Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Coronavirus
Informationen für Schulen, Hochschulen und Kultur

Ein Überblick über die aktuellen Entscheidungen. Ziel aller Maßnahmen ist es, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Das Geschehen entwickelt sich im Augenblick sehr dynamisch und erfordert so ständig aktuelle Entscheidungen, deshalb sind die Meldungen hier chronologisch geordnet - die jeweils aktuellste Veröffentlichung steht an erster Stelle.

Freitag, 27. März

Brief von Ministerin Karin Prien
an die Schülerinnen und Schüler

"Liebe Schülerinnen und Schüler!

Das waren zwei außergewöhnliche Wochen für die meisten von Ihnen. Die Schulen mussten wir zur Verhinderung einer noch schnelleren Ausbreitung des Coronavirus schließen und für Sie haben dabei nicht einfach nur die Ferien früher begonnen. Viele Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen Tagen jüngere Geschwister betreut, sind für ihre Großeltern oder Nachbarn einkaufen gegangen und haben gleichzeitig noch weiter für die Schule gelernt. Dabei sind viele von Ihnen zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern neue Wege des gemeinsamen Lernens gegangen. 

Diejenigen von Ihnen, die in diesem Sommer ihren Abschluss machen, das Abitur, die beruflichen Abschlüsse, den Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss oder den Mittleren Schulabschluss, haben in den vergangenen Tagen ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Die Ungewissheit, die Fragen, die dadurch entstanden sind, und die Sorge um Ihre Zukunft haben viele Familien bewegt. Soweit ich mit meinem Vorschlag dazu beigetragen habe, bitte ich um Entschuldigung.

Mein Ziel ist es, in dieser schwierigen Zeit das Beste für die Schülerinnen und Schüler aller Schulen im echten Norden zu tun. Jetzt, vor Beginn der Osterferien, haben wir erst einmal die Klarheit, die Sie alle brauchen und verdient haben. Klarheit vor allem für die Schülerinnen und Schüler, die wissen müssen, wie es mit ihren Abschlussprüfungen weitergeht. 

Viele von Ihnen haben mir in den vergangenen Tagen geschrieben. Dabei standen sachliche Argumente und gut begründete Vorschläge im Vordergrund. Dafür bedanke ich mich! Besonders hervorheben will ich auch das Engagement der Landesschülervertretungen.

Es gibt weiterhin viele gute Argumente für eine Absage der Prüfungen. Gleichzeitig ist es aber unverzichtbar, dass alle Bundesländer gemeinsam einen abgestimmten Weg gehen.

Nur so können wir sicher sein, dass die Abiturzeugnisse in ganz Deutschland gegenseitig anerkannt werden. Deshalb hat die Landesregierung in dieser schwierigen Abwägung beschlossen, in Schleswig-Holstein zunächst die Abiturprüfungen und dann im weiteren Verlauf auch die übrigen Abschlussprüfungen durchzuführen, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist. In Umsetzung des gemeinsamen Beschlusses der Kultusministerkonferenz, die Abschlussprüfungen stattfinden zu lassen, bereiten wir jetzt die Durchführung der Prüfungen konsequent nach bestem Wissen und Gewissen vor und werden die unter diesen Umständen bestmöglichen Rahmenbedingungen für die Prüfungen schaffen. Dabei haben wir auch im Blick, dass Schülerinnen und Schüler erkrankt sein könnten oder besonders schutzbedürftig sind. Das ist nichts Außergewöhnliches, Nachprüfungen zum Beispiel werden in jedem Prüfungsjahrgang durchgeführt. 

In den vergangenen Tagen wurde vor allem über das Abitur gesprochen, aber auch der Erste allgemeinbildende Schulabschluss (ESA) und der Mittlere Schulabschluss (MSA) und die übrigen Abschlüsse an den berufsbildenden Schulen stehen an. Bei der Festlegung dieser Prüfungstermine haben wir mehr Flexibilität. Dabei ist uns wichtig, dass nicht nur alle Schülerinnen und Schüler ihre Prüfungen ablegen können, sondern dass auch die geplante Prüfungsvorbereitung gewährleistet ist. Damit dieses gelingt, erarbeiten wir auch für die anderen Schulabschlüsse Zeitpläne, die dies ermöglichen. Wir werden Sie auch darüber fortlaufend informieren! 

