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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Freizeit und Tourismus

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Verbot touristischer Beherbergung

Zurzeit dürfen in Schleswig-Holstein keine Gäste zu touristischen Zwecken beherbergt werden.

Das Beherbergungsverbot gilt für

  • Hotels, privat und gewerblich vermietete Ferienhäuser, Pensionen und Ferienwohnungen,
  • Wohnmobilstellplätze und Campingplätze,
  • Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendbildungseinrichtungen, Jugendherbergen, Schullandheime und vergleichbare Einrichtungen.

Ausnahmen gelten für Übernachtungen aus

  • beruflichen Gründen (z.B. Dienstreisen, Fortbildungen),
  • zwingenden sozial-ethischen Gründen (z.B. Bestattungen oder Sterbebegleitung),
  • medizinisch veranlassten Gründen (eigene medizinische Behandlung oder Begleitung eines Kindes unter 14 Jahren bei einem Krankenhausaufenthalt)

Dazu ist eine schriftliche Bestätigung nötig, die Sie dem Gastgeber vorlegen müssen. Der Gast begeht eine Ordnungswidrigkeit, wenn er falsche Angaben macht. Der Gastgeber (z.B. Hotelier) begeht eine Ordnungswidrigkeit, wenn er aus anderen als den oben genannten Zwecken Gäste beherbergt oder seiner Pflicht zur Prüfung nicht nachkommt.

Übernachtungsgäste dürfen bewirtet werden, also beispielsweise Frühstück und Abendessen einnehmen.

Gibt es Ausnahmen an den Weihnachtsfeiertagen für Gäste, die in Schleswig-Holstein ihre Familie besuchen möchten?

Es ist beabsichtigt, dass Gäste, die über die Weihnachtsfeiertage ihre Familie in Schleswig-Holstein besuchen möchten, in Beherbergungsbetrieben übernachten dürfen. Dies soll zwischen dem 23. Dezember und 27. Dezember für maximal zwei Nächte möglich sein. Der Ministerpräsident hat dies am 27. November in einer Regierungserklärung angekündigt und es ist vorgesehen, dass eine entsprechende Regelung in die nächste Verordnung aufgenommen wird.

Wie sind die Regelungen für Campingplätze, Wohnmobil-Stellplätze und Bootsliegeplätze?

Grundsätzlich dürfen auch auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen keine Gäste zu touristischen Zwecken beherbergt werden.

Vom Beherbergungsverbot ausgenommen sind lediglich Dauermietverhältnisse von mindestens fünf Monaten. Ausgenommen sind auch Bootseigner:innen, die für eine ganze Saison einen Stell- bzw. Liegeplatz gemietet haben.

Kurzaufenthalte mit selbstgenutzten Wohnwagen oder Booten oder deren wochenweise gewerbliche Vermietung unterliegen explizit dem Beherbergungsverbot und sind nicht erlaubt.

Wie sind die Regelungen für Zweitwohnungen?

Das Verbot der Beherbergung gilt nicht für Eigentümer von Zweitwohnungen, sofern sie diese selbst nutzen. Das gleiche gilt für Mieter von Zweitwohnungen, die diese auf Grundlage von langfristig abgeschlossenen Mietverträgen selbst nutzen.

Allerdings sollte derzeit auf nicht notwendige private Reisen verzichtet werden. Nutzer:innen von Zweitwohnungen sollten vor Reiseantritt also überdenken, ob ihre Reise unbedingt erforderlich ist.

Entstehen Kosten für die Stornierung einer touristischen Unterkunft?

Für die Dauer des Beherbergungsverbotes ändern sich die Stornobedingungen für Gäste und Gastgeber. Aufgrund der unterschiedlichsten Situationen und vertraglichen Regelungen gibt es hierzu keine allgemeinverbindlichen Regelungen – Grundlage ist der jeweilige Vertrag zwischen Gast und Gastgeber. Damit handelt es sich um eine privatrechtliche Angelegenheit, zu der das Land keine konkrete Stellungnahme abgeben kann.

Es ist empfehlenswert, die Vertragsbedingungen zu prüfen und sich mit dem Gastgeber in Verbindung zu setzen, um eine einvernehmliche Lösung anzustreben (z.B. eine Verschiebung des Buchungszeitraumes).

Einen Überblick über unterschiedliche Buchungssituationen und deren rechtliche Bewertung durch den Deutschen Tourismusverband (DTV) finden Sie unter: www.deutschertourismusverband.de/service/coronavirus/faq.html

Darüber hinaus finden Sie auch auf den Seiten der Verbraucherzentrale weitere wertvolle Hinweise: www.verbraucherzentrale.sh/aerger-um-ausgefallene-reisen-musterbriefe-zur-coronakrise-46970

Welche Bestimmungen gelten für Einreisen aus einem ausländischen Risikogebiet nach Schleswig-Holstein?  

Welche grundsätzlichen Bestimmungen gibt es für Reiserückkehrende aus dem Ausland?

Personen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen sollten sich vor Reiseantritt online auf der Seite des RKI informieren, ob das Land, in dem sie sich befinden, aktuell als Risikogebiet eingestuft wird. Die aktuellen Risikogebiete des RKI sind online zu finden unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Sofern das Gesundheitsamt bei Ihnen aufgrund Ihrer Reise einen Test auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 anordnet, so sind Sie verpflichtet, einen solchen Test zu dulden. (Die rechtliche Grundlage hierfür bietet die Testpflichtverordnung).

Personen, die auf dem Land-, See-, oder Luftweg nach Schleswig-Holstein einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den vergangenen zehn Tagen vor Einreise in einem ausländischen Gebiet aufgehalten haben sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von zehn Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern (Quarantäne). Für Reiserückkehrer:innen gilt damit eine kürzere Quarantänezeit als für enge Kontaktpersonen eines bestätigten COVID-19-Falls, bei denen ein konkreter Ansteckungsverdacht ermittelt wurde und bei denen ein höheres Schutzniveau erforderlich ist.  

