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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Hygieneleitfaden für das Schuljahr 2021/22

Alle am Schulleben Beteiligten sollen sich an diesem Hygieneleitfaden in den kommenden Monaten möglichst übersichtlich orientieren können. Es soll die Frage beantwortet werden: Was gilt für wen und wann? 

Stand: 24. August 2021

Alle am Schulleben Beteiligten sollen sich an diesem Hygieneleitfaden in den kommenden Monaten möglichst übersichtlich orientieren können. Es soll die Frage beantwortet werden: Was gilt für wen und wann? 

Detailfragen werden wie bisher in den teilweise ja schon bestehenden FAQs, Übersichten und Handreichungen geklärt, die an passender Stelle im Dokument verlinkt sind.

Die Regeln werden laufend überprüft und - soweit erforderlich - aktualisiert.  

Präsenzunterricht

Offene Schulen und damit so viel Unterricht für so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich haben weiterhin höchste Priorität. Deshalb sind in der Schulen-Coronaverordnung unverändert keine Schwellenwerte des Infektionsgeschehens vorgesehen, nach denen ein Übergang in eine eingeschränkte Präsenz oder in ein Lernen in Distanz verordnungsrechtlich vorgegeben wird. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Normalität ist insofern auch die Neuregelung der Quarantänevorgaben.  Der Erlass des Gesundheitsministeriums regelt für die örtlich zuständigen Gesundheitsämter, dass eine Anordnung von Isolation und Quarantäne zukünftig im Einzelfall aufgrund einer Risikobewertung durch die zuständigen Stellen erfolgen solle und nicht mehr pauschal für ganze Lerngruppen gelten solle. Für die Schulen bedeutet das, dass in der Regel nur noch unmittelbare Sitznachbarn oder enge Schulfreunde, die auch nachmittags in Kontakt sind, in Quarantäne geschickt werden sollen.

Kohortenprinzip

Das Schuljahr 2021/22 läuft weiter im echten Regelbetrieb – das Kohortenprinzip bleibt also aufgehoben.  

Mund-Nasen-Bedeckung

Die Regelungen zur Mund-Nasen-Bedeckungspflicht (mindestens medizinische Maske), mit denen in das Schuljahr 2021/22 gestartet worden ist, gelten zunächst weiter. Auch die bisherigen Ausnahmen gelten ebenso fort. Vereinfacht gilt: In Innenräumen muss eine Maske getragen werden, im Freien nicht. Wenn keine Maske getragen wird, soll, wenn möglich, Abstand gehalten werden.

Im Einzelnen bedeutet das:

  • Auf dem Schulhof und im Freien muss keine MNB getragen werden. Das gilt unabhängig von Klassenverband oder Kohorten.
  • Im Schulgebäude wird grundsätzlich eine MNB getragen. Ausnahmen gelten wie bisher für
    • Abschlussprüfungen, wenn 1,5 Meter Abstand gehalten wird
    • schriftliche Leistungsnachweise, die länger als 2 Stunden dauern, wenn 1,5 Meter Abstand gehalten wird
    • mündliche Vorträge (für den Vortragenden), wenn 1,5 Meter Abstand gehalten wird
    • beim Sport.
  • In der Mensa kann die MNB bei 1,5 Meter Abstand abgenommen werden.
  • Für an Schulen tätige Personen entfällt die MNB-Pflicht, wenn sie ihren konkreten Tätigkeitsort erreicht haben und 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen einhalten.
  • Eine Ausnahme durch die Lehrkraft mit Zustimmung der Schulleitung ist in bestimmten Unterrichtseinheiten möglich (z. B. Musikunterricht, Sprachbildung und -entwicklung in der Grundschule und in den Förderzentren, Darstellendes Spiel).
  • Auch bei schulischen Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes (insbesondere Lernen am anderen Ort) gilt eine MNB-Pflicht in Innenräumen, es sei denn, es wird in Beachtung der geltenden Hygieneregeln Sport getrieben. Allerdings muss an einem außerschulischen Lernort, wozu auch Orte der Beherbergung auf Klassenfahrten zählen, eine MNB nur und soweit getragen werden, wie es die für den Lernort geltenden Vorgaben des Infektionsschutzes vorsehen. Im Freien muss auf schulischen Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes keine MNB getragen werden, wenn - wie grundsätzlich immer vorzusehen - ein Abstand von 1,5 Metern zu Personen eingehalten wird, die nicht an der schulischen Veranstaltung teilnehmen; kann der Mindestabstand zu dritten Personen in bestimmten Situationen nicht sicher eingehalten werden, ist eine MNB zu tragen.
  • Auf dem Schulweg muss nur eine Maske getragen werden, wenn man sich in Innenräumen oder in Fahrzeugen aufhält (es sei denn, man ist dort allein oder zusammen mit Angehörigen des eigenen Haushalts).
  • Die Gesundheitsämter können unter bestimmten Voraussetzungen (Härtefall; klar eingrenzbares Ausbruchsgeschehen) Ausnahmen von der MNB-Pflicht anordnen.