Für die kommenden Wochen wünsche ich Ihnen und ihren Familien vor allem, dass Sie gut und gesund durch diese Krise kommen. Achten Sie auf einander, und versuchen Sie, die kommenden Wochen und diese ungewöhnliche Ferienzeit bestmöglich zu genießen. Diejenigen von Ihnen, die sich in den Ferien auf Abschlussprüfungen vorbereiten, wünsche ich viel Erfolg! 

Alle Informationen zu den Prüfungen, alle Termine und weiteren Informationen stellen wir unter https://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/S/schule_abschluesse.html ins Netz. 

In diesem Sinne schon jetzt die besten Wünsche für ein frohes und gesegnetes Osterfest."

Schulen

Abitur und Abschlussprüfungen

Darüber hat es am 25. März eine Abstimmung innerhalb der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) geben. Danach finden die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, zum geplanten beziehungsweise zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres 2019/20 statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist.

Soweit es den terminlichen Ablauf der Prüfungen betrifft, sehen die Planungen vorläufig folgendes vor und stehen allerdings auch weiterhin unter dem Vorbehalt, dass das Infektionsgeschehen einen ordnungsgemäßen Prüfungsablauf zulässt.

Abiturprüfungen an den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe

Die Abiturprüfungen starten nach den Osterferien.
Wir werden in den nächsten zwei Wochen informieren, wie die Rahmenbedingungen für die Durchführung von Prüfungen sein müssen, damit das Infektionsrisiko so gering als möglich ist.

Die Termine sind wie folgt vorgesehen:

  • Dienstag, 21. April 2020 Profilfächer
  • Freitag, 24. April 2020 Kernfach-Fremdsprachen (außer Französisch)
  • Dienstag, 28. April 2020 Kernfach Französisch
  • Donnerstag, 30. April 2020 Kernfach Deutsch
  • Dienstag, 5. Mai 2020 Kernfach Mathematik
  • Dienstag/Mittwoch 26./27. Mai 2020 Sprechprüfungen im Kern- und Profilfach Englisch
  • Donnerstag 28. Mai 2020 Zusatztag Sprechprüfungen Englisch (einzelne Schulen)

Sollte es aus Gründen des Infektionsschutzes noch nicht möglich sein, nach den Osterferien mit den Abiturklausuren zu starten, haben wir auch einen Zeitplan vorbereitet, der eine weitere Verschiebung ermöglicht.


Erster allgemeinbildender Abschluss (ESA)/ Mittlerer Abschluss (MSA)

Große Herausforderung ist, dass die letzten Unterrichtswochen zur Vorbereitung der Prüfungen in den Schulen fehlen. Die Prüfungen müssen daher verschoben werden, damit zunächst eine angemessene unterrichtliche Vorbereitung erfolgen kann. Die Schulaufsicht arbeitet an der Erstellung möglicher Szenarien, die unterrichtliche Vorbereitung und einen späteren Prüfungsbeginn vorsehen. Im Moment gehen wir davon aus, dass die Prüfungen im Mai starten werden.

Berufsbildende Schulen

Die IHK hat mitgeteilt, dass sie für die 25. Kalenderwoche ihre zentralen schriftlichen Abschlussprüfungen plant.

Soweit es den terminlichen Ablauf der Prüfungen betrifft, sehen die Planungen des Bildungsministeriums für die berufsbildenden Schulen vorläufig folgendes vor und stehen allerdings auch weiterhin unter dem Vorbehalt, dass das Infektionsgeschehen einen
ordnungsgemäßen Prüfungsablauf zulässt.

