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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Freizeit und Tourismus

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Verbot touristischer Beherbergung

Zurzeit dürfen in Schleswig-Holstein keine Gäste zu touristischen und anderen privaten Zwecken beherbergt werden. Es gelten nur die untenstehenden Ausnahmen.

Das Beherbergungsverbot gilt für

  • Hotels, privat und gewerblich vermietete Ferienhäuser, Pensionen und Ferienwohnungen,
  • Wohnmobilstellplätze und Campingplätze,
  • Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendbildungseinrichtungen, Jugendherbergen, Schullandheime und vergleichbare Einrichtungen.

Ausnahmen gelten für Übernachtungen aus

  • beruflichen Gründen (z.B. Dienstreisen, Fortbildungen),
  • zwingende sozial-ethischen Gründe (dazu zählen Wahrnehmung eines gemeinsamen Sorgerechts, Bestattungen und Sterbebegleitung, Hochzeiten zählen ausdrücklich nicht dazu),
  • medizinisch veranlassten Gründen (eigene medizinische Behandlung oder Begleitung eines Kindes unter 14 Jahren bei einem Krankenhausaufenthalt)

Dazu ist eine schriftliche Bestätigung nötig, die Sie dem Gastgeber vorlegen müssen. Der Gast begeht eine Ordnungswidrigkeit, wenn er falsche Angaben macht. Der Gastgeber (z.B. Hotelier) begeht eine Ordnungswidrigkeit, wenn er aus anderen als den oben genannten Zwecken Gäste beherbergt oder seiner Pflicht zur Prüfung nicht nachkommt.

Übernachtungsgäste dürfen bewirtet werden, also beispielsweise Frühstück und Abendessen einnehmen. Der Ausschank und der Verzehr alkoholhaltiger Getränke ist in der Zeit zwischen 21 Uhr und 6 Uhr unzulässig.

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 pro 100.000 Einwohner:innen, in denen die hohe Inzidenz nicht klar eingrenzbar ist, sondern auf eine zu hohe Viruszirkulation in der Bevölkerung zurückzuführen ist, (Zu den Zahlen der Landesmeldestelle siehe https://schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Zahlen/zahlen_node.html) werden Maßnahmen ergriffen, um den Tagestourismus zu begrenzen.

Wie sind die Regelungen für Campingplätze, Wohnmobil-Stellplätze und Bootsliegeplätze?

Grundsätzlich dürfen auch auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen keine Gäste zu touristischen und anderen privaten Zwecken beherbergt werden.

Vom Beherbergungsverbot ausgenommen sind lediglich Dauermietverhältnisse von mindestens fünf Monaten. Dies gilt auch für Bootseigner:innen, die für eine ganze Saison einen Stell- bzw. Liegeplatz gemietet haben.

Kurzaufenthalte mit selbstgenutzten Wohnwagen oder Booten oder deren wochenweise gewerbliche Vermietung unterliegen explizit dem Beherbergungsverbot und sind nicht erlaubt.

Wie sind die Regelungen für Zweitwohnungen?

Das Verbot der Beherbergung gilt nicht für Eigentümer von Zweitwohnungen, sofern sie diese selbst nutzen. Das gleiche gilt für Mieter von Zweitwohnungen, die diese auf Grundlage von langfristig abgeschlossenen Mietverträgen selbst nutzen.

Allerdings sollte derzeit auf nicht notwendige private Reisen verzichtet werden. Nutzer:innen von Zweitwohnungen sollten vor Reiseantritt also überdenken, ob ihre Reise unbedingt erforderlich ist.

Entstehen Kosten für die Stornierung einer touristischen Unterkunft?

Für die Dauer des Beherbergungsverbotes ändern sich die Stornobedingungen für Gäste und Gastgeber. Aufgrund der unterschiedlichsten Situationen und vertraglichen Regelungen gibt es hierzu keine allgemeinverbindlichen Regelungen – Grundlage ist der jeweilige Vertrag zwischen Gast und Gastgeber. Damit handelt es sich um eine privatrechtliche Angelegenheit, zu der das Land keine konkrete Stellungnahme abgeben kann.

Es ist empfehlenswert, die Vertragsbedingungen zu prüfen und sich mit dem Gastgeber in Verbindung zu setzen, um eine einvernehmliche Lösung anzustreben (z.B. eine Verschiebung des Buchungszeitraumes).

Einen Überblick über unterschiedliche Buchungssituationen und deren rechtliche Bewertung durch den Deutschen Tourismusverband (DTV) finden Sie unter: www.deutschertourismusverband.de/service/coronavirus/faq.html

Darüber hinaus finden Sie auch auf den Seiten der Verbraucherzentrale weitere wertvolle Hinweise: www.verbraucherzentrale.sh/aerger-um-ausgefallene-reisen-musterbriefe-zur-coronakrise-46970

Welche Bestimmungen gelten für Einreisen aus einem ausländischen Risikogebiet nach Schleswig-Holstein?  

