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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Coronavirus
Informationen für Hochschulen

Ein Überblick über die aktuellen Entscheidungen. Ziel aller Regelungen ist es, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Hochschulen Coronaverordnung ab 10. Januar 2020

Der Präsenzbetrieb an den Hochschulen bleibt entsprechend den Regelungen der Hochschulen-Coronaverordnung vom 16. Dezember 2020 weiterhin auf das zur Aufrechterhaltung der Studierbarkeit von Studiengängen notwendige Minimum und wenige Ausnahmen für Härtefälle beschränkt, um persönliche Kontakte auf dem Campus weitgehend zu vermeiden. Eine Lockerung dieser Regelungen ist angesichts des weiterhin hohen und nicht exakt bezifferbaren Infektionsgeschehens in Schleswig-Holstein zum jetzigen Zeitpunkt nicht vertretbar. Eine weitere Einschränkung gibt es bei den Kontaktregeln.

Neu geregelt wird:

  • Kontaktverbot und Abstandsgebot

(1) Ansammlungen und Zusammenkünfte zu privaten Zwecken auf dem Gelände der Hochschule sind, soweit in dieser Verordnung keine Ausnahmen vorgesehen sind, nur zulässig (Kontaktbeschränkungen):

  1. von Personen eines gemeinsamen Haushaltes unabhängig von der Personenzahl,
  2. von Personen nach Nummer 1 mit einer weiteren Person,
  3. von Personen nach Nummer 1 mit Personen eines weiteren Haushalts, soweit dies zur Betreuung von Kindern unter 14 Jahren oder von pflegebedürftigen Personen erforderlich ist.

(2) Auf dem Gelände der Hochschule ist zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten (Abstandsgebot). Dies gilt nicht,

  1. wenn die Einhaltung des Mindestabstands aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht möglich ist;
  2. wenn die Übertragung von Viren durch ähnlich geeignete physische Barrieren verringert wird.

(3) Die jeweils aktuellen Empfehlungen und Hinweise der zuständigen öffentlichen Stellen zur Vermeidung der Übertragung des Coronavirus sollen beachtet werden.

Die Hochschulen-Coronaverordnung gilt bis zum 31. Januar 2021.

Die Regelungen im Detail mehr lesen

Hochschulen Coronaverordnung ab 16. Dezember

Der Betrieb an den schleswig-holsteinischen Hochschulen wird bis zum 10. Januar 2021 weiter eingeschränkt. „Das aktuelle sehr dynamische Infektionsgeschehen macht es notwendig, auch an unseren Hochschulen die Zahl der Kontakte weiter zu verringern. Deshalb gibt es neue Regelungen für die Präsenzlehre, für Prüfungen und den Bibliotheksbereich. Prüfungen, für die eine Präsenz unabdingbar ist, können nur ausnahmsweise stattfinden“, sagte Wissenschaftsministerin Karin Prien. 

Neu geregelt wird:

  • Präsenzlehre
    Praktische Lehrveranstaltungen sind nur zulässig, wenn diese anderenfalls im Wintersemester 2020/21 nicht mehr nachgeholt werden können und der Studienabschluss sich dadurch unvermeidbar verzögern würde. Ausnahmen gelten außerdem für Studiengänge, die für Gesundheitsberufe (unter anderem Human- und Zahnmedizin) qualifizieren, um einen Personalmangel in diesen Berufen zu vermeiden.
    Es gibt ergänzende Regelungen für sportpraktische und für musikpraktische Lehrveranstaltungen.
  • Prüfungen
    Prüfungen, für die eine Präsenz unabdingbar ist, sind zu verschieben und dürfen nur ausnahmsweise stattfinden, wenn zwingende Gründe, dies gebieten. Ein zwingender Grund liegt insbesondere vor, wenn sich durch eine Verschiebung der Studienabschluss unzumutbar verzögern würde. Findet eine Prüfung in Präsenz statt, ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten
  • Bibliotheken
    Bibliotheken werden geschlossen. Ausnahmen für die Anfertigung von studentischen Abschlussarbeiten und studienbegleitend anzufertigenden Hausarbeiten werden auf besondere Härtefälle beschränkt. Die Bibliotheksnutzung zur Anfertigung von Forschungsarbeiten einschließlich Dissertationen und Habilitationen ist nur Mitgliedern und Angehörigen der Hochschule gestattet.