1. Berufliches Gymnasium
Die bisherigen zentralen Nachschreibtermine für die Abiturprüfungen sind wie folgt zu Hauptterminen erklärt worden. Mit Rücksicht auf die Prüfungen in den anderen Schularten sindauch zwei Prüfungstage für das fachrichtungsbezogene Prüfungsfach aufgenommen worden. Daher ist vorläufig folgender zeitlicher Ablauf für die schriftlichen Prüfungen vorgesehen:

  • Dienstag, 21.4.2020 im Fach Deutsch
  • Freitag, 24.4.2020 im Fach Mathematik,
  • Montag, 27.4.2020 und Dienstag, 28.4.2020 fachrichtungsbezogenes Prüfungsfach
  • Donnerstag, 30.4.2020 im Fach Englisch

2. Berufsoberschule
Derzeit sind vorläufig nachstehende Termine für die Prüfungsdurchführung vorgesehen:

  • Frühester Termin für die schriftlichen Abschlussprüfungen: Montag, 27.04.2020.
  • Frühester Termin für die mündlichen Abschlussprüfungen: Montag, 25.05.2020.

3. Zentrale Fremdsprachenprüfungen der BFS III Kaufmännische Assistenten/-innen
in Englisch, Dänisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Türkisch
Die Prüfungstermine für die schriftliche Abschlussprüfung:

  • Mittwoch, 22.04.2020 in dem Fach Englisch und
  • Mittwoch, 29.04.2020 in der zweiten Fremdsprache.

4. Zentral gestellte Englischprüfungen auf freiwilliger Basis für die FHR-Prüfungen
sowie den freiwilligen Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats
Schriftliche Abschlussprüfung Fachhochschulreife und KMK-Fremdsprachenzertifikat:
- Mittwoch, 22.04.2020


5. Prüfungen zum Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats
Die bereits gesetzten Termine sollen aus heutiger unverändert für die Ausbildungsberufe wie folgt
gelten:

  • Bankkaufleute (Niveau B1 und B2) am Mittwoch, 27.05.2020
  • Fortbildungsberuf: Betriebswirte, Marketing/Logistik (Niveau B2) am Samstag, 09.05.2020
  • Büroberufe (Bürokaufleute, Verwaltungs-, Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte; Niveau
    B1) am Donnerstag, 14.05.2020
  • Einzelhandelskaufleute (Niveau A2 und B1) am Mittwoch, 27.05.2020
  • Industrie- und Großhandelskaufleute (Niveau B1 und B2) am Donnerstag, 28.05.2020
  • Europa-Kaufleute – Spanisch (Niveau A2) am Dienstag, 10.12.2020
  • Köche & Hofa Französisch (Niveau A2) am Donnerstag, 18.06.2020
  • ZFA (Zahnmedizin; Niveau B1) am Dienstag, 23.06.2020
  • MFA (Allgemeinmedizin; Niveau B1) am Freitag, 19.06.2020
  • TFA (Tiermedizin; Niveau B1): Schriftliche Prüfung am Donnerstag, 18.06.2020;
    Mündliche Prüfung am Donnerstag, 25.06.2020

Werden die schleswig-holsteinischen Schulabschlüsse in den anderen Ländern anerkannt?

Die KMK hat entschieden, dass die Länder die erreichten Abschlüsse des Schuljahres 2019/20 auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anerkennen werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen keine Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation haben. 

Donnerstag, 26. März

Schulen - Brief an die Schulleitungen

Erreichbarkeit in der unterrichtsfreien Zeit

  • Bitte stellen Sie sicher, dass die Schule auch in der unterrichtsfreien Zeit in den Osterferien täglich insbesondere für Fragen der Notbetreuung und Informationen und Fragen der Schulaufsicht erreichbar ist. -          Die Erreichbarkeit soll per E-Mail und telefonisch gegeben sein. Es ist nicht erforderlich, dass Sie in der Schule präsent sind. Dafür teilen Sie Ihrer zuständigen Schulaufsicht rein vorsorglich noch einmal Ihre E-Mailadresse und Ihre Telefonnummer mit.
  • Stellen Sie bitte auch sicher, dass Eltern, die eine Notbetreuung benötigen, wissen, wie Sie diesen Bedarf an die Schule mitteilen können. Am besten sollten die Kontaktdaten zur Erreichbarkeit der Schule in der Schule öffentlich gemacht werden.
  • Sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, die dienstlichen E-Mails auch von zu Hause aus abrufen zu können, ist es möglich, dass Sie zur Sicherstellung der Erreichbarkeit eine private E-Mailadresse ausschließlich für schulische Kommunikation (zur Trennung von privater Kommunikation) bei einem europäischen E-Mailanbieter einrichten (bspw. gmx, web.de, t-online, protonmail, tutanota, strato, 1und1, jedoch nicht gmail, outlook etc.) und Ihrer zuständigen Schulaufsicht mitteilen.
  • Eine persönliche Anwesenheit in der Schule ist in der unterrichtsfreien Zeit nicht erforderlich, wenn Sie auf diese Weise erreichbar sind.

