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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Dienstleistungen

Dürfen Friseure öffnen? Unter welchen Bedingungen?

Friseure und Friseursalons sind geöffnet. Alle Friseurleistungen sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

Es gilt die 3G-Regel: Es dürfen grundsätzlich nur Kund:innen bedient werden, die über einen max. 24 Std. alten negativen Testnachweis (bei einem PCR-Test gilt max. 48 Std.) verfügen, vollständig geimpft oder genesen sind (und darüber einen Nachweis vorlegen). Kinder unter sieben Jahren benötigen keinen Test. Bei minderjährigen Schüler:innen reicht die Vorlage einer Bescheinigung der Schule aus, dass sie im Rahmen eines schulischen Schutzkonzepts regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden. Für weitere Informationen siehe "Genesen/Getestet/Geimpft"

Zudem haben Beschäftigte sowie Kund:innen eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (das heißt eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94) zu tragen.

Betreiber:innen müssen ein Hygienekonzept erstellen und haben bei Leistungserbringung innerhalb geschlossener Räume die Kontaktdaten der Kund:innen zu erheben (diese sind für vier Wochen aufzubewahren und anschließend zu vernichten).

Soweit in Friseurbetrieben durch ausführende Tätigkeiten Mindestabstände nicht eingehalten werden können, sind andere Schutzmaßnahmen (ausreichendes und regelmäßiges Lüften sowie das Aufstellen geeigneter Abtrennungen wie beispielsweise Plexiglaswände) zu ergreifen. Generell gilt, dass alle geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen zu treffen sind, um betriebsbedingte Personenkontakte zu reduzieren, beispielsweise sind zusätzlich auch Sicherheitsabstände soweit wie möglich einzuhalten.

Bei gesichtsnahen Tätigkeiten, bei denen Kund:innen keine Maske tragen können (zum Beispiel bei der Bartpflege), müssen Beschäftigte eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen, um eine Übertragung des Coronavirus möglichst auszuschließen.

Betreiber:innen müssen zudem über ein schriftliches Testkonzept für das Personal verfügen und dies umsetzen.

Ausnahmen von der Maskenpflicht gelten auch für Kund:innen in Friseursalons. Diese sind ebenfalls zu bedienen, wenn sie keine Maske tragen können. Für weitere Informationen siehe "Wer ist von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?"

Dürfen Nagel-, Tattoo- und Massagestudios öffnen?

Nagelstudios, Tattoostudios und Massagestudios dürfen unter den gleichen Bedingungen wie Friseure öffnen. Bei medizinisch notwendigen Dienstleistungen, die zur Verhinderung von Verletzungen im Zusammenhang mit künstlichen Nägeln oder Piercings erfolgen, gilt die 3G-Regel nicht. (Für weitere Informationen siehe Dürfen Friseure öffnen? Unter welchen Bedingungen?).

Sind Sonnenstudios geöffnet?

Ja, Sonnenstudios sind geöffnet. Sonnenstudios gelten als Freizeiteinrichtungen. Auch in Sonnenstudios gilt daher die 3G-Regel: Es dürfen grundsätzlich nur Kund:innen bedient werden, die über einen max. 24 Std. alten negativen Testnachweis (oder max. 48 Std. alten PCR-Testnachweis) verfügen, vollständig geimpft oder genesen sind (und darüber einen Nachweis vorlegen). Für weitere Informationen siehe "Getestet/Genesen/Geimpft"

Die Besucher:innen haben zudem eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94) zu tragen. Während sie eine Sonnenbank nutzen, müssen die Besucher:innen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Soweit sich die Besucher:innen innerhalb geschlossener Räume aufhalten, sind die Kontaktdaten zu erheben. Soweit diese Einrichtungen dafür geeignet sind und es für sie vorteilhaft ist, empfiehlt das Land, dass die Einrichtungen Angebote zur digitalen Kontaktdatenerfassung und Kontaktnachverfolgung (Apps) freiwillig nutzen und Kund:innen es ermöglichen, ihre Kontaktdaten auf diesem digitalen Weg zu hinterlassen.

Dürfen körpernahe Dienstleistungen (z.B. Fußpflege) erbracht werden?

Körpernahe Dienstleistungen sind unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen  erlaubt.

Unter diesen Voraussetzungen sind auch die Dienstleistungen in den Gesundheits- und Heilberufen sowie der Gesundheitshandwerker erlaubt (z.B. Augenoptiker:innen, Hörgeräteakustiker:innen, Orthopädieschuhmacher:innen und -techniker:innen, Zahntechniker:innen). Bei diesen medizinisch oder pflegerisch notwendigen Dienstleistungen gilt die 3G-Regel nicht (Kund:innen benötigen also keinen Test-, Impf- oder Genesenennachweis).

