastung für pflegende Angehörige. Sie können von diesem Betrag auch eine Aufwandsentschädigung für eine Unterstützung durch Nachbarn, sogenannte ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe, bezahlen.

Unterstützung durch Nachbarschaftshilfe kann zum Beispiel Einkaufen für Sie sein oder Begleitung beim Einkaufen, bei Arztbesuchen, zu einem Seniorennachmittag, einem Cafébesuch oder bei einem Spaziergang.

Die Person, die Sie im Rahmen von Nachbarschaftshilfe unterstützen will, muss von Ihrer Pflegekasse vorher anerkannt werden, damit Sie den Entlastungsbetrag hierfür einsetzen können. Nachbarschaftshelferinnen oder Nachbarschaftshelfer müssen innerhalb von sechs Monaten eine Schulung nachweisen sowie einen angemessenen Versicherungsschutz. Einzelheiten zur Anerkennung Ihrer Nachbarschaftshilfe können Sie bei Ihrer Kasse erfahren.

Die Erklärung zur Erfüllung der Anerkennungsvoraussetzungen für Nachbarschaftshelfer können Sie hier herunterladen.

Patientenverfügung

Was will ich, was will ich nicht? Diese Fragen sollte sich jeder ganz konkret stellen, wenn es um Gesundheit und Pflege geht. In der Patientenverfügung stellen Sie klar, welche medizinischen und pflegerischen Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffe durchgeführt oder unterlassen werden sollen, wenn Sie in eine Situation geraten, in der Sie Ihren Willen nicht äußern können.

Wenn Sie überlegen, ob Sie eine Patientenverfügung erstellen wollen oder nicht, sollten Sie zunächst darüber nachdenken, was Ihnen wichtig ist, wovor Sie Angst haben und was Sie sich erhoffen. Möchten Sie beispielsweise, dass Sie künstlich ernährt werden, wenn es notwendig ist? Möchten Sie auf bestimmte Medikamente verzichten? Es ist nicht einfach, sich mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Aber wenn man möchte, dass nach dem eigenen Willen gehandelt wird, ist es notwendig. Daher muss die Patientenverfügung schriftlich verfasst und am besten notariell beglaubigt werden.

Das Bundesministerium der Justiz hat eine Broschüre mit Informationen und Textbausteinen für eine schriftliche Patientenverfügung herausgegeben, die Sie anschauen und kostenlos ausdrucken können.

Zur Broschüre "Patientenverfügung" vom Bundesministerium der Justiz

Pflegebedarf ermitteln

Auf den Besuch durch den MDK sollten Sie sich vorbereiten:

  • Bitten Sie einen Angehörigen oder Ihre Pflegeperson, bei dem Termin dabei zu sein. Manchmal haben andere einen sachlicheren Blick für Ihre Situation, vor allem dann, wenn diese Personen Sie betreuen und pflegen.
  • Stellen Sie Ihre Situation und Ihren Pflegebedarf möglichst realistisch dar.
  • Hilfreich ist es, wenn Sie vor dem Besuch des MDK etwa zwei Wochen lang ein Pflegetagebuch führen und genau aufschreiben, wobei Ihnen geholfen werden muss und wie viel Zeit das jeweils in Anspruch nimmt. Halten Sie auch ärztliche Unterlagen griffbereit.

Der Gutachter stellt fest, was Sie noch selbständig erledigen können, indem er Sie untersucht und Ihnen anhand eines Fragebogens verschiedene Fragen stellt. Nach der Begutachtung wertet der Gutachter die festgestellten Informationen aus und übermittelt diese an die Pflegekasse. Er berichtet der Pflegekasse dabei unter anderem auch, ob zum Beispiel Rehabilitationsmaßnahmen wie Krankengymnastik notwendig sind und ob Sie Hilfsmittel benötigen.

Der Gutachter wird Sie bei seinem Besuch auch fragen, ob Sie damit einverstanden sind, dass Ihnen das Gutachten zugeschickt wird. Wenn Sie das wünschen, wird es Ihnen von Ihrer Pflegekasse zusammen mit dem Bescheid übersandt.

