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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Informationen zu den verschiedenen Impfnachweisen

Informationen zum analogen Impfausweis (auch "gelbes Heft" genannt)

Wie erhalte ich einen Impfausweis?

Wenn Sie keinen Impfausweis besitzen, erhalten Sie im Regelfall am Tag Ihres Impftermins einen Impfpass ("gelbes Heft": Impfpass nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO). Sollten keine Impfpässe mehr vorrätig sein, erhalten Sie eine Ersatzbescheinigung. Auch die Ersatzbescheinigung wird (zusammen mit einem gültigen Lichtbildausweis) in den Apotheken zur Ausstellung des digitalen Impfausweises akzeptiert. Ein gelbes Heft kann zudem beim Arzt oder beim Gesundheitsamt ausgestellt werden.

Welche Dokumente werden als Impfausweise anerkannt?

Auch ältere Dokumente als das "gelbe Heft" (wie z.B. das weiße Faltblatt oder Impfausweise aus der DDR) sind innerhalb Deutschlands weiterhin gültig. International wird jedoch häufig nur das "gelbe Heft" anerkannt. Einträge aus einem alten Impfpass können von Ärzt:innen, Apotheker:innen oder vom Gesundheitsamt (die Gesundheitsämter sind hierzu gesetzlich verpflichtet) in ein neues "gelbes Heft" übertragen werden.

Für ausländische Impfnachweise in Deutschland gilt: Akzeptiert wird ausschließlich das Europäische Impfzertifikat. Es ist jedoch unerheblich, in welchem EU-Land dieses ausgestellt wurde. 

An wen kann ich mich wenden, wenn ich meinen Impfausweis verloren habe und einen neuen Ausweis benötige? Ist eine nachträgliche Eintragung der Impfung im Impfausweis möglich?

Sollten Sie Ihren Impfausweis verloren haben und erfolgte die Impfung in einem Impfzentrum oder durch ein mobiles Team, wenden Sie sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt des Kreises, in dem Sie wohnen. Dort kann eine Nachtragung in einen neuen Impfpass vorgenommen werden. Hierfür müssen Sie sich vor Ort ausweisen. Da die Durchführung der Impfung verifiziert werden muss, wird es in der Regel einige Tage dauern, bis Sie Ihren Impfpass erhalten.

Haben Sie die Impfung bei Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt, bei Ihrer Fachärztin bzw. bei Ihrem Facharzt oder bei Ihrer Betriebsärztin bzw. bei ihrem Betriebsarzt erhalten, wenden Sie sich bitte bei Verlust des Impfausweises direkt an die zuständige Ärztin bzw. den zuständigen Arzt.

Auch eine nachträgliche Eintragung der Impfung in einen vorliegenden analogen Impfausweis ist in den zuständigen Stellen möglich.

Informationen zum digitalen Impfnachweis

Wo werden digitale Impfausweise ausgestellt?

Sie haben die Möglichkeit, sich zusätzlich zu Ihrem Impfpass einen digitalen Impfnachweis in Form eines Impfzertifikats mit einem QR-Code in einer der teilnehmenden Apotheken oder einer Arztpraxis ausstellen zu lassen. Welche Apotheken einen digitalen Impfnachweis ausstellen, können Sie unter www.mein-apothekenmanager.de in Erfahrung bringen.

Für Personen, die von einer Coronavirus-Erkrankung genesen sind, ist dies ebenfalls möglich. Der Nachweis der erfolgten Impfung ist zusammen mit dem Genesenen-Zertifikat und einem gültigen Lichtbildausweis in der Apotheke zur Erstellung des digitalen Impfnachweises vorzulegen.

Wie funktioniert der digitale Impfnachweis?

Das Impfzertifikat für den digitalen Impfnachweis ist mit einem QR-Code versehen. Dieser kann mit der Corona-Warn-App oder der CovPass-App eingescannt werden. Anschließend kann der Impfschutz beispielsweise mithilfe der Cov-Pass-App ebenfalls per QR-Code nachgewiesen werden. Der digitale Impfnachweis ist lediglich ein freiwilliges und ergänzendes Angebot. Auch der Impfausweis ("gelbes Heft") oder die Impfbescheinigung werden also weiterhin als Nachweise anerkannt.