Vor der Einreise nach Schleswig-Holstein müssen Sie sich im Internet unter www.einreiseanmeldung.de anmelden, damit das für Sie zuständige Gesundheitsamt über Ihre Reise informiert wird. Dort hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten, machen Angaben zu Ihrer Reise und Ihrem Gesundheitszustand. Sie erhalten anschließend eine Bestätigung, die Sie bei Einreise bei sich tragen müssen (als PDF-Dokument ausgedruckt oder in digitaler Form) und auf Verlangen vorzulegen haben. Wenn das Verfahren der digitalen Einreiseanmeldung nicht funktioniert oder für Sie nicht möglich ist, darf  eine schriftliche Ersatzanmeldung ausgefüllt werden auf dem hier abrufbaren Formblatt https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Infoblatt/Anlage_2_Ersatzmitteilung.pdf. Das ausgefüllte Formblatt ist bei Einreise auf Verlangen ebenfalls vorzulegen. Die Einreiseanmeldung entfällt, wenn auf Sie eine der Ausnahmen (siehe "Welche Einreisenden aus einem ausländischen Risikogebiet sind von der häuslichen Quarantäne ausgenommen und benötigen bei Einreise und danach keinen negativen Corona-Test?") zutreffen und Sie von der Quarantänepflicht befreit sind.

Während der zehntägigen Quarantäne sind die Reiserückkehrenden auch verpflichtet, das örtliche Gesundheitsamt zu informieren, wenn typische Symptome bei ihnen auftreten (Husten, Fieber, Schnupfen, Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns), die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten.

Reiserückkehrenden aus ausländischen Risikogebieten ist es im Zeitraum der Absonderung nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Das Aufsuchen einer Testmöglichkeit am Tag der Einreise oder mit Genehmigung der zuständigen kommunalen Gesundheitsbehörde ist zulässig. Mit Entfallen der Einstufung als Risikogebiet entfällt auch die Pflicht zur Quarantäne.

Um die Quarantäne (um fünf Tage nach Einreise oder weniger als fünf Tage) verkürzen zu können,  muss mindestens fünf Tage nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein negativer Corona-Test gemacht worden sein. Der Test ist für Einreisende aus ausländischen Risikogebieten kostenlos. Das Testergebnis ist dem zuständigen örtlichen Gesundheitsamt innerhalb von zehn Tagen nach Einreise auf Verlangen vorzulegen und ist daher für diesen Zeitraum aufzubewahren. Die betroffene Person darf die Quarantäne für die Durchführung eines Tests (aber ausschließlich dafür) verlassen.

Die Quarantäne ist in jedem Falle mindestens fünf Tage einzuhalten und endet frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise, wenn die Person ein negatives Testergebnis vorlegt. Auch bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses ist das Gesundheitsamt zu informieren, falls innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise Symptome auftreten, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten.

Kontaktdaten der zuständigen Gesundheitsämter: Öffentliche Gesundheitsdienste - Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte (PDF 112KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Unter www.schleswig-holstein.de/coronavirus-einreise finden Sie die Informationen zu den ausgewiesenen Risikogebieten sowie die jeweiligen Links zum Robert-Koch-Institut (RKI). Die dort abrufbaren Informationen zu den Risikogebieten sind in der Regel maßgeblich für die Umsetzung der Quarantäne-Verordnung.

Unter welchen Bedingungen sind Urlaubsrückkehrer:innen aus ausländischen Risikogebieten von der Quarantänepflicht befreit?

Urlaubsrückkehrer:innen sind von der Quarantänepflicht befreit unter mehreren Bedingungen:

1.) sofern sie höchstens 48 Stunden vor Einreise einen Corona-Test vorgenommen haben oder dies bei Einreise tun. (solange das Testergebnis nicht vorliegt, muss sich die Person in Quarantäne begeben). Das Testergebnis kann in Textform oder in elektronischer Form vorgelegt werden. Auch Antigen-Tests sind möglich (zu den Bestimmungen siehe "Werden Antigen-Tests anerkannt, um die Quarantäne (aufgrund einer Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet) zu verkürzen?"). Das Testergebnis ist dem zuständigen örtlichen Gesundheitsamt innerhalb von zehn Tagen nach Einreise auf Verlangen vorzulegen und ist daher für diesen Zeitraum aufzubewahren.

2.) Darüber hinaus ist die Befreiung der Quarantäne für Urlaubsrückkehrer:innen nur möglich, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • es muss eine Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der betroffenen nationalen Regierung vor Ort getroffen sein, die besondere epidemiologische Vorkehrungen (Schutz- und Hygienekonzept) für einen Urlaub in diesem Risikogebiet vorsieht. Die Abstands- und Hygieneregeln müssen also deutschen Anforderungen entsprechen. Das Auswärtige Amt veröffentlicht auf seiner Internetseite eine Liste mit den Urlaubsregionen, für die entsprechende Vereinbarungen abgeschlossen wurden. Diese Länderliste wird auch auf der Seite des Robert Koch-Instituts veröffentlich.
  • die Infektionslage in dem jeweiligen Risikogebiet darf der Nichterfüllung der Quarantänepflicht nicht entgegenstehen.
  • das Auswärtige Amt darf wegen eines erhöhten Infektionsrisikos keine Reisewarnung auf der Internetseite https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise für die betroffene Region veröffentlicht haben.

Müssen sich auch Personen, die aus einem ausländischen Risikogebiet einreisen und Angehörige besuchen möchten, in Quarantäne begeben?

Für solche Personen gibt es Ausnahmen. Bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein sind Personen von der Quarantäepflich ausgenommen, die einreisen

  • aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades,
  • des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten,
  • eines geteilten Sorgerechts oder
  • eines Umgangsrechts.