Auf Grundlage des Gutachtens entscheidet die Pflegekasse dann in der Regel innerhalb von fünf Wochen über Ihren Antrag. Sie erhalten das Ergebnis schriftlich. Der Bescheid Ihrer Pflegekasse enthält vor allem Angaben darüber

  • welcher Pflegegrad für Sie ermittelt worden ist und
  • von welchem Zeitpunkt an, Ihnen welche Leistungen zustehen.

Pflegeeinrichtung finden

Um eine passende Pflegeeinrichtung in der Nähe zu finden, gibt es mehrere Internetseiten mit Suchfunktion.

  • Auf der Internetseite „Heimverzeichnis.de“ können Sie nach Pflegeeinrichtungen suchen, denen von unabhängigen, ehrenamtlichen Gutachtern eine hohe Lebensqualität bescheinigt wird (Pflegeeinrichtungen mit einem „Grünen Haken“).

    Zum Heimverzeichnis mit den „Grünen Haken“

Pflegegeld

Sie können bei Pflegebedürftigkeit selbst entscheiden, von wem Sie gepflegt werden möchten. Haben Sie einen Pflegegrad, leben zu Hause und es kümmert sich jemand aus Ihrem Umfeld um Sie, zum Beispiel ein Angehöriger oder Nachbar, erhalten Sie Pflegegeld von der Pflegekasse.

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Pflegegeld-316 Euro 545 Euro 728 Euro 901 Euro

Das Pflegegeld wird mit dem Pflegegrad beantragt. Voraussetzung dafür ist, dass Sie damit die häusliche Pflege und hauswirtschaftliche Versorgung sicherstellen. Sie können das Pflegegeld an die Personen weitergeben, die Sie versorgen und betreuen.

Wenn eine Versorgung durch Angehörige oder Nachbarn doch nicht ausreicht, können Sie zusätzlich auch für einzelne Leistungen (zum Beispiel das wöchentliche Bad) einen Pflegedienst in Anspruch nehmen. Eine Kombination von Pflegegeld und Sachleistungen ist möglich.

Weitere Informationen zur Hilfe für pflegende Angehörige hat die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein für Sie zusammengefasst.

Zur Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

Pflegegrade

Je nachdem, wieviel Unterstützung Sie benötigen, werden Sie einem von fünf Pflegegraden zugeordnet. Der Pflegegrad ist entscheidend dafür, in welcher Höhe Sie Anspruch auf Leistungen aus Ihrer Pflegeversicherung haben.

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Pflegekurse für Angehörige

Wenn Mutter oder Vater pflegebedürftig werden, übernimmt häufig die Tochter oder der Sohn die Pflege. Doch Pflege ist keine leichte Aufgabe und kann Pflegende und Pflegebedürftige emotional und körperlich stark fordern. Deshalb gibt es spezielle Kurse für pflegende Angehörige. Dort erhalten Sie fachliche Informationen zu verschiedenen Pflegethemen, praktische Anleitungen, aber auch Beratung und Unterstützung sowie Hilfestellung für den Umgang mit körperlicher und emotionaler Belastung.Pflegekurse werden von verschiedenen Stellen angeboten. Sie können sich auch direkt an Ihre Pflegekasse (bei Ihrer Krankenkasse) wenden. Dort erfahren Sie, welche Kosten die Kasse übernimmt und wo in Ihrer Nähe ein Pflegekurs für Angehörige angeboten wird.

Pflegeleistungen

Welche Leistungen bietet die Pflegeversicherung? Wer trägt die Kosten für Pflege? Wie erhalte ich Unterstützung?

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PflegeNotTelefon

Wenn Ihnen die Pflege zu viel wird oder Ihnen die Schwierigkeiten mit Ihrer Pflegesituation über den Kopf wachsen, rufen Sie beim PflegeNotTelefon an. Hier sind Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner rund um die Uhr für Sie da, die Ihnen helfen, eine Lösung in Ihrer Situation zu finden. Die Beratung selbst ist dabei kostenlos, der Anruf kostet Sie nur eine Telefongebühr von 6 Cent.

Rufen Sie an: 0180 2 494847 (6 Cent pro Anruf)

Zum PflegeNotTelefon

Pflegequalität vergleichen

Damit Sie die angebotenen Leistungen der Pflegeeinrichtungen und deren Qualität vergleichen können, gibt es ein Bewertungsverfahren. Die Einrichtungen erhalten Pflegenoten.

Pflegetagebuch führen

Damit es für den MDK einfacher ist, den für Sie richtige Pflegegrad zu ermitteln, sollten Sie ein Pflegetagebuch führen. Darin halten Sie und die Person, die Sie pflegt, fest, für welche Bereiche, etwa Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung, Sie welche Hilfestellung und Unterstützung benötigen.

Bei der Art der Hilfestellung ist es wichtig, dass Sie zwischen Anleitung, Beaufsichtigung, Unterstützung, teilweiser und vollständiger Übernahme unterscheiden. Das ist ein Anzeichen dafür, wie selbstständig Sie sind und welche Hilfe Sie benötigen. Können Sie sich beispielsweise noch gut in Ihrer Wohnung bewegen und selber kochen, benötigen jedoch Hilfe beim Aufstehen und Ankleiden? Sind Sie nur auf Hilfe beim Schuhebinden angewiesen oder bereitet Ihnen auch das Anziehen der übrigen Kleidung Probleme?

Viele Pflegekassen stellen Broschüren mit Vordrucken für ein Pflegetagebuch zur Verfügung. Fragen Sie Ihre Pflegekasse danach.

Auch bei der Verbraucherzentrale finden Sie eine Vorlage für ein Pflegetagebuch. Diese können Sie ausdrucken und ausfüllen.

Zur Pflegetagebuch-Vorlage der Verbraucherzentrale

Pflegeunterstützungsgeld

Wenn ein Angehöriger plötzlich pflegebedürftig wird, können Sie als Beschäftigte bis zu zehn Arbeitstage der Arbeit fernbleiben, um die notwendige Pflege Ihres Angehörigen zu organisieren. Sie können für diese Zeit Pflegeunterstützungsgeld erhalten in Höhe von 90% des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts.

Dieses Pflegeunterstützungsgeld sollten Sie möglichst schnell bei der Pflegekasse Ihres pflegebedürftigen Angehörigen beantragen.

Pflegezeit und Familienpflegezeit

Wenn Sie einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen zu Hause pflegen, haben Sie einen Anspruch darauf, bis zu sechs Monate teilweise oder ganz aus dem Job auszusteigen („Pflegezeit“). Sie werden dann von Ihrem Arbeitgeber freigestellt, bleiben sozialversichert, erhalten aber keine Bezahlung. Dieser Anspruch besteht nur gegenüber Arbeitgebern mit mehr als 15 Beschäftigten.

Schließlich gibt es die „Familienpflegezeit“. Sie ist eine besondere Form der Teilzeitarbeit. Bis zu zwei Jahre lang können Arbeitnehmer – das Einverständnis des Arbeitgebers vorausgesetzt – zur Pflege eines nahen Angehörigen die Arbeitszeit auf bis zu 15 Stunden pro Woche verkürzen. Ein Anspruch besteht nur gegenüber Arbeitgebern mit mehr als 25 Beschäftigten. In jedem Fall sollten Sie gleich Ihren Arbeitgeber informieren und mit ihm die Einzelheiten besprechen. Beschäftigte in Pflege- oder Familienpflegezeit können ein zinsloses Darlehen zur besseren Absicherung des Lebensunterhalts beantragen. Der Antrag ist an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) zu richten.

Formulare und Merkblätter des Bundes finden Sie auf der Internetseite Wege zur Pflege.

Selbstbestimmungsstärkungsgesetz

In Schleswig-Holstein gibt es seit 2009 das Gesetz zur Stärkung von Selbstbestimmung und Schutz von Menschen mit Pflegebedarf oder Behinderung. Das Gesetz hat insbesondere folgende Ziele:

Es stärkt Ihre Rechte als selbst bestimmender Kunde und Verbraucher von Pflegeleistungen – zum Beispiel dadurch, dass Ihr Anspruch auf umfassende Information und Beratung über die verschiedenen Pflege- und Unterstützungsangebote festgelegt wurde.

Es sichert Ihren Anspruch auf Teilhabe am Leben in der Gesellschaft – zum Beispiel dadurch, dass die Möglichkeiten für Ihre Mitwirkung geregelt werden und dass Angehörige und ehrenamtlich Engagierte einbezogen werden. In einer stationären Pflegeeinrichtung können Sie beispielsweise aktiv mitgestalten durch Ihre Mitarbeit im Bewohnerbeirat.

Es bietet Ihnen einen besseren Schutz durch eine nach dem Schutzbedarf abgestufte staatliche Aufsicht und auch gesellschaftliche Kontrolle. Zum Beispiel werden stationäre Pflegeeinrichtungen grundsätzlich mindestens einmal im Jahr überprüft, in ambulant betreute Wohngemeinschaften kommt die Aufsichtsbehörde bei konkreten Hinweisen auf Mängel. Die Ergebnisse der Überprüfungen werden öffentlich zugänglich gemacht. Eine Aufsichtsbehörde gibt es in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt.

Zur Liste von Aufsichtsbehörden in Schleswig-Holstein

Tagespflege

Eine gute Ergänzung zur häuslichen Pflege ist die Tagespflege. – Etwa wenn Sie als pflegender Angehöriger berufstätig sind oder auch, damit Sie ein wenig Freiraum für sich haben und eigene Angelegenheiten erledigen können. In Tagespflegeeinrichtungen wird eine stunden- oder auch tageweise Betreuung Ihres pflegebedürftigen Angehörigen angeboten. Das bedeutet beispielsweise Begegnungen mit anderen, gemeinsame Mahlzeiten, Aktivitäten wie Spiele, Musik, Gespräche, Bewegungsübungen, Spaziergänge und Ruhepausen.

Zum Tagespflegeangebot gehört, dass der pflegebedürftige Angehörige zu Hause abgeholt und auch wieder zurück gebracht wird. Bei Pflegebedürftigen mit Pflegestufe übernimmt die Pflegekasse einen Teil der Kosten der Tagespflege.

Wohnen mit Demenz

Mit der Musterwohnung für Menschen (nicht nur) mit Demenz bietet das Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig Holstein eine hervorragende Möglichkeit, sich zu informieren und praktische Tipps zur Wohnungsanpassung und deren Finanzierung zu bekommen. Der virtuelle Rundgang ermöglicht Ihnen einen realitätsnahen Einblick – im wahrsten Sinne des Wortes.

Zum virtuellen Rundgang durch die Musterwohnung

Planungshilfen für Umbauten und spezielle Ausstattung gibt auch die Broschüre „Gepflegt alt werden – selbstbestimmt und privat leben“, die Sie kostenlos herunterladen können.

Zur Broschüre „Gepflegt alt werden – selbstbestimmt und privat leben“

Weitere Hinweise zum Thema Wohnen mit Demenz und entsprechende Einrichtungen in Ihrer Umgebung finden Sie auf dem Internetportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Zum Wegweiser Demenz des Bundesfamilienministeriums

Wohngemeinschaften im Alter

Die Kinder leben weit weg, Ehepartner sind verstorben. Viele Senioren fühlen sich zu Hause einsam. Der Einzug in eine Senioren-WG kann Ihnen helfen, diese Einsamkeit zu verhindern. Dort leben Sie mit anderen Menschen zusammen, die vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie Sie und gerne in Gesellschaft leben möchten. Sie können sich austauschen und gegenseitig unterstützen. Bei Bedarf können Sie in der Gemeinschaft weitere Unterstützung selbst organisieren, zum Beispiel hauswirtschaftliche Hilfen, Essen auf Rädern oder auch ambulante Pflege.

Weitere Informationen zum Thema „Wohnen im Alter“ hat die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zusammengestellt.

Zur Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

Auch bei einer Demenzerkrankung kann der Umzug in eine ambulant betreute Wohngemeinschaft sehr sinnvoll sein. Hier leben Sie mit anderen Menschen in einer vertrauten familienähnlichen Situation zusammen. Sie können sich austauschen und gegenseitig unterstützen. Für Ihr Zimmer können Sie Ihre Möbel von zu Hause mitbringen. Die Gemeinschaftsräume werden gemeinsam eingerichtet. Es ist möglich, die Pflege und Betreuung so zu organisieren, dass rund um die Uhr jemand da ist, der sich um Sie kümmern kann. Weitere Informationen zum Thema Wohnen mit Demenz finden Sie auf dem Internetportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Zum Wegweiser Demenz des Bundesministeriums

Wohn-Pflege-Angebote

Wollen Sie eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft gründen? Suchen Sie die für sich passende Einrichtung? Sie haben bereits Mitstreiter gefunden – Freunde, Nachbarn, die Bürgermeisterin –, die mit Ihnen gemeinsam ein Wohnprojekt planen wollen? Die Koordinationsstelle für innovative Wohn- und Pflegeformen im Alter (KIWA) informiert über das Konzept von Haus- und Wohngemeinschaften in Schleswig-Holstein. Die FachberaterInnen unterstützen auch beim Aufbau neuer Projekte.

Zum Internetauftritt der KIWA

In einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft leben Sie in Ihrem eigenen Wohnraum mit Ihren eigenen Möbeln in einer Wohnung oder einem Haus gemeinsam mit mehreren Mietern. Ein Betreuungsdienst ist rund um die Uhr vor Ort und bietet Ihnen die Möglichkeit, sich aktiv in den Alltag einzubringen. Pflege vereinbaren Sie individuell mit einem Anbieter Ihrer Wahl. Als Gemeinschaftsraum innerhalb der Wohn- oder Hausgemeinschaft dient die Wohnküche. So können Sie innerhalb der Gemeinschaft die Möglichkeit für gemeinsame Aktivitäten nutzen, oder Sie ziehen sich in Ihren eigenen Wohnraum zurück

Weitere Informationen über Wohn-Pflege-Gemeinschaften

In der Broschüre „Wohn-Pflege-Gemeinschaft: Gepflegt alt werden – selbstbestimmt und privat leben“ sind Qualitätsempfehlungen und Planungshilfen für Sie zusammengestellt, die Sie kostenlos herunterladen können.

Zur Broschüre „Wohn-Pflege-Gemeinschaft: Gepflegt alt werden – selbstbestimmt und privat leben“

Wohnraumanpassung

Damit Sie möglichst lange zu Hause leben können, sollte Ihre Wohnung Ihren Bedürfnissen angepasst werden. Statt auf den Küchenstuhl zu steigen, um das oberste Fach des Küchenschrankes zu erreichen, kann für Sie der Küchenschrank tiefer gehängt werden. Wenn es Ihnen schwer fällt, in die Badewanne zu steigen, kann ein Griff angebracht oder vielleicht eine Dusche eingebaut werden, in die Sie einen Duschstuhl stellen können. So werden Gefahren beseitigt und Ihr Alltag vereinfacht.

Wenn Sie einen Pflegegrad haben, können Sie für erforderliche Anpassungsmaßnahmen einen Antrag auf einen Zuschuss bei Ihrer Pflegekasse stellen.

Bei der Auswahl der Maßnahmen, die für Sie sinnvoll sind, beraten Sie Ihre Pflegekasse oder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Pflegestützpunkts.

Zu den Pflegestützpunkten in Schleswig-Holstein

Praktische Tipps und Informationen, wie Sie Ihr Zuhause sicher, hilfreich und behaglich gestalten können, erhalten Sie bei einem virtuellen Rundgang durch eine Musterwohnung – nicht nur für Menschen mit Demenz.

Zum virtuellen Rundgang durch die Musterwohnung

Der Verein „Barrierefrei Leben e.V.“ bietet Tipps und Lösungsbeispiele für das selbständige und barrierefreie Wohnen. Hier können Sie sich informieren, ob und wie Sie Hilfsmittel einsetzen oder bauliche Anpassungen vornehmen lassen können.

Zur Internetseite von „Barrierefrei Leben e.V.

Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz

Im sogenannten Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz ist die vertragliche Informationspflicht von Pflegeeinrichtungen geregelt. Häufig gibt es jedoch Unsicherheiten bei Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Sie stellen sich Fragen wie: Welche Zusatzleistungen sind wirklich nötig? Welche Kündigungsfristen gelten? Und was ist zu tun, wenn Verträge gegen das Recht verstoßen?

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein berät Sie auch bei diesen Rechtsfragen. Sie können anrufen oder bei einer Beratungsstelle vor Ort vorbeigehen, um einen Termin zu vereinbaren. Für die persönliche Beratung wird eine Gebühr erhoben, die sich nach der Länge der Beratungszeit richtet.

Zur Übersicht der Beratungsstellen der Verbraucherzentrale in Schleswig-Holstein

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