Für weitere Details, etwa zur Möglichkeit, aus medizinischen Gründen vom Tragen einer MNB befreit zu sein, finden Sie hier die FAQs. mehr lesen

Testungen

Das Schuljahr 2021/22 wird unter Beibehaltung der verpflichtenden Testungen per Antigen-Schnelltest zweimal wöchentlich fortgesetzt. Es wird auch weiterhin eine Testung im häuslichen Umfeld möglich sein.

Geimpfte und Genesene müssen keinen Testnachweis erbringen.

Nähere Erläuterungen sind auch zu diesem Thema hier in den FAQs zum Testen zu finden. mehr lesen

Mindestabstand & Wegekonzept

Das Einhalten eines Mindestabstands kann insbesondere, aber nicht nur innerhalb geschlossener Räume Infektionsrisiken vermindern. Wenn ein Mindestabstand also nicht ohnehin vorgesehen ist (zum Beispiel in der Mensa oder im Falle einer Maskenbefreiung aus gesundheitlichen Gründen), stellt das Halten von Abstand einen weiteren Baustein in einem gelungenen Schutzkonzept dar. Lässt sich ein Mindestabstand aber aufgrund der räumlichen Situation nicht einhalten, wird vermehrt auf andere Schutzmaßnahmen geachtet, z. B. verstärktes Lüften, physische Barrieren, MNB (siehe: MNB-Pflicht).

Auf den Wegen im Schulgebäude helfen Laufwegekonzepte dabei, Abstände einzuhalten. Dies gilt vor allem für Engstellen, bei denen es sonst schnell zu Menschenansammlungen kommt. Die Schulen haben hier in den vergangenen Monaten bereits erfolgreiche Konzepte ausgearbeitet. Vor Ort weiß man am besten, wo es sich um kritische Stellen handelt. Wegführungen, die sich als wenig nützlich herausgestellt haben, können überdacht werden. Unverändert gilt:

  • Laufwege sollten klar gekennzeichnet sein (z. B. durch rotweißes Flatterband)
  • In Wartebereichen (z. B. vor dem Schulsekretariat) können Bodenmarkierungen die Vermeidung von Körperkontakten erleichtern.
  • Schülerinnen und Schüler sind hinsichtlich des Gebots des „Rechtsverkehrs“ in Fluren und Gängen zu unterweisen.
  • sind „Einbahnstraßen-Regelungen“ auszuweisen.

Schnupfenplan

Der bisherige Schnupfenplan gilt auch im Schuljahr 2021/22 fort. mehr lesen "Schnupfenplan" - Empfehlungen zum Umgang mit Erkältungssymptomen (Aktualisierte Fassung, Stand 06. September 2021) (PDF 712KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Bei bestimmten Krankheitsanzeichen (einfacher Schnupfen ohne Fieber gehört nicht dazu) darf die Schule nicht besucht werden, bevor das Kind nicht 48 Stunden symptomfrei ist. Ein Freitesten ist nicht möglich.

Beurlaubungserlass

Eine Teilnahme am Präsenzbetrieb und am Präsenzunterricht ist für die allermeisten Schülerinnen und Schüler wichtig. Es wird weiterhin auf besondere Situationen in einzelnen Familien Rücksicht genommen.

Eine Beurlaubung von Schülerinnen und Schülern kommt für Schülerinnen und Schüler in Betracht, die entweder selbst ein klar erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben oder bei denen dies bei mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Angehörigen der Fall ist. Es wird hier immer der Einzelfall entschieden und abgewogen. Eine Rolle spielt zum Beispiel auch, wie hoch das Infektionsgeschehen vor Ort ist und wie viel Unterricht bereits verpasst wurde.

Eine Beurlaubung kann nur dann ausgesprochen, wenn gleichzeitig ein Konzept für ein Lernen in Distanz abgesprochen wird, das die realistisch vorhandenen zeitlichen Ressourcen von Lehrkräften bei ansonsten regulärem Präsenzunterricht berücksichtigt, und erfolgt jeweils für längstens einen Monat.

Nähere Vorgaben ergeben sich aus der überarbeiteten Handreichung zum Umgang mit vulnerablen Schülerinnen und Schülern. mehr lesen Handreichung für Schulen - Umgang mit vulnerablen Schülerinnen und Schülern im Corona-Regel-Betrieb Schuljahr 2020/21 (PDF 452KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Die Beurlaubung gilt nicht mehr automatisch als erteilt, sondern muss beantragt und bewilligt werden. Ohne Beurlaubung muss am Präsenzunterricht teilgenommen werden.