Ebenso sind diese Personen komplett von der Quarantänepflicht ausgenommen und können auch länger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein bleiben, sofern sie bei Einreise über einen negativen Corona-Test verfügen, der höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein darf oder bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden muss (solange das Testergebnis nicht vorliegt, muss sich die Person in Quarantäne begeben). Auch Antigen-Tests sind möglich. (zu den Bestimmungen siehe "Werden Antigen-Tests anerkannt, um die Quarantäne (aufgrund einer Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet) zu verkürzen?") Das Testergebnis in digitaler Form oder Papierform ist dem zuständigen örtlichen Gesundheitsamt innerhalb von zehn Tagen nach Einreise auf Verlangen vorzulegen und ist daher für diesen Zeitraum aufzubewahren.

Gilt die Quarantänepflicht auch für Menschen, die in Schleswig-Holstein ihren Wohnsitz haben und in einem ausländischen Risikogebiet beruflich tätig sind oder dort studieren (Grenzpendler)?

Auch für diese Personen gibt es Ausnahmen. Personen, die in Schleswig-Holstein ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in ein ausländisches Risikogebiet begeben und regelmäßig, mindestens ein Mal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzpendler), sind von der Quarantänepflicht ausgenommen. Diese Regelung gilt umgekehrt auch für Grenzgänger, die in einem ausländischen Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und mindestens einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz im Ausland zurückkehren. Die zwingende Notwendigkeit sowie die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte sind durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen.

Sind Personen von der Quarantäne ausgenommen, die aus einem ausländischen Risikogebiet einreisen und eine medizinische Behandlung benötigen?

Ja, sofern es sich um Menschen handelt, die eine dringende medizinische Behandlung benötigen. Das gilt ebenso für Menschen, die eine schutz- oder hilfebedürftige Person beistehen oder diese pflegen möchten. Diese Personen müssen allerdings bei Einreise über einen negativen Corona-Test verfügen, der höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein darf oder bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden muss (solange das Testergebnis nicht vorliegt, muss sich die Person in Quarantäne begeben). Auch Antigen-Tests sind möglich. (zu den Bestimmungen siehe "Werden Antigen-Tests anerkannt, um die Quarantäne (aufgrund einer Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet) zu verkürzen?") Das Testergebnis in Papierform oder digitaler Form ist dem zuständigen örtlichen Gesundheitsamt innerhalb von zehn Tagen nach Einreise auf Verlangen vorzulegen und ist daher für diesen Zeitraum aufzubewahren.

Werden Einreisende aus ausländischen Risikogebieten prioritär getestet?

Nein. Aufgrund der aktuellen Auslastung der Laborkapazitäten für PCR-Tests auf SARS-CoV2 setzt das Land die Priorisierungsstufen der Nationalen Teststrategie um. Entsprechende Testkapazitäten sind prioritär für symptomatische Personen und für enge Kontaktpersonen zu einem bestätigten Covid-19-Fall sowie im Rahmen von Ausbruchsgeschehen in medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen zu verwenden.

Robert-Koch-Institut: Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet?

Welcher Test ist für Einreisende aus ausländischen Risikogebieten primär vorgesehen?

Primär sollte ein Antigen-Schnelltest verwendet werden, der im Falle eines positiven Testergebnisses durch einen PCR-Test überprüft werden muss. Auch ein PCR-Test ist möglich, er sollte jedoch aufgrund begrenzter Kapazitäten nachrangig verwendet werden.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Liste der Antigen-Tests zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2

Ist der Test für Einreisende aus ausländischen Risikogebieten in Deutschland kostenlos?

Ja, der Test ist in Deutschland kostenlos.

Wo kann ich mich als Reiserückkehrender testen lassen?

Es ist zu empfehlen, dass Sie dazu Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt aufsuchen.

Welche Anforderungen gelten bei einem Antigen-Test, um die Quarantäne (aufgrund einer Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet) zu verkürzen oder aufzuheben?

Ein Antigen-Test ist möglich, muss aber die Anforderungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) genügen, die im Internet unter der Adresse https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html veröffentlicht sind. Diesem Test ist ein Test gleichgestellt, der  die Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllt, die im Internet unter https://www.rki.de/covid-19-tests veröffentlicht sind. 

Müssen auch Säuglinge getestet werden, um die Quarantäne bei diesen zu verkürzen oder aufzuheben?

Grundsätzlich benötigen auch Säuglinge einen negativen Test, damit bei diesen die Quarantäne verkürzt oder aufgehoben werden kann. Allerdings sind PCR- und Antigentests wegen der Notwendigkeit eines tiefen Rachenabstrichs für Säuglinge sehr belastend und praktisch kaum durchführbar. Zudem sind Säuglinge selbst kaum ansteckungsfähig und haben auch kaum unkontrollierte Kontakte in die Bevölkerung, sodass von ihnen – wenn überhaupt – nur eine sehr geringe Gefahr bei der Verbreitung des Virus ausgeht. Aus diesen Gründen sollten Tests bei Säuglingen nach Möglichkeit nicht erfolgen und diese sollten mit ihren Eltern in häuslicher Quarantäne bleiben.

Gibt es bei Einreise nach Schleswig-Holstein Kontrollen oder Sanktionen, wenn man sich nicht an die Vorgaben hält?

Es gibt stichprobenartige Überprüfungen (z.B. an der dänischen Grenze). Es kann ein Bußgeld verhängt werden, wenn man sich nicht an die Regelungen hält. Der aktuelle Bußgeldkatalog des Innenministeriums ist im Internet unter folgendem Link zu finden: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/200615_bussgeldkatalog_quarantaenemassnahmen.html.

Müssen sich Personen in Quarantäne begeben, die aus einem Risikogebiet in Dänemark nach Schleswig-Holstein einreisen? (zum Beispiel zum Einkaufen)

Nein. Im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs sind solche Aufenthalte ohne Quarantäne möglich, wenn diese Personen nur für bis zu 24 Stunden in das Bundesgebiet einreisen.

Muss man seinen gebuchten Urlaub absagen, gibt es eine Entschädigung als Folge der Anordnung?

Ob ein Urlaub abgesagt wird, ist eine individuelle Entscheidung, der Urlaubsantritt ist weiterhin grundsätzlich möglich. Es gilt allerdings ein touristisches Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein. Eine Entschädigung für ausgefallenen Urlaub gibt es nicht.

