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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Coronavirus
Informationen für die Kultur

Ein Überblick über die Entscheidungen und Regelungen für den Kulturbereich.

Konzerthallen, Theater, Kinos, Museen, Musikschulen und andere kulturelle Formate - Wichtige Änderungen ab September

Kulturelle Anbieter in Schleswig-Holstein haben grundsätzlich ihre Türen für Gäste wieder geöffnet. Zu den ersten Einrichtungen, die den Betrieb wiederaufgenommen hatten, zählten im Mai die Museen und die Bibliotheken. Aber auch Theater, Kinos, Konzertbühnen sind wieder für ihr Publikum da. „Kultur ist vielseitig und aus dieser Vielseitigkeit können wir wieder auswählen“, betont Kulturministerin Karin Prien. Sie freut sich auch, dass das Kabinett im September noch einmal Erleichterungen insbesondere für musikalische Aufführungen und Proben beschlossen hat. Vor allem professionelle Orchester mit Bläsern und Chöre profitierten davon, aber auch der professionelle Bühnentanz sei nun wieder möglich. Prien: „Lange Zeit durften Chöre nur im Freien proben. Jetzt wurde das Probenverbot in geschlossenen Räumen auch für Laien-Chöre aufgehoben, wenn die Mitglieder entsprechenden Abstand halten.“ Für Bläser im Orchester gilt ebenso wie für Chorsängerinnen nun eine Abstandsregelung von 2,5 Metern in alle Richtungen und 4 Metern zum Publikum. Während Profi-Chöre und Blasensembles jetzt wieder vor Publikum auftreten dürfen, sind bei den Laien derzeit nur Proben erlaubt.
Die ungehinderte Verbreitung von Aerosolen in Veranstaltungen müsse weiterhin vermieden werden, aber mit entsprechenden Hygienekonzepten, Abstandsregelungen und regelmäßiger Lüftung sei ein vernünftiger Schutz für alle Beteiligten gesichert, so Prien. Das ebenfalls vorgeschriebene Erfassen der Teilnehmerdaten ermögliche eine Rückverfolgung bei möglichen Infektionen.
Auch für die Belegung der Veranstaltungssäle in Theatern, Kinos oder Kulturzentren gibt es neue Regelungen, die mehr Publikum ermöglichen. „Unser Ziel ist es, mit stetig und mit bewussten Schritten hin zu mehr Normalität im Bereich der Kultur zu kommen“, so Prien abschließend.

Hinweis: Alle Regelungen dazu finden Sie in der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Schleswig-Holstein insbesondere in den §§ 5 und 12 a.

