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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Informationen zu Testzentren, Teststationen und Tests

Wer kann sich ab 11. Oktober in einer Teststation weiterhin kostenlos testen lassen?

Das vom Bund finanzierte Testangebot, wonach sich jede:r mindestens einmal pro Woche kostenlos testen lassen kann, gibt es ab 11. Oktober nicht mehr.

Weiterhin haben aber folgende asymptomatische Personengruppen Anspruch auf eine kostenlose Testung mit Antigentests:

  1. Personen, die zum Zeitpunkt der Testung noch keine zwölf Jahre alt sind oder erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind,
  2. bis zum 31. Dezember 2021: Personen, die zum Zeitpunkt der Testung minderjährig (also unter 18 Jahre alt) sind. Auch zum Zeitpunkt der Testung Schwangere haben bis 31. Dezember Anspruch auf einen kostenlosen Test. Das Gleiche gilt für Studierende aus dem Ausland, die sich für ein Studium in Deutschland aufhalten und mit in Deutschland nicht anerkannten Impfstoffen geimpft wurden (also andere als den vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet unter der Adresse http://www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen),
  3. Für vormals Schwangere bzw. Stillende erfolgte eine generelle Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission (STIKO) erst am 17. September 2021. Bis zu dieser Empfehlung bestand eine medizinische Kontraindikation im Sinne des neuen § 4a Nummer 2 der CoronaTestV. Die in dieser Vorschrift verankerte Übergangsfrist von 3 Monaten beginnt damit erst am 18. September 2021 zu laufen. Folglich haben vormals Schwangere bzw. Stillende bis einschließlich zum 17. Dezember 2021 einen Anspruch auf kostenlose Testung nach § 4a Nummer 2 TestV. Die Anspruchsberechtigung kann in diesem Fall durch den Mutterpass belegt werden, aus dem die vorangegangene Schwangerschaft hervorgeht.
  4. Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus geimpft werden können. Das gilt insbesondere bei einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel. Dies gilt auch dann, wenn wegen einer medizinischen Kontraindikation in den letzten drei Monaten vor der Testung keine Impfung gegen das Coronavirus möglich war,
  5. Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben,
  6. Personen, die sich zum Zeitpunkt der Testung aufgrund einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion in Absonderung begeben mussten und die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist.

Die verwendeten Tests sind PoC-Antigentests. Diese Tests kommen in Teststationen und Testzentren zum Einsatz. Eine digitale Landkarte informiert über die Standorte:

https://schleswig-holstein.de/coronavirus-teststationen

Der digitalen Landkarte können Sie auch die Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Informationen zur Barrierefreiheit und zum jeweiligen Anmeldeverfahren entnehmen.

Für alle Personen, die keinen Anspruch mehr auf eine kostenlose Testung haben, werden die Tests ab 11. Oktober kostenpflichtig. Die Preise bestimmen die Anbieter selbst.

Welche Nachweise müssen Personen erbringen, die ab 11. Oktober weiterhin eine kostenlose Testung in Anspruch nehmen möchten?

Es ist ein amtlicher Lichtbildausweis vorzulegen. Außerdem müssen Sie belegen können, dass Sie nach der geltenden Testverordnung des Bundes anspruchsberechtigt sind. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie der vorherigen Frage.

Ein gegebenenfalls erforderlicher Altersnachweis ergibt sich aus dem Identitätsnachweis des Kindes.

Wenn Sie aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden können, müssen Sie bei Inanspruchnahme der Testung ein entsprechendes Zeugnis vorlegen. Aus dem Zeugnis muss die Überzeugung der ausstellenden ärztlichen Person oder der ausstellenden Stelle hervorgehen, dass eine medizinische Kontraindikation gegen eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus besteht. Außerdem müssen der Name, die Anschrift und das Geburtsdatum der zu testenden Person sowie die Identität der Person oder Stelle, die das ärztliche Zeugnis ausgestellt hat, enthalten sein. Die Angabe einer Diagnose ist nicht erforderlich. Der Mutterpass kann als ärztliches Zeugnis zum Nachweis einer Schwangerschaft verwendet werden.

Wenn Sie Student:in sind und mit einem in Deutschland nicht anerkannten Impfstoff geimpft wurden, können Sie Ihre Anspruchsberechtigung durch die Vorlage Ihrer Studienbescheinigung und Ihres Impfausweises nachweisen.