Was ist mit Menschen aus einem Risikogebiet, die nur durch Schleswig-Holstein durchfahren, um nach Dänemark zu kommen?

Eine Durchreise durch Schleswig-Holstein ohne Aufenthalt ist zulässig, soweit keine Symptome vorliegen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen.

Muss man sich nach der Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet erstmal direkt nach Hause begeben und dort bleiben, bis ein Ergebnis vorliegt?

Ja, wenn Sie aus einem ausländischen Risikogebiet nach Schleswig-Holstein einreisen, müssen Sie sich umgehend nach Hause bzw. in eine für eine Quarantäne geeignete Unterkunft begeben. Das Aufsuchen einer Testmöglichkeit am Tag der Einreise oder mit Genehmigung der zuständigen kommunalen Gesundheitsbehörde ist zulässig.

Muss man sich unverzüglich beim Gesundheitsamt melden oder reicht es, wenn das Testergebnis vorliegt?

Sie müssen sich grundsätzlich unverzüglich bei dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt melden, sofern auf Sie keine Ausnahmen (siehe "Welche Einreisenden aus einem ausländischen Risikogebiet sind von der häuslichen Quarantäne ausgenommen und benötigen bei Einreise und danach keinen negativen Corona-Test?") zutreffen und Sie deshalb nicht der Quarantänepflicht unterliegen. Zuständig ist das Gesundheitsamt des Kreises oder der kreisfreien Stadt, in der die eigene Häuslichkeit oder andere geeignete Unterkunft liegt, in der die Absonderung erfolgt. Bis zum Vorliegen des negativen Testergebnisses oder dem Ablauf der zehntägigen Quarantäne müssen Sie in der Absonderung verbleiben, wobei mindestens eine fünftägige Quarantäne einzuhalten ist und der Test spätestens fünf Tage nach Einreise gemacht werden muss.

Kann ich mich auch bei meinem Hausarzt oder bei meiner Hausärztin testen lassen?

Das ist grundsätzlich möglich und auch empfohlen, da auch Hausärzt:innen die Tests abrechnen können. Wichtig ist, dass Sie sich vorab telefonisch dort anmelden und sich einen Termin für die Testung geben lassen. Sollte Ihr Hausarzt / Ihre Hausärztin keine Kapazitäten für eine Testung haben, können Sie sich über die telefonische Hotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 einen Termin für eine Testung geben lassen.

Kann ich mich auch am Flughafen oder bei Einreise in einem anderen Bundesland testen lassen?

Ja, sofern dort Kapazitäten vorhanden sind.

Muss ich auch beim Test beim Hausarzt/ Hausärztin eine Reiserückkehr nachweisen?

Hier gilt, dass Sie auf Nachfrage glaubhaft machen müssen, dass Sie sich zuvor in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Dazu teilen Sie in der Regel Ihren vorherigen Aufenthaltsort mit und dokumentieren diesen beispielsweise, indem Sie Tickets, Hotelrechnungen oder Tankbelege auf Nachfrage vorlegen. Es liegt dabei in der Verantwortung jedes Einzelnen, wahrheitsgemäße Angaben zu geben. 

Welche Einreisenden aus einem ausländischen Risikogebiet sind von der häuslichen Quarantäne ausgenommen und benötigen bei Einreise und danach keinen negativen Corona-Test?

  • Ausgenommen von der häuslichen Quarantäne nach der Quarantäne-Verordnung sind folgende Personen, falls sie keine Symptome aufweisen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen:
  • Personen, die nur zur Durchreise nach Schleswig-Holstein einreisen; diese haben das Gebiet des Landes auf direktem Weg zu verlassen;
  • Personen, die aus Dänemark einreisen und sich für weniger als 24 Stunden in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben oder nur für bis zu 24 Stunden in das Bundesgebiet einreisen
  • Bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein für Personen aus ausländischen Risikogebieten, die einreisen:
    • aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts,
    • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dringend erforderlich und unabdingbar ist, und dies durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber bescheinigt wird,
    • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte hochrangige Mitglieder des diplomatischen und konsularischen Dienstes, von Volksvertretungen und Regierungen oder
  • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen,
    • die in Schleswig-Holstein ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in ein ausländisches Risikogebiet begeben und regelmäßig, mindestens ein Mal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzpendler) oder
    • die in einem ausländischen Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung nach Schleswig-Holstein begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzgänger);
    • die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren.

Es gilt, dass die zwingende Notwendigkeit sowie die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte sind durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen ist.

Welche Einreisenden aus einem ausländischen Risikogebiet sind von der häuslichen Quarantäne ausgenommen, sofern sie über einen negativen Test verfügen?

Folgende Einreisende aus einem ausländischen Risikogebiet sind ausgenommen, sofern sie über einen negativen Corona-Test in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfügen (in Papierform oder digitaler Form). Sie haben diesen für zehn Tage aufzubewahren und auf Verlangen dem örtlichen Gesundheitsamt vorzulegen. Der Test darf dabei höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein oder muss bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden. Auch Antigen-Schnelltests werden unter bestimmten Bedingungen akzeptiert (siehe dazu "Werden Schnelltests Antigen-Tests anerkannt, um die Quarantäne (aufgrund einer Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet) zu verkürzen?")