Hochschulen Coronaverordnung ab 30. November

Die Landesregierung hat die Coronaverordnung für die Hochschulen bis zm 22. Dezember verlängert und in einigen Punkten verändert.

  • Insbesondere wird die bisher geltende Ausnahme, nach der für Studierende im ersten Fachsemester Präsenzveranstaltungen und Veranstaltungen in Kohorten zulässig sind, abgeschafft.
  • Durch die Änderungsverordnung werden Ausnahmen vom Lehrbetrieb in digitaler Form nur in den Fällen zugelassen, in denen sie für ein erfolgreiches Absolvieren des Wintersemesters 2020/21 unabdingbar erforderlich sind.
    Dazu gehört, dass Prüfungen und praktische Lehrveranstaltungen in Präsenz zulässig bleiben. Grundsätzlich ist dabei eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung lässt die Änderungsverordnung keine über die in der Verordnung vom 31. Oktober 2020 schon geregelten Ausnahmefälle (in sport- und musik-praktischen Veranstaltungen) hinausgehenden Ausnahmen für Studierende zu.
  • Auf die Einhaltung des Mindestabstands kann bei praktischen Lehrveranstaltungen ebenfalls nur in Ausnahmefällen verzichtet werden, wenn aus räumlichen Gründen oder wegen der Art der Lehrveranstaltung die durchgehende Einhaltung des Mindestabstands nicht möglich ist und es sich um eine feste Studierendengruppe handelt. Die Mitglieder der Studierendengruppe dürfen nicht mehreren Gruppen angehören, in denen auf die Einhaltung des Mindestabstands verzichtet wer

Praktische Lehrveranstaltungen und an Kunsthochschulen künstlerisches Arbeiten sind in Präsenz zulässig. Für diese Veranstaltungen gilt:

  1. Es ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern in Absatz 4 und 5 nichts anderes geregelt ist.
  2. Es ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten, sofern in Absatz 4 und 5 nichts anderes geregelt ist. Von der Einhaltung eines Mindestabstands kann in Ausnahmefällen abgesehen werden, wenn er aus räumlichen Gründen oder wegen der Art der Lehrveranstaltung nicht durchgehend eingehalten werden kann und wenn an der Lehrveranstaltung eine Studierendengruppe teilnimmt, deren Mitglieder nicht gleichzeitig einer anderen Gruppe angehören, in der ebenfalls die Einhaltung des Mindestabstands nicht sichergestellt werden kann."

In den Gebäuden der Hochschulen, die öffentlich oder hochschulöffentlich zugänglich sind, und an Arbeits- und Betriebsstätten in geschlossenen Räumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung gemäß Absatz 4 zu tragen. Dies gilt nicht,

  1. am festen Steh- oder Sitzplatz, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten oder die Übertragung von Viren durch ähnlich geeignete physische Barrieren verringert wird;
  2. bei schweren körperlichen Tätigkeiten;
  3. wenn Kontakte nur mit Angehörigen des eigenen Haushalts erfolgen;
  4. bei der Nahrungsaufnahme;
  5. wenn dies aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalls unzumutbar ist.

Hochschulen-Coronaverordnung bis 30. November

"Wir arbeiten daran, den Hochschulen im Land Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Semester zu schaffen“, sagt Wissenschaftsministerin Prien.

Die Regelungen in der Übersicht:

  • An den Hochschulen gilt bis auf wenige Ausnahmen eine Maskenpflicht.
  • Der Lehrbetrieb an den Hochschulen muss grundsätzlich in digitaler Form stattfinden.
  • Prüfungen bleiben aber unter Einhaltung des Mindestabstands in Präsenz zulässig.
  • Ebenso in Präsenz können praktische Lehrveranstaltungen sowie Lehrveranstaltungen der künstlerischen Hochschulen stattfinden, die digital nicht möglich sind.
  • Um den Studienanfängerinnen und -anfängern einen guten Start in das Studium zu ermöglichen, dürfen auch Lehrveranstaltungen für die 1. Fachsemester in Kohorten in Präsenz stattfinden.
  • Die Mensen der Hochschulen werden geschlossen
  • Der Zugang zu Bibliotheken und studentischen Arbeitsplätzen wird auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt

Hochschulen-Coronaverordnung für die ersten zwei Unterrichtswochen

Studierende und teilnehmende Dritte, die einer Kohorte angehören, haben in den jeweils ersten zwei Unterrichtswochen der im Oktober oder November 2020 beginnenden Unterrichtszeit eine Mund-Nase-Bedeckung nach Maßgabe von § 2 Absatz 5 Corona-BekämpfVO zu tragen. mehr lesen

Kabinett erlässt Hochschulen-Coronaverordnung für Wintersemester 2020/21

Die Landesregierung hat am 15. September eine Landesverordnung über besondere Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 an Hochschulen beschlossen. Sie schafft die Voraussetzungen, damit die schleswig-holsteinischen Hochschulen zum Wintersemester 2020/21 in ein Hybridsemester starten können. Es setzt im Gegensatz zum rein digitalen Sommersemester 2020 auf eine Kombination aus digitalen Prüfungs- und Lernformaten und Präsenzveranstaltungen. Wissenschaftsministerin Prien betonte dazu: „Persönlicher Kontakt und menschliche Präsenz sind wichtig für gute Lehrbedingungen.“ Ihr sei wichtig, dass die Verordnung den Rahmen schaffe, in dem Hochschulen im Land ihre Vorlesungs- und Seminarveranstaltungen abhalten können. Es gelte: „Unsere Hochschulen sind sehr gut für digitale Formate aufgestellt, aber dennoch wollen wir natürlich Präsenzveranstaltungen ermöglichen. Gerade den Studierenden in den ersten Semestern vermittelt sich so das Gefühl, an einer Hochschule angekommen zu sein.“

Ermöglicht werden neben Lehrveranstaltungen auch der Hochschulsport und die Hochschulmusik im Rahmen der allgemein gültigen Corona-Verordnung des Landes. Die Durchführung dieser Präsenzveranstaltungen sowie das Öffnen weiterer Bereiche wie etwa Bibliotheken erfordern auf dem Gelände und in den Gebäuden der Hochschulen die Umsetzung infektionsschutzrechtlicher Maßnahmen. Entsprechende Regelungen hat die Landesregierung bereits in der sog. „Corona-Bekämpfungsverordnung“ getroffen; die Hochschulen sind von dieser Verordnung inhaltlich jedoch nicht erfasst. 

Die Hochschulen-Coronaverordnung legt die wesentlichen Hygienestandards für den Hochschulbetrieb fest. Dazu gehört, dass auf dem Gelände und in den Gebäuden der Hochschulen grundsätzlich ein Abstandsgebot von 1,5 Metern gilt. Dort, wo Abstände nicht sicher eingehalten werden können, gilt eine Maskenpflicht. Die Hochschulen sind außerdem verpflichtet, Hygienekonzepte unter Beachtung des Hygieneleitfadens des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zu erstellen. 

Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen

Das Ministerium wird den Hochschulen eine Handreichung zu Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen zur Verfügung stellen, auf deren Grundlage die Hochschulen und das Studentenwerk jeweils eigene Hygienekonzepte entwickeln. Diese Hygienekonzepte sind entscheidend dafür, in welcher Form Veranstaltungen an den Hochschulen stattfinden, der Zugang zu Bibliotheken geregelt ist und Mensen und Cafeterien wieder öffnen. Das kann von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich sein.

Zulassungsverfahren für das Wintersemester 2020/21

Die Verschiebung zahlreicher Abiturprüfungstermine wirkt sich auch auf die Terminierung der Zulassungsverfahren für das Wintersemester 2020/21 aus. Aktuelle Informationen zu den Bewerbungsterminen für die einzelnen Studiengänge und Verfahrensarten finden Sie auf den Internetseiten der schleswig-holsteinischen Hochschulen und der Stiftung für Hochschulzulassung.

Es wird derzeit davon ausgegangen, dass der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) rechtzeitig für das Zulassungsverfahren zum Wintersemester 2020/21 durchgeführt werden kann. Aktuelle Informationen zum TMS erhalten Sie hier.

weitere Informationen zum Herunterladen:

Gesetzliche Regelungen

Am 15. Mai 2020 ist das „Gesetz zur Änderung schul- und hochschulrechtlicher Vorschriften, des Lehrkräftebildungsgesetzes, des Pflegeberufekammergesetzes, des Heilberufekammergesetzes, diverser Sozialgesetze, des KiTa-Reformgesetzes, des Kindertagesstättengesetzes, des Kindertagesförderungsgesetzes sowie des Finanzausgleichgesetzes aufgrund der Corona-Pandemie“ in Kraft getreten.