Wenn Sie an Impfwirksamkeitsstudien teilnehmen, können Sie sich von den Verantwortlichen der Studien einen entsprechenden Teilnahmenachweis ausstellen lassen.

Wie dokumentieren beauftragte Leistungserbringer und Anbieter von Tests ab 11. Oktober die kostenlosen Bürgertests?

Zusätzlich zu den bisherigen Dokumentationsanforderungen bestätigen die getesteten Personen per Unterschrift, dass eine der Voraussetzungen zum kostenlosen Test vorgelegen hat. Die beauftragten Leistungserbringer bestätigen zudem, dass die entsprechenden Nachweise im Original vorgelegen haben und gesehen und geprüft wurden. Kopien der Nachweise müssen nicht erstellt werden.

Wie kann ich eine Teststation anmelden?

Falls Sie Leistungserbringer gemäß der Coronavirus-Testverordnung sind und Schnelltests im Rahmen der Teststrategie des Landes Schleswig-Holstein anbieten möchten, können Sie Ihr Angebot über das Meldeformular anmelden.

Hinweis: Über das Meldeformular ist keine Terminbuchung möglich.

Hier geht es zum Meldeformular

Wo befinden sich die Testzentren?

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) betreibt in Kooperation mit verschiedenen medizinischen Laboren und mit dem Deutschen Roten Kreuz Testzentren. Die aktuellen Standorte und Öffnungszeiten finden Sie auf der Homepage der KVSH.

Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein zum Coronavirus

Wer kann in den Testzentren getestet werden?

Wenn das Gesundheitsamt, eine behandelnde Ärztin oder ein behandelnder Arzt einen Test anordnet, so können diese Sie an eines der Testzentren verweisen. Sie erhalten dann per SMS eine Einladung in eines dieser Testzentren. Sofern ein Test angeordnet wurde, ist dieser für Sie kostenlos. Bürger:innentests für asymptomatische Personen, die nach der Testverordnung des Bundes ab 11. Oktober weiterhin Anspruch auf einen kostenlosen Test haben (siehe: "Wer kann sich ab 11. Oktober in einer Teststation weiterhin kostenlos testen lassen?"), werden ebenfalls in den Testzentren angeboten und sind kostenlos.

Welche Anforderungen muss mein Test erfüllen, wenn ich als getestete Person von Erleichterungen profitieren möchte?

Siehe dazu "Genesen/Getestet/Geimpft".

Muss ich mich für einen Corona-Test anmelden?

Wenn der Test ärztlich oder durch ein Gesundheitsamt veranlasst wurde, so werden Sie für den Test im Testzentrum angemeldet. Die Bestätigung Ihres Termins erhalten Sie per SMS oder telefonisch. Sie selbst müssen nicht aktiv werden. Wenn Sie einen Antigentest durchführen lassen wollen, so müssen Sie sich nicht anmelden. Sie können die Testzentren und Teststationen auch ohne Termin aufsuchen.

Wer trägt die Kosten für einen Test?

Sofern Sie Symptome einer COVID-19-Erkrankung zeigen, werden die Kosten eines Tests von Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung oder der Beihilfe getragen. In diesen Fällen ist der Test Gegenstand der medizinischen Behandlung. Wenn Sie aufgrund einer Anordnung des Gesundheitsamtes getestet werden, so trägt der Gesundheitsfonds diese Kosten. Dies gilt unabhängig von der Art der Krankenversicherung, dem Wohnort oder der Staatsbürgerschaft. Sofern Sie ab dem 11. Oktober weiterhin Anspruch auf einen kostenlosen Bürger:innentest haben, werden die Kosten vom Bund getragen.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich ein negatives PCR-Testergebnis benötige?

Sollten Sie zwingend ein negatives PCR-Testergebnis benötigen, wenden Sie sich am besten an Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt.

Weitere Informationen zum Testangebot für Beschäftigte in Schulen und Kitas

Wie lange dauert es, bis ich das Ergebnis meines Corona-Tests erhalte?

Bei einem Antigenschnelltest liegen die Ergebnisse in aller Regel binnen weniger Minuten vor.