Handhygiene

Auch das regelmäßige Händewaschen oder - wo dies nicht möglich ist und die Schulkinder alt genug sind - Desinfizieren wurde in den vergangenen Monaten vor Ort eingeübt. Alle am Schulleben Beteiligten sollen verstärkt darauf achten, dass sie z. B. nach dem Betreten der Schule, vor und nach dem Essen, nach der Nutzung sanitärer Anlagen, nach häufigem Kontakt mit Türklinken, Treppengeländern und Griffen ihre Hände reinigen. Dies sollte auch in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. In den Sanitäranlagen werden ausreichend Seife und Einmalhandtücher bereitgestellt.

Wiederverwendbare Trockentücher in Form von Stoffhandtuchrollen in umlaufenden Handtuchspendern dürfen wiedereingesetzt werden.

Desinfektionsmittel dürfen von Schülerinnen und Schülern bis einschließlich der Jahrgangsstufe 6 nur unter Beaufsichtigung verwendet werden.

Lüften

Das Lüften (Frischluftzufuhr und Luftaustausch) ist seit Beginn der Hygienemaßnahmen ein zentraler Bestandteil zur Minimierung des Infektionsrisikos und wurde in allen Klassen und Veranstaltungen eingeübt. mehr lesen: Infoblatt "Richtig lüften in der Schule" (Stand 17.09. 2020) (PDF 94KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Ein effektiver Luftaustausch vermindert die Aerosolkonzentration in einem Raum. Hierbei ist nützlich: 

  • Regelmäßiges Lüften, bei Fensterlüftung als Querlüftung
  • Raumlufttechnische Anlage: 100 % Frischluftzufuhr oder Einsatz von wirksamen Filtern (HEPA-Filtern), wenn Umluftanteile zum Einsatz kommen
  • Mobile Raumluftreiniger können ergänzend zur Verbesserung der Raumlufthygiene eingesetzt werden. Sie sind kein Ersatz für die Frischluftzufuhr durch Fensterlüftung oder RLT-Anlage. Auch an den übrigen Hygienemaßnahmen muss unverändert festgehalten werden.

Der Bund unterstützt die Beschaffung von mobilen Luftfiltern für Einrichtungen mit Kindern unter 12 Jahren in Schleswig-Holstein im Rahmen einer Ko-Finanzierung in Höhe von 50 % mit 6,8 Mio. Euro. Es ist geplant, dass das Land Schleswig-Holstein eine weitere Unterstützung in Höhe von 25 % der Kosten (3,4 Mio. Euro) übernimmt, so dass die Schulträger einen Eigenanteil in Höhe von 25 % zu tragen haben.

Die Luftfilter dienen als Ergänzung für die Lüftungssituation in Räumen der Kategorie 2 und sind nur für diese förderfähig. Das sind Räume ohne raumlufttechnische Anlage, mit nur kippbaren Fenstern oder nur Lüftungsklappen. Beantragt werden können die Mittel für Geräte, die seit dem 1. Mai 2021 beschafft wurden und die die Anforderungen der Förderfähigkeit nach den Vorgaben des Umweltbundesamtes erfüllen.

An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die Anschaffung von mobilen Luftfiltern einen zusätzlichen Baustein in der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie darstellt, das Tragen von Masken, die Einhaltung der Hygieneregeln sowie regelmäßiges Lüften jedoch nicht ersetzen kann.

Trennwände

Trennwände können auch weiterhin dabei helfen, Tröpfcheninfektionen zu verhindern. Um die Luftzirkulation beim Lüften nicht zu behindern, wurden sie in den Schulen umsichtig installiert und sollten bis zum Ende der Pandemie an geeigneten Stellen auch weiterhin installiert bleiben.

Schülerbeförderung, versetzter Unterrichtsbeginn

Die Schulen klären auch weiterhin gemeinsam mit Kreis bzw. Schulträger, wie die Schülerbeförderung bei ggf. modifizierten Unterrichtszeiten oder versetztem Unterrichtsbeginn erfolgen kann.

Verstärkte Reinigung der Schulgebäude/Klassenzimmer

Wie bisher sollten die Klassenräume und insbesondere oft berührte Gegenstände besonders sorgfältig gereinigt werden. Vor allem aber sind hierbei eine gute Handhygiene und das Einhalten einer Husten- bzw. Nies-Etikette wesentliche Faktoren.

Gegenstände dürfen unter dieser Bedingung gemeinsam genutzt werden.

Sportunterricht und Wettbewerbe

Schulleitungen und Sportlehrkräfte entscheiden vor Ort, wo Sportunterricht stattfindet. Wenn möglich, soll Sport im Freien durchgeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler planen passende Bekleidung ein. Zur Hallennutzung bei schlechtem Wetter sind ortsweise Lösungen zu finden, sodass die Bewegungsförderung weiterhin mit der erforderlichen Umsicht möglich ist.