In der CovPass-App werden alle wichtigen Informationen zum Corona-Impfschutz gespeichert: Name, Vorname, Geburtsdatum, Krankheit (gegen die geimpft wird), Impfstoff, Produkt, Hersteller, Dosennummer, Gesamtdosen, Impfdatum, Land und Aussteller des technischen Zertifikates sowie die einzigartige Identifikationsnummer für das Zertifikat (kurz UVCI). Der digitale Impfnachweis ist nur lokal auf ihrem Smartphone gespeichert. Bitte bewahren Sie daher Ihr Impfzertifikat mit dem QR-Code unbedingt für die Möglichkeit auf, dass Sie Ihr Smartphone wechseln. 

Das Impfzertifikat mit QR-Code muss nicht zwingend in eine App eingescannt werden, sondern kann auch in Papierform (z.B. als Kopie) als Impfnachweis und für Reisen innerhalb der EU genutzt werden.

Zur Nutzung des digitalen Impfnachweises auf Reisen: Sie können in der CovPass-App unverbindlich prüfen, ob der digitale Impfnachweis in Ihrem Reisezielland anerkannt wird. Sollten Sie für die Einreise einen neuen analogen Impfausweis („gelbes Heft“) oder einen Eintrag über die Impfung im Impfausweis benötigen, siehe Frage weiter oben.

Auch negative Tests oder eine durchgemachte Infektion können in der CovPass-App und auch in der Corona-Warn-App als Testzertifikat bzw. Genesenenzertifikat hinterlegt werden.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Der digitale Impfnachweis

Bundesministerium für Gesundheit: Fragen und Antworten zum digitalen Impfnachweis

Weitere Informationen zur CovPass-App

Wie funktioniert die Cov-PassCheck-App?

Für Dienstleister:innen, die den Impfstatus überprüfen möchten, gibt es die CovPassCheck-App. Mithilfe der App kann der auf dem Smartphone gespeicherte QR-Code der Kund:innen gescannt werden. Im Übrigen kann auch das Zertifikat oder eine Kopie des Zertifikates als Impfnachweis genutzt werden und mithilfe der CovPassCheck-App gescannt werden. Bei der Überprüfung des QR-Codes mit der CovPassCheck-App werden nur die nötigsten Informationen angezeigt: Impfstatus, Name, Vorname und Geburtsdatum. Bei der Überprüfung digitaler Impfnachweise ist also zusätzlich ein Ausweisdokument vorzulegen, das Kund:innen mit sich führen sollten. Ein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis von Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, gilt also nur dann, wenn neben dem Nachweis auch die Identität der nachweisenden Person mittels eines gültigen amtlichen Lichtbildausweises überprüft worden oder sie persönlich bekannt ist. Es genügt eine bloße Sichtkontrolle, es sind keine Kopien der Nachweise oder der Lichtbildausweise anzufertigen. 

Welche Daten werden ans RKI zur Erstellung des digitalen Impfnachweises übermittelt?

Es erfolgt eine Übermittlung Ihres Namens, Ihres Geburtsdatums, den Tagen der Durchführung der Impfungen, ob es sich um eine Erst- oder Zweitimpfung handelt und des verwendeten Impfstoffes an das RKI. Im Anschluss werden diese Daten wieder gelöscht.

Die Datenschutzhinweise des RKI können Sie unter folgendem Link abrufen: Impfpass-Datenschutzhinweise

Wie werden die verschiedenen Impfstoffe in den Nachweisen bezeichnet?

Im Impfausweis erkennen Sie eine erfolgte Impfung daran, dass in der Spalte "Impfung gegen" SARS-CoV-2 oder COVID-19 eingetragen ist und rechts daneben ein Aufkleber für die Art der Impfung aufgeklebt ist. Teilweise ist nur der Aufkleber vorhanden. Die Bezeichnungen sind je nach Impfstoffen unterschiedlich:

  • BioNTech/Pfizer: Comirnaty,
  • Moderna COVID-19 Vaccine Moderna,
  • AstraZeneca: Vaxzervria (ältere Einträge manchmal auch Cov19VacAstraZ)
  • Johnson und Johnson: COVID-19 Vaccine Janssen oder nur Janssen.

Für einen vollständigen Impfschutz sind für die ersten drei genannten Impfstoffe grundsätzlich zwei Impfungen, also zwei Eintragungen, notwendig. Beim Impfstoff von Johnson und Johnson sowie bei der Impfung Genesener ist eine einmalige Impfung ausreichend.