 Sicherstellung der Notbetreuung

  • Auch in der unterrichtsfreien Zeit kann es aufgrund der Weiterentwicklung des Infektionsgeschehens notwendig werden, dass für Eltern in bedeutenden Bereichen der systemrelevanten Infrastruktur eine Notbetreuung (dazu Hinweise Notbetreuung) für deren schulpflichtige Kinder gewährleistet wird.
  • Zur organisatorischen Gewährleistung sollen Eltern bitte den jeweiligen Notbetreuungsbedarf bei der Schule bis zum Vortag 15.00 Uhr mitteilen, damit die Schule entsprechende Vorkehrungen treffen kann.
  • Hierfür wenden sich die Eltern per E-Mail oder per Telefon (siehe oben) an die Schulleitung.
  • In der unterrichtsfreien Zeit wollen Sie bitte die tatsächlich durchgeführte Notbetreuung anhand einer Tagesmeldung immer unter dem gleichen Link: https://mbforms.schleswig-holstein.de/?view=cobe1 Das kann auch von Zuhause aus geschehen, da das Abfrageformular von jedem Computer aus erreicht werden kann.

An berufsbildenden Schulen entfällt eine Meldung von Notbetreuungsbedarfen. Außerdem können Auszubildende in der Lebensmittelbranche, Apotheken etc.  mittels eines formlosen Antrages des Ausbildungsbetriebes von der Verpflichtung, Aufgaben aus den Berufsschulen zu bearbeiten, freigestellt werden. Die Schulen entscheiden in eigener Zuständigkeit per E-Mail über entsprechende Anträge im Zweifel zugunsten der Antragstellerinnen und Antragsteller in diesen wichtigen Bereichen der Infrastruktur.

Mittwoch, 25. März

Ministerin Prien erklärt nach der Kabinettssitzung zum Abitur:

KIEL. „Nach meinem gestrigen Vorstoß, dem Kabinett heute vorzuschlagen, die Abitur und Abschlussprüfungen notfalls ausfallen zu lassen und die Note auf Grundlage der bisher erbrachten Leistungen zu ermitteln, fand heute eine Telefonkonferenz der Kultusminister statt.

Dabei konnten wir uns nach der Unklarheit der vergangenen Wochen endlich auf ein gemeinsames Vorgehen einigen und folgende Beschlüsse fassen:

  1. Die Kultusministerkonferenz bestärkt ihren Beschluss vom 12. März 2020, wonach die Länder die erreichten Abschlüsse des Schuljahres 2019/20 auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anerkennen werden.
  2. Sie betont, dass alle Schülerinnen und Schüler keine Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation haben werden und dass sie noch in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben können.
  3. Die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, finden zum geplanten bzw. zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist. Schülerinnen und Schüler müssen eine ausreichende Zeit zur Vorbereitung erhalten. Die Prüfungen können auch in geschlossenen Schulen stattfinden, sofern es keine entgegenstehenden Landesregelungen gibt.
  4. Die Länder können ausnahmsweise auf zentrale Elemente aus dem Abituraufgabenpool verzichten und diese durch dezentrale Elemente ersetzen
  5. Zum heutigen Zeitpunkt stellen die Länder fest, dass eine Absage von Prüfungen nicht notwendig ist. Die Länder stimmen sich eng in der KMK über das weitere Vorgehen ab.