  • Sportunterricht wird so organisiert, dass längerer direkter Körperkontakt vermieden wird. Im Sportunterricht muss keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, auch wenn das Bewegen gelegentlich zu flüchtiger Nähe führt.
  • Beim Helfen und Sichern ist das Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung erforderlich.
  • Die Themen der Fachanforderungen Sport werden realisiert, sofern die Unterrichtsinhalte so ausgewählt und organisiert werden können, dass es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht wird, längeren direkten Körperkontakt zu vermeiden. Demnach werden neben den Individualsportarten und Rückschlagspielen auch alle Mannschaftssportarten vollständig unterrichtet, einzig das Bewegungsfeld Raufen, Ringen, Verteidigen ist verboten.
  • Schwimmunterricht und der Besuch von Schwimmstätten im Rahmen des Sportunterrichts ist möglich und gewünscht, insbesondere in den Grundschulen sowie in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Sofern einzelnen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 7 das sichere Schwimmen im Schuljahr 20/21 wegen des Distanzlernens nicht vermittelt werden konnte, sollten im laufenden Schuljahr ergänzende Angebote für diese Zielgruppe ermöglicht werden. Bei der Organisation und Durchführung des Schwimmunterrichts ist das Hygienekonzept der Schwimmstätte zu beachten.
  • Auf die sorgfältige Einhaltung der Händehygiene vor und nach dem Sportunterricht ist besonders zu achten. Umkleideräume können bei guter Belüftung und mit Abstandmarkierungen genutzt werden.
  • Die Durchführung von schulinternen Wettkämpfen ist erlaubt. Mannschaftssportwettbewerbe dürfen ausschließlich im Freien organisiert werden.
  • Die Organisation und Durchführung von außerschulischen Wettbewerben (z. B. Jugend trainiert für Olympia & Paralympics) ist ausschließlich im Freien unter Anwendung eines Hygienekonzeptes durch den Veranstalter zulässig. Sofern die verantwortlichen Lehrkräfte der angemeldeten Schülerinnen und Schüler dem Veranstalter rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung unaufgefordert bestätigen, dass ein negatives Testergebnis für alle Angemeldeten vorliegt, ist die Teilnahme an einem Wettbewerb möglich. Ein Corona-Test, der an der Schule durchgeführt worden ist, reicht aus, er darf jedoch nicht älter als einen Tag alt sein.

Musikunterricht

Für den Musikunterricht und das Musizieren in Arbeitsgemeinschaften oder Ensembles gilt das Folgende:

  • Singen und Spielen auf Blasinstrumenten soll möglichst ins Freie verlegt werden. Dort soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden, eine Pflicht zum Tragen einer MNB besteht nicht.

Soll in Innenräumen gesungen oder auf Blasinstrumenten gespielt werden, gilt:

  • Es muss spätestens alle 20 Minuten sorgfältig gelüftet werden.
  • Der Mindestabstand beträgt 1,5 Meter. (Im Regelfall wird also in Innenräumen nicht im gesamten Klassenverband gesungen oder auf Blasinstrumenten musiziert werden können.)
  • Die Pflicht zum Tragen einer MNB kann nach Entscheidung der Lehrkraft und mit Zustimmung der Schulleitung ausgesetzt werden.
  • Der Abstand kann durch geeignete Trennscheiben reduziert werden.
    • Bei auf diese Weise reduzierten Abständen ist häufiger als alle 20 Minuten zu lüften.
  • Kurze einmalige Gesangseinlagen von nicht mehr als 5 Minuten dürfen auch im Klassen- oder Kursverband und auch ohne Mindestabstand durchgeführt werden, wenn
    • eine MNB getragen wird,
    • während und nach dem Singen sorgfältig gelüftet wird und
    • solche Gesangseinlagen nicht häufiger als zweimal pro Schulstunde stattfinden.
  • Kondenswasser muss sorgfältig beseitigt werden.
  • Blasinstrumente werden nach jeder Nutzung desinfiziert.
  • Während der Arbeit mit den Instrumenten sollen die Schülerinnen und Schüler vermeiden, sich an den Kopf zu fassen.
  • Für Ensembles und AGs gelten die gleichen Regeln.
  • Auch Auftritte sind möglich. Hierbei soll das in der Corona-Bekämpfungsverordnung vorgesehene Schutzniveau möglichst nicht unterschritten werden.

Klassenfahrten

Klassenfahrten bleiben weiterhin möglich. Die Hygienekonzepte der Jugendherbergen, Hotels bzw. Veranstalter und die näheren Umstände an den Veranstaltungsorten sind für die konkreten Durchführungsmöglichkeiten entscheidend. Klassenfahrten gelten als schulische Veranstaltungen, so dass insbesondere die Test-Pflicht auch auf Klassenfahrten gilt.

