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Impfen - Schützen Sie sich, Ihre Liebsten und Ihre Nächsten

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Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) im Überblick

Bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis handelt es sich um eine Entzündung von Gehirn, Gehirnhaut und Rückenmark, die durch Viren ausgelöst wird, welche durch den Stich einer infizierten Zecke übertragen werden können...

Erreger und Verbreitung

Bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, handelt es sich um eine Entzündung von Gehirn, Gehirnhaut und Rückenmark, die durch Viren ausgelöst wird. Die FSME-Viren können durch den Stich von Zecken auf den Menschen übertragen werden.

Die FSME infizierte Zecken kommen in vielen Ländern Europas vor. In Deutschland befinden sich Risikogebiete u.a. in Baden-Württemberg, Bayern und Südhessen sowie im südlichen Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Übertragung

Eine Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit Zecken. Durch den Stich einer infizierten Zecke können die FSME-Viren in die Blutbahn des Menschen gelangen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.

Symptome und Komplikationen

Die Mehrheit der Betroffenen hat keine Symptome. Bei einem Teil der Infizierten (ca. 30%) zeigen sich zunächst grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Im Anschluss daran kann es zu einer Entzündung der Hirnhäute sowie des Gehirns kommen. In manchen Fällen ist auch das Rückenmark betroffen. Je nach Ausprägung und Erkrankungsverlauf kommt es zu starken Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen oder Lähmungen.

Bei der Mehrzahl der Patienten heilt die Krankheit vollständig wieder aus. Als Folgeschäden können Kopfschmerzen und Lähmungen jedoch noch über einen längeren Zeitraum anhalten. Bei einem sehr geringen Teil der Betroffenen verläuft die Erkrankung tödlich.

Impfstoff und Impfschema

Für eine komplette FSME-Impfung werden drei Injektionen benötigt. Derzeit werden von den Herstellern verschiedene Impfschemata angeboten. Die ersten beiden Impfungen werden regulär im Abstand von ein bis drei Monaten verabreicht. Eine dritte Impfung nach fünf bis zwölf Monaten bzw. neun bis zwölf Monaten schließt die sogenannte Grundimmunisierung ab und verleiht einen Schutz für mindestens drei Jahre.

Für einen kontinuierlichen und sicheren Schutz sollte eine Auffrischimpfung entsprechend der Fachinformation alle drei bis fünf Jahre erfolgen.
Es besteht die Möglichkeit, über ein sogenanntes Schnellschemata einen kurzfristigen Impfschutz zu erhalten – z.B. bei anstehender Reise in ein Risikogebiet. Dabei werden zwei Impfungen im Abstand von 14 Tagen durchgeführt.

Impfempfehlung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für FSME eine Grundimmunisierung oder entsprechende Auffrischungsimpfung für Kinder bzw. Erwachsene, die in FSME-Risikogebieten potenziell Kontakt mit Zecken haben. Auch Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind, wie zum Beispiel Forstarbeiter, in der Landwirtschaft arbeitende Personen sowie Laborpersonal wird eine Impfung empfohlen.

Des Weiteren gilt eine Impfempfehlung für Reisende in FSME-Risikogebiete auch außerhalb Deutschlands.

Die Kosten für die Impfungen werden je nach Indikation von den gesetzlichen Krankenkassen oder vom Arbeitgeber übernommen, für Reiseschutzimpfungen besteht kein Leistungsanspruch gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen. Fragen zur Kostenübernahme von Impfungen beantwortet Ihre Krankenkasse. Zum Impfschutz berät Sie Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt oder Ihr Gesundheitsamt.

Quellen: www.rki.de (STIKO), Öffentliche Empfehlung von Schutzimpfungen in Schleswig-Holstein, Fachinformationen der Impfstoffe

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