  1. Personen, deren Tätigkeit unabdingbar ist für die Aufrechterhaltung
    1. der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens, insbesondere Ärzte, Pflegekräfte, unterstützendes medizinisches Personal und 24-Stunden-Betreuungskräfte,
    2. der öffentlichen Sicherheit und Ordnung,
    3. der Pflege diplomatischer und konsularischer Beziehungen,
    4. der Funktionsfähigkeit der Rechtspflege,
    5. der Funktionsfähigkeit von Volksvertretung, Regierung und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen oder
    6. der Funktionsfähigkeit der Organe der Europäischen Union und von internationalen Organisationen
    7. der Funktionsfähigkeit der Einrichtungen der Energieversorgung

      die zwingende Notwendigkeit ist durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber zu bescheinigen,
  2. Personen, die einreisen aufgrund
    1. des Besuchs von Verwandten ersten oder zweiten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts,
    2. einer dringenden medizinischen Behandlung oder
    3. des Beistands oder zur Pflege schutz-oder hilfebedürftiger Personen,
  3. Polizeivollzugsbeamte, die aus dem Einsatz und aus einsatzgleichen Verpflichtungen aus dem Ausland zurückkehren,
  4. Personen, die sich für bis zu fünf Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich veranlasst, wegen ihrer Ausbildung oder ihres Studiums in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben oder in das Bundesgebiet einreisen; die zwingende Notwendigkeit ist durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen,
  5. Personen, die zur Vorbereitung, Teilnahme, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert werden oder von einem Bundessportfachverband zur Teilnahme an Trainings- und Lehrgangsmaßnahmen eingeladen sind, oder
  6. Personen, die als Urlaubsrückkehrer aus einem Risikogebiet im Sinne des § 1 Absatz 4 zurückreisen und die unmittelbar vor Rückreise in ihrem Urlaubsort einen Test mit negativem Ergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgeführt haben, sofern
    1. auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der betroffenen nationalen Regierung vor Ort besondere epidemiologische Vorkehrungen (Schutz- und Hygienekonzept) für einen Urlaub in diesem Risikogebiet getroffen wurden,
    2. die Infektionslage in dem jeweiligen Risikogebiet der Nichterfüllung der Verpflichtung zur häuslichen Quarantäne nicht entgegensteht und
    3. das Auswärtige Amt nicht wegen eines erhöhten Infektionsrisikos eine Reisewarnung auf der Internetseite https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise für die betroffene Region veröffentlicht hat.
  7. Angehörige der Bundeswehr und ausländischer Streitkräfte nach § 54a Infektionsschutzgesetz,
  8. Angehörige ausländischer Streitkräfte im Sinne des NATO-Truppenstatuts, des Truppenstatuts der NATO-Partnerschaft für den Frieden und des Truppenstatuts der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die zu dienstlichen Zwecken in die Bundesrepublik Deutschland einreisen oder dorthin zurückkehren, oder
  9. Personen, die zum Zweck einer mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme in das Bundesgebiet einreisen, wenn am Ort ihrer Unterbringung und ihrer Tätigkeit in den ersten zehn Tagen nach ihrer Einreise gruppenbezogen betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung außerhalb der Arbeitsgruppe ergriffen werden, die einer Absonderung der geltenden Quarantäneverordnung vergleichbar sind. Der Arbeitgeber zeigt die Arbeitsaufnahme vor ihrem Beginn bei der zuständigen kommunalen Gesundheitsbehörde an und dokumentiert die dabei ergriffenen Maßnahmen. Das zuständige Gesundheitsamt hat die Einhaltung der Voraussetzungen zu überprüfen.

Muss ein Hotel die Kosten bei Stornierung erstatten?

Die allgemeinen privatrechtlichen Regelungen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind von den Verordnungen des Landes unberührt.

Müssen die Zimmer nach einer Quarantäne speziell behandelt werden?

Nein, es gelten auch weiterhin die allgemein gültigen Hygienevorgaben.

Was müssen Gäste machen, wenn sie während einer Quarantäne im Hotel erkranken?

Ein Krankheitsverdacht ergibt sich bei Auftreten von Symptomen, dann sollte umgehend telefonischer (!) Kontakt zu einem Arzt aufgenommen werden. Der Krankheitsverdacht ist meldepflichtig und muss vom Arzt auch dem zuständigen Gesundheitsamt mitgeteilt werden. Bei manifester Erkrankung gelten die allgemeinen Grundsätze der Krankenbehandlung und erforderlichenfalls kann auch eine Aufnahme ins Krankenhaus folgen. Es ist davon auszugehen, dass den Betroffenen – soweit gesundheitlich zumutbar – die Heimreise nahegelegt wird.

Welche Einrichtungen sind zurzeit geschlossen? Welche bleiben geöffnet?

Aktuell ist grundsätzlich die Öffnung solcher Einrichtungen untersagt, in denen es zu vielen oder engen Kontakten kommen kann. Bei den aufgezählten Einrichtungen sind unter Umständen viele Menschen unmittelbar miteinander in Kontakt; deshalb ist der Vermeidung von Infektionen in Abwägung zu den damit verbundenen Grundrechtsbeschränkungen ein höheres Gewicht beizumessen. Es geht darum, ein exponentielles Wachstum der Infektionszahlen zu vermeiden und damit das Gesundheitssystem insgesamt zu entlasten.

Folgende Einrichtungen sind vorübergehend geschlossen:

  • Diskotheken und ähnliche Einrichtungen
  • Restaurants, Bars, Kneipen und ähnliche Einrichtungen inklusive Außenbereiche (nur die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen und Getränke bleiben erlaubt; der Verzehr ist sowohl in der Öffentlichkeit als auch im privaten Haushalt möglich)
  • Theater, Opern, Konzerthäuser
  • Kinos, Autokinos, Museen, Freizeitparks (drinnen und draußen),
  • Aquarien (ein Außenbereich dort darf unter den gleichen Auflagen wie bei Tierparks geöffnet werden)
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen (dazu zählen keine Lottoannahmestellen, die ihr Angebot als Nebensortiment in den Verkaufsstellen betreiben)
  • Prostitutionsstätten und Bordelle (die Erbringung sexueller Dienstleistungen mit Körperkontakt insgesamt ist untersagt)
  • Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen,
  • Fitnessstudios, Solarien und Sonnenstudios und ähnliche Einrichtungen.

Folgende Einrichtungen bleiben geöffnet:

Foodtrucks/Imbissbuden dürfen geöffnet bleiben, allerdings nur zur Abholung von Speisen und Getränken. Der Verzehr vor Ort ist nicht gestattet. Ebenfalls geöffnet bleiben dürfen Bibliotheken, Archive, und Spielplätze. Hier finden Sie Informationen zu Spielplätzen.