Aufgrund neuer bundesgesetzlicher Vorgaben, die seit Donnerstag, 14.01. in Kraft sind, gelten für Einreisende und Reiserückkehrer:innen aus ausländischen Risikogebieten neue Bestimmungen. Die nachfolgenden Inhalte werden schnellstmöglich aktualisiert.

Personen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen, sollten sich vor Reiseantritt online auf der Seite des RKI informieren, ob das Land, in dem sie sich befinden, aktuell als Risikogebiet eingestuft wird. Die aktuellen Risikogebiete des RKI sind online zu finden unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Personen, die auf dem Land-, See-, oder Luftweg nach Schleswig-Holstein einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den vergangenen zehn Tagen vor Einreise in einem ausländischen Gebiet aufgehalten haben sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von zehn Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern (Quarantäne). Dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes Bundesland in der Bundesrepublik Deutschland eingereist sind. Für Reiserückkehrer:innen gilt damit eine kürzere Quarantänezeit als für enge Kontaktpersonen eines bestätigten COVID-19-Falls, bei denen ein konkreter Ansteckungsverdacht ermittelt wurde und bei denen ein höheres Schutzniveau erforderlich ist.  

Diese Personen sind zudem verpflichtet, höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland einen Test auf das Coronavirus zu machen. Das Testergebnis muss auf Papier oder in einem elektronischen Dokument in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorliegen und ist innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise der zuständigen kommunalen Gesundheitsbehörde (dem Gesundheitsamt) unverzüglich vorzulegen, wenn diese das verlangt. Der zu Grunde liegende Test muss den Anforderungen des Robert Koch-Instituts entsprechen, die im Internet unter der Adresse https://www.rki.de/covid-19-tests veröffentlicht sind. Das Testergebnis ist für mindestens zehn Tage nach Einreise aufzubewahren.

Vor der Einreise nach Schleswig-Holstein müssen Sie sich als Einreisender aus einem ausländischen Risikogebiet im Internet unter www.einreiseanmeldung.de anmelden, damit das für Sie zuständige Gesundheitsamt über Ihre Reise informiert wird. Dort hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten, machen Angaben zu Ihrer Reise und Ihrem Gesundheitszustand. Sie erhalten anschließend eine Bestätigung, die Sie bei Einreise bei sich tragen müssen (als PDF-Dokument ausgedruckt oder in digitaler Form) und auf Verlangen vorzulegen haben. Wenn das Verfahren der digitalen Einreiseanmeldung nicht funktioniert oder für Sie nicht möglich ist, darf  eine schriftliche Ersatzanmeldung ausgefüllt werden auf dem hier abrufbaren Formblatt https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Infoblatt/Anlage_2_Ersatzmitteilung.pdf. Das ausgefüllte Formblatt ist bei Einreise auf Verlangen ebenfalls vorzulegen. Die Einreiseanmeldung entfällt, wenn auf Sie eine der Ausnahmen (siehe "Welche Einreisenden aus einem ausländischen Risikogebiet sind von der häuslichen Quarantäne ausgenommen und benötigen bei Einreise und danach keinen negativen Corona-Test?") zutreffen und Sie von der Quarantänepflicht befreit sind.

Während der zehntägigen Quarantäne sind die Reiserückkehrenden auch verpflichtet, das örtliche Gesundheitsamt zu informieren, wenn typische Symptome bei ihnen auftreten (Husten, Fieber, Schnupfen, Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns), die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten.

Reiserückkehrenden aus ausländischen Risikogebieten ist es im Zeitraum der Absonderung nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Das Aufsuchen einer Testmöglichkeit am Tag der Einreise oder mit Genehmigung der zuständigen kommunalen Gesundheitsbehörde ist zulässig. Mit Entfallen der Einstufung als Risikogebiet entfällt auch die Pflicht zur Quarantäne.

Um die Quarantäne (um fünf Tage nach Einreise oder weniger als fünf Tage) verkürzen zu können, muss mindestens fünf Tage nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein negativer Corona-Test gemacht worden sein (die Quarantäne ist also mindestens fünf Tage einzuhalten). Der verpflichtende Test bei der Einreise und dessen Ergebnis sind dafür irrelevant. Zur Verkürzung der Quarantäne muss ein weiterer Test gemacht werden. Das Testergebnis ist dem zuständigen örtlichen Gesundheitsamt innerhalb von zehn Tagen nach Einreise auf Verlangen vorzulegen und ist daher für diesen Zeitraum aufzubewahren. Die betroffene Person darf die Quarantäne für die Durchführung eines Tests (aber ausschließlich dafür) verlassen.

Die Quarantäne ist in jedem Falle mindestens fünf Tage einzuhalten und endet frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise, wenn die Person ein negatives Testergebnis vorlegt. Auch bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses ist das Gesundheitsamt zu informieren, falls innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise Symptome auftreten, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hindeuten.

Kontaktdaten der zuständigen Gesundheitsämter: Öffentliche Gesundheitsdienste - Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte (PDF 125KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Unter www.schleswig-holstein.de/coronavirus-einreise finden Sie die Informationen zu den ausgewiesenen Risikogebieten sowie die jeweiligen Links zum Robert-Koch-Institut (RKI). Die dort abrufbaren Informationen zu den Risikogebieten sind in der Regel maßgeblich für die Umsetzung der Quarantäne-Verordnung.