Testungen

Minderjährige Schülerinnen und Schüler zeigen zu Beginn der Klassenfahrt in dem jeweiligen Beherbergungsbetrieb die Bescheinigung der Schule darüber vor, dass sie im Rahmen des verbindlichen schulischen Schutzkonzepts regelmäßig zweimal die Woche getestet werden. Alle übrigen an der Klassenfahrt teilnehmenden Personen (Lehrkräfte, Begleitpersonen, volljährige Schülerinnen und Schüler etc.) haben dem Beherbergungsbetrieb bei der Anreise ein negatives Testergebnis vorzuweisen, welches nicht älter als 48 Stunden ist.

Während des Aufenthalts erfolgt das Testkonzept so, wie sonst an der Schule üblich. Es bedarf also wie im Unterrichtsbetrieb einer zweimal wöchentlichen Testung der Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Begleiterinnen und Begleiter der Fahrt. Eine Testung zu Hause mit anschließender qualifizierter Selbstauskunft über die Durchführung des Tests mit einem negativen Ergebnis ist allerdings während der Klassenfahrt nicht möglich. Stattdessen soll den Schülerinnen und Schülern auf ihren Wunsch oder auf Wunsch der Eltern Gelegenheit gegeben werden, sich ausschließlich im Beisein einer Aufsichtsperson zu testen.

Sollte das Hygienekonzept eines Beherbergungsbetriebes eine häufigere Testung während des Aufenthalts vorsehen, kontaktieren Sie bitte rechtzeitig vor Buchung oder - soweit bereits gebucht - vor Reisebeginn die zuständige Schulaufsicht, um eine Lösung zu finden. Die seitens der GMSH an die Schulen ausgelieferten Tests sind ausschließlich für das übliche Testkonzept vorgesehen.

Mund-Nasen-Bedeckung

Auf Klassenfahrten gilt eine MNB-Pflicht in Innenräumen, es sei denn, es wird in Beachtung der geltenden Hygieneregeln Sport getrieben. Überdies muss an einem außerschulischen Lernort, wozu auch Orte der Beherbergung auf Klassenfahrten zählen, eine MNB nur und soweit getragen werden, wie es die für den Lernort geltenden Vorgaben des Infektionsschutzes vorsehen.  Damit muss insbesondere während des Aufenthalts in den Betten zur Nachtzeit sowie während der Nahrungsaufnahme am Sitzplatz keine MNB getragen werden.

Im Freien muss keine MNB getragen werden, wenn - wie grundsätzlich immer vorzusehen - ein Abstand von 1,5 Metern zu Personen eingehalten wird, die nicht an der schulischen Veranstaltung teilnehmen; kann der Mindestabstand zu dritten Personen in bestimmten Situationen nicht sicher eingehalten werden, ist eine MNB zu tragen.

Corona-Verdachtsfall

Bei einem positiven Selbst- bzw. Schnelltest ist die bzw. der Betroffene von der Gruppe zu trennen und das Gesundheitsamt am Ort der Fahrt zu informieren. Das weitere Vorgehen sowohl bzgl. der oder des Betroffenen als auch bezüglich der Gruppe erfolgt in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt vor Ort. Noch am Ort der Klassenfahrt ist - sofern möglich - ein PCR-Test durchzuführen. Zur Testdurchführung bedarf es bei Minderjährigen des Einverständnisses der Eltern. Dieses kann rein vorsorglich bereits vor Reiseantritt eingeholt werden. Bis zum Vorliegen eines negativen PCR-Ergebnisses ist in besonders hohem Maße auf das Einhalten der Hygiene- und Abstandsregelungen zu achten. Die Vorgaben des Gesundheitsamtes sind zu beachten. Ggf. muss die oder der Betroffene die Fahrt abbrechen.

Lehrkräfte sollten sich vor Antritt einer Klassenfahrt über die am Zielort geltenden Infektionsschutz-Regelungen informieren und vorsorglich mit den Kontaktdaten des örtlichen Gesundheitsamtes versehen. Auch ein Ort für die Durchführung eines ggf. notwendigen PCR-Tests sollte bereits vorab bekannt sein.

In jedem Fall ist das mögliche Eintreten eines Corona-Verdachtsfalls und der sich ggf. daraus ableitenden Folgen sowie die getroffenen Vorsorgemaßnahmen vor Reiseantritt mit den Eltern zu erörtern. Es bietet sich an, die erfolgte Information zu dokumentieren.

Klassenfahrten in andere Bundesländer oder ins Ausland

Sind Klassenfahrten in ein anderes Bundesland oder gar ins Ausland geplant, so ist zu beachten, dass die Vorgaben zu Testungen und Masken von den in Schleswig-Holstein geltenden Regelungen abweichen können. Es gelten die Vorschriften des jeweiligen Zielortes, mit denen sich die begleitenden Lehrkräfte vorab vertraut machen.