Kosmetik-, Nagel-, Massage- und Tattoostudios dürfen ebenfalls wieder öffnen. (siehe: "Dürfen körpernahe Dienstleistung erbracht werden?")

Auch Tierparks, Wildparks, Aquarien und Zoos dürfen ihre Außenbereiche unter Auflagen wieder öffnen. Es dürfen nur Außenbereiche für den Publikumsverkehr geöffnet werden, Bereiche in geschlossenen Räumen sind weiterhin zu schließen. Sie dürfen nur für den Durchgang der Besucher:innen geöffnet werden, falls dies notwendig ist, damit diese zu den Außenbereichen gelangen bzw. diese wieder verlassen können (aber ausschließlich dafür). Betreiber:innen haben ein Hygienekonzept zu erstellen. In den zugänglichen Bereichen ist die Zahl der Besucher:innen auf eine Person je 20 Quadratmeter zu begrenzen. Die Kontaktdaten der Besucher:innen sind zu erheben, für vier Wochen aufzubewahren und anschließend zu vernichten.

Sind Angelseen geöffnet?

Angeln an Angelseen ist als Sport anzusehen und daher zulässig, auch weil es beim Angeln darum geht, Lebensmittel zu beschaffen. Allerdings ist Angeln nur alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand erlaubt. Angelkutter sind dagegen geschlossen, weil diese als Freizeiteinrichtungen angesehen werden.

Informationen zum Sport

Die für das Sporttreiben geltenden Regelungen finden Sie hier: Informationen zum Sport

Dürfen Massagebereiche in Wellnesseinrichtungen öffnen?

Ja, das ist möglich, sofern Sammelumkleiden geschlossen sind und die Vorgaben für Dienstleistungen mit Körperkontakt eingehalten werden. Beschäftigte und Kund:innen haben eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Tätigkeiten am Gesicht der Kund:innen dürfen nur unter Einhaltung besonderer Schutzvorkehrungen vorgenommen werden. Betreiber:innen haben ein Hygienekonzept zu erstellen und die Kontaktdaten der Kund:innen zu erfassen (diese sind für vier Wochen aufzubewahren und anschließend zu vernichten). Freizeitbereiche von Wellnesseinrichtungen (Schwimmbecken, Whirlpools, Saunen etc.) bleiben für den Publikumsverkehr geschlossen.

Sofern Kund:innen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, ist die köpernahe Dienstleistung unzulässig. Wird diese dennoch erbracht, obwohl Kund:innen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, ist dies für Betreiber:innen bußgeldbewährt.

Verstöße gegen die Regeln aus der Verordnung oder den Erlassen / Bußgeldkatalog

Gibt es einen Bußgeldkatalog?

Die Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 enthält unter § 21 Ordnungswidrigkeiten auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes.

Bußgeldkatalog zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2

Bußgeldkatalog zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Coronavirus

Verstöße gegen die Quarantäne

Verstöße gegen Quarantäneanordnungen oder Veranstaltungsverbote sind strafbewehrt. Diese werden von der Polizei verfolgt und an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Wer seine Quarantäneauflagen missachtet oder Covid-19 vorsätzlich verbreitet, wird gemäß § 74 Infektionsschutzgesetz (IfSG) mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe bestraft.

Einreise von Schleswig-Holsteiner:innen nach Dänemark

Mit dem 31. Oktober hat Dänemark seine Einreisebestimmungen für Personen aus Schleswig-Holstein verschärft. Nur wer einen triftigen Grund nachweisen kann, darf einreisen. Gibt es keinen triftigen Grund, müssen Einreisende aus Schleswig-Holstein einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist.

Beruf und Studium

Was gilt für Schleswig-Holsteiner:innen, die zu beruflichen Zwecken nach Dänemark einreisen wollen?

Einen triftigen Grund zu Einreise haben:

  • Personen, die angestellt oder selbstständig in Dänemark arbeiten. Hierzu zählen auch Grenzpendler:innen. Bei der Einreise sollten sie ihre Berufstätigkeit in Dänemark nachweisen können, z.B. durch einen Arbeitsvertrag.   
  • Personen, die im Zuge einer Geschäftsreise oder eines beruflichen Meetings nach Dänemark einreisen wollen. Sie sollten den Zweck ihrer Einreise nachweisen können, z.B. durch eine E-Mail, aus der Dauer und Ort der Geschäftsreise hervorgehen.  
  • Personen, die Waren nach Dänemark transportieren. Auch hier muss der Zweck der Einreise nachgewiesen werden, z.B. durch eine Rechnung oder einen Kaufvertrag. 
  • Personen, die einen Termin für ein Vorstellungsgespräch in Dänemark haben. Einreisende sollten die Einladung zum Vorstellungsgespräch mit sich führen, aus der auch Kontaktdaten eines Ansprechpartners im dänischen Unternehmen hervorgehen.
  • Personen, die ein Praktikum in Dänemark absolvieren – und zwar als verpflichtenden Teil einer Ausbildung oder eines Studiums. Das gilt auch, wenn Ausbildung oder Studium in einem anderen Land als Dänemark absolviert werden. Einreisende sollten eine Praktikumsvereinbarung nachweisen und belegen können, dass es sich um ein Pflichtpraktikum handelt.

Dürfen Schleswig-Holsteiner:innen einreisen, die in Dänemark studieren oder dort ein Studium aufnehmen wollen?

Wer an einer Hochschule in Dänemark eingeschrieben ist und dort aufgrund von Prüfungen oder Lehrveranstaltungen physisch anwesend sein muss, hat einen triftigen Grund zur Einreise. Das gilt auch für Zulassungsprüfungen an öffentlichen Hochschulen in Dänemark, allerdings nur, wenn diese nicht online angeboten werden. Wer für einen Studienplatz in Dänemark zugelassen wurde, darf ebenfalls einreisen, frühestens jedoch zwei Wochen vor Studienbeginn. In allen Fällen gilt, dass Einreisende den entsprechenden Nachweis mit sich führen sollten.

