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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

 Aktueller Stand zur Kindertagesbetreuung

Alle Kinder können vollumfänglich und dauerhaft in ihrer Kita betreut werden. Die bereits bekannten Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind dringend zu berücksichtigen.

Um für einen Übergangszeitraum das regelmäßige und freiwillige Testen weiterhin zu ermöglichen, stehen auch über den 19. April hinaus kostenlose Antigen-Selbsttests zur Verfügung. Diese können nach Bedarf von den Einrichtungen und Kindertagespflegestellen an Eltern und Mitarbeitende sowie Kindertagespflegepersonen verteilt werden. Die Eltern entscheiden, ob sie sich selbst oder ihre Kinder testen möchten. Zudem können weiterhin kostenlose Bürger:innentests genutzt werden. Informationen dazu hier.

Absonderungsregelung für Kita

Bei infizierten Kindern gilt eine automatische Pflicht zur Absonderung, die nach fünf Tagen automatisch endet. Ein abschließender Test ist nicht erforderlich, wird aber empfohlen. Auch muss der Kita bzw. Kindertagespflegeperson kein Nachweis vorgelegt werden. Es gelten die allgemeinen Absonderungsfristen bei einer Infektion. Weitere Informationen dazu hier.

Nicht-infizierte Kinder derselben Gruppe können grundsätzlich weiterbetreut werden.

Lehnt das Land sogenannte "Lolli-Tests" ab?

Nein, das Land lehnt nicht grundsätzlich sogenannte Lolli-Tests ab, jedoch sind derzeit keine für Kinder geeigneten Selbsttests als Lolli-Test vorhanden, beziehungsweise deren Eignung ist nicht klinisch bestätigt. Auch das Robert-Koch-Institut weist darauf hin, dass sich Speichel gerade nicht für die Untersuchung im Antigen-Test für Kinder eignet, da auf diese Art nur unzureichende Ergebnisse erzeugt werden. Das Land beobachtet aber die Lage fortlaufend, um gegebenenfalls auch solche Test nutzen zu können, wenn die Funktion und Sicherheit gegeben und nachgewiesen sein sollte.

Was sind sogenannte "Lolli-Pool-Tests" und warum werden diese nicht durch das Land verteilt?

Anders als bei Antigen-Schnelltests, die jede Familie selbst zu Hause vor dem Gang in die Kita benutzen kann, sind sogenannte Lolli-Pool-Tests PCR-Tests, die von einer Kita-Gruppe gemeinsam in der Kita mit Hilfe von Speichelproben aller Kinder abgenommen werden. Anschließend kommen diese Tests zusammen in einen Behälter. Nach einer Auswertung durch ein Labor, was in der Regel ein bis zwei Tage dauert, kann dann nur mitgeteilt werden, ob innerhalb der Gruppe ein Kind positiv getestet ist, nicht aber, um welches Kind es sich handelt. In der Folge müssen alle Kinder sofort in Selbstisolation, bis von jedem Kind in einem zweiten Schritt noch einmal ein einzelner PCR-Test gemacht wurde. Die Auswertung dauert in der Regel erneut ein bis zwei Tage, bis zu einem  negativen Ergebnis wieder eine Betreuung stattfinden könnte. Das Verfahren ist damit nicht sehr praktikabel umsetzbar und in Kommunen, die es umgesetzt hatten, war es für Eltern häufig und wiederholt damit verbunden, dass sie die Kinder selbst betreuen mussten.

Antigen-Schnelltests haben den Vorteil, dass mögliche Infektionen bereits vor dem Gang in die Kita entdeckt werden können und damit andere Kinder geschützt werden. Das wäre bei PCR-Pool-Speichel-Tests so nicht möglich. Zudem wären in Deutschland auch nicht genügend Laborkapazitäten vorhanden, um die PCR-Tests beim Einsatz von Lolli-Pool-Tests derart auszuweiten. Grundsätzlich verfolgt das Land die Entwicklung aber weiterhin in engem Austausch mit den Fachleuten, um gegebenenfalls Anpassungen am Testmanagement vornehmen zu können.

Welche Hygienevorschriften gelten für Kindertagesstätten?

Grundsätzlich hat jede Kita nach dem Infektionsschutzgesetz einen Hygieneplan vorzuhalten und umzusetzen. Dies gilt unabhängig von der aktuellen Corona-Pandemie, ein gesondertes Hygienekonzept gemäß der Corona-Bekämpfungsverordnung müssen Kitas somit nicht entwickeln. Das Landesjugendamt gibt jeweils aktuelle Empfehlungen der Gesundheitsabteilung an die Träger von Kindertagesstätten und die Jugendämter weiter.