Vor der Durchführung von Klassenfahrten ins Ausland ist über die Seite des RKI oder des Auswärtigen Amtes zu überprüfen, ob der Zielort als Hochrisikogebiet oder gar als Virusvariantengebiet eingestuft ist. Ist dies der Fall, so ist von der Durchführung der Klassenfahrt grundsätzlich abzusehen. Sollte die Fahrt bereits gebucht sein und können durch die Absage der Fahrt Kosten entstehen, ist vorab die Schulaufsicht einzubinden.  

Wirtschaftspraktikum in der Oberstufe 2021/22

Auch in diesem Jahr wirkt sich die Pandemie auf die Durchführung des Wirtschaftspraktikums aus. Es fällt Schülerinnen und Schülern zum Teil schwer, einen Praktikumsplatz zu finden, da nicht überall genügend Plätze zur Verfügung stehen. Um regionale Unterschiede zu berücksichtigen, so viele Praktika wie möglich durchführen zu können und zugleich wieder eine Ersatzlösung bereitzustellen, wurde die OAPVO dahingehend geändert, dass die Schulen in diesem Schuljahr selbst entscheiden, ob das Praktikum verpflichtend stattfindet oder durch einen Leistungsnachweis in der ökonomischen Bildung ersetzt werden kann. Wichtig ist, dass jeder Schülerin und jedem Schüler, die oder der einen Praktikumsplatz wahrnehmen möchte, die Möglichkeit gegeben werden soll, das Praktikum durchzuführen, wenn die behördlichen Vorgaben zum Infektionsschutz damit vereinbar sind. Die aktuelle OAPVO ist entsprechend in § 9 Abs. 4 und § 40 geändert worden. 

Impfungen für Schülerinnen und Schüler

Aktuell befinden wir uns in der glücklichen Lage, dass allen Menschen ein Impfangebot unterbreitet werden kann. Jede und jeder, die oder der dieses Angebot freiwillig wahrnimmt, trägt nicht nur zur eigenen Sicherheit bei, sondern auch zu unser aller Schutz vor Ansteckung. Je höher die Impfquote in der Bevölkerung ist, desto sicherer wird auch Präsenzunterricht in Schule stattfinden. Das gilt sowohl für Lehrkräfte und alle an Schulen tätigen Personen als auch für Schülerinnen und Schüler. Vor diesem Hintergrund bitten wir insbesondere alle Lehrkräfte und in Schule Beschäftigten, die sich bisher noch nicht haben impfen lassen, zeitnah die vorhandenen Impfangebote zu nutzen.

Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ist der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer (Comirnaty) für eine Impfung ab dem Alter von 12 Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre COVID-19-Impfempfehlung aktualisiert und spricht nunmehr eine generelle Impfempfehlung für alle Personen ab 12 Jahren aus. Die Impfung kann in einer Arztpraxis, in einem der Impfzentren oder auch im Rahmen einer der immer zahlreicher angebotenen mobilen Impfangebote erfolgen.

Darüber hinaus besteht für die Gymnasien und Gemeinschaftsschulen in der Zeit vom 19. August bis zum 30. September 2021 das Angebot einer Impfung an den Schulstandorten. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter mehr lesen

Für Schülerinnen und Schüler an Förderzentren können individuelle Lösungen bezogen auf den sonderpädagogischen Förderbedarf gesucht werden. Beispielhaft reicht dies von geeigneter Information an die Jugendlichen und Erziehungsberechtigten bis hin zu Kooperationen mit Impfzentren oder niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.

Sollten an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen Impfangebote z. B. von Ärztinnen oder Ärzten vor Ort geplant sein, können diese weiterhin stattfinden, wenn dies trotz des Angebots durch die mobilen Impfteams gewünscht wird.

Jede und jeder Geimpfte trägt zur Erhöhung der Sicherheit aller bei. Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie auch, Schülerinnen und Schüler, die einen Impftermin beispielsweise in einem Impfzentrum erhalten haben, der in die Unterrichtszeit fällt, zur Wahrnehmung dieses Termins zu beurlauben.

Weitere Informationen zum Thema Impfen finden Sie auf der Seite des RKI unter folgendem Link.

Veranstaltungen, an denen Dritte in der Schule teilnehmen

Bitte beachten Sie bei Ihren Planungen folgende Voraussetzungen:

  • Bei Veranstaltungen in Innenräumen gibt es grundsätzlich keine Beschränkungen der Teilnehmerzahl mehr, sofern das Abstandsgebot eingehalten werden kann. Ist Letzteres nicht möglich, dürfen Innenräume mit einer maximalen Belegung von 50 % ihrer normalen Kapazitäten genutzt werden. Im Außenbereich gibt es keine Beschränkungen.
  • Die Regelungen, die im schulischen Bereich zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung gelten, sind bei Veranstaltungen auch für Dritte maßgeblich. Atteste, nach denen eine MNB aus medizinischen Gründen nicht getragen werden kann, müssen aussagekräftig sein (s. die Ausführungen zum Punkt „Mund-Nasen-Bedeckung“).Auch für Eltern und Angehörige gilt die Testpflicht. Ein Testergebnis darf höchstens drei Tage alt sein. Geimpfte und Genesene brauchen kein negatives Testergebnis, um das Schulgelände betreten zu dürfen. Eine qualifizierte Selbstauskunft reicht bei Schülerinnen und Schülern aus.
  • Eltern und Angehörige, die sich nicht an die schulische MNB- und Test-Pflicht halten wollen, können vom Schulgelände verwiesen werden. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihre zuständige Schulaufsicht.

