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Wind-Wasserstoffspeicherung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Die Bedeutung der Wind-Wasserstoffspeicherung für Hamburg und Schleswig-Holstein ist durch ein Gutachten der Ludwig Bölkow Systemtechnik bewertet worden. Diese Untersuchung stellt die Potenziale der Wind-Wasserstofftechnologie heraus.

Wasserstoff als Druckspeicher hat hohe Potentiale zur Glättung des unsteten Windes. Aus der Blickrichtung der Klimadiskussion ist die Nutzung von "grünem Wasserstoff" vorteilhafter als Wasserstoff aus konventionellen Quellen. Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein werden gemeinsam in Kürze ein weitergehendes Gutachten zur Entwicklung von Businessplänen im Rahmen einer Wind-Wasserstoff-Wirtschaft in der Region Unterelbe in Auftrag geben.

Für Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind die Wasserstofferzeugung und -speicherung bzw. der Transport sowie die industrielle Nutzung vorrangige Aufgabenstellung. Dafür können vorhandene Infrastrukturen nutzbar gemacht werden. Die großtechnische Kavernenspeicherung ist z. B. für Brunsbüttel eine Option.

Für Hamburg ist neben den industriellen Nutzungsmöglichkeiten von Wasserstoff, insbesondere der Einsatz im öffentlichen Nahverkehr von Bedeutung. Mit Brennstoffzellen werden Busse und ein Alsterschiff betrieben, aber auch Kleinwagen können versorgt werden.

Es wird auch darum gehen ein flächendeckendes Wasserstoff-Tankstellennetz aufzubauen. Hierbei spielt auch die europäische Vernetzung eine Rolle. Schleswig-Holstein wäre ein Bindeglied zwischen Hamburg und Skandinavien.

Die Methanisierung von Wasserstoff (Reaktion von Wasserstoff mit CO2), was chemisch dem Erdgas entspricht, hat Vorteile hinsichtlich des Handling sowie der Nutzung bekannter Speichermedien. Das deutsche Erdgasnetz einschließlich der Kavernenspeicher steht als Speichervolumen zur Verfügung und könnte den erforderlichen Aufbau von Speicherkapazitäten reduzieren. Erste Pilotanlagen werden betrieben und stehen auch in Verbindung mit Biogasanlagen für eine CO2-freie Stromerzeugung.

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