Bei PCR-Testungen ist dies abhängig von den jeweiligen Laborkapazitäten. Werden Tests beispielsweise am Vormittag durchgeführt, erhalten Sie das Testergebnis häufig noch am  selben Tag. Wenn das auswertende Labor aber beispielsweise stark belastet ist und Ihr Test nicht prioritär zu bearbeiten ist, kann es sein, dass Sie Ihr Testergebnis erst nach 72 Stunden erhalten. Installieren Sie bitte vor einem Test die Corona-Warn-App auf Ihrem Smartphone. Sie können Testergebnisse auf diesem Weg in der Regel schneller erhalten.

Corona-Warn-App für iOS (Apple)

Corona-Warn-App für Android

An wen kann ich mich wenden, wenn ich kein Ergebnis für meinen Corona-Test erhalte?

Die meisten Labore in Schleswig-Holstein sind in der Lage, Testergebnisse an die Corona-Warn-App zu übermitteln. Installieren Sie sich die App daher möglichst schon vor dem Test auf Ihrem Smartphone.

Sofern der Test in einer Hausarztpraxis durchgeführt wurde, wenden Sie sich bitte an die Praxis. Wurde der Test in einem Testzentrum oder einer Teststation durchgeführt, beachten Sie bitte die Ihnen dort ausgehändigten Informationen. Da positive Testergebnisse immer dem Gesundheitsamt gemeldet werden müssen, werden Sie vom Gesundheitsamt kontaktiert, wenn Ihr Testergebnis positiv ausfällt. Sofern dies nicht erfolgt, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass der Test negativ war.

Wie kann ich erkennen, ob ein Antigentest zur Eigenanwendung zugelassen ist?

Bei Antigentests, die auf dem Markt erhältlich sind, erkennen Sie die Zulassung unter anderem anhand einer CE-Kennzeichnung. Diese besteht aus einer vierstelligen Nummer (Kennnummer der benannten Stelle).

Sie können jedoch auch Antigen-Schnelltests erwerben, die nicht über eine CE-Kennzeichnung verfügen, aber trotzdem befristet zugelassen sind. Hintergrund ist, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) die Möglichkeit hat, das Inverkehrbringen von Medizinprodukten, die kein reguläres Konformitätsbewertungsverfahren zur CE-Kennzeichnung durchlaufen haben, ausnahmsweise in Deutschland befristet zu erlauben, wenn dies im Interesse des Gesundheitsschutzes ist.

Auf der Verpackung und der Gebrauchsanweisung des Produkts muss aufgeführt sein, dass dieses befristet in Deutschland erstmalig in Verkehr gebracht werden darf. Zudem muss das Aktenzeichen des Sonderzulassungsbescheids des BfArM zu erkennen sein. Zu empfehlen ist, dass Sie sich auf der Seite des BfArM über einen Antigentest und dessen Zulassung informieren. Dort ist eine entsprechende Liste von Antigen-Tests zu finden. Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Antigen-Tests auf SARS-CoV-2

Eine Listung durch das BfArM ist nur möglich, wenn sich entsprechende Tests laut Herstellerangaben gemäß den Vorgaben des Medizinproduktegesetzes rechtmäßig in Europa bzw. Deutschland in Verkehr befinden und alle vom Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllt sind. Auch Tests, die ohne ein reguläres Konformitätsbewertungsverfahren zur CE-Kennzeichnung zugelassen wurden und nicht über diese Kennzeichnung verfügen, sind dort gelistet.

 Die Antigen-Schnelltests sind gemäß ihrer Gebrauchsanweisung zu benutzen.

Was muss ich tun, wenn das Ergebnis meines Selbsttests positiv ist?

Ist das Testergebnis Ihres Selbsttests positiv, so haben Sie sich umgehend in häusliche Quarantäne zu begeben und dort abzusondern. Es besteht der Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2, der durch einen PCR-Test überprüft werden muss. Kontaktieren Sie also am besten telefonisch Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt, die:der anschließend einen Abstrich für einen PCR-Test machen kann. Alternativ können Sie sich auch an die Rufnummer des ärztlichen Notdienstes wenden unter 116 117. Gehen Sie nicht ohne vorherige telefonische Verabredung in eine Praxis zur Testentnahme.

Das Testergebnis meines Selbsttests ist negativ. Was habe ich zu beachten?

Grundsätzlich gilt, dass das Ergebnis eines Selbsttests immer nur eine Momentaufnahme darstellt. Diese Tests bieten also keine absolute Sicherheit, dass Sie nicht mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Hygieneregeln sowie die Vorgaben zum Tragen von Masken müssen Sie bei einem negativen Testergebnis also unbedingt weiter beachten und einhalten.