Wir gehen davon aus, dass die Schulen vor Ort am besten einschätzen können, welche Maßnahmen zu einer möglichst sicheren Veranstaltung für alle Teilnehmenden nötig sind. Dazu kann und sollte gehören: nach Möglichkeit im Freien, Innenräume gut lüften, Mindestabstände, wo immer das möglich ist, Möglichkeiten zum Händewaschen, Bereitstellung von Desinfektionsmittel und Hinweis darauf. Es empfiehlt sich, die Eltern und Angehörigen vorher über die Testpflicht zu informieren.

Um die Veranstaltungen zu organisieren und alle Teilnehmenden vorab über die geltenden Regeln informieren zu können, sollten sich darüber hinaus alle Teilnehmenden im Vorfeld schriftlich anmelden.

Elternversammlungen

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Elternversammlungen, Wahlen und Sitzungen der Eltern und Elternbeiräte im Schuljahr 2021/22:

Können in der Schule Elternabende und Wahlversammlungen durchgeführt werden? Welche Regelungen sind dabei einzuhalten?

Der Zugang zu Schulen im Zusammenhang mit einer schulischen Veranstaltung ist aktuell in der bis zum 17. September 2021 geltenden Schulen-Coronaverordnung in Verbindung mit dem Hygieneleitfaden geregelt.

Danach gilt:

  • Keine Beschränkungen der Teilnehmerzahl, sofern das Abstandsgebot (mindestens 1,5 m) eingehalten werden kann. Es sind entsprechend große Räume (z. B. Aula, Turnhalle) für die Veranstaltung vorzusehen.
  • Auch für Eltern gilt die Testpflicht. Ein Testergebnis (keine qualifizierte Selbstauskunft zulässig) darf höchstens drei Tage alt sein. Geimpfte und Genesene brauchen kein negatives Testergebnis, um das Schulgelände betreten zu dürfen.
  • Die Regelungen, die im schulischen Bereich zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung gelten (MNB-Pflicht für alle Personen im Innenraum, Ausnahme: an Schule tätige Person nimmt einen Platz mit mindestens 1,5 m Abstand zu den anderen Personen ein), sind auch für die Eltern maßgeblich. Atteste, nach denen eine MNB aus medizinischen Gründen nicht getragen werden kann, müssen aussagekräftig sein.
  • Der Raum sollte bei einer längeren Versammlungsdauer gelüftet werden.

Um die Veranstaltungen zu organisieren und alle Teilnehmenden vorab über die geltenden Regeln informieren zu können, sollten sich darüber hinaus alle Teilnehmenden im Vorfeld schriftlich anmelden.

Darf die Teilnehmerzahl einer Versammlung in Präsenz insoweit begrenzt werden, dass nur ein Elternteil pro Kind teilnehmen darf, und sind Wahlen mit dieser Begrenzung gültig?

  • Jeder Elternteil hat bei Wahlen in Elternversammlungen jeweils eine Stimme pro Kind; ist nur ein Elternteil vorhanden oder nur einer anwesend, hat dieser zwei Stimmen pro Kind (§ 69 Absatz 3 Schulgesetz).
  • Eine verpflichtende Begrenzung ist mit dem Schulgesetz nicht vereinbar. Zulässig ist eine ausdrücklich freiwillige Bitte an die Eltern, dass nach Möglichkeit lediglich ein Elternteil teilnimmt.

Können Eltern, die an der Präsenzveranstaltung nicht teilnehmen können, per Zuschaltung durch digitale Medien (z. B. Videokonferenz) an der Versammlung teilnehmen?

  • Eine Zuschaltung per Telefon oder über internetbasierte Dienste ist denkbar. Wenn dies vorgesehen ist, müssen die Teilnehmenden über den geplanten Einsatz im Vorfeld informiert werden. Die nachfolgenden Ausführungen sind bei einer digitalen Zuschaltung entsprechend zu beachten.

Was ist bei Elternversammlungen über digitale Medien (z. B. Videokonferenzen) zu beachten? 

