Landesportal Schleswig-Holstein

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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Regelungen zur Quarantäne für Einreisende

Muss ich mich nach der Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet sofort in Quarantäne begeben?

Ja, sofern auf Sie keine Ausnahmen zutreffen (siehe weiter unten) und Sie auf dem Land-, See-, oder Luftweg nach Schleswig-Holstein einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den vergangenen zehn Tagen vor Einreise in einem ausländischen Risikogebiet oder Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, müssen Sie sich nach der Einreise unverzüglich und auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich für einen Zeitraum von zehn Tagen nach Ihrer Einreise ständig dort absondern (Quarantäne). Dies gilt auch, wenn Sie zunächst in ein anderes Bundesland in der Bundesrepublik Deutschland eingereist sind. Sofern Sie aus einem Virusvarianten-Gebiet einreisen, gilt eine Quarantänepflicht von 14 Tagen.

Was ist während der Quarantäne zu beachten?

Während der Quarantäne sind Sie als Einreisender oder Reiserückkehrender verpflichtet, das örtliche Gesundheitsamt zu informieren, wenn typische Symptome bei Ihnen auftreten (Husten, Fieber, Schnupfen, Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns), die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten. Sie müssen zudem verpflichtend einen Corona-Test machen lassen, wenn bei Ihnen zehn Tage nach der Einreise Symptome einer SARS -CoV-2-Infektion auftreten. 

Ihnen ist es im Zeitraum der Absonderung nicht gestattet, Ihre Unterkunft zu verlassen (außer für das Aufsuchen einer Testmöglichkeit, sofern Sie verpflichtend nach Einreise während der Quarantäne einen Test machen müssen oder zur Verkürzung der Quarantäne einen Test machen möchten) und Besuch von Personen zu empfangen, die nicht Ihrem Hausstand angehören.

Ist eine Verkürzung der Quarantäne möglich?

Eine Verkürzung der Quarantäne ist möglich, sofern Sie sich in den letzten zehn Tagen vor ihrer Einreise nicht in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben (dann müssen Sie auf jeden Fall 14 Tage in Quarantäne bleiben). Die Verkürzung der Quarantäne ist also nur möglich, wenn die Einreise aus einem Risikogebiet oder einem Hochinzidenzgebiet erfolgt. Die Quarantäne kann durch einen negativen Corona-Test, den Sie frühestens fünf Tage nach der Einreise durchführen dürfen, verkürzt werden. Das bedeutet: Die Quarantäne ist in jedem Falle mindestens fünf Tage einzuhalten und endet frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise, wenn Sie über ein negatives Testergebnis verfügen. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses gilt die Quarantänepflicht. Das Testergebnis ist für mindestens zehn Tage nach der Einreise aufzubewahren und dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen unverzüglich vorzulegen. Der verpflichtende Test vor oder kurz nach der Einreise ist für die Verkürzung der Quarantäne irrelevant. Zur Verkürzung der Quarantäne muss ein weiterer Test gemacht werden.

Sie dürfen die Quarantäne für die Durchführung eines Tests (aber ausschließlich dafür) verlassen und dafür eine Hausärztin, einen Hausarzt oder ein Testzentrum aufsuchen. Das Testergebnis (ärztliche Zeugnis) muss auf Papier oder in einem elektronischen Dokument in deutscher, englischer, dänischer oder französischer Sprache vorliegen. Sie können einen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test machen.

Auch bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses ist ein weiterer Test zu machen, falls innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise Symptome auftreten, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten.

Wann ist die Quarantäne zu Ende?

Sofern Sie symptomfrei sind und keine anderslautende Mitteilung von Ihrem zuständigen Gesundheitsamt erhalten, endet die Quarantäne mit Ablauf des zehnten Tages nach der Einreise. Wenn Sie aus einem Virusvarianten-Gebiet einreisen, gilt abweichend eine Quarantänepflicht von 14 Tagen. Eine Verkürzung der Quarantäne ist möglich (s.o.).

Ausnahmen

Die Ausnahmen gelten nur, sofern die hier genannten Personen keine Symptome haben, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten (Husten, Fieber, Schnupfen, Geruchs- oder Geschmacksverlust). Mit Ausnahme von Durchreisenden haben alle Personen im Zeitraum von zehn Tagen nach der Einreise einen Corona-Test zu machen, wenn bei ihnen Symptome einer Coronavirus-Infektion auftreten.

