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© Thomas Frey / dpa

Abschlussprüfungen 2021 – ESA – MSA – Abitur

Portraitfoto Karin Prien

Wir wollen, dass die Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr keine vermeidbaren Nachteile für ihre weitere Bildungsbiografie haben und vollwertige Schulabschlüsse erwerben. Die in diesem Jahr erworbenen Abschlüsse werden denen früherer und späterer Jahrgänge gleichwertig sein und gegenseitig anerkannt werden.

Karin Prien

Die Prüfungen zum Ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA), zum Mittleren Schulabschluss (MSA) und zum Abitur finden im Schuljahr 2020/21 statt. Die Prüfungstermine gelten unverändert. Das Bildungsministerium hat folgende organisatorische Maßnahmen getroffen:

ESA / MSA (an allgemeinbildenden Schulen)

  • Für den Erwerb des ESA/MSA durch Teilnahme an der Abschlussprüfung im Schuljahr 2020/21 wird die Anzahl der pflichtigen schriftlichen Prüfungen von drei auf zwei Prüfungen reduziert. Der Prüfling erhält die Möglichkeit, bis zum 19. März 2021 eine schriftliche Prüfung abzuwählen. Die Teilnahme an allen drei schriftlichen Prüfungen ist für den Prüfling als Möglichkeit gegeben.

  • In dem dritten Prüfungsfach, in dem keine Teilnahme an der schriftlichen Prüfung erfolgt ist, erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, auf Antrag eine mündliche Prüfung abzulegen, durch die ausschließlich eine Verbesserung erreicht werden kann. Diese mündliche Prüfung wäre additiv zu den bis zu zwei mündlichen Prüffächern nach Wahl gemäß Gemeinschaftsschulverordnung.

  • Die Arbeitszeit in den zentral geprüften schriftlichen Fächern wird um 30 Minuten erhöht.

  • Die Sprechprüfung als Prüfungsteil im schriftlichen ESA/MSA in Englisch entfällt. Dies gilt entsprechend für den mündlichen Teil der Herkunftssprachenprüfung, wenn diese als Ersatzprüfung für Englisch gewählt wurde. Weiter möglich bleibt eine mündliche Prüfung, allerdings nur im Fach Englisch. In der Herkunftssprachenprüfung entfällt die Sprechprüfung ersatzlos, mit Ausnahme für die Prüflinge, die in ihrer Herkunftssprache nicht alphabetisiert sind. Diese können die schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung ergänzen.

  • Die zentrale Klassenarbeit im Jahrgang 9 entfällt.

  • Im Einzelfall können Schülerinnen und Schüler nach vorheriger verpflichtender Beratung durch ihre Lehrkräfte und die Schulleitung entscheiden, ob sie von der Teilnahme am MSA bzw. von der beantragten Teilnahme an der Prüfung zum ESA zurücktreten. Gleiches gilt für die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe, die gem. GemVO zur Teilnahme an der Prüfung verpflichtet worden sind. Diese Erklärung kann bis zum 19.03.2021 erfolgen. Die Schülerinnen und Schüler treten dann sofort in den darunterliegenden Jahrgang ein. Die Noten der Jahrgangsstufe 8 bzw. 9, in die sie zurücktreten, werden nicht erneut erworben. Die Noten aus 9 oder 10 müssen aber bei erneutem Eintreten in diese Jahrgangsstufe erneut erworben werden. Die verpflichtende Beratung soll frühzeitig, spätestens jedoch in der Zeit der Intensivvorbereitung im März erfolgen. Die Entscheidung kann dann im Bewusstsein des bis dahin ermittelten Leistungsstandes, der Chance einer im Umfang reduzierten Prüfung und der Risiken einer Jahrgangswiederholung getroffen werden.

  • Sollten die Prüfungsergebnisse aller Schülerinnen und Schüler in einem Prüfungsfach deutlich nach unten vom Durchschnitt der letzten drei Vor-Pandemie-Jahre abweichen, kann die Schulaufsicht eine Anpassung der Noten vornehmen.