  • Es sollen „geeignete informationstechnische Übertragungsverfahren“ genutzt werden. Die Elternvertretungen sind dafür verantwortlich, dass diese einen Datenschutz-Grundstandard erfüllen (deutscher/europäischer Dienstanbieter, Server-Standort innerhalb der EU, nachgewiesene Datenschutzkonformität).
  • Grundsätzlich sollte das mittlerweile mit der entsprechenden Leistungsfähigkeit ausgestattete System von Dataport (OpenWS auf Basis von Jitsi) verwendet werden, da hier die datenschutzrechtliche Prüfung des Verfahrens durch das Land erfolgt ist und dort auch die Verantwortung für die Ordnungsgemäßheit liegt. Ergänzend hierzu können Schulen auch rechtmäßig eingeführte, eigene Videokonferenzsysteme nutzen, bspw. das in IServ integrierte BigBlueButton, eigene und mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag abgesicherte BigBlueButton-Server bei Drittanbietern oder vom Schulträger bereitgestellte BigBlueButton-Systeme.
  • Die Nutzung von kostenlosen/kommerziellen Diensten wie „senfcall“ oder beispielsweise auch „sicherevideokonferenzen“ ist nur noch im Ausnahmefall denkbar.
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen sich nach dem Beitritt in den Konferenzraum identifizieren, damit der Teilnehmerkreis geprüft werden kann. Das Meeting sollte mit Passwort abgesichert werden.
  • Es sollten Verhaltensregeln für die Nutzung aufgestellt werden, die dann in geeigneter Form bekannt gemacht werden. Basis hierfür kann z. B. die Handreichung des ULD „Plötzlich Videokonferenzen – und nun?“ Datenschutz: Plötzlich Videokonferenzen – und nun
  • Beispiele: Keine Aufzeichnung von Sitzungen, keine Screenshots, Ausschluss sensibler Themen in den Videokonferenzen,
    Sicherheits-Voreinstellungen im Browser, Keine Dritte/Unbefugte als stille Zuhörer

Was gilt für Wahlen der Eltern (z. B. Wahlen zum Klassenelternbeirat in Elternversammlungen oder Wahlen in Gremien der Elternvertretungen) über digitale Medien (z. B. Videokonferenzen)?

  • Bei den Wahlen der Elternbeiräte wird grundsätzlich offen durch Handzeichen oder Zuruf abgestimmt (§ 3 Absatz 4 Satz 2 WahlVOEB). Dieses Verfahren ist auch in einem digitalen Format durchführbar.
  • Mit verdeckten Stimmzetteln - also geheim - ist allerdings zu wählen, soweit dies eine Wahlberechtigte oder ein Wahlberechtigter verlangt. Ist dies der Fall, können inhaltliche Diskussionen und Erörterungen unverändert auch im jeweiligen digitalen Format stattfinden. Gleiches gilt auch für die erforderlichen Vorbereitungshandlungen für die Wahl. Die abschließende Wahlhandlung muss allerdings geheim vorgenommen werden.
    Eine solche geheime Wahl ist dabei nur durch ein der eigentlichen Versammlung zeitlich nachgelagertes Verfahren durchführbar, das wie folgt gestaltet werden kann:
    • Die Wahlberechtigten geben per Brief bis zu einem bestimmten Eingangsdatum gegenüber der Wahlleiterin oder dem Wahlleiter ihre Stimme bzw. ihre Stimmen ab. Damit zwar erkennbar ist, wer die Wahl vornimmt, diese aber trotzdem geheim ist, muss der Brief eine Notiz enthalten, welche Person die Wahlhandlung vornimmt. Neben dieser Notiz muss in dem Brief ein verschlossener Umschlag enthalten sein, in dem sich die geheime Stimmenabgabe befindet. Die Wahlberechtigten sollten gebeten werden, z. B. einheitlich weiße Umschläge für die Stimmabgabe zu verwenden, um einen Rückschluss auf Personen bei der Auszählung auszuschließen.
    • Die Wahlleiterin oder der Wahlleiter öffnet zusammen mit einer weiteren Person (geeignet ist insbesondere eine Schriftführerin oder ein Schriftführer) die eingegangenen Briefe (Vieraugenprinzip). Anhand der Notiz zur Person wird vermerkt, ob die einzelne Person wahlberechtigt ist und wie viele Personen insgesamt eine Wahlhandlung vorgenommen haben. Die verschlossenen Umschläge mit der Stimmenabgabe werden zunächst in ein Behältnis zur Seite gelegt.
    • Die Stimmenabgaben im Behältnis werden vermischt und anschließend im Vieraugenprinzip geöffnet, ausgezählt und gewertet. Die Wahlleiterin oder der Wahlleiter stellt die Zahl der abgegebenen Stimmzettel, die insgesamt abgegebenen Stimmen, die ungültigen Stimmen sowie die auf jede Bewerberin oder jeden Bewerber entfallenden gültigen Stimmen fest. Die Stimmzettel sind als Bestandteil der Niederschrift bis zum Ablauf der Einspruchsfrist aufzubewahren (§ 4 Absatz 3 WahlVOEB).
    • Es ist eine Niederschrift über das durchgeführte Auswertungsverfahren zu führen.