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Impfen - Schützen Sie sich, Ihre Liebsten und Ihre Nächsten

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Grippe-Epidemie in Schleswig-Holstein

Impfung zum potentiellen Höhepunkt der aktuellen Grippe-Welle ist nicht zu spät!

Holz-Schild mit der Aufschrift Impfschutz ©racamani_fotolia.com


02.02.2017
Auch in Schleswig-Holstein gehen derzeit vermehrt Grippe-Viren um und führen zu einer erhöhten Anzahl von Erkrankungen. Alleine zwischen Montag und Mittwochmittag habe es 159 Grippefälle gegeben, sagte der Leiter des Kieler Instituts für Infektionsmedizin, Helmut Fickenscher. In der Woche davor waren es nach seinen Angaben 126 gewesen. Dabei dominiert der Erregertyp Influenza A H3N2 die aktuelle Grippe-Welle.

Alle Altersgruppen betroffen

Seit Dezember 2016 habe es 590 Meldungen von Grippeerkrankten gegeben und damit deutlich mehr als vergangenes Jahr. Die tatsächliche Zahl sei jedoch mindestens zehnmal so hoch, sagte Fickenscher. Die meisten Menschen blieben bei einer Grippe zuhause und gingen nicht zum Arzt. Der Leiter des Kieler Instituts für Infektionsmedizin sprach von einer „ausgeprägten Grippe-Epidemie“, von der alle Altersgruppen betroffen seien.

Impfung zum potentiellen Höhepunkt einer Grippe-Welle ist nicht zu spät

Im Winter kursieren verschiedene Typen des Influenza-Virus. Diese vielfältigen und wandelbaren Influenza-Typen sind auch der Grund, weshalb eine Impfung nicht pauschal gegen Grippe schützen kann und jedes Jahr eine neue Impfung erfolgen sollte. Gegen den aktuell vorherrschenden Influenzavirus-Typ A(H3N2) schütze eine Impfung nur teilweise, sagte Fickenscher. Dennoch sei eine Impfung zu empfehlen. Der Erreger zeichne sich durch besonders ausgeprägte Grippe-Symptome aus, erklärte der Experte. Die Symptome setzten nach der Ansteckung sehr plötzlich ein und Betroffene fühlten sich bis zu einer Woche vollkommen erschlagen.

Die ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung insbesondere für bestimmte Personengruppen, die ein besonderes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben:

  • Alle Personen ab 60 Jahre
  • unabhängig vom Lebensalter alle Personen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) mit Grunderkrankungen wie Erkrankungen der Atmungsorgane, Herz- Kreislauferkrankungen, Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, Immundefekten, chronischen neurologischen Krankheiten und HIV-Infektion.
  • Schwangere ab dem 2. Trimenon (4. Schwangerschaftsmonat)
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Alle diejenigen, die Kontakte mit vielen Menschen haben (z.B. in Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr)
  • Alle diejenigen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können
  • Medizinisches Personal und Personal in Alten- und Pflegeheimen, da dieses Personal einerseits selbst exponiert wird und geschützt werden muss und andererseits als Überträger für die Patienten in Frage kommt.

Weil eine Grippe-Infektion nicht nur bei älteren und chronisch kranken Menschen gefährlich verlaufen kann, sondern auch bei jungen und gesunden Menschen, wird in Schleswig-Holstein die Influenza-Impfung sogar ohne Einschränkung für alle Altersgruppen öffentlich empfohlen.

Quellen: RKI, dpa, Öffentliche Empfehlung von Schutzimpfungen in Schleswig-Holstein

Infos zu Influenza und zum Grippe-Impfschutz finden Sie hier:
http://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Impfen/ImpfenAZ/_documents/Steckbrief_Influenza.html

Aufklärungsinformationen zur Influenza-Impfung in verschiedenen Sprachen:
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/materialien-influenza-uebersicht_GenTab.html?nn=2709264