Persönliche Beziehungen

Darf man einreisen, wenn man Ehepartner:in oder Familie in Dänemark hat?

Wer als Schleswig-Holsteiner:in in Dänemark Ehepartner:in, Eltern, Großeltern, Geschwister, Kinder oder Enkel hat, hat einen triftigen Grund zur Einreise. Die Verwandtschaft muss nicht leiblich sein, sodass die Einreise auch Personen erlaubt ist, deren Stiefeltern, Stiefgeschwister, Stiefkinder usw. in Dänemark leben. Voraussetzung ist, dass es sich bei den Verwandten um dänische Staatsangehörige mit Wohnsitz oder ständigem Aufenthaltsort in Dänemark handelt oder um Ausländer:innen mit Wohnsitz in Dänemark. 

Die Verwandtschaft sollte nachgewiesen werden können, zum Beispiel durch eine Tauf- oder Geburtsurkunde oder eine Kopie der Krankenversicherungskarte der in Dänemark wohnhaften Person. Eine Ehe kann durch eine Heiratsurkunde belegt werden.

Was gilt, wenn man mit einer Person, die in Dänemark lebt, in einer Beziehung oder verlobt ist?

Auch in diesem Fall ist Schleswig-Holsteiner:innen die Einreise erlaubt. Voraussetzung ist, dass die Beziehung seit mindestens drei Monaten besteht und es in Vergangenheit regelmäßige persönliche Treffen gegeben hat. Als Nachweis muss die in Dänemark lebende Person eine Erklärung ausfüllen, in der sie die Beziehung unter Eid bestätigt. Diese Erklärung muss bei der Einreise vorgelegt werden.

Eidesstattliche Versicherung zur Partnerschaft für die Einreise nach Dänemark (auf Englisch)

Ärztliche Behandlung

Was gilt für Schleswig-Holsteiner:innen, die sich in Dänemark medizinisch behandeln lassen wollen?

Wer die Behandlung in einer dänischen Gesundheitseinrichtung fortsetzen will, darf nach Dänemark einreisen. Dabei ist es irrelevant, ob es sich um ein öffentliches oder ein privates Krankenhaus handelt. Einreisende sollten in diesem Fall eine Bescheinigung der Gesundheitseinrichtung mit sich führen, die die Behandlung belegt.

Urlaub

Was gilt für Schleswig-Holsteiner:innen, die Urlaub in Dänemark machen möchten?

Schleswig-Holsteiner:innen dürfen – anders als Menschen aus anderen Bundesländern –  zu Urlaubszwecken nach Dänemark einreisen. Allerdings gilt eine Urlaubsreise nicht als triftiger Grund. Daher ist bei der Einreise ein negativer Corona-Test nachzuweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. 

Was gilt für Schleswig-Holsteiner:innen, die ein Ferienhaus oder Boot in Dänemark besitzen?

Wer ein Ferienhaus oder Boot in Dänemark besitzt, hat einen triftigen Grund zur Einreise. Das gilt auch für Schleswig-Holsteiner:innen, die einen ständigen Wohnsitz auf einem dänischen Campingplatz haben. Gemeinsam mit dem:der Eigentümer:in dürfen auch Familienmitglieder und Lebensgefährt:innen einreisen. Einreisende sollten ihren Besitz in Dänemark nachweisen können, z.B. durch einen Kaufvertrag. Reisen Familienmitglieder mit, muss auch ein Nachweis der Familienbeziehung vorliegen, z.B. eine Heirats- oder Geburtsurkunde.

Weitere Informationen

Bestimmungen für die Einreise nach Dänemark (auf Englisch)

Veranstaltungen

Infos zu Veranstaltungen und Versammlungen finden Sie hier.

Gibt es Regelungen für religiöse Zusammenkünfte, Gottesdienste, Gebete oder Messen?

Sämtliche rituelle Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sind bei einem entsprechenden Hygienekonzept gestattet. Es gelten folgende Anforderungen:

  • Es dürfen maximal 100 Personen teilnehmen. Für mehr Teilnehmer:innen ist eine Genehmigung des zuständigen Gesundheitsamtes erforderlich.
  • Einhaltung des Abstandsgebotes und der Husten- und Niesetikette ist sicherzustellen
  • Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände

  • An allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge

  • Die Kontaktdaten (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) der Teilnehmenden sind zu erheben, für einen Zeitraum von vier Wochen aufzubewahren und dann zu vernichten.

  • In geschlossenen Räumen finden keine Aktivitäten mit einer erhöhten Freisetzung von Tröpfchen statt, namentlich gemeinsames Singen (Ausnahme sind Solodarbietungen oder Darbietungen von Berufsmusikern unter Auflagen). Der Gemeindegesang im Gottesdienst bleibt unzulässig, da es sich bei den anwesenden Personen nicht um einen gleichbleibenden Personenkreis handelt.

  • Personen mit Krankheitssymptomen sollten nicht an der Zusammenkunft teilnehmen dürfen. Körperkontakt zwischen den Besuchern und auch bei zeremoniellen Handlungen (zum Beispiel Küssen und Berühren von Gegenständen) darf nicht stattfinden. Auch beim Bußsakrament sind die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Die Teilnehmenden am Gottesdienst bereiten sich zu Hause so weit wie möglich vor (unter anderem rituelle Waschungen) und bringen alles selbst mit, was für eine gemeinsame Religionsausübung notwendig ist (zum Beispiel Gebetsschal, Gesangbuch, Koran, Gebetsteppich).

  • Bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und Möglichkeiten zur Durchführung der Händehygiene leicht erreichbar sind. Es ist ein Hygienekonzept zu erstellen.

Für Bestattungen sowie Trauerfeiern auf Friedhöfen und in Bestattungsunternehmen gelten die Vorgaben entsprechend.