Regelungen für kulturelle Einrichtungen

  • Kulturveranstaltungen wie Feste, Empfänge, Führungen und Exkursionen, bei denen feste Sitzplätze nicht vorhanden sind, dürfen auch innerhalb geschlossener Räume mit bis zu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfinden. Außerhalb geschlossener Räume sind 150 Teilnehmer möglich. Märkte und vergleichbare Veranstaltungen dürfen innerhalb geschlossener Räume mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 250 Personen und außerhalb geschlossener Räume mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 500 gleichzeitig anwesenden Personen stattfinden. Veranstaltungen mit Sitzcharakter, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre festen Sitzplätze nur kurzzeitig verlassen (Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater, Kinos, Autokinos), dürfen eine gleichzeitige Teilnehmerzahl von 500 Personen außerhalb geschlossener Räume und 250 Personen innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten. Voraussetzung ist generell ein Abstandsgebot und ein Hygienekonzept. Alle Teilnehmenden müssen ihre Kontaktdaten dem Veranstalter übermitteln, diese müssen für vier Wochen aufbewahrt werden (siehe § 5).
  • In Theatern, Konzertsälen, Kinos und anderen Kultureinrichtungen mit Veranstaltungsbetrieb gilt aktuell ab September eine Sitzordnung mit 1,5 Metern Abständen oder eine Belegung mit geringeren Abständen im „Schachbrettmuster“ mit verpflichtender Mund-Nase-Bedeckung. Davon unabhängig dürfen Personen aus einem Haushalt oder aus einer gemeinsamen Gruppe bis zu 10 Personen zusammensitzen, also nebeneinander und ohne Abstandsgebot. Es empfiehlt sich also, bei der Reservierung bereits anzugeben, wenn man mit Familienanhang oder in einer festen Gruppe von maximal zehn Personen kommt. Grundsätzlich kann im Rahmen der Schachbrettbelegung maximal jeweils die Hälfte aller Plätze in einem Saal belegt werden, allerdings sind weiterhin nicht mehr als 250 Besucherinnen und Besuchern auf festen Sitzplätzen im Innenraum zugelassen. Ein Hygienekonzept ist erforderlich. Außerdem müssen die Kontaktdaten der Gäste erhoben werden.
  • Museen, Ausstellungen, Galerien und Gedenkstätten können bereits seit dem Mai wieder öffnen. Sie müssen die allgemeinen Hygienestandards gewährleisten und in Aushängen kenntlich machen. Aus Gründen der Rechtssicherheit müssen Museen die Kontaktdaten ihrer Gäste erheben. Es gilt das Abstandsgebot von 1,50 m zwischen Personen in allen Räumen und damit die Begrenzung der Gästezahl aufgrund der räumlichen Kapazitäten. Möglichkeiten zum Händewaschen und Desinfizieren, regelmäßige Reinigung von Oberflächen, die häufig berührt werden, regelmäßige Lüftung in Innenräumen, das regelmäßige Reinigen der Sanitäranlagen muss gewährleistet werden. Die enge Begegnung von Gästen, insbesondere im Sanitärbereich, im Shop, in Warteschlagen und im Kassenbereich, muss vermieden werden.
    Auch Museumsführungen können wieder angeboten werden, sofern das Abstandsgebot von 1,50 m zwischen den Personen in allen Räumen eingehalten wird.
    Museumscafés dürfen ebenfalls wieder öffnen: Erforderlich ist ein gesondertes Hygienekonzept mit der Wahrung des Abstandsgebotes oder geeigneten physischen Barrieren. Außerdem müssen die Kontaktdaten der Gäste erhoben werden.
  • Gemeinsames Singen und das gemeinsame Spielen von Blasinstrumenten ist seit dem 2. September auch in geschlossenen Räumen wieder erlaubt. Die einzelnen Musizierenden und die Sängerinnen und Sänger müssen einen Abstand von 2,5 Metern untereinander einhalten oder die Übertragung von Tröpfchen wird durch geeignete Barrieren verringert. Profi-Chöre und professionelle Blasensembles dürfen nun auch vor Publikum wieder auftreten, wenn sie zu diesem einen Mindestabstand von vier Metern einhalten oder die Übertragung von Tröpfchen durch geeignete Barrieren verringert wird. Für musizierende Laien bleiben Aufführungen vor Publikum untersagt.
  • Für den internen Probenbetrieb der Theater gelten arbeitschutzrechtliche Vorschriften und Empfehlungen, die insbesondere in der „VBG: Branchenspezifische Handlungshilfe: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards für die Branche Bühnen und Studios für den Bereich Probenbetrieb“ zusammengefasst sind.
  • Volkshochschulen, Bildungsstätten und Musikschulen: Für Unterrichtsangebote in außerschulischen Weiterbildungseinrichtungen gelten die Regelungen wie für Veranstaltungen. Dazu gehören das verpflichtende Hygienekonzept und die Aufnahme der Kontaktdaten aller Teilnehmenden. Soweit der Bildungszweck dies erfordert, kann vom allgemeinen Abstandsgebot 1,5 Metern abgewichen werden, wenn alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, vergleichbar wirksame Schutzmaßnahmen ergriffen werden oder der Teilnehmerkreis über mindestens fünf Monate im Wesentlichen unverändert bleibt (§ 12 a).

Foto Unterstützungspaket für Kultur (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Unterstützungspaket für Kultur © MBWK

Soforthilfe Kultur II

Gemeinnützige Einrichtungen der Kultur und der Minderheit erhalten mit dem Programm "Soforthilfe Kultur II" weitere finanzielle Hilfen vom Land Schleswig-Holstein: Berechtigt sind Einrichtungen der Kultur- und Weiterbildung sowie der Minderheiten und Volksgruppen (laut Artikel 6 der Landesverfassung), die in Folge der Bekämpfung der Corona-Pandemie von Liquiditätsengpässen existenziell bedroht sind. Um die Hilfen gewähren zu können, wurde die Richtlinie “Soforthilfe Kultur II” erlassen. Anträge können bis zum 30. November 2020 ausschließlich per E-Mail gestellt werden.

Richtlinie und Antragsformular finden Sie hier

Antworten auf die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie hier