Nachdem mir heute Gesundheitsminister Heiner Garg mitgeteilt hat, dass es nach jetzigem Stand doch vertretbar sein dürfte, unter Einhaltung besonderer Regeln zum Infektionsschutz, Prüfungen in den Schulen stattfinden zu lassen, hat das Kabinett über den Beschluss der KMK beraten. Wir haben beschlossen, das Abitur regulär stattfinden zu lassen. Für uns heißt das, dass die Abiturprüfungen wie geplant ab dem 21. April in Schleswig-Holstein stattfinden. Für die Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein und in ganz Deutschland konnten wir durch diesen Beschluss der KMK heute endlich die Klarheit schaffen, die sie brauchen um sich gut auf ihre Prüfungen vorzubereiten.“

alle öffnen

Dienstag, 24. März

Erklärung von Bildungsministerin Karin Prien zu Abschlussprüfungen im Schuljahr 2019/20

Ministerin Prien hat heute dem Kabinett mitgeteilt, dass sie in den KMK-Gremien für eine Absage der Abiturprüfungen und ein Anerkennungsabitur in Schleswig-Holstein plädiert.

Dazu gibt die Ministerin folgende Erklärung ab:

„Die Schulpflicht ist eine der großen sozialen Errungenschaften und der wichtigste Baustein für Bildungsgerechtigkeit. Die Schule ist ein Lernraum, bei dem es durch die Lernbegleitung unserer Lehrkräfte nicht auf den Bildungsstand der Eltern oder die Ausstattung zuhause ankommen soll. Schülerinnen und Schüler gehen in Schleswig-Holstein 12 beziehungsweise 13 Jahre zur Schule und zeigen dabei Tag für Tag was sie geleistet haben. Die Allgemeine Hochschulreife, das Abitur, ist das Zeugnis über diesen Bildungsweg. Die Abiturnote setzt sich aus bewerteten Leistungen in Klausuren, in Prüfungen und im Unterricht in zwei Jahren plus der Abiturprüfungen zusammen.

Wir haben in diesem Jahr durch die Ausbreitung des Coronavirus und unsere Maßnahmen dagegen eine außergewöhnliche Situation. Seit dem 16. März ist der Unterricht an Schulen im Land eingestellt. Wann und wie wir den Unterrichtsbetrieb wieder aufnehmen können, kann heute niemand seriös vorhersagen. Ende Juni ist das Schuljahr vorbei.

Seit zwei Wochen beraten wir uns, wie wir in diesem Jahr faire und gerechte Abschlussprüfungen unter den gegebenen Umständen ermöglichen können. Wenn wir überhaupt Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein durchführen wollten, müssten wir direkt nach den Osterferien damit beginnen. Dies erscheint derzeit unrealistisch.

Nach ausführlicher Beratung der Fachleute in meinem Ministerium aber auch mit vielen Länderkollegen komme ich zu dem Schluss, dass wir in diesem Schuljahr die Abschlusszeugnisse als Anerkennungsleistungen aus den bisherigen Noten vergeben sollten. Ich werde daher in der Kultusministerkonferenz vorschlagen, dass wir keine Abiturprüfungen mehr abnehmen, sondern das Abitur und seine Note anhand der bisher erbrachten Leistungen bewerten. Mir ist besonders wichtig, dass wir es schaffen uns zwischen den Bundesländern auf einen gemeinsamen Weg zu einigen.

Die Kultusministerkonferenz hat bereits in der vorvergangenen Woche beschlossen, die Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife in dieser Situation gegenseitig anzuerkennen.

Morgen werde ich im Kabinett einen Beschlussvorschlag unterbreiten, auf dessen Grundlage wir das Abitur und die Prüfungen zum Ersten Allgemeinbildenden Schulabschluss und Mittleren Schulabschluss in diesem Schuljahr NICHT abnehmen werden. In der derzeitigen Situation und der besonderen Herausforderung nicht nur für unser Schulsystem, sondern auch jeden einzelnen von uns, halte ich diese Entscheidung für geboten.

Montag, 23. März

Jobbörse

Schulen und Hochschulen sind geschlossen und zugleich sind für viele Studierende und Schülerinnen und Schüler in diesen Tagen die Verdienstmöglichkeiten in Gastronomie oder Einzelhandel weggebrochen. Andererseits werden in der Landwirtschaft dringend Erntehelfer benötigt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat darum heute eine Online-Plattform freigeschaltet, um schnell, unkompliziert und kostenlos Betriebe und Arbeitskräfte miteinander zu vernetzen http://www.daslandhilft.de/

Unverändert ist außerdem die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit eine wichtige Adresse https://jobboerse.arbeitsagentur.de/

Videobotschaft

In einer Videobotschaft hat sich Alexander Kraft, Abteilungsleiter für Schulentwicklung und Schulaufsicht, an die schleswig-holsteinischen Schulen gewandt. "Danke für Ihr Engagement. Danke, dass es weitergeht mit Schule auch ohne Unterricht", sagte er.

