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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Ausbildung und außerschulische Bildungseinrichtungen

Wer fällt alles unter den Begriff der "außerschulischen Bildungseinrichtung"?

Der Begriff der "außerschulischen Bildungseinrichtung" umfasst jegliche Einrichtungen, die nicht explizit zum Bildungssystem als solches gehören. Außerschulische Einrichtungen verfügen in der Regel über ein breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungsangeboten, die der Allgemeinheit zugänglich sind. Die Weiterbildungen können sowohl politischer, kultureller, beruflicher oder allgemeiner Natur sein. Dazu zählen zum Beispiel sowohl Einrichtungen zur Berufsvorbereitung, Volkshochschulen und andere Einrichtungen der Weiterbildung, Einrichtungen zur Durchführung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, Fahrschulen, Musikschulen und Familienbildungsstätten als auch Flugschulen.

Was muss bei Präsenzveranstaltungen beachtet werden?

Für außerschulische Bildungsangebote in Form von Präsenzveranstaltungen gelten die Vorschriften für Veranstaltungen mit nachfolgend genannten Maßgaben entsprechend. Fragen und Antworten zum Thema Veranstaltungen

  • Um das Risiko der Übertragung bei Veranstaltungen innerhalb geschlossener Räume zu minimieren, sollten generell ein Mindestabstand von 1,5 Metern beachtet bzw. enge Begegnungen reduziert werden. Sollte dies nicht möglich sein, wird das Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen. An Veranstaltungen innerhalb geschlossener Räume dürfen nur vollständig geimpfte oder genesene Personen teilnehmen ("2G"). Auch dürfen diese Personen keine typischen Coronavirus-Symptome haben. Ausgenommen sind Kinder bis zur Einschulung. Bei minderjährigen Schüler:innen reicht die Vorlage einer Bescheinigung der Schule aus, dass sie im Rahmen eines schulischen Schutzkonzepts regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden. Weitere Informationen dazu hier.
  • Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, dies durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen und einen negativen Testnachweis vorlegen können (max. 24 Std. alter Antigen-Schnelltest oder max. 48 Std. alter PCR-Test), dürfen ebenfalls an den o.g. Veranstaltungen teilnehmen. Sofern die Veranstaltung für berufliche, geschäftliche oder dienstliche Zwecke erforderlich ist, dürfen auch Personen eingelassen werden, die negativ getestet sind ("3G"). Die 3G-Regelung gilt auch für die Teilnahme an Alphabetisierungskursen, Vorbereitungskursen zur Erlangung von Schulabschlüssen, Integrationskursen, Berufssprachkursen, Erstorientierungskursen sowie Starterpaket-für-Flüchtlinge-Kursen.

  • Für alle Präsenzveranstaltungen ist ein Hygienekonzept zu erstellen. Im Rahmen der Ausübung des Hausrechts können Veranstalter:innen weitere Regelungen wie z.B. eine Beschränkung der Besucher:innenzahl oder eine 2G-Regelung vorsehen.

  • Es wird empfohlen, im Hygienekonzept das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorzusehen, soweit der Bildungszweck nicht entgegensteht; dies gilt insbesondere für die Fälle, in denen der empfohlene Mindestabstand nicht durchgehend eingehalten wird.

Darüber hinaus gelten folgende Ausnahmen:

  • Für die Gesundheitsfach- und Pflegeschulen gilt, dass diese in Bezug auf den Gesamtausbildungsrahmen ein zur praktischen Ausbildung ergänzendes schulisches Bildungsangebot über einen längeren Zeitraum vorhalten. Beides ist in den meisten Unterrichtseinheiten zu einer theoretisch-praktischen Einheit verbunden und einzuordnen. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass jeweils ein Praxisbezug bzw. Praxisanteile im Rahmen der schulischen Ausbildung auch im in den theoretischen Unterrichtseinheiten hergestellt und theoretisch erarbeitete Erkenntnisse entsprechend erprobt werden. Weiterhin kann im Regelfall davon ausgegangen werden, dass die Zusammensetzung des Teilnehmerkreises unverändert in Klassen/Seminaren/festen Kohorten erfolgt. Insofern kann im schulischen Präsenzunterricht auf die Einhaltung von Abständen verzichtet werden, wenn im Rahmen des Unterrichts ein Mund-Nasen-Bedeckung getragen und bei den Teilnehmenden die Voraussetzungen nach § 12b Corona-BekämpfungsVO (3G-Regel in Innenbereichen für Gesundheitsfach- und Pflegeschulen) vorliegen.

Für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Jugendarbeit gelten gesonderte Regelungen.

Alle Verordnungen und Erlasse zum Umgang mit dem Coronavirus

Besteht vor Betreten einer außerschulischen Bildungseinrichtung eine Verpflichtung zur Durchführung eines Corona-Tests?

Eine Testpflicht besteht nur für Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind. Demnach darf die zugrundeliegende Testung maximal 24 Stunden zurückliegen. Für minderjährige Schüler:innen gelten Ausnahmen, wenn sie anhand einer Bescheinigung der Schule nachweisen, dass sie im Rahmen eines verbindlichen Schutzkonzeptes regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden. Ausgenommen sind auch Kinder bis zur Einschulung. Mehr Informationen hier

Welche Regelungen gelten für Einzelunterricht oder Einzelcoaching?