Müssen sich auch Personen, die aus einem ausländischen Risikogebiet einreisen und Angehörige besuchen möchten, in Quarantäne begeben? Müssen auch diese Personen einen Corona-Test machen lassen? Was gilt umgekehrt für Personen, die in Schleswig-Holstein leben und ihre Angehörigen in einem ausländischen Risikogebiet besuchen möchten?

Für solche Personen gibt es Ausnahmen. Bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein oder von weniger als 72 Stunden in einem ausländischen Risikogebiet (z.B. Dänemark) sind Personen von der Quarantänepflicht ausgenommen, die einreisen oder zurückkehren

  • aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades (Kinder, Eltern, Großeltern),
  • des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder Lebenspartners,
  • eines geteilten Sorgerechts oder
  • eines Umgangsrechts.

Von der Ausnahme umfasst sind auch Ehegatt:innen und Lebenspartner:innen, die diese Personen begleiten. Diese Personen sind auch nicht verpflichtet, einen Test auf das Coronavirus vor oder kurz nach der Einreise zu machen.

Beispiel: Ein erwachsener Mann, der in Schleswig-Holstein lebt, könnte seine Tochter, die in einem Risikogebiet in Dänemark lebt, für weniger als 72 Stunden dort besuchen, ohne anschließend in Quarantäne oder einen Corona-Test machen zu müssen. Er darf dabei auch von seiner Frau oder Lebensgefährtin begleitet werden, die ebenfalls anschließend nicht in Quarantäne muss. Umgekehrt darf ihn auch seine Tochter für weniger als 72 Stunden zu Hause besuchen, ohne in Schleswig-Holstein in Quarantäne oder einen Corona-Test machen zu müssen.

Ebenso sind diese Personen komplett von der Quarantänepflicht ausgenommen und können auch länger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein oder in einem ausländischen Risikogebiet (z.B. Dänemark) bleiben, sofern sie bei Einreise über einen negativen Corona-Test verfügen, der höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein darf oder bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden muss (solange das Testergebnis nicht vorliegt, muss sich die Person in Quarantäne begeben). Auch Antigen-Tests sind möglich. (zu den Bestimmungen siehe "Werden Antigen-Tests anerkannt, um die Quarantäne (aufgrund einer Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet) zu verkürzen?") Das Testergebnis in digitaler Form oder Papierform ist dem zuständigen örtlichen Gesundheitsamt innerhalb von zehn Tagen nach Einreise auf Verlangen vorzulegen und ist daher für diesen Zeitraum aufzubewahren.

Gilt die Quarantänepflicht auch für Menschen, die in Schleswig-Holstein ihren Wohnsitz haben und in einem ausländischen Risikogebiet beruflich tätig sind oder dort studieren (Grenzpendler)?

Auch für diese Personen gibt es Ausnahmen. Personen, die in Schleswig-Holstein ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in ein ausländisches Risikogebiet begeben und regelmäßig, mindestens ein Mal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzpendler), sind von der Quarantänepflicht ausgenommen. Diese Regelung gilt umgekehrt auch für Grenzgänger, die in einem ausländischen Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und mindestens einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz im Ausland zurückkehren. Die zwingende Notwendigkeit sowie die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte sind durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen.

Sind Personen von der Quarantäne ausgenommen, die aus einem ausländischen Risikogebiet einreisen und eine medizinische Behandlung benötigen?

Ja, sofern es sich um Menschen handelt, die eine dringende medizinische Behandlung benötigen. Das gilt ebenso für Menschen, die eine schutz- oder hilfebedürftige Person beistehen oder diese pflegen möchten. Diese Personen müssen allerdings bei Einreise über einen negativen Corona-Test verfügen, der höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein darf oder bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden muss (solange das Testergebnis nicht vorliegt, muss sich die Person in Quarantäne begeben). Auch Antigen-Tests sind möglich. (zu den Bestimmungen siehe "Werden Antigen-Tests anerkannt, um die Quarantäne (aufgrund einer Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet) zu verkürzen?") Das Testergebnis in Papierform oder digitaler Form ist dem zuständigen örtlichen Gesundheitsamt innerhalb von zehn Tagen nach Einreise auf Verlangen vorzulegen und ist daher für diesen Zeitraum aufzubewahren.

Werden Einreisende aus ausländischen Risikogebieten prioritär getestet?

Nein. Aufgrund der aktuellen Auslastung der Laborkapazitäten für PCR-Tests auf SARS-CoV2 setzt das Land die Priorisierungsstufen der Nationalen Teststrategie um. Entsprechende Testkapazitäten sind prioritär für symptomatische Personen und für enge Kontaktpersonen zu einem bestätigten Covid-19-Fall sowie im Rahmen von Ausbruchsgeschehen in medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen zu verwenden.

Robert-Koch-Institut: Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2 Infektion getestet?

Welcher Test ist für Einreisende aus ausländischen Risikogebieten primär vorgesehen?