Dürfen Chorproben noch stattfinden? Unter welchen Bedingungen?

Amateurchorproben dürfen nicht stattfinden, da der Gesang der Freizeitbeschäftigung und Unterhaltung dient. Proben professioneller Chöre ohne Publikum und mit bis zu zehn Teilnehmer:innen dürfen weiterhin stattfinden. Beim Singen ist zwischen den Akteur:innen ein Mindestabstand von 2,5 Metern einzuhalten oder die Übertragung von Tröpfen wird durch geeignete physische Barrieren verhindert (z.B. Plexiglaswände). Ein Hygienekonzept ist entsprechend zu gestalten. Die Akteur:innen müssen beim Singen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Dürfen Volkshochschulen, Musikschulen und Bildungseinrichtungen öffnen?

Dürfen Bildungseinrichtungen geöffnet sein? Unter welchen Bedingungen?

Ja. Dabei gilt jedoch, dass außerschulische Bildungsangebote untersagt sind, soweit sie überwiegend der Freizeitgestaltung dienen. Unzulässig sind zum Beispiel Handwerks- und Gymnastikkurse an Volkshochschulen und Gruppenangebote für Amateure in Musikschulen. Alle anderen sämtlichen außerschulischen Bildungsangebote dürfen ausgeübt werden, wenn sie nicht einen ausschließlichen Unterhaltungscharakter haben. Außerschulische Angebote umfassen sämtliche Bildungsangebote und Bildungsstätten, außerhalb von allgemeinbildenden Schulen etc. Dazu zählen zum Beispiel das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, Einrichtungen zur Berufsvorbereitung, Volkshochschulen und andere Einrichtungen der Weiterbildung, Einrichtungen zur Durchführung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, Fahrschulen, Musikschulen, Bibliotheken, Familienbildungsstätten und andere qualifizierte Anbieter. Dabei gelten folgende Einschränkungen:

  • Einhaltung des Abstandsgebotes
  • Einhaltung der Husten- und Niesetikette
  • Möglichkeit zum Waschen oder Desinfizieren der Hände
  • an allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge

Soweit es sich bei Unterrichtsangeboten um Veranstaltungen sind folgende Vorgaben zu beachten:

  • Der Veranstalter erstellt ein Hygienekonzept;
  • Spätestens bei Beginn der Veranstaltung werden die Kontaktdaten (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) der Teilnehmenden erhoben;
  • Es finden keine Aktivitäten mit einer erhöhten Freisetzung von Tröpfchen statt, (gemeinsames Singen oder der Gebrauch von Blasinstrumenten).

Der Einzelunterricht an Musikschulen ist zulässig. Es gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht.

Welche außerschulischen Bildungsangebote können wahrgenommen werden?

Außerschulische Bildungsangebote können weiterhin wahrgenommen werden, insbesondere solche die in einem beruflichen Zusammenhang stehen zum Beispiel zur Vorbereitung auf Meisterprüfungen, Sachkundenprüfungen, oder Unterrichtsnachweise oder solche, die im Rahmen der Ausbildung oder zur beruflichen Fort- und Weiterbildung erfolgen. Auch Sprachkurse und Fahrunterricht bleiben erlaubt. Zulässig ist weiterhin auch der Einzelunterricht in privaten und öffentlichen Musikschulen.  Sofern es sich um Veranstaltungen handelt (mehr als zwei Personen nehmen teil), sind zusätzlich die Vorgaben gemäß § 5 der Verordnung zu beachten. Es gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht.

An Volkshochschulen dürfen nur noch Kurse wahrgenommen werden, die in einem beruflichen Zusammenhang stehen. Es gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht.

Allerdings sind außerschulische Bildungsangebote aktuell untersagt, soweit sie bei typisierender Betrachtung überwiegend der Freizeitgestaltung dienen.

Kann Fahrschulunterricht genommen werden?

Ja, das ist möglich. Die Fahrzeuginsass:innen haben dabei eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Alternativ kann auch nur der/die Fahrlehrer:in einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen (FFP 2-Maske), sodass bei den übrigen Fahrzeuginsass:innen auf eine Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden kann.

Können Instrumental- und Gesangslehrer weiterhin Privatunterricht (Einzelunterricht) beim Schüler zu Hause oder beim Lehrer zu Hause geben?

Ja, das ist möglich. Auch Einzelunterricht (jedoch kein Gruppenunterricht) in privaten und öffentlichen Musikschulen ist erlaubt. Es gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht.

Dürfen Zeichen-, Mal-, Bastel- oder Töpferkurse angeboten werden?

Nein, da diese überwiegend der Freizeitgestaltung dienen.

Dürfen Hundeschulen geöffnet bleiben?

Hundeschulen dürfen derzeit als außerschulische Bildungseinrichtung für Tierhalter:innen geöffnet bleiben. Es gelten die oben genannten Vorgaben für Weiterbildungseinrichtungen. Im Bereich des Hundesports wie beispielsweise Agility fallen Hundeschulen unter die Regelungen zum Sporttreiben. Danach ist Hundesport nur alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen eines gemeinsamen Hausstandes erlaubt – auch mit Hunden, allerdings unter den entsprechenden Auflagen.

Sind Kreuzfahrten oder Busreisen zu Ausflugszwecken derzeit erlaubt?

Kreuzfahrten/Kreuzfahrtschiffe beschränken sich nicht auf einen Transport von einem Ort zum anderen, sondern bieten ein Gesamtpaket aus vielfältigen Leistungen wie touristische Beherbergung, Bewirtung, Unterhaltungs- und Freizeitangeboten an. Diese sind jeweils durch die aktuelle Verordnung untersagt. Aus diesem Grund ist der Betrieb von Kreuzfahrtschiffen zum Zweck von Kreuzfahrten im Gebiet des Landes Schleswig-Holstein untersagt, soweit es sich nicht um das Recht der friedlichen Durchfahrt handelt oder ein Notfall vorliegt.

Auch Busreisen zu touristischen Zwecken sind untersagt.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

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Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie