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Kindertagesstätten - Bildung für die Kleinsten

© Sozialministerium

Aktuelles zur Kitareform

Minister Dr. Garg beim Antrittsbesuch in einer KiTa Minister Dr. Garg beim Antrittsbesuch einer KiTa (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Minister Dr. Heiner Garg beim Besuch einer Kita © Sozialministerium

Die Neuordnung der Kita-Finanzierung in ein transparenteres, bürokratieärmeres und landesweit vereinheitlichtes Finanzierungssystem ist ein Leitprojekt dieser Landesregierung, das bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2022 umgesetzt werden soll.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

Wir deckeln die Elternbeiträge.

Ab dem 1. August 2020 werden wir die Beiträge auf einen landeseinheitlichen Betrag für einen Halbtags- und einen Ganztagsplatz begrenzen. Diese Systemumstellung ermöglicht mittelfristig die Absenkung der Elternbeiträge auf Null.

Wir steigern die Qualität.

Für die Steigerung der Qualität haben wir uns darauf verständigt, den Personalschlüssel im Ü3-Bereich von derzeit 1,5 auf 2 Kräfte anzuheben. Die anfallenden Personalkosten werden vollständig vom Land übernommen. Außerdem machen wir Vor- und Nachbereitungszeiten sowie Leitungsfreistellungen durch zusätzliche Landesmittel verbindlich.

Wir vereinfachen die Finanzierung.

Zukünftig wird es eine Referenz-Kita geben, in der alle vom Land gesetzten Personal- und Ausstattungsstandards sowie pädagogischen und administrativen Vorgaben pauschal ausfinanziert werden – dies ist das neue Standard-Qualitäts-Kosten-Modell (SQKM). Die Kreise werden alle Finanzströme des SQKM bündeln und so eine gruppenbezogene Finanzierung der Einrichtungen umsetzen. Wie auch bisher sollen die Eltern ihre Beiträge direkt an den Träger zahlen.

Wir entlasten die Kommunen.

Im Rahmen des Kommunalpaktes haben wir in den Jahren 2018 und 2019 zusätzlich zu unseren Konnexitätsverpflichtungen (ca. 75 Millionen Euro) die Kommunen bereits mit 35 Millionen Euro entlastet. Bis zum Jahr 2022 gibt das Land weitere 100 Millionen Euro für die finanzielle Entlastung der Kommunen ins System. Zudem soll es zukünftig für die Standortgemeinden keine regelhafte Restkostenfinanzierungspflicht mehr geben. Eine mögliche Finanzierungslücke durch nicht vollständig belegte Gruppen soll nicht mehr die Gemeinde tragen müssen.

Wir stehen zu unserer finanziellen Verantwortung.

Mit der Neuregelung beteiligt sich das Land erstmals mit einem verlässlichen Finanzierungsanteil pro betreutem Kind an den Kosten. Der Landesbeitrag ist damit automatisch gekoppelt an die Entwicklung der Platzzahlen und der Betreuungszeiten. Die Kostendynamik wird so verlässlich auf mehrere Schultern verteilt.

Wir stärken das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern.

Bereits heute haben nach bundesgesetzlichen Regelungen Eltern das Recht, zu entscheiden, in welche Kita ihr Kind gehen soll. Dieses Recht war in Schleswig-Holstein bisher nicht verwirklicht. Wir schaffen nun die Möglichkeit, dass Eltern zwischen freien Plätzen wählen können und so zum Beispiel ihr Kind näher am Arbeitsplatz unterbringen können.

Weitere Informationen zur Kitareform 2020 finden Sie hier.

Auf einen Blick - Das wollen wir erreichen:

1 Elternbeiträge deckeln

2 Kommunen entlasten

3 Qualität in den Einrichtungen steigern

4 Gesetzliche Grundlagen schaffen