Donnerstag, 19. März

Notfallbetreuung

Mit Beschluss vom 19. März 2020 hat das Kabinett klargestellt, dass eine Notfallbetreuung auch möglich ist, wenn ein Elternteil Kindes in einer Gesundheits- oder Pflegeinrichtung bzw. in einem ambulanten Pflegedienst tätig ist. So schaffen wir bis zum Ende der Osterferien Planungssicherheit für diejenigen, die in dieser schwierigen Zeit jeden Tag für uns im Einsatz sind.

Weitere Informationen

Informationen zum BAFöG

Die temporäre Schließung von Hochschulen und die Verschiebung des Semesterbeginns an einzelnen Hochschulen haben keine Auswirkungen auf das BAföG. Schülerinnen und Schüler sowie die Studierenden erhalten auch bei pandemiebedingten Schließungen von Ausbildungsstätten im Sinne von § 2 BAföG weiterhin Leistungen nach dem BAföG. Das gilt auch für Studienanfängerinnen und Studienanfänger, bei denen sich der Beginn Vorlesungszeit verschiebt. Das hat das BMBF in einem Erlass vom 13. März 2020 gegenüber den für den BAföG-Vollzug zuständigen Bundesländern und ihren Ausbildungsförderungsämtern klargestellt.

Sofern Leistungsnachweise, die für die Weiterförderung nach bestimmten Ausbildungsabschnitten notwendig sind, aufgrund der durch die Corona-Krise bedingten

  • Schließung von Ausbildungseinrichtungen,
  • des vollständigen oder teilweisen Ausfalls von Lehrveranstaltung oder
  • der Absage von Prüfungen

nicht erbracht werden können, wird den Schülerinnen und Schülern sowie den Studierenden daraus kein Nachteil erwachsen. Allerdings sind die Auszubildenden (Studierende und Schüler) verpflichtet, sobald die Ausbildungsstätten ein Online-Lehrangebot zur Verfügung stellen, um den Ausbildungsbetrieb auf diese Weise aufrecht zu erhalten, an diesem Online-Lehrangebot teilzunehmen, um weiter die jeweiligen BAföG-Leistungen beziehen zu können.

Für Ausbildungen im Ausland gilt dies entsprechend: Sofern die Einreise ins Ausland aufgrund dortiger aktueller Einreisebeschränkungen zur Pandemievorsorge nicht möglich ist, läuft auch in diesen Fällen die Förderung nach dem BAföG im bisherigen Umfang weiter. Es besteht aber auch hier eine Pflicht der Auszubildenden (Studierende und Schüler), an verfügbaren Online-Lehrangeboten teilzunehmen.

Verlängerung der Notbetreuung

Das Land hält die Notbetreuung für Schüler in den kommenden Wochen aufrecht. Bildungsministerin Karin Prien informiert die Schulen in einem Brief.

Brief von Bildungsministerin Karin Prien an die Schulen

Mittwoch, 18. März

Bewerbungsfrist verlängert

Aufgrund der Corona-Krise ist der Bewerbungsstichtag für den Vorbereitungsdienst um einen Monat verschoben worden. Neuer Bewerbungsstichtag ist der 1. Mai 2020.

Dienstag, 17. März

Nur, wenn wir uns alle gemeinsam anstrengen, soziale Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren, können wir die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus im Land passen wir deshalb unsere Maßnahmen bei Bedarf neu an. Am ersten Tag der Schulschließungen in Schleswig-Holstein haben weniger als 1.000 Kinder landesweit die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen müssen. Heute waren es noch einmal weniger. Die Eltern gehen mit der Situation sehr besonnen um, und es müssen nur vereinzelt Schülerinnen und Schüler in den 800 Schulen im Land betreut werden.  Das Bildungsministerium hat heute (17. März) unten stehenden Erlass an die Schulen im Land gegeben, der weitere Fragen konkretisiert. Unter Anderem ist klargestellt, dass die Notbetreuung zunächst bis Freitag, 20. März, weiterläuft. Auch wurden die Aufgaben für Schulleitungen und Lehrkräfte präzisiert und weitere Hinweise zu den Abschlussprüfungen gegeben. Im Sinne größtmöglicher Transparenz und Information der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner veröffentlicht das Bildungsministerium folgenden Erlass.

