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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Erleichterungen und Ausnahmen für geimpfte und genesene Personen

Welche Personen gelten als vollständig geimpft oder genesen?

Als vollständig geimpft oder genesen gelten Personen, bei denen von einer Immunisierung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 auszugehen ist und die keine Symptome einer Coronavirus-Infektion haben(Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust).

Dazu gehören:

  • Personen, die über einen vollständigen Impfschutz verfügen (seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung sind mindestens 14 Tage vergangen).
  • Personen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind und einmalig eine Impfstoffdosis erhalten haben.
  • Personen, bei denen mittels eines PCR-Tests eine SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen wurde, die mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt. Sie gelten als genesen.

Zur Klarstellung: Falls bei diesen Personen Symptome einer Coronavirus-Infektion auftreten (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust), gelten sie im Sinne der Bundesverordnung nicht mehr als vollständig geimpft oder genesen. Diese Personen sind dann von Erleichterungen ausgenommen. Dies gilt auch, wenn sie einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen können. Sie dürfen also mit Symptomen zum Beispiel nicht in einem Hotel aufgenommen werden.

Von welchen Einschränkungen sind vollständig geimpfte und genesene Personen ausgenommen?

Vollständig geimpfte und genesene Personen (nicht aber getestete) sind von bestimmten Grundrechtseinschränkungen ausgenommen. Für sie gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen im Zusammenhang mit privaten Zusammenkünften in geschlossenen Räumen nicht. Sie sind damit bei solchen Treffen nicht mitzuzählen. Gleichwohl sollten auch Geimpfte und Genesene nach Möglichkeit die Anzahl der nicht erforderlichen Kontakte reduzieren, da auch sie − wenn auch in einem geringeren Ausmaß − unbemerkt das Virus übertragen können.

Auch unterliegen sie grundsätzlich nicht mehr den Absonderungspflichten (Quarantäne). Sie müssen sich aber weiterhin in Absonderung begeben, sofern sie Symptome einer Coronavirus-Infektion haben (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust) oder positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Sie müssen sich auch dann in Absonderung begeben, wenn sie Kontakt zu einer Person hatten, die mit einer Virusvariante des Coronavirus infiziert ist, bei der relevante Anhaltspunkte dafür vorliegen oder bei der noch Ungewissheit besteht, dass bestimmte in der Europäischen Union zugelassene Impfstoffe oder eine vorherige Coronavirus-Infektion keinen oder nur einen eingeschränkten Schutz gegenüber dieser Virusvariante aufweisen. Auch unterliegen sie der Quarantänepflicht, wenn sie aus einem ausländischen Virusvarianten-Gebiet eingereist sind.

Vollständig geimpfte und genesene Personen müssen Gebote zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie Vorgaben in Hygiene- und Schutzkonzepten weiterhin einhalten.

Wie kann der Impfstatus nachgewiesen werden?

Als vollständig geimpft gelten Personen, bei denen seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind. Ebenso gelten Personen als geimpft, die von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind und einmalig eine Impfstoffdosis erhalten haben.

SIe können den Nachweis Ihres Impfstatus durch Vorlage des Impfausweises oder einer Impfbescheinigung erbringen. Der Impfausweis oder die Impfbescheinigung ist also mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen, sofern Sie entsprechende Erleichterungen nutzen wollen. Sofern das Gesundheitsamt, z.B. im Zusammenhang mit einer behördlichen Anordnung, die Vorlage verlangt, kann dieses eine Kopie des Impfausweises oder der Impfbescheinigung erhalten.

Alternativ kann ein digitaler Impfnachweis vorgelegt werden. Der digitale Impfnachweis ist dabei lediglich ein freiwilliges und ergänzendes Angebot. Ausschlaggebend ist auch nach der bereits erfolgten Einführung des digitalen Impfausweises die Impfdokumentation im Impfpass ("gelbes Heft"), die weiterhin durch die impfenden Stellen vorgenommen und nicht durch den digitalen Impfnachweis ersetzt wird. Auch der Impfausweis oder die Impfbescheinigung werden neben dem digitalen Impfnachweis also weiterhin als Nachweise anerkannt. Der digitale Impfnachweis kann seit dem 1. Juli auch für Reisen innerhalb der Europäischen Union (EU) verwendet werden (auch hier bleibt der Impfpass gültig). Für Reisen außerhalb der EU laufen laut Bundesgesundheitsministerium derzeit noch Gespräche.

Für weitere Informationen siehe "Informationen zu den verschiedenen Impfnachweisen"

Wie kann der Genesenenstatus nachgewiesen werden?

