Landesportal Schleswig-Holstein

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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Welche Bestimmungen gelten für Einreisen aus einem ausländischen Risikogebiet nach Schleswig-Holstein? 

Personen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen, sollten sich vor Reiseantritt online auf der Seite des RKI informieren, ob das Land, in dem sie sich befinden, aktuell als Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet eingestuft wird. Die aktuellen Risikogebiete sowie Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebiete des RKI sind online zu finden unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Wie läuft das Anmeldeverfahren vor der Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet?

Reisen Sie aus einem ausländischen Risikogebiet nach Schleswig-Holstein ein, beispielsweise als Reiserückkehrer:in oder haben sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten,

  • müssen Sie sich vor der Einreise unter www.einreiseanmeldung.de anmelden und die elektronische Einreiseanmeldung (DEA) nutzen. Dort hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten, machen Angaben zu Ihrer Reise (Aufenthaltsorte der letzten zehn Tage vor der Einreise, Datum der Einreise, genutztes Verkehrsmittel) und Ihrem Gesundheitszustand. Sie erhalten anschließend eine Bestätigung, die Sie ausgedruckt bei der Einreise bei sich zu tragen und dem Beförderer (also zum Beispiel der Fluggesellschaft) zur Überprüfung vorzulegen haben. Reisen Sie aus einem Gebiet außerhalb des Schengen-Raums ein, haben Sie die Bestätigung bei der Einreisekontrolle vorzulegen. Wenn das Verfahren der digitalen Einreiseanmeldung nicht funktioniert oder für Sie nicht möglich ist, darf eine schriftliche Ersatzanmeldung ausgefüllt werden auf dem hier abrufbaren Formblatt https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Infoblatt/Anlage_2_Ersatzmitteilung.pdf. Das ausgefüllte Formblatt müssen Sie bei sich tragen und bei Einreisen aus Gebieten des Schengen-Raums dem Beförderer aushändigen. Reisen Sie aus einem Gebiet außerhalb des Schengen-Raums ein, müssen Sie das ausgefüllte Formblatt bei der Einreisekontrolle vorlegen und der zuständigen Behörde (Polizei, Zoll) aushändigen.
  • Auch wenn Sie unabhängig von einem Beförderer einreisen (also zum Beispiel mit Ihrem privaten PKW), haben Sie die Bestätigung der Einreiseanmeldung oder die Ersatzmitteilung ebenfalls bei sich zu tragen und bei einer Einreisekontrolle vorzulegen. Die Ersatzmitteilung ist bei der Kontrolle zudem der zuständigen Behörde auszuhändigen.
  • Anmelden müssen Sie sich nicht, wenn Sie
    • durch ein Risikogebiet lediglich durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten,
    • nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und die Bundesrepublik Deutschland auf schnellstem Wege wieder verlassen, um die Durchreise abzuschließen
    • sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
    • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren, es sei denn, Sie reisen aus einem Hochinzidenzgebiet ein. (dann wäre eine Anmeldung erforderlich)
    • Die Ausnahmen gelten sämtlich nicht, wenn das Gebiet, aus dem Sie einreisen, ein Virusvarianten-Gebiet ist.

Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet

Für Virusvarianten-Gebiete gilt für den Reiseverkehr nach Deutschland ein Beförderungsverbot. Das bedeutet: Beförderer, die Personen im grenzüberschreitenden Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- oder Flugverkehr befördern, sind verpflichtet, Beförderungen aus diesen Gebieten in die Bundesrepublik Deutschland und damit auch nach Schleswig-Holstein zu unterlassen. Die aktuell ausgewiesenen Virusvarianten-Gebiete des RKI finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Das Beförderungsverbot gilt nicht für Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in der Bundesrepublik Deutschland. Für diese Personen ist die (Wieder)-Einreise möglich, wobei diese dem Bundespolizeipräsidium durch den Beförderer mindestens drei Tage vor der geplanten Einreise in die Bundesrepublik Deutschland anzuzeigen ist. Dies gilt nicht für Beförderungen im Rahmen des öffentlichen Personennahverkehrs.

Darüber hinaus müssen diese Personen am Anmeldeverfahren teilnehmen und bereits bei der Einreise über einen negativen Corona-Test verfügen (gilt nicht für Kinder unter sechs Jahren). Der Abstrich für den Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise gemacht worden sein. Zudem müssen sich diese Personen für einen Zeitraum von 14 Tagen nach der Einreise in Quarantäne begeben (das gilt nicht für Durchreisende und medizinisches Personal, das sich für weniger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein oder in einem Risikogebiet aufgehalten hat, diese fallen also unter die Ausnahmen).

Das Beförderungsverbot gilt zudem nicht für

  • die Beförderung von Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland lediglich in einem Transitbereich eines Verkehrsflughafens umsteigen, (es gilt aber die Anmelde- und Testpflicht, s.o.)
  • reine Post-, Fracht- oder Leertransporte,
  • die Rückführung von Luftfahrzeugen, Schiffen und Crews,
  • Transporte mit Personal im Interesse der öffentlichen Gesundheit, Ambulanzflüge und Flüge zum Transport von Transplantationsorganen sowie notwendiges Begleitpersonal,
  • Beförderungen aus dringenden humanitären Gründen,
  • Beförderungen im Auftrag der Internationalen Atomenergie-Organisation sowie der Vereinten Nationen und ihrer Organisationen.

Weitere Informationen

Informationen zur Testpflicht für Einreisende

Regelungen zur Quarantäne für Einreisende

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