Erlass zum Vorgehen zur Einstellung des Unterrichtsbetriebs an den Schulen in Schleswig-Holstein bis einschließlich 19. April 2020

Montag, 16. März

Fragen und Antworten zur Schulschließung

Das Bildungsministerium hat alle Fragen zu den Schulschließungen in einem FAQ zusammengefasst.

Zum FAQ

Sonntag, 15. März

Lehrerinnen und Lehrer

Das Bildungsministerium weist darauf hin, dass Lehrkräfte, die durch ihr Alter oder ihren Gesundheitszustand zu den besonders schutzbedürftigen Gruppen gehören, am morgigen Montag, 16. März, nicht in die Schulen kommen sollen. Alle anderen Lehrkräfte bitten wir in die Schulen zu kommen, um eine Notfallbetreuung sicher zu stellen und die kommenden Tage zu organisieren. Alle eventuell noch geplanten Lehrerkonferenzen sind abgesagt.

Es finden ab dem morgigen Montag, 16. März, auch keinerlei Fortbildungsveranstaltungen für Lehrerinnen und Lehrer mehr statt. Auch alle Landesfachtage sind bis zum 19. April abgesagt.

Das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein (IQSH) wird in Kürze über das weitere Verfahren informieren.

Brief an die Kultureinrichtungen

In einem Brief hat sich Bildungsministerin Karin Prien an die Kultureinrichtungen des Landes gewandt.

Der Brief im Wortlaut

Brief an die Hochschulen und Forschungseinrichtungen

In einem weiteren Schreiben wandte sich die Ministerin an die Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Der Brief im Wortlaut

Freitag, 13. März

Ab Montag, 16. März, ist der Schulunterricht in allen allgemeinbildenden, beruflichen Schulen und Ersatzschulen in freier Trägerschaft im Land ausgesetzt bis zum Ende der Osterferien am 19. April.

Pressemitteilung vom 13. März 2020

Brief von Bildungsministerin Karin Prien an die Schulen

In einem Brief hat sich Bildungsministerin Karin Prien an die Schulen gewandt.

Zum Wortlaut des Briefs

Kultureinrichtungen

Im Zusammenhang mit dem Erlass vom 12. März 2020 des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein werden unter anderem die öffentlichen Veranstaltungen in staatlichen Theater, Opern und Museen untersagt. Auch in diesem Zusammenhang unternimmt die Landesregierung damit alles, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, zu verlangsamen und vor allem die Risikogruppen zu schützen. Die öffentlichen Theater Kiel, Lübeck und das Landestheater haben den Spielbetrieb daraufhin eingestellt und eine Schließung ihrer Häuser zunächst bis zum 19. April 2020 beschlossen. Weitere Kultureinrichtungen haben sich diesen Maßnahmen ebenfalls angeschlossen.

Kulturministerin Karin Prien: "Ich empfehle dringend allen Veranstaltern, den oben bezeichneten Erlass auch für die kommunalen und freien Kultureinrichtungen sowie für Volkshochschulen, Heimvolkshochschulen und sonstige Bildungseinrichtungen anzuwenden und ihre Veranstaltungen abzusagen bzw. zu verschieben und auch dieSchließung ganzer Kultur- und Bildungseinrichtungen zu prüfen. Ein Verbot von Großveranstaltungen mit über 1.000 Besucherinnen und Besucher hat die Landesregierung bereits erlassen, jedoch angesichts der fortschreitenden Verbreitung des Virus ist dies inzwischen nicht mehr ausreichend. Die Gefahr eine Ansteckung besteht bei größeren Zusammenkünften und Veranstaltungen, bei denen Menschen in einem geschlossen Raum in engerem Kontakt zueinander stehen. Bitte tragen Sie durch entschiedenes und besonnenes Verhalten mit dazu bei, dass wir die Folgen des Virus abmildern." 