Dieses Gesetz enthält auch eine Änderung hochschulrechtlicher Vorschriften, durch die die Funktionsfähigkeit der Hochschulen während der Pandemie gewährleistet werden soll. Besonderes Augenmerk wurde auf die Anpassung von Studium und Lehre an die Corona-Anforderungen und die Vermeidung pandemiebedingter Nachtteile für die Studierenden gelegt. Das Gesetzt enthält z. B. Regelungen zu Gremiensitzungen und Wahlen, zu Unterrichtszeiten, zur Durchführung von Prüfungen und Lehrveranstaltung, zur Lehrverpflichtung und zu Stipendien. Zum Gesetz

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

Meine Vorlesungen finden nicht statt. Bekomme ich weiter BAföG?

Die temporäre Schließung von Hochschulen und die Verschiebung des Semesterbeginns an einzelnen Hochschulen haben keine Auswirkungen auf das BAföG. Schülerinnen und Schüler sowie die Studierenden erhalten auch bei pandemiebedingten Schließungen von Ausbildungsstätten im Sinne von § 2 BAföG weiterhin Leistungen nach dem BAföG. Das hat das BMBF in einem Erlass vom 13. März 2020 gegenüber den für den BAföG-Vollzug zuständigen Bundesländern und ihren Ausbildungsförderungsämtern klargestellt.

Wie sind die Regelungen für das BAföG bei einem Auslandsaufenthalt?

Für Ausbildungen im Ausland gilt dies entsprechend: Sofern die Einreise ins Ausland aufgrund dortiger aktueller Einreisebeschränkungen zur Pandemievorsorge nicht möglich ist, läuft auch in diesen Fällen die Förderung nach dem BAföG im bisherigen Umfang weiter. Es besteht aber auch hier eine Pflicht der Auszubildenden (Studierende und Schüler), an verfügbaren Online-Lehrangeboten teilzunehmen.

Ich kann wegen der Uni-Schließung derzeit keine Prüfungen ablegen. Hat das Auswirkungen auf mein BAföG?

Sofern Leistungsnachweise, die für die Weiterförderung nach bestimmten Ausbildungsabschnitten notwendig sind, aufgrund der durch die Corona-Krise bedingten          

  • Schließung von Ausbildungseinrichtungen,    
  • des vollständigen oder teilweisen Ausfalls von Lehrveranstaltungen oder  
  • der Absage von Prüfungen

nicht erbracht werden können, wird den Schülerinnen und Schülern sowie den Studierenden daraus kein Nachteil erwachsen. Allerdings sind die Auszubildenden (Studierende und Schüler) verpflichtet, sobald die Ausbildungsstätten ein Online-Lehrangebot zur Verfügung stellen, um den Ausbildungsbetrieb auf diese Weise aufrecht zu erhalten, an diesen Online-Lehrangebot teilzunehmen, um weiter die jeweiligen BAföG-Leistungen beziehen zu können.

Sofern sich pandemiebedingt das Studium über die Regelstudienzeit hinaus verlängert, wird dies als schwerwiegender Grund anerkannt.

Ich habe meinen Nebenjob verloren – welche Möglichkeiten der Studienfinanzierung gibt es neben dem BAföG für mich?

Der Bund stellt den örtlichen Studentenwerken bundesweit 100 Millionen Euro als Zuschuss zur Verfügung. Damit sollen Überbrückungshilfen für in finanzielle Not geratene Studierende gezahlt werden, die nicht zurückzuzahlen sind. Darüber hinaus wird die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zusätzlich zu ihrem bereits laufenden Studienkreditprogramm zinslose Studienkredite von bis zu 650,-- Euro monatlich anbieten. Bereits laufende Darlehen sollen ebenfalls zinslos gestellt werden.

Wer in einem sogenannten systemrelevanten Bereich arbeiten kann – das ist z.B. das Gesundheitswesen oder auch die Landwirtschaft -, deren/dessen Einkünfte aus dieser Tätigkeit werden nicht auf das BAföG angerechnet.