Primär sollte ein Antigen-Schnelltest verwendet werden, der im Falle eines positiven Testergebnisses durch einen PCR-Test überprüft werden muss. Auch ein PCR-Test ist möglich, er sollte jedoch aufgrund begrenzter Kapazitäten nachrangig verwendet werden.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Liste der Antigen-Tests zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2

Ist der Test für Einreisende aus ausländischen Risikogebieten in Deutschland kostenlos?

Nein, ab dem 16.12. 2020 ist der Test von Reiserückkehrer:innen selbst zu bezahlen.

Wo kann ich mich als Reiserückkehrender testen lassen?

Es ist zu empfehlen, dass Sie dazu Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt aufsuchen.

Welche Anforderungen gelten bei einem Antigen-Test, um die Quarantäne (aufgrund einer Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet) zu verkürzen oder aufzuheben?

Ein Antigen-Test ist möglich, muss aber die Anforderungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) genügen, die im Internet unter der Adresse https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html veröffentlicht sind. Diesem Test ist ein Test gleichgestellt, der  die Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllt, die im Internet unter https://www.rki.de/covid-19-tests veröffentlicht sind. 

Müssen auch Säuglinge getestet werden, um die Quarantäne bei diesen zu verkürzen oder aufzuheben?

Grundsätzlich benötigen auch Säuglinge einen negativen Test, damit bei diesen die Quarantäne verkürzt oder aufgehoben werden kann. Allerdings sind PCR- und Antigentests wegen der Notwendigkeit eines tiefen Rachenabstrichs für Säuglinge sehr belastend und praktisch kaum durchführbar. Zudem sind Säuglinge selbst kaum ansteckungsfähig und haben auch kaum unkontrollierte Kontakte in die Bevölkerung, sodass von ihnen – wenn überhaupt – nur eine sehr geringe Gefahr bei der Verbreitung des Virus ausgeht. Aus diesen Gründen sollten Tests bei Säuglingen nach Möglichkeit nicht erfolgen und diese sollten mit ihren Eltern in häuslicher Quarantäne bleiben.

Gibt es bei Einreise nach Schleswig-Holstein Kontrollen oder Sanktionen, wenn man sich nicht an die Vorgaben hält?

Es gibt stichprobenartige Überprüfungen (z.B. an der dänischen Grenze). Es kann ein Bußgeld verhängt werden, wenn man sich nicht an die Regelungen hält. Der aktuelle Bußgeldkatalog des Innenministeriums ist im Internet unter folgendem Link zu finden: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/200615_bussgeldkatalog_quarantaenemassnahmen.html.

Müssen sich Personen in Quarantäne begeben, die aus einem Risikogebiet in Dänemark nach Schleswig-Holstein einreisen? (zum Beispiel zum Einkaufen)

Nein. Im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs sind solche Aufenthalte ohne Quarantäne möglich, wenn diese Personen nur für bis zu 24 Stunden in das Bundesgebiet einreisen. Auch für Verwandtenbesuche oder Besuche von Angehörigen aus Dänemark von bis zu 72 Stunden gibt es Ausnahmen (siehe: "Müssen sich auch Personen, die aus einem ausländischen Risikogebiet einreisen und Angehörige besuchen möchten, in Quarantäne begeben? Was gilt umgekehrt für Personen, die in Schleswig-Holstein leben und ihre Angehörigen in einem ausländischen Risikogebiet besuchen möchten?").

Muss man seinen gebuchten Urlaub absagen, gibt es eine Entschädigung als Folge der Anordnung?

Ob ein Urlaub abgesagt wird, ist eine individuelle Entscheidung, der Urlaubsantritt ist weiterhin grundsätzlich möglich. Es gilt allerdings ein touristisches Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein. Eine Entschädigung für ausgefallenen Urlaub gibt es nicht.

Was ist mit Menschen aus einem Risikogebiet, die nur durch Schleswig-Holstein durchfahren, um nach Dänemark zu kommen?

Eine Durchreise durch Schleswig-Holstein ohne Aufenthalt ist zulässig, soweit keine Symptome vorliegen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen.

Muss man sich nach der Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet erstmal direkt nach Hause begeben und dort bleiben?

Ja, wenn Sie aus einem ausländischen Risikogebiet nach Schleswig-Holstein einreisen, müssen Sie sich umgehend nach Hause bzw. in eine für eine Quarantäne geeignete Unterkunft begeben. Sie müssen zudem höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland einen Coronatest machen lassen. Weitere Informationen dazu: siehe oben.

Kann ich mich auch bei meinem Hausarzt oder bei meiner Hausärztin testen lassen?

Das ist grundsätzlich möglich und auch empfohlen, da auch Hausärzt:innen die Tests abrechnen können. Wichtig ist, dass Sie sich vorab telefonisch dort anmelden und sich einen Termin für die Testung geben lassen. Sollte Ihr Hausarzt / Ihre Hausärztin keine Kapazitäten für eine Testung haben, können Sie sich über die telefonische Hotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 einen Termin für eine Testung geben lassen.

Kann ich mich auch am Flughafen oder bei Einreise in einem anderen Bundesland testen lassen?

Ja, sofern dort Kapazitäten vorhanden sind.

Muss ich auch beim Test beim Hausarzt/ Hausärztin eine Reiserückkehr nachweisen?

Hier gilt, dass Sie auf Nachfrage glaubhaft machen müssen, dass Sie sich zuvor in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Dazu teilen Sie in der Regel Ihren vorherigen Aufenthaltsort mit und dokumentieren diesen beispielsweise, indem Sie Tickets, Hotelrechnungen oder Tankbelege auf Nachfrage vorlegen. Es liegt dabei in der Verantwortung jedes Einzelnen, wahrheitsgemäße Angaben zu geben. 

Welche Einreisenden aus einem ausländischen Risikogebiet sind von der häuslichen Quarantäne ausgenommen und benötigen bei Einreise und danach keinen negativen Corona-Test?

  • Ausgenommen von der häuslichen Quarantäne nach der Quarantäne-Verordnung sind folgende Personen, falls sie keine Symptome aufweisen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen:
  • Personen, die nur zur Durchreise nach Schleswig-Holstein einreisen; diese haben das Gebiet des Landes auf direktem Weg zu verlassen;
  • Personen, die aus Dänemark einreisen und sich für weniger als 24 Stunden in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben oder nur für bis zu 24 Stunden in das Bundesgebiet einreisen
  • Bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden in Schleswig-Holstein oder in einem ausländischen Risikogebiet für Personen aus Schleswig-Holstein oder aus ausländischen Risikogebieten, die einreisen:
    • aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts, (die sie begleitenden Ehe- oder Lebenspartner:innen sind ebenfalls von der Quarantänepflicht ausgenommen)
    • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dringend erforderlich und unabdingbar ist, und dies durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber bescheinigt wird,
    • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte hochrangige Mitglieder des diplomatischen und konsularischen Dienstes, von Volksvertretungen und Regierungen oder
  • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen,
    • die in Schleswig-Holstein ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in ein ausländisches Risikogebiet begeben und regelmäßig, mindestens ein Mal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzpendler) oder
    • die in einem ausländischen Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung nach Schleswig-Holstein begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzgänger);
    • die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren.

Es gilt, dass die zwingende Notwendigkeit sowie die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte sind durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen ist.

Welche Einreisenden aus einem ausländischen Risikogebiet sind von der häuslichen Quarantäne ausgenommen, sofern sie über einen negativen Test verfügen?

Folgende Einreisende aus einem ausländischen Risikogebiet sind ausgenommen, sofern sie über einen negativen Corona-Test in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfügen (in Papierform oder digitaler Form; diesen haben sie für zehn Tage aufzubewahren und auf Verlangen dem örtlichen Gesundheitsamt vorzulegen). Der Test darf dabei höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein oder muss bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden. Auch Antigen-Schnelltests werden unter bestimmten Bedingungen akzeptiert (siehe dazu "Werden Schnelltests Antigen-Tests anerkannt, um die Quarantäne (aufgrund einer Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet) zu verkürzen?")

  1. Personen, deren Tätigkeit unabdingbar ist für die Aufrechterhaltung
    1. der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens, insbesondere Ärzte, Pflegekräfte, unterstützendes medizinisches Personal und 24-Stunden-Betreuungskräfte,
    2. der öffentlichen Sicherheit und Ordnung,
    3. der Pflege diplomatischer und konsularischer Beziehungen,
    4. der Funktionsfähigkeit der Rechtspflege,
    5. der Funktionsfähigkeit von Volksvertretung, Regierung und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen oder
    6. der Funktionsfähigkeit der Organe der Europäischen Union und von internationalen Organisationen

      die zwingende Notwendigkeit ist durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber zu bescheinigen,
  2. Personen, die nach Schleswig-Holstein einreisen oder aus einem ausländischen Risikogebiet zurückkehren aufgrund
    1. des Besuchs von Verwandten ersten oder zweiten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts (die sie begleitenden Ehe- oder Lebenspartner:innen sind ebenfalls von der Quarantänepflicht ausgenommen),
    2. einer dringenden medizinischen Behandlung oder
    3. des Beistands oder zur Pflege schutz-oder hilfebedürftiger Personen,
  3. Polizeivollzugsbeamte, die aus dem Einsatz und aus einsatzgleichen Verpflichtungen aus dem Ausland zurückkehren,
  4. Personen, die sich für bis zu fünf Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich veranlasst, wegen ihrer Ausbildung oder ihres Studiums in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben oder in das Bundesgebiet einreisen; die zwingende Notwendigkeit ist durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen,
  5. Personen, die zur Vorbereitung, Teilnahme, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert werden oder von einem Bundessportfachverband zur Teilnahme an Trainings- und Lehrgangsmaßnahmen eingeladen sind, oder
  6. Angehörige der Bundeswehr und ausländischer Streitkräfte nach § 54a Infektionsschutzgesetz,
  7. Angehörige ausländischer Streitkräfte im Sinne des NATO-Truppenstatuts, des Truppenstatuts der NATO-Partnerschaft für den Frieden und des Truppenstatuts der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die zu dienstlichen Zwecken in die Bundesrepublik Deutschland einreisen oder dorthin zurückkehren, oder
  8. Personen, die zum Zweck einer mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme in das Bundesgebiet einreisen, wenn am Ort ihrer Unterbringung und ihrer Tätigkeit in den ersten zehn Tagen nach ihrer Einreise gruppenbezogen betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung außerhalb der Arbeitsgruppe ergriffen werden, die einer Absonderung der geltenden Quarantäneverordnung vergleichbar sind. Der Arbeitgeber hat vor der Arbeitsaufnahme die Maßnahmen zur Einhaltung dieser Voraussetzungen gegenüber der zuständigen kommunalen Gesundheitsbehörde darzulegen. Diese hat vor der Arbeitsaufnahme zu prüfen, ob die Maßnahmen des Arbeitgebers einer quarantäneähnlichen Absonderung vergleichbar sind. Im Rahmen der Prüfung ist die Staatliche Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord zu beteiligen.

Muss ein Hotel die Kosten bei Stornierung erstatten?

Die allgemeinen privatrechtlichen Regelungen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind von den Verordnungen des Landes unberührt.

Müssen die Zimmer nach einer Quarantäne speziell behandelt werden?

Nein, es gelten auch weiterhin die allgemein gültigen Hygienevorgaben.

Was müssen Gäste machen, wenn sie während einer Quarantäne im Hotel erkranken?

Ein Krankheitsverdacht ergibt sich bei Auftreten von Symptomen, dann sollte umgehend telefonischer (!) Kontakt zu einem Arzt aufgenommen werden. Der Krankheitsverdacht ist meldepflichtig und muss vom Arzt auch dem zuständigen Gesundheitsamt mitgeteilt werden. Bei manifester Erkrankung gelten die allgemeinen Grundsätze der Krankenbehandlung und erforderlichenfalls kann auch eine Aufnahme ins Krankenhaus folgen. Es ist davon auszugehen, dass den Betroffenen – soweit gesundheitlich zumutbar – die Heimreise nahegelegt wird.

Welche Einrichtungen sind zurzeit geschlossen? Welche bleiben geöffnet?

Aktuell ist grundsätzlich die Öffnung aller Freizeiteinrichtungen untersagt, in denen es zu vielen oder engen Kontakten kommen kann. Bei den aufgezählten Einrichtungen sind unter Umständen viele Menschen unmittelbar miteinander in Kontakt; deshalb ist der Vermeidung von Infektionen in Abwägung zu den damit verbundenen Grundrechtsbeschränkungen ein höheres Gewicht beizumessen. Es geht darum,  mit diesen Maßnahmen zur Kontaktminimierung beizutragen und die Infektionszahlen deutlich zu verringern, um damit das Gesundheitssystem insgesamt zu entlasten.

Folgende Freizeiteinrichtungen sind vorübergehend geschlossen:

  • Diskotheken und ähnliche Einrichtungen
  • Restaurants, Bars, Kneipen und ähnliche Einrichtungen inklusive Außenbereiche (nur die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen und Getränke bleiben erlaubt; der Verzehr ist sowohl in der Öffentlichkeit als auch im privaten Haushalt möglich, wobei alkoholhaltige Getränke in der Öffentlichkeit nicht verzehrt werden dürfen. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 pro 100.000 Einwohner:innen muss zuvor ein Abholtermin vereinbart worden sein.)
  • Theater, Opern- und Konzerthäuser
  • Museen, Archive und Bibliotheken. Bei Bibliotheken ist die Bestellung, Abholung und die Rückgabe von entliehenen Medien nach Vorbestellung (analog zum click-and-collect-Verfahren) zulässig, sofern die Nutzer:innen hierzu geschlossene Räume nur einzeln betreten oder die Ausgabe oder Rücknahme außerhalb geschlossener Räume erfolgt.
  • Kinos und Autokinos,
  • Freizeitparks, Tierparks, Wildparks, Aquarien und Zoos (Innen- und Außenanlagen)
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen (dazu zählen keine Lottoannahmestellen, die ihr Angebot als Nebensortiment in noch geöffneten Verkaufsstellen betreiben)
  • Prostitutionsstätten und Bordelle (die Erbringung sexueller Dienstleistungen mit Körperkontakt insgesamt ist untersagt)
  • Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen,
  • Sämtliche Sportanlagen (mit Ausnahme von Tiersportanlagen, da zum Beispiel Pferde versorgt und auch bewegt werden müssen; auch dürfen sämtliche Anlagen zu ihrer Unterhaltung und Pflege noch betreten werden),
  • Fitnessstudios, Solarien und Sonnenstudios und ähnliche Einrichtungen.

Folgende Einrichtungen bleiben geöffnet:

Foodtrucks/Imbissbuden dürfen geöffnet bleiben, allerdings nur zur Abholung von Speisen und Getränken. Der Verzehr vor Ort ist nicht gestattet. Ebenfalls geöffnet bleiben dürfen Spielplätze. Hier finden Sie Informationen zu Spielplätzen.

Sind Angelteiche geöffnet?

Nein. Gewerbliche Angelteiche sind als Freizeiteinrichtungen geschlossen zu halten. Auch gewerbliche Angelkutter dürfen keine Ausfahrten anbieten.

Zulässig bleibt - bei Einhaltung der generellen Kontaktbeschränkungen - das individuelle Angeln.

Informationen zum Sport

Die für das Sporttreiben geltenden Regelungen finden Sie hier: Informationen zum Sport

Verstöße gegen die Regeln aus der Verordnung oder den Erlassen / Bußgeldkatalog

Gibt es einen Bußgeldkatalog?

Die Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 enthält unter § 21 Ordnungswidrigkeiten auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes.

Bußgeldkatalog zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2

Bußgeldkatalog zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Coronavirus

Verstöße gegen die Quarantäne

Verstöße gegen Quarantäneanordnungen oder Veranstaltungsverbote sind strafbewehrt. Diese werden von der Polizei verfolgt und an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Wer seine Quarantäneauflagen missachtet oder Covid-19 vorsätzlich verbreitet, wird gemäß § 74 Infektionsschutzgesetz (IfSG) mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe bestraft.

Veranstaltungen

Infos zu Veranstaltungen und Versammlungen finden Sie hier.

Gibt es Regelungen für religiöse Zusammenkünfte, Gottesdienste, Gebete oder Messen?

Sämtliche rituelle Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sind bei einem entsprechenden Hygienekonzept gestattet. Es gelten folgende Anforderungen:

Rituelle Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sind mit bis zu 50 Teilnehmer:innen innerhalb geschlossener Räume (also zum Beispiel in einer Kirche) und 100 Teilnehmer:innen außerhalb geschlossener Räume (also zum Beispiel auf einem Friedhof) gestattet. Der Gemeindegesang ist untersagt. Die Anzahl der Teilnehmer:innen hängt insbesondere davon ab, ob das Abstandsgebot eingehalten werden kann. Mehr als 50 Teilnehmer:innen sind auch in einer großen Kirche wie im Lübecker Dom nicht möglich und auch außerhalb geschlossener Räume ist die Zahl von maximal 100 Teilnehmer:innen zwingend einzuhalten.  Es gelten folgende Regelungen:

  • Einhaltung des Abstandsgebotes zwischen allen Teilnehmer:innen,
  • während der gesamten Veranstaltung ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (Diese darf kurzfristig abgenommen werden, soweit dies zur Ausübung der liturgischen Handlung erforderlich ist wie z.B. bei der Entgegennahme des Abendmahls. Leiter:innen der rituellen Veranstaltung (zum Beispiel Pastor) müssen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.),
  • Einhaltung der Husten- und Niesetikette,
  • Möglichkeit zum Waschen oder Desinfizieren der Hände,
  • an allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge,
  • für die sanitären Gemeinschaftseinrichtungen gelten die allgemeinen Vorgaben für Veranstaltungen. Enge Begegnungen ohne Einhaltung des Abstandsgebotes sind in Toiletten unbedingt zu vermeiden. Die Veranstalterin oder der Veranstalter erstellt ein Hygienekonzept.
  • Die Kontaktdaten der Teilnehmer:innen sind spätestens bei Beginn der rituellen Veranstaltung zu erheben, für vier Wochen aufzubewahren und anschließend zu vernichten.

Für Bestattungen sowie Trauerfeiern auf Friedhöfen und in Bestattungsunternehmen gelten die die Vorgaben entsprechend mit der Einschränkung, dass höchstens 25 Personen teilnehmen dürfen. Zur Trauerfeier gehört die eigentliche Zeremonie, nicht aber eine anschließende Bewirtung. Für weitere Informationen siehe "Welche Regelungen gelten für Bestattungen?"

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 pro 100.000 Einwohner:innen ist die Zahl der Teilnehmer:innen bei Bestattungen auf 15 Personen begrenzt (siehe dazu die Daten der Landesmeldestelle unter https://schleswig-holstein.de/coronavirus-zahlen). Bei Gottesdiensten gelten weiterhin die Anforderungen für rituelle Veranstaltungen.

Dürfen Chorproben noch stattfinden?

Nein, Chorproben dürfen nicht mehr stattfinden und sind auch für professionelle Chöre untersagt.

Dürfen Volkshochschulen, Musikschulen und Bildungseinrichtungen öffnen?

Nein, grundsätzlich sind diese geschlossen. Außerschulische Bildungsangebote können nur als Distanzveranstaltungen zum Beispiel online als digitaler Fernunterricht stattfinden. Eine Ausnahme gibt es für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) oder Vorbereitungskurse für Meisterprüfungen oder für Prüfungen. Mehr Informationen dazu finden Sie dazu weiter unten.

Welche außerschulischen Bildungsangebote können wahrgenommen werden?

Außerschulische Bildungsangebote können nur als Distanzveranstaltungen zum Beispiel online als digitaler Fernunterricht stattfinden. Präsenzveranstaltungen sind nur dann zugelassen, wenn es sich um eine dienstliche Fortbildung handelt, die vom Arbeitgeber oder Dienstherrn selbst veranstaltet wird. Eine weitere Ausnahme gibt es für die Durchführung von Prüfungen. Prüfungen bleiben als Präsenzveranstaltungen möglich. Auch Vorbereitungskurse für Prüfungen (aber ausschließlich dafür) sind in Gesundheitsfach- und Pflegeschulen, bei überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen, bei von den Heilberufekammern durchgeführten überbetriebliche Berufsausbildungen sowie für berufliche Bildungsabschlüsse und Meisterprüfungen zulässig. Das Abstandsgebot ist bei diesen Veranstaltungen unbedingt einzuhalten. Es wird empfohlen, ein Hygienekonzept zu erstellen. Zudem sollten Hygieneregeln beachtet und Alltagsmasken getragen werden. Während der Präsenzveranstaltungen sollte regelmäßig gelüftet werden.

Darüber hinaus sind Ausnahmen gemäß § 12 Corona-Bekämpfungsverordnung (LVO) ) vorgesehen für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, die von Heilberufekammern durchgeführte Berufsausbildung und für Vorbereitungskurse für berufliche Bildungsabschlüsse und für Meisterprüfungen. In diesen Fällen gelten die Vorschriften über öffentliche berufsbildende Schulen entsprechend. Diese sehen ab 11.1.2021 die Möglichkeit von Präsenzveranstaltungen vor, wenn die Teilnehmenden im Schuljahr 2020/21 Abschluss- oder Zwischenprüfungen zu absolvieren haben und eine angemessene Prüfungsvorbereitung in Distanz nicht möglich ist. Dabei ist die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern zu anderen Personen sicherzustellen.

Kann Fahrschulunterricht genommen werden?

Nein, Fahrschulfahrten sind nicht möglich. Auch Vorbereitungskurse für die Theorieprüfung dürfen nur in Form von digitalen Unterrichtseinheiten und nicht als Präsenzveranstaltungen stattfinden.

Fahrerlaubnisprüfungen dürfen stattfinden. Die Fahrzeuginsassen haben eine Mund-Nasen-Bedeckung oder besser noch eine FFP-2-Maske zu tragen. Inwieweit aufgrund des Verbotes von Fahrschulunterricht Prüfungen in Schleswig-Holstein stattfinden, erfragen Sie bitte beim TÜV Nord.

Die beschleunigte Grundqualifizierung oder Weiterbildung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (zur Eintragung der Schlüsselzahl 95 in den Führerschein) darf nicht stattfinden, da auch diese außerschulische Bildungsangebote sind.

Können Instrumental- und Gesangslehrer weiterhin Privatunterricht (Einzelunterricht) beim Schüler zu Hause oder beim Lehrer zu Hause geben?

Nein, das ist nicht möglich. Auch Privatunterricht, der zu Hause stattfindet, ist vom Verbot außerschulischer Bildungsangebote umfasst und daher nicht erlaubt. Erlaubt sind lediglich Distanzveranstaltungen in Form von digitalen Unterrichtseinheiten.

Dürfen Zeichen-, Mal-, Bastel- oder Töpferkurse angeboten werden?

Solche Veranstaltungen sind nur als Distanzveranstaltungen in digitaler Form (z.B. online als digitaler Fernunterricht) möglich.

Dürfen Hundeschulen geöffnet bleiben?

Nein. Hundeschulen sind als außerschulische Bildungseinrichtungen und Sporteinrichtungen zu schließen. Die Anlagen dürfen aber zu ihrer Unterhaltung und Pflege sowie zur Versorgung dort lebender Tiere betreten werden. Einzelunterricht in Hundeschulen ist ebenfalls unzulässig, da diese ohnehin geschlossen sind. Erlaubt ist lediglich Hundesport in der Öffentlichkeit alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand.

Sind Kreuzfahrten oder Busreisen zu Ausflugszwecken derzeit erlaubt?

Kreuzfahrten/Kreuzfahrtschiffe beschränken sich nicht auf einen Transport von einem Ort zum anderen, sondern bieten ein Gesamtpaket aus vielfältigen Leistungen wie touristische Beherbergung, Bewirtung, Unterhaltungs- und Freizeitangeboten an. Diese sind jeweils durch die aktuelle Verordnung untersagt. Aus diesem Grund ist der Betrieb von Kreuzfahrtschiffen zum Zweck von Kreuzfahrten im Gebiet des Landes Schleswig-Holstein untersagt, soweit es sich nicht um das Recht der friedlichen Durchfahrt handelt oder ein Notfall vorliegt.

Auch Busreisen zu touristischen Zwecken sind untersagt.

Informationen für Geschäftsreisende / Grenzpendler / Einreisende nach Dänemark

Für Regelungen in Hinblick auf die Quarantäne von Grenzpendler:innen siehe "Welche Bestimmungen gelten für Einreisen aus einem ausländischen Risikogebiet nach Schleswig-Holstein?"

Informationen zu Einschränkungen bei der Einreise nach Dänemark stellt die dänische Regierung auf ihren Seiten bereit: Bestimmungen für die Einreise nach Dänemark (auf Englisch)

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
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