Allgemeine Hochschulreife - Abitur - (an allgemeinbildenden Schulen)

  • Die Frist für die Anmeldung zum Abitur wird um rund 7 Wochen auf den März 2021 verschoben, damit Schülerinnen und Schüler zusätzliche Sicherheit für ihre Entscheidung gewinnen können, ob sie sich genügend auf die Prüfung vorbereitet fühlen.
  • Bis unmittelbar vor der Meldung zum Abitur ist ein freiwilliger Rücktritt ohne Anrechnung auf die Höchstverweildauer in der Oberstufe möglich. Melden sich Schülerinnen und Schüler im Einzelfall nach verpflichtender Beratung nicht zur Prüfung an, wechseln sie in den Abiturjahrgang 2021/22. Die Noten aus Q1 bleiben erhalten, die Noten für Q 2 müssen neu erworben werden.

  • Im Einzelfall können Schülerinnen und Schüler nach vorheriger Beratung durch ihre Lehrkräfte und die Oberstufenleitung entscheiden, ob sie ihre schriftliche Abiturprüfung in einzelnen (oder auch allen) Fächern am Nachschreibtermin statt am Haupttermin ablegen.

  • Die Sprechprüfungen als Prüfungsteil im schriftlichen Abitur im Kern- und Profilfach Englisch werden durch eine Anerkennungslösung ersetzt, um sich in der Prüfungsvorbereitung stärker auf die schriftlichen Profilfachprüfungen konzentrieren zu können. Anstelle der Sprechprüfung wird die Note der als Leistungsnachweis in der Qualifikationsphase durchgeführten Sprechprüfung übernommen („Probeabitur“). Für Prüflinge, für die keine Note aus der Probe-Sprechprüfung vorliegt, findet eine Sprechprüfung statt. Gleiches gilt für Prüflinge, die auf Antrag, der spätestens am 19. März 2021 bei der Schule eingehen muss, eine Sprechprüfung absolvieren wollen; in diesem Fall wird die Note der beantragten Sprechprüfung berücksichtigt.

  • In den schriftlichen zentralen Prüfungsfächern erhalten die Schülerinnen und Schüler eine erhöhte Auswahlmöglichkeit zu den zu bearbeitenden Aufgaben.

  • Die Arbeitszeit in allen schriftlichen Prüfungsfächern wird um 30 Minuten erhöht.

  • Schleswig-Holstein wird sich in der KMK abstimmen zu der Frage möglicher Notenanpassungen im schriftlichen Abitur bei im Vergleich zu den Vor-Pandemie-Jahren deutlich nach unten abweichenden Durchschnittsergebnissen.

  • Praktische Prüfung im Fach Sport: Da praktischer Sportunterricht gegenwärtig und auch weiterhin noch nicht bzw. nur eingeschränkt möglich ist, werden die Wahlmöglichkeiten der Prüflinge angepasst, damit alle Schülerinnen und Schüler der Sportprofile eine faire Chance bekommen, ihre Prüfung ohne Nachteile abzuschließen: Die laut Fachanforderungen regulär vorgesehenen Praxisprüfungen in zwei im Unterricht behandelten Sportarten können wahlweise (1.) in zwei Individualsportarten, (2.) einer Individualsportart und einem Rückschlagspiel oder (3.) einer Individualsportart und einer Mannschaftssportart abgelegt werden. Bei der Entscheidung für die 3. Möglichkeit wird über eine Anerkennungslösung das gerundete Ergebnis der Leistungsbewertungen in der Mannschaftssportart aus der Qualifikationsphase eingebracht.

  • Im Fach Deutsch erhalten die Schülerinnen und Schüler 4 Aufgaben statt 3 Aufgaben (es entfällt die Vorauswahl durch die Lehrkräfte)

  • in den modernen Fremdsprachen erhalten die Prüflinge im Prüfungsteil Schreiben 4 Aufgaben statt 2 Aufgaben (es entfällt die Vorauswahl durch die Lehrkräfte)

  • im Fach Latein wählen die Schülerinnen und Schüler zwischen 2 Klausuren

  • im Fach Mathematik wird eine zusätzliche Wahlmöglichkeit im hilfsmittelfreien Teil eingeführt. Die Prüflinge erhalten 10 statt bislang 8 Aufgaben, von denen sie 8 auswählen, die sie bearbeiten. Bei den komplexen Aufgabenstellungen bleibt es bei den bisherigen Auswahlmöglichkeiten (die Lehrkräfte wählen eine von beiden Analysisaufgaben für die Bearbeitung aus, die Schülerinnen und Schüler wählen zwischen einer Geometrie- und einer Stochastikaufgabe). Eine Anpassung der Prüfungsinhalte wurde bereits im Juni 2020 vorgenommen.