Wird die Dienstleistung innerhalb geschlossener Räume erbracht, sind die Kontaktdaten von Kund:innen zu erheben. Besondere Schutzmaßnahmen bei gesichtsnahen Tätigkeiten sind zu beachten. Auch hier gilt, dass Beschäftigte sowie Kund:innen eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94) tragen müssen. Wenn Kund:innen keine Maske tragen können (z.B. Bartpflege oder kosmetische Behandlungen im Gesicht oder auch bei Kund:innen, bei denen aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung eine fachgerechte Ausführung der erbetenen Tätigkeit mit Mund-Nasen-Schutz nicht erfolgen kann), müssen Beschäftigte eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen, um eine Übertragung des Coronavirus möglichst auszuschließen.

Wenn aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung bei Kund:innen eine fachgerechte Ausführung der erbetenen Tätigkeit nicht erfolgen kann, dürfen Beschäftigte die Maske ausnahmsweise abnehmen. Beispielsweise kann es notwendig sein, dass hörgeschädigte Kund:innen das Lippenbild der Hörakustiker:innen sehen müssen. Hier bedarf es jedoch annähernd ähnlich effektiver Schutzmaßnahmen (z.B. das Aufstellen physischer Barrieren wie Plexiglaswände).

Auch Hebammen dürfen ihrer Tätigkeit unter Berücksichtigung der besonderen Schutzmaßnahmen weiter nachgehen, auch wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Hinweisschreiben für Heilmittelerbringer:innen und Hebammen (Gültig ab: 23. August 2021) (PDF 166KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Die 3G-Regel greift bei körpernahen Dienstleistungen nur, wenn es sich um eine nicht notwendige medizinische oder pflegerische Leistung handelt. Kund:innen benötigen dann grundsätzlich einen negativen Test-, Impf- oder Genesenennachweis. Ausgenommen von der 3G-Regel ist somit auch die Fußpflege, die im Rahmen der Podologie erfolgt. Bei Leistungen, die physiotherapeutisch aufgrund eines ärztlichen Rezeptes erbracht werden, gibt es insofern auch keine Testverpflichtung für die Kund:innen. Medizinisch notwendige Dienstleistungen sind zudem auch solche, die zur Verhinderung von Verletzungen im Zusammenhang mit künstlichen Nägeln oder Piercings erfolgen. Hier gilt die 3G-Regel ebenfalls nicht.

Dürfen Kosmetikbehandlungen bei einem Hautarzt erbracht werden?

Ja. Tätigkeiten am Gesicht der Kund:innen dürfen nur unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen ausgeführt werden. Die Schutzmaßnahmen sind erforderlich, um eine Übertragung des Coronavirus auszuschließen. Wenn den Kundi:innen während einer medizinisch oder pflegerisch notwendigen Gesichtsbehandlung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich ist, kann der Infektionsschutz nur gewährleistet werden, wenn die Beschäftigten eine Atemschutzmaske (mindestens FFP2-Maske oder gleichwertig, also keine einfache Mund-Nasen-Bedeckung) ohne Ausatemventil tragen.

Beschreibungen der verschiedenen Schutzmasken finden Sie auf den Internetseiten des Robert-Koch-Institutes sowie auf den Seiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin:

https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Coronavirus/FAQ/PSA-FAQ_node.html.

Wenn es sich um eine medizinisch oder pflegerisch notwendige Dienstleistung handelt, gilt die 3G-Regel nicht. Wenn es sich um einen kosmetischen Eingriff ohne medizinische oder pflegerische Notwendigkeit handelt, so greift die 3G-Regel. Kund:innen benötigen dann grundsätzlich einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis.

Dürfen Gruppentherapien und Gruppenkurse (zum Beispiel Geburtsvorbereitungskurse) stattfinden?

Alle Gruppenangebote von Heilmittelerbringern und Hebammen (auch solche, die nicht ärztlich oder psychotherapeutisch verordnet wurden) sind auch in Innenräumen wieder zulässig.

Es muss kein Test vorgelegt werden, aber grundsätzlich muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Ein Hygienekonzept ist nach wie vor zu erstellen. Darin muss auch die Wahrung des Abstandsgebotes (Mindestabstand 1,50 Meter zur nächsten Person) enthalten sein. Auch wenn die Corona-Verordnung die Personenzahl nicht unmittelbar begrenzt, ergibt sich diese Begrenzung aus dem Abstandsgebot in Zusammenhang mit den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten. 

Steht bei Kursen die sportliche Aktivität im Vordergrund gelten die Regelungen für den Sport: Das Abstandsgebot muss nicht eingehalten werden. Innerhalb geschlossener Räume gilt die 3G-Regel: Es dürfen nur Personen teilnehmen, die über einen max. 24 Std. alten negativen Testnachweis (oder 48 Stunden alten PCR-Testnachweis) verfügen, vollständig geimpft oder genesen sind (und darüber einen Nachweis vorlegen). Kinder unter sieben Jahren benötigen keinen Test. Bei minderjährigen Schüler:innen reicht die Vorlage einer Bescheinigung der Schule aus, dass sie im Rahmen eines schulischen Schutzkonzepts regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden.