Personen, die aus einem Virusvarianten-Gebiet einreisen oder sich in den vergangenen zehn Tagen vor der Einreise dort aufgehalten haben, müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Die Virusvarianten-Gebiete sind ausgewiesen unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Die folgenden Personen sind als Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten von der Quarantänepflicht ausgenommen:

  1. Personen, die nur zur Durchreise nach Schleswig-Holstein einreisen. Diese haben das Landesgebiet auf dem schnellsten Weg zu verlassen, um die Durchreise abzuschließen. Diese Personen müssen weder am Anmeldeverfahren teilnehmen noch einen Corona-Test machen lassen.
  2. Personen, die sich weniger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein oder im Risikogebiet aufhalten und angemessene Schutz- und Hygienekonzepte einhalten, wenn ihre Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dringend erforderlich und unabdingbar ist (eine Bescheinigung vom Arbeitgeber oder Auftraggeber ist vorzulegen). Diese Personen müssen sich immer anmelden. Sie benötigen einen Corona-Test, außer bei Aufenthalt von weniger als 72 Stunden in Deutschland und gleichzeitiger Einreise nur aus einem Risikogebiet.
  3. Personen, die sich für weniger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein oder im Risikogebiet aufhalten und beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren. (Die Pflicht zur Anmeldung entfällt bei Einreisen aus einem Risikogebiet, gilt aber bei Einreisen aus einem Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet; die Testpflicht greift nur bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet.)
  4. Grenzpendler und Grenzgänger, die zur Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich sind (sie müssen sich nur einmal wöchentlich anmelden und bei jeder Einreise über einen negativen Test verfügen).

Außerdem sind die folgenden Personen von der Quarantänepflicht und Testpflicht (hier gibt es Ausnahmen, s.u.) ausgenommen, sofern sie aus einem ausländischen Risikogebiet einreisen und sich zehn Tage vor ihrer Einreise nicht in einem Virus-Variantengebiet aufgehalten haben. Fast alle Personen müssen allerdings am Anmeldeverfahren teilnehmen (sofern das nicht der Fall ist, wird in der Aufzählung darauf hingewiesen). Wenn sie aus einem Hochinzidenzgebiet einreisen, gelten keine Ausnahmen von der Testpflicht. Dann müssen sie bereits bei der Einreise über einen Test verfügen. Der Abstrich für den Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise genommen worden sein:

  1. Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Dänemark weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in das Bundesgebiet einreisen (für sie ist auch keine Anmeldung erforderlich)
  2. bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein oder im Risikogebiet
    1. Personen, die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, der oder des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegattin, Ehegatten, Lebensgefährtin oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts. Das gilt auch für Ehegattinnen, Ehegatten, Lebenspartnerinnen, Lebenspartner, Lebensgefährtinnen und Lebensgefährten dieser Personen, die allerdings spätestens 48 Stunden nach Einreise über einen negativen Corona-Test verfügen müssen,
    2. bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte hochrangige Mitglieder des diplomatischen und konsularischen Dienstes, von Volksvertretungen und Regierungen,
  3. bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren; die zwingende Notwendigkeit sowie die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte sind durch die Arbeitgeberin oder Auftraggeberin oder den Arbeitgeber oder Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen. Die Pflicht zur Anmeldung entfällt bei Einreisen aus einem Risikogebiet, gilt aber bei Einreisen aus einem Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet. Bei Einreisen aus einem Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet ist zudem bei Einreise ein Corona-Test vorzulegen (nicht aber bei Einreise aus einem Risikogebiet). Für Aufenthalte von bis zu 72 Stunden gelten für diese Personen andere Regelungen, s.o.

  4. Personen nach § 54a des Infektionsschutzgesetzes und

  5. Angehörige ausländischer Streitkräfte im Sinne des NATO-Truppenstatuts, des Truppenstatuts der NATO-Partnerschaft für den Frieden (PfP Truppenstatut) und des Truppenstatuts der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU-Truppenstatut), die zu dienstlichen Zwecken nach Deutschland einreisen oder dorthin zurückkehren.

Welche Personen sind von der Quarantäne ausgenommen, müssen aber am Anmeldeverfahren teilnehmen und über einen negativen Corona-Test verfügen?

Folgende Personen sind von der Quarantänepflicht ausgenommen, sofern sie am Anmeldeverfahren teilnehmen und spätestens 48 Stunden nach der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen können (andere Bedingungen gelten für Grenzpendler und Grenzgänger, s.u.). Der Test kann also nach der Einreise gemacht werden, wenn die Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet erfolgt. Die Einreisenden müssen sich bis zum Vorliegen des Testergebnisses nicht in Quarantäne begeben. Reisen die Personen aus einem ausländischen Hochinzidenzgebiet ein, muss der Test bereits bei der Einreise vorliegen. Der Abstrich für den Test darf in diesem Fall höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein. (Für weitere Informationen siehe: "Muss ich mich als Einreisender aus einem ausländischen Risikogebiet auf das Coronavirus testen lassen?") Die Ausnahmen gelten nur, sofern sich die Personen vor ihrer Einreise nicht in einem Virus-Variantengebiet aufgehalten haben (mit einer Ausnahme bei Grenzpendlern und Grenzgängern).

  • Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung
    1. der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens, insbesondere Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, unterstützendes medizinisches Personal und 24-Stunden-Betreuungskräfte,
    2. der öffentlichen Sicherheit und Ordnung,
    3. der Pflege diplomatischer und konsularischer Beziehungen,
    4. der Funktionsfähigkeit der Rechtspflege,
    5. der Funktionsfähigkeit von Volksvertretung, Regierung und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen,
    6. der Funktionsfähigkeit der Organe der Europäischen Union und von internationalen Organisationen oder
    7. der Funktionsfähigkeit der Einrichtungen der Energieversorgung

unabdingbar ist; die zwingende Notwendigkeit ist durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber zu bescheinigen,

  • Personen, die in ein Risikogebiet oder nach Schleswig-Holstein einreisen aufgrund
    1. des Besuchs von Verwandten ersten oder zweiten Grades, der oder des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegattin, Ehegatten, Lebensgefährtin oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts, sowie Ehegattinnen, Ehegatten, Lebenspartnerinnen, Lebenspartner, Lebensgefährtinnen und Lebensgefährten dieser Personen,
    2. einer dringenden medizinischen Behandlung oder
    3. des Beistands oder zur Pflege schutz-, beziehungsweise hilfebedürftiger Personen,
    4. Polizeivollzugsbeamt:innen, die aus dem Einsatz und aus einsatzgleichen Verpflichtungen aus dem Ausland zurückkehren,
    5. Personen, die sich für bis zu fünf Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich veranlasst, wegen ihrer Ausbildung oder ihres Studiums in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder in das Bundesgebiet einreisen; die zwingende Notwendigkeit ist durch die Arbeitgeberin, den Arbeitgeber, die Auftraggeberin, den Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen,
    6. Personen, die zur Vorbereitung, Teilnahme, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert werden oder von einem Bundessportfachverband zur Teilnahme an Trainings- und Lehrgangsmaßnahmen eingeladen sind, und
    7. Personen, die als Urlaubsrückkehrer aus einem Risikogebiet zurückreisen und die unmittelbar vor Rückreise in ihrem Urlaubsort einen Test mit negativem Ergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgeführt haben, sofern
      1. auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der betroffenen nationalen Regierung vor Ort besondere epidemiologische Vorkehrungen (Schutz- und Hygienekonzept) für einen Urlaub in diesem Risikogebiet getroffen wurden,
      2. die Infektionslage in dem jeweiligen Risikogebiet der Nichterfüllung der Verpflichtung nach § 1 Absatz 1 nicht entgegensteht und

      3. das Auswärtige Amt nicht wegen eines erhöhten Infektionsrisikos eine Reisewarnung im Internet unter der Adresse https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise für die betroffene Region ausgesprochen hat,

    8. bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen, die
      1. in Schleswig-Holstein ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in einem Risikogebiet begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzpendler),
      2. in einem Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung nach Schleswig-Holstein begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzgänger);

Grenzpendler und Grenzgänger mit Dänemark müssen außerdem bei jeder Einreise über einen negativen Test verfügen und diesen auf Anforderung der zuständigen Behörde vorlegen. Das Testergebnis oder ärztliche Zeugnis darf nicht älter als 72 Stunden sein. Der Nachweis muss jeweils auf Papier oder in einem elektronischen Dokument in deutscher, englischer, französischer oder dänischer Sprache vorliegen. Der Test muss den Anforderungen des RKI entsprechen (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html). Ein Antigenschnelltest ist demzufolge möglich. Grenzpendler und Grenzgänger müssen sich nur einmal wöchentlich anmelden. Wenn Grenzpendler und Grenzgänger sich zehn Tage vor ihrer Einreise in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, müssen sie sich nach Einreise nur dann nicht in Quarantäne begeben, falls ihre Tätigkeit zur Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich ist und sie über eine entsprechende Bescheinigung ihres Arbeitgebers verfügen.

Regelungen zur Arbeitsquarantäne

Befreit von der Quarantäne sind Personen, die zum Zweck einer mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme in das Bundesgebiet einreisen, wenn die Staatliche Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord eine Beschäftigung oder einen Einsatz unter Bedingungen, die mit einer Absonderung vergleichbar sind (Arbeitsquarantäne), bewilligt hat und solange die Personen während der ersten zehn Tage nach ihrer Einreise in unveränderten Gruppen von höchstens fünf Personen zusammen wohnen und arbeiten, von denen sämtliche Mitglieder

  1. nur innerhalb ihrer Gruppe befördert werden,
  2. keine Kontakte zu anderen Gruppen, Beschäftigten oder Dritten haben,
  3. auf dem Betriebsgelände der Arbeitgeberin oder des Arbeitsgebers oder dessen Auftraggeberin oder Auftraggebers untergebracht werden,
  4. Sanitärräume und Toiletten zur Verfügung gestellt bekommen und nur diese benutzen,
  5. das Betriebsgelände nur zur Ausübung ihrer Tätigkeit verlassen,
  6. vollständig auf dem Betriebsgelände und in der Unterkunft verpflegt werden,
  7. vor der erstmaligen Zuordnung zu einer Gruppe negativ auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 getestet werden,
  8. mindestens zweimal wöchentlich auf dem Betriebsgelände getestet werden und ein zusätzlicher Test unmittelbar vor Ablauf der Arbeitsquarantäne durchgeführt wird und
  9. überwiegend mit Arbeiten außerhalb von geschlossenen Räumen beschäftigt werden.

Wenn Maßnahmen der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers die Einhaltung dieser Bedingungen gewährleisten, soll die Staatliche Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord auf Antrag der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers oder deren oder dessen Auftraggeberin oder Auftraggeber eine Arbeitsquarantäne bewilligen; sie informiert in diesem Fall die zuständige kommunale Gesundheitsbehörde. Arbeitgeberinnen, Arbeitgeber, Auftraggeberinnen und Auftraggeber, denen Arbeitsquarantäne bewilligt worden ist, dürfen keine Personen beschäftigen oder einsetzen, die nach der Quarantäneverordnung absonderungspflichtig sind. Für die Testungen sind PCR-Tests zu verwenden, Antigen-Schnelltests reichen nicht aus.

Wichtiger Hinweis: Die nachfolgenden Informationen geben Auskunft darüber, welche Regelungen bei Ein- und Rückreise nach Schleswig-Holstein gelten. Die Regelungen zur Ein- und Rückreise nach Dänemark betreffen dänisches Recht und sind hier nicht aufgeführt. Informationen dazu finden Sie unter https://en.coronasmitte.dk

Müssen sich Personen in Quarantäne begeben, die aus Dänemark als Risikogebiet nach Schleswig-Holstein einreisen oder umgekehrt von Schleswig-Holstein nach Dänemark einreisen? (zum Beispiel zum Einkaufen)

Nein, aber nur, solange Dänemark kein Virusvarianten-Gebiet ist. Im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs sind solche Aufenthalte ohne Quarantäne möglich, wenn diese Personen nur für bis zu 24 Stunden in das Bundesgebiet oder umgekehrt nach Dänemark einreisen und sich innerhalb von zehn Tagen vor der Einreise nicht in einem Virus-Varianzgebiet aufgehalten haben. Zudem dürfen diese Personen keine Symptome haben, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten. Diese Personen müssen weder am Anmeldeverfahren teilnehmen noch einen Test auf das Coronavirus machen lassen (Die Test- und Anmeldepflicht gilt nur, wenn Dänemark Hochinzidenz- oder Virusvarianzgebiet ist. Die Quarantänepflicht greift wiederum nur, wenn Dänemark Virusvarianten-Gebiet ist und nicht Hochinzidenzgebiet). Personen, die in Schleswig-Holstein leben und sich in Dänemark aufgehalten haben, sind zudem verpflichtet, im Zeitraum von zehn Tagen nach der Einreise einen Test auf das Coronavirus zu machen, wenn bei ihnen Symptome auftreten, die auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus hindeuten.

Was ist mit Menschen aus einem Risikogebiet, die nur durch Schleswig-Holstein durchfahren, um nach Dänemark zu kommen?

Eine Durchreise durch Schleswig-Holstein ohne Aufenthalt ist zulässig, soweit keine Symptome vorliegen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen.

Müssen sich auch Personen, die aus einem ausländischen Risikogebiet einreisen und Angehörige besuchen möchten, in Quarantäne begeben?

Nein, unter bestimmten Bedingungen sind diese Personen von der Quarantäne ausgenommen, sofern sie sich zehn Tage vor Einreise nicht in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben. Bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein oder von weniger als 72 Stunden in einem ausländischen Risikogebiet (z.B. Dänemark) sind Personen von der Quarantänepflicht ausgenommen, die einreisen oder zurückkehren

  • aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades (Kinder, Eltern, Großeltern),
  • des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder Lebenspartners,
  • eines geteilten Sorgerechts oder
  • eines Umgangsrechts.
  • Diese Personen sind auch nicht verpflichtet, einen Test auf das Coronavirus vor oder kurz nach der Einreise zu machen (außer sie reisen aus einem Hochinzidenzgebiet ein). Sie müssen aber am Anmeldeverfahren teilnehmen.

Von der Ausnahme umfasst sind auch Ehegatt:innen, Lebenspartner:innen und Lebensgefährt:innen, die diese Personen begleiten. Jedoch benötigen diese Personen spätestens 48 Stunden nach Einreise einen negativen Corona-Test.

Beispiel: Ein erwachsener Mann, der in Schleswig-Holstein lebt, könnte seine Tochter, die in einem Risikogebiet in Dänemark lebt, für weniger als 72 Stunden dort besuchen, ohne anschließend in Quarantäne oder einen Corona-Test machen zu müssen (allerdings nicht, wenn es Virusvarianten-Gebiet ist). Er darf dabei auch von seiner Frau oder Lebensgefährtin begleitet werden, die ebenfalls anschließend nicht in Quarantäne muss, jedoch spätestens 48 Stunden nach Einreise einen negativen Corona-Test benötigt. Umgekehrt darf ihn auch seine Tochter für weniger als 72 Stunden zu Hause besuchen, ohne in Schleswig-Holstein in Quarantäne oder einen Corona-Test machen zu müssen. Alle Personen müssen aber am Anmeldeverfahren teilnehmen (siehe dazu "Wie läuft das Anmeldeverfahren vor der Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet?").

Wenn diese Personen länger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein bleiben oder sich länger als 72 Stunden in einem ausländischen Risikogebiet (z.B. Dänemark) aufgehalten haben, sind sie von der Quarantänepflicht ausgenommen, sofern sie am Anmeldeverfahren teilnehmen und spätestens 48 Stunden nach Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen können (solange das Testergebnis nicht vorliegt, muss sich die Person nicht in Quarantäne begeben (für weitere Informationen siehe "Informationen zur Testpflicht für Einreisende"). Diese Ausnahme gilt nicht für Personen, die sich zehn Tage vor der Einreise in einem Virusvarianz-Gebiet aufgehalten haben.

Welche Regelungen gelten für die Einreise von Crewmitgliedern von Fluggesellschaften, Schiffen, Eisenbahnen und Fahrzeugen (z.B. LKW) aus Risikogebieten, Hochinzidenzgebieten und Virusvarianten-Gebieten?

Diese Personen sind von der Quarantänepflicht ausgenommen, wenn sie für weniger als 72 Stunden aus einem Risiko- oder einem Hochinzidenzgebiet oder einem Virusvarianten-Gebiet einreisen, da sie beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren. Die zwingende Notwendigkeit sowie die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte sind durch die Arbeitgeberin oder Auftraggeberin oder den Arbeitgeber oder Auftraggeber zu bescheinigen. Wenn sie sich für weniger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein oder im Risikogebiet aufhalten, müssen sie nur am Anmeldeverfahren teilnehmen, wenn sie aus Hochinzidenzgebieten oder Virusvarianten-Gebieten einreisen (jedoch nicht bei Einreisen aus Risikogebieten). Auch die Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet bleibt bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden ohne Quarantänepflicht möglich. Einen Corona-Test bei Einreise benötigen sie bei Aufenthalten bis 72 Stunden nur bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet (nicht jedoch bei Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet oder Risikogebiet). Bei Einreise aus Virusvarianten-Gebieten gilt für den Reiseverkehr und für die Beförderung von Personen zudem ein Beförderungsverbot (hier gibt es Ausnahmen, siehe Coronavirus-Schutzverordnung). Möglich bleibt auch der Transport von Waren oder Gütern bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet.

Verordnung zum Schutz vor einreisebedingten Infektionsgefahren in Bezug auf neuartige Mutationen des Coronavirus SARS-CoV-2 nach Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Deutschen Bundestag vom 29. Januar 2021

Anders sind die Regelungen, wenn Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren, länger als 72 Stunden einreisen. Sie müssen sich ebenso nur bei Einreisen aus einem Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet anmelden (jedoch nicht bei Einreise aus einem Risikogebiet) und benötigen nur bei Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet und Virusvarianten-Gebiet einen negativen Corona-Test (jedoch nicht bei Einreise aus einem Risikogebiet). Die zwingende Notwendigkeit sowie die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte sind auch hier durch die Arbeitgeberin oder Auftraggeberin oder den Arbeitgeber oder Auftraggeber zu bescheinigen. Dies gilt jedoch dann nicht, wenn sie aus einem Virusvarianten-Gebiet einreisen. Bei einer längeren Einreise als 72 Stunden müssen sie sich dann zehn Tage in Quarantäne (14 Tage bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet) begeben und bereits bei der Einreise über einen negativen Corona-Test verfügen. Für den Reiseverkehr und die Beförderung von Personen gilt dabei ein Beförderungsverbot (s.o.).

Gilt die Quarantänepflicht auch für Menschen, die in Schleswig-Holstein ihren Wohnsitz haben und in einem ausländischen Risikogebiet beruflich tätig sind oder dort studieren (Grenzpendler)?

Für diese Personen gibt es Ausnahmen. Diese greifen aber nur, wenn das Gebiet, in das sie pendeln, kein Virusvarianten-Gebiet ist. Einzige Ausnahme sind hier Grenzpendler und Grenzgänger von und nach Dänemark, die sich zehn Tage vor ihrer Einreise in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben. Diese müssen sich nach Einreise dann nicht in Quarantäne begeben, falls ihre Tätigkeit zur Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich ist und sie über eine entsprechende Bescheinigung ihres Arbeitgebers verfügen. Personen, die in Schleswig-Holstein ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in ein ausländisches Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzpendler), sind von der Quarantänepflicht ausgenommen. Diese Regelung gilt umgekehrt auch für Grenzgänger, die in einem ausländischen Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und mindestens einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz im Ausland zurückkehren. Diese Personen müssen sich einmal wöchentlich anmelden. Sie müssen bei jeder Einreise über einen negativen Test verfügen und diesen auf Anforderung der zuständigen Behörde vorlegen. Das Testergebnis oder ärztliche Zeugnis darf nicht älter als 72 Stunden sein. Der Nachweis muss jeweils auf Papier oder in einem elektronischen Dokument in deutscher, englischer, französischer oder dänischer Sprache vorliegen. Der Test muss den Anforderungen des RKI entsprechen (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html). Ein Antigenschnelltest ist also möglich.

Die zwingende Notwendigkeit des Grenzpendelns sowie die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte sind durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen.

Sind Personen von der Quarantäne ausgenommen, die aus einem ausländischen Risikogebiet einreisen und eine medizinische Behandlung benötigen?

Ja, sofern es sich um Menschen handelt, die eine dringende medizinische Behandlung benötigen und nicht aus einem Virusvarianz-Gebiet kommen. Das gilt ebenso für Menschen, die eine schutz- oder hilfebedürftige Person beistehen oder diese pflegen möchten. Diese Personen müssen aber am Anmeldeverfahren teilnehmen und spätestens 48 Stunden nach der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen können. Der Test kann also nach der Einreise gemacht werden. Dafür darf die Quarantäne verlassen werden. Bis das Testergebnis vorliegt, müssen sich diese Personen nicht in Quarantäne begeben.

Gibt es bei Einreise nach Schleswig-Holstein Kontrollen oder Sanktionen, wenn man sich nicht an die Vorgaben hält?

Es gibt stichprobenartige Überprüfungen (z.B. an der dänischen Grenze). Es kann ein Bußgeld verhängt werden, wenn man sich nicht an die Regelungen hält.

Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Corona-Regelungen zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende (PDF 85KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)