Als genesen gilt eine Person, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht hat, die mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt. Der Nachweis Ihres Genesenenstatus wird durch ein positives PCR-Testergebnis mit Datum erbracht, das mindestens 28 Tage zurückliegt und nicht älter als 6 Monate ist. Bis zur Verfügbarkeit elektronischer Nachweissysteme, ist das Testergebnis mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen, sofern Sie entsprechende Erleichterungen nutzen wollen. Hilfsweise kann die "Isolierungsanordnung/ Absonderungsanordnung" für Infizierte des Gesundheitsamtes vorgelegt werden, sofern diese vorliegt. Achtung: Nicht gültig ist eine "Quarantäneanordnung" eines Gesundheitsamtes, da die für ansteckungsverdächtige Kontaktpersonen ausgestellt wurden. Sofern das Gesundheitsamt, z.B. im Zusammenhang mit einer behördlichen Anordnung, die Vorlage verlangt, kann dieses eine Kopie des Testergebnisses oder auch den entsprechenden Eintrag in der Corona-Warn-App erhalten.

Auch eine durchgemachte Infektion kann mithilfe der CovPass-App und auch der Corona-Warn-App nachgewiesen werden. Ein Testzertifikat bzw. Genesenenzertifikat kann hinterlegt werden.

Welche Anforderungen muss ein Corona-Test erfüllen in Bereichen, in denen die 3G-Regel gilt oder ein Testnachweis erforderlich ist?

Es kann ein Nachweis über einen Antigen-Schnelltest vorgelegt werden, der zum Beispiel in einem Testzentrum, einer Teststation, in einer Apotheke, bei einem Arzt oder durch entsprechend ausgebildetes Personal in einem Betrieb gemacht wurde. Bei einem Antigen-Schnelltest darf das Testergebnis maximal 24 Stunden alt sein (bei Anreise im Beherbergungsbetrieb gilt ein Zeitraum von maximal 48 Stunden). Bei einem PCR-Test (Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis, also PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) gilt, dass das Testergebnis maximal 48 Stunden alt sein darf. Der Testnachweis muss in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in gedruckter oder digitaler Form vorliegen. Kinder unter sieben Jahren benötigen keinen Test (gilt zum Beispiel bei Besuchen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder EGH-Einrichtungen). Kinder bis zur Einschulung benötigen in den Bereichen, in denen die 2G-Regel oder 3G-Regel gilt, ebenfalls keinen Test.

Bei Dienstleistungen wie z.B. einem Friseurbesuch oder sonstigen Leistungen, die die Vorlage eines Negativtests erfordern, kann der Test auch vor Ort unter Aufsicht des Personals gemacht werden. Allerdings dürfen keine Testnachweise ausgestellt werden, die den Zutritt zu Einrichtungen ermöglichen würden. Bei volljährigen Schüler:innen (ab 18 Jahre) wird auch ein Testnachweis anerkannt, wenn der Test unter Aufsicht in der Schule vorgenommen wurde und maximal 24 Stunden zurückliegt. Bei minderjährigen Schüler:innen reicht die Vorlage einer Bescheinigung der Schule aus, dass sie im Rahmen eines schulischen Schutzkonzepts regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden. Diese Regelung gilt auch für Kinder, die in einem anderen Bundesland zur Schule gehen und in Schleswig-Holstein zu Besuch sind. Für die Schulbescheinigung gelten dann die oben genannten Anforderungen. Auch ist es möglich, dass sich die Schüler:innen kostenlos an einer Teststation testen lassen.

Zur Klarstellung: Falls bei getesteten Personen Symptome einer Coronavirus-Infektion auftreten (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust), sind sie von Erleichterungen ausgenommen. Dies gilt auch dann, wenn ihr aktueller Corona-Test negativ ist. Sie dürfen also mit Symptomen zum Beispiel nicht in einem Hotel aufgenommen werden.

Zum Thema Testen: Weitere Informationen, auch zu den Nachweisen, finden Sie hier: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/T/Teststrategie/schwerpunkt_teststrategie.html.

Informationen zu den Testmöglichkeiten finden Sie hier.

Gibt es Personen, die von der Testpflicht ausgenommen sind?

Ja. Kinder unter sechs Jahren sind von den Testpflichten ausgenommen. Kinder bis zur Einschulung benötigen in den Bereichen, in denen die 2G-Regel oder 3G-Regel gilt, ebenfalls keinen Test. Minderjährige Schüler:innen, die anhand einer Bescheinigung der Schule (ein Schülerausweis reicht hier nicht aus) nachweisen, dass sie im Rahmen eines verbindlichen schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden, benötigen keinen zusätzlichen Testnachweis (gilt aber u.a. nicht bei Besuchen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder EGH-Einrichtungen). Zudem benötigen Personen keinen Testnachweis, denen aufgrund einer anerkannten schwerwiegenden körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung die Durchführung eines Tests nicht möglich ist und für die aus diesem Grund das jeweilige Testerfordernis eine unzumutbare Härte bedeutet. Die Testpflicht kann in diesen seltenen Ausnahmefällen entfallen. Als Nachweis ist ein Attest darüber erforderlich, dass aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung keine sichere Testung möglich oder durchführbar ist.