Donnerstag, 12. März

Mit Stand 11 Uhr sind in Schleswig-Holstein keine allgemeinen Schulschließungen geplant. Einzelne Schulen wurden durch die dafür zuständigen örtlichen Gesundheitsbehörden geschlossen. Derzeit gehen wir davon aus, dass die Abiturprüfungen im Land weitestgehend wie geplant stattfinden können. Gleichzeitig bereiten wir mit unserem Notfallplan auch Szenarien für den Fall vor, dass eine reguläre Durchführung der Abschlussprüfungen im Land nicht gewährleistet werden könnte. Dazu tagt aktuell auch die Kultusministerkonferenz in Berlin. Für aktuelle Fallzahlen und weitere Informationen zur Ausbreitung des Coronavirus liegt die Kommunikation beim zuständigen Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein.

Mittwoch, 11. März

Das Bildungsministerium untersagt Schulwanderfahrten. Zur Aufrechterhaltung des Unterrichtsbetriebes und der Funktionsfähigkeit der Schulen hat das Bildungsminsiterium beschlossen, dass bis zum Ende des Schuljahres 2019/20 alle Schulwanderfahrten und Schüleraustausche nach Zielen außerhalb Schleswig-Holsteins abgesagt werden. Die entsprechenden Dienstreisegenehmigungen werden damit zurückgenommen.

Werden Klassenfahrten und Schüleraustausche in Risikogebiete abgesagt, sind wegen der vom Vertragspartner (Reiseveranstalter, Transportunternehmen) eventuell in Rechnung gestellten Stornierungskosten, mögliche Ansprüche von den Eltern gegenüber der Reiserücktrittsversicherung geltend zu machen. Ein entsprechendes Vorgehen gilt in den Fällen der an Risikogebiete angrenzenden Gebiete im Ausland. In jedem Fall ist die allgemeine Schadensminderungspflicht zu beachten. Das heißt, es besteht die Verpflichtung der Schule, gegenüber den Vertragspartnern auf den Abzug oder die Rückzahlung ersparter Aufwendungen hinzuwirken.

Wenn Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte sich bereits im Ausland befinden und infolge einer schnellen Virusausbreitung die Rückreise antreten müssen, wird das Bildungsministerium im Einzelfall prüfen, inwieweit unvermeidbare Rückführungskosten vom Land übernommen werden können.

Informationen dazu enthalten auch die Hinweise des Auswärtigen Amtes unter folgendem Link: https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/fragenkatalog-node/05-reiseruecktritt/606072.

Dienstag, 10. März

Das Bundesministerium für Gesundheit rät generell davon ab Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen zu besuchen. Vor diesem Hintergrund ist Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern untersagt, im schulischen Rahmen an Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen teilzunmehmen.

Montag, 9. März

Rückkehrende: Das Gesundheitsministerium hat am 9. März verfügt, dass Personen, die sich in der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet oder in einem besonders betroffenen Gebiet (nach der aktuellen Festlegung durch das Robert-Koch-Institut) aufgehalten haben, für die Dauer von 14 Tagen seit ihrer Rückkehr aus dem Risikogebiet oder dem betroffenen Gebiet keine Schulen und Hochschulen betreten dürfen. Für Lehrkräfte bedeutet dies insbesondere, dass hiermit alle Dienstreisegenehmigungen in Risikogebiete zurückgenommen sind. Schulwanderfahrten oder Schüleraustausche in Risikogebiete können also nicht mehr stattfinden.

Schulleitungen müssen ihr örtliches Gesundheitsamt sowie die Schulaufsicht darüber informieren, wenn in den vergangenen 14 Tagen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte von Schulwanderfahrten aus Risikogebieten zurückgekehrt sind.

Bei weiteren Fragen unterstützt die zuständige Schulaufsicht die Schulen.

Grundsätzlich sollten die Schulen die Hinweise des Bundesgesundheitsministeriums zum Umgang mit dem Coronavirus und die Reiseempfehlungen des Auswärtigen Amtes beobachten und vor allem bei der Planung von Schulfahrten berücksichtigen.

Informationspflicht der Schulen: Die Schulleitungen müssen die zuständige Schulaufsichtsbehörde informieren, wenn sich ein Schülerin oder ein Schüler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder eine Lehrkraft sich mit dem Virus infiziert hat.