Gruppentherapien und Gruppenkurse dürfen auch in stationären Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen stattfinden. Auch hier ist die 3G-Regel bei der Aufnahme von Personen zu beachten. Für weitere Informationen siehe "Sind Rehakliniken und Mutter-Kind-Kliniken geöffnet?"

Ist die Prostitution erlaubt?

Der Betrieb des Prostitutionsgewerbes und die Erbringung sexueller Dienstleistungen mit Körperkontakt sind unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Betreiber:innen einer Prostitutionsstätte oder einer Prostitutionsvermittlung haben die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung der Vorgaben zu gewährleisten. Es gelten folgende Anforderungen:

  • 3G-Regel: Es dürfen nur Kund:innen bedient werden, die einen Nachweis über einen negativen Corona-Test vorlegen (Antigen-Schnelltest: max. 24 Std. alt; PCR-Test: max. 48 Stunden). Antigentests können als Selbsttests auch vor Ort unter Aufsicht des Personals gemacht werden (hier ist jedoch keine Kostenerstattung durch den Bund möglich). Selbsttests, die vor dem Bordellbesuch ohne Aufsicht gemacht wurden, sind für einen Nachweis hingegen nicht zulässig. Vollständig Geimpfte (mindestens 14 Tage Abstand zur letzten erforderlichen Einzelimpfung) und Genesene müssen keinen negativen Test vorlegen. Hier reicht der Impfnachweis durch Vorlage eines Impfausweises oder einer Impfbescheinigung bzw. der Genesenennachweis (positives PCR-Testergebnis, das mindestens 28 Tage zurückliegt und nicht älter als 6 Monate ist). Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

  • Die sexuellen Dienstleistungen dürfen nur innerhalb geschlossener Räume erbracht werden (also nicht in Fahrzeugen und Prostitutionsfahrzeugen sowie außerhalb geschlossener Räume). In Prostitutionsstätten darf kein Alkohol ausgeschenkt oder verzehrt werden. Prostitutionsveranstaltungen im Sinne von § 2 Absatz 6 ProstSchG und die Bereitstellung von Prostitutionsfahrzeugen im Sinne von § 2 Absatz 5 ProstSchG sind unzulässig.

  • Betreiber:innen bzw. Prostituierte (falls Betreiber:innen nicht vorhanden sind) haben ein Hygienekonzept zu erstellen, in dem auch das besondere Infektionsrisiko berücksichtigt wird.

  • Vor Erbringung der sexuellen Dienstleistung sind die Kontaktdaten der Kund:innen zu erheben.

  • Kund:innen haben während des Aufenthaltes in Prostitutionsstätten und während der sexuellen Dienstleistung eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (das heißt eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94) zu tragen. Während der Erbringung der sexuellen Dienstleistung haben auch Prostituierte eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

  • Prostituierte müssen über einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test verfügen. Die Testungen dürfen in den Betrieben durchgeführt werden. Arbeitgeber:innen sind hier ohnehin verpflichtet, ihren Beschäftigten zweimal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

  • Sexuelle Dienstleistungen dürfen nur von jeweils einer:m Prostituierten für jeweils eine Person erbracht werden. Weitere Personen dürfen sich während der Erbringung der sexuellen Dienstleistung nicht im selben Raum befinden.

  • Erkennbar berauschten Personen oder solchen mit akuten Atemwegserkrankungen oder anderen Covid-19-Symptomen (Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns, Husten, Schnupfen, Fieber) ist der Aufenthalt in Prostitutionsstätten untersagt. Solche Personen dürfen auch keine sexuellen Dienstleistungen erbringen oder entgegennehmen.

Dürfen Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ohne engen Körperkontakt öffnen? Unter welchen Bedingungen?

Ja.  Einschränkungen gibt es nicht für Dienstleistungen ohne Körperkontakt. Bei diesen eher sachbezogenen Leistungen wie denen eines Dachdeckers, Installateurs oder Schornsteinfegers ist der Abstand zum Kunden von circa 1,5 Metern unproblematisch einhaltbar. Der Dienstleister bzw. der Handwerker nimmt die Tätigkeit ohne die Zuarbeit des Kunden war. Für diese Tätigkeiten gelten nur die AHA-AL-Regeln und die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, sofern sich die Beschäftigten in geschlossenen Räumen (auch von Kund:innen) aufhalten. Bei schweren körperlichen Tätigkeiten dürfen sie die Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen, wenn Mindestabstände eingehalten werden können oder ebenso wirksame technische oder organisatorische Maßnahmen getroffen werden.