Zusammenkünfte von weniger als drei Personen gelten nicht als Veranstaltung, d.h. für Einzelcoaching und Einzelunterricht finden die Regelungen für die Veranstaltungen keine Anwendung. Das Einhalten eines Mindestabstands von 1,5 m wird empfohlen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss bei Einzelunterricht nicht getragen werden. Findet das Coaching in einer Einrichtung statt, sind die allgemeinen Regelungen für Einrichtungen mit Publikumsverkehr zu beachten. Informationen zum Thema Veranstaltungen

Fallen auch Arbeitsmarktmaßnahmen unter die Regelungen, die für die außerschulischen Bildungseinrichtungen gelten?

Ja, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen fallen unter die Regelungen für außerschulische Bildungseinrichtungen. Die Regelungen für Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung gelten entsprechend.

Müssen Auszubildende, die keinen Berufsschulunterricht erhalten, in der Zwischenzeit in den Betrieb?

Berufsschüler:innen sind gemäß § 9 Abs. 1 des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG) bzw. §15 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG ) für die Teilnahme am Berufsschulunterricht von der Arbeit freigestellt.

Die Freistellung der Berufsschüler:innen durch ihre Arbeitgeber:innen endet jedoch, wenn ein Besuch der Berufsschule über einen längeren Zeitraum hinweg unterbleiben muss.

Somit müssen Berufsschüler:innen Kontakt mit ihrem Ausbildungsbetrieb aufnehmen und klären, ob dort ihre Arbeitsleistung an den ausfallenden Berufsschultagen erwartet wird. Sofern Lehrkräfte ersatzweise für ausgefallenen Unterricht elektronisch oder auf anderem Wege Materialien, Aufgaben oder ähnliches zur Bearbeitung zur Verfügung stellen, ist den Auszubildenden durch die Ausbildungsbetriebe hierfür im ausreichenden Maß Lernzeit einzuräumen.

Für Schüler:innen, für die weder § 9 Abs.1 JArbSchG noch § 15 Abs. 1 BBiG unmittelbare Anwendung finden, gilt diese Regelung entsprechend.

Können Ausbildungszeiten aufgrund der Krise verlängert werden?

Gemäß § 8 Absatz 2 Berufsbildungsgesetz kann auf Antrag des Auszubildenden eine Verlängerung der Ausbildungszeit erfolgen.

Bei Ausfall von Berufsschule und Überbetrieblicher Lehrlingsunterweisung ist die weitere Ausbildung der Auszubildenden in den Betrieben sicherzustellen. Dieser Fall alleine ist jedoch noch kein zwingender Grund zur Verlängerung der Ausbildungszeit.

An wen kann ich mich mit Fragen zur Weiterbildung, Mitarbeitersicherung oder ähnlichem wenden?

Bei Fragen zum Thema Weiterbildung können Sie sich an das Beratungsnetz Weiterbildung des Landes Schleswig-Holstein wenden. Kontaktmöglichkeiten, sowie eine Übersicht über die Standorte des Beratungsnetzes Weiterbildung erhalten Sie hier: https://weiterbilden-sh.de/beratung/standorte-kontakte/. Weitere Informationen rund ums Thema Weiterbildung erhalten Sie im Weiterbildungsportal Schleswig-Holstein unter www.weiterbilden-sh.de.

Eine Übersicht über verschiedene Weiterbildungsangebote diverser Anbieter erhalten Sie im Kursportal Schleswig-Holstein unter https://sh.kursportal.info/.

Bei Fragen zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften stehen Ihnen die Berater:innen des Beratungsnetzwerkes Fachkräftesicherung gerne zur Verfügung. In diesen besonderen Zeiten haben sie ihr Beratungsangebot erweitert um Ideen zur Weiterbildung während der Kurzarbeit, Möglichkeiten der Umsetzung von Homeoffice und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Anträge zu finanziellen Hilfsprogrammen in der Corona-Krise. Eine Übersicht über Kontakte und Standorte finden Sie unter folgenden Links:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/F/fachkraefte/_functions/fachkraefte_wrapping.html

oder unter

https://kofw-sh.de/fachkraeftesicherung/beratungsnetz

Ist es möglich, Personal zu "verleihen"?

Im Zuge der Corona-Pandemie müssen einige Unternehmen ihren Betrieb einstellen oder zumindest einschränken. Auf der anderen Seite stehen Unternehmen, die händeringend Arbeitskräfte suchen.

Es besteht die Möglichkeit der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung – insbesondere mit dem Ziel, nach der Krise mit bewährtem Personal wieder zügig durchstarten zu können. Der/die Arbeitgeber:in (Verleiher:in) überlässt eigene Arbeitnehmer:innen einem Betrieb mit akutem Personalbedarf (Entleiher:in) gegen Entgelt und für eine begrenzte Zeit. Grundlage hierfür ist das Gesetz zur Regelung der Arbeitnehmerüberlassung (AÜG).

Die Arbeitnehmerüberlassung erfordert grundsätzlich eine Erlaubnis der Agentur für Arbeit. Zuständig für alle Verleihunternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein ist die Agentur für Arbeit Kiel, Arbeitnehmerüberlassung (AÜG), Tel. 0431 709-1010, E-Mail: KIEL.091-ANUE@arbeitsagentur.de.