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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen

alle öffnen

Gastronomie

Welche Regelungen gelten für gastronomische Betriebe? Wo dürfen Gäste dort bewirtet werden?

Innen- und Außenbereiche der Gastronomie sind unter bestimmten Voraussetzungen geöffnet.

3G-Regel in Innenbereichen:
Für die Bewirtung in Innenbereichen (nicht jedoch in Außenbereichen) greift die 3G-Regel: Bewirtet werden dürfen also grundsätzlich nur vollständig geimpfte, genesene und negativ getestete Personen (max. 24. Std. alter Antigen-Schnelltest oder max. 48 Std. alter PCR-Test) mit einem entsprechenden Nachweis. Kinder unter sieben Jahren benötigen keinen Test. Auch dürfen diese Personen keine typischen Coronavirus-Symptome haben. Bei minderjährigen Schüler:innen reicht die Vorlage einer Bescheinigung der Schule aus, dass sie im Rahmen eines schulischen Schutzkonzepts regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden. Für die Zeit der Herbstferien gilt, dass die Bescheinigung der Schule nur in Verbindung mit einer Selbstauskunftsbescheinigung oder einer Testbescheinigung aus einer anerkannten Teststation gültig ist, die nicht älter als 72 Stunden sein darf. Für weitere Informationen siehe "Genesen/Getestet/Geimpft".

Die 3G-Regel sowie die Pflicht zur Erstellung eines Hygienekonzepts gilt ebenso für Veranstaltungen in Gaststätten, die in Innenbereichen stattfinden. Regelungen für Veranstaltungen

Betreiber:innen von Gaststätten haben Folgendes zu beachten:

  • Es bedarf eines Hygienekonzepts.
  • Beachtung der 3G-Regel (für weitere Informationen siehe oben)
  • Kontaktdaten sind nicht mehr zu erheben.
  • Eine vorgeschriebene Sperrstunde gibt es im Rahmen der Corona-Bekämpfungsverordnung nicht. Der Außer-Haus-Verkauf bleibt selbstverständlich zulässig.
  • Mitarbeiter:innen, die in Bereichen mit regelmäßigem Gästekontakt eingesetzt werden (also insbesondere bei der Bewirtung der Gäste), müssen entweder eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94) tragen oder spätestens 72 Stunden zuvor einen negativen Corona-Test vorgelegt und die Vorlage schriftlich bestätigt haben. Die Testungen dürfen in den Betrieben durchgeführt werden. Arbeitgeber:innen sind hier ohnehin verpflichtet, ihren Beschäftigten zweimal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. Für weitere Informationen dazu siehe "Was gilt für das Angebot von Tests am Arbeitsplatz?" Die Bestätigungen über die Testungen sind von den Betreiber:innen für vier Wochen aufzubewahren und auf Verlangen dem zuständigen Gesundheitsamt vorzulegen. Vollständig Geimpfte und Genesene mit einem entsprechenden Nachweis benötigen keinen Test. Sie müssen lediglich bestätigen, dass sie einen Nachweis zu ihrem Status vorgelegt haben. Bei ihnen ist keine Kopie des Impf- oder Genesenennachweises anzufertigen. Arbeitgeber:innen sind hier ohnehin verpflichtet, ihren Beschäftigten zweimal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

  • Das Küchenpersonal muss außerhalb von Gasträumen (Küche, Lagerräume) keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dasselbe gilt, wenn sich die Beschäftigten beispielsweise durch eine geeignete Trenn- und Schutzwand vor einer möglichen Tröpfchen- und Aerosolübertragung von den Gästen schützen können.
  • Zur Definition Außengastronomie:
    Eine Terrasse mit an allen Seiten geschlossenen Außenwänden, beispielsweise aus Glas, ist kein geschlossener Raum, wenn kein Dach vorhanden ist. Insofern kann auch ein Wintergarten mit fahrbarem Dach für die Außengastronomie genutzt werden, wenn das Dach geöffnet ist.
    Eine Markise, die in der Regel an der Hauswand fest montiert ist, ist in Kombination mit seitlichen Windschutzvorrichtungen nicht zulässig, es sei denn die Windschutzvorrichtungen lassen von der Höhe her ausreichend Raum für den Luftaustausch.
    Eine überdachte Terrasse hingegen (wie bei einem Zelt, Pavillon oder anderen Unterständen) darf als Außengastronomie nur betrieben werden, wenn maximal eine Seitenwand vorhanden ist. Bei zwei oder mehr Seitenwänden und einem Dach darf sie daher nicht als Außengastronomie betrieben werden.

Dürfen Diskotheken öffnen?

Ja. Diskotheken, Tanzlokale und ähnliche Einrichtungen, in denen zu Vergnügungszwecken getanzt wird, dürfen öffnen. Es gelten grundsätzlich die Vorgaben für gastronomische Betriebe (3G-Regel in Innenräumen, Hygienekonzept zu den erweiterten Anforderungen s.u.). Es dürfen im Sinne der 3G-Regel nur Personen eingelassen werden, die vollständig geimpft, genesen oder getestet sind und darüber einen Nachweis vorlegen. Auch dürfen diese Personen keine typischen Coronavirus-Symptome haben. Die zugrunde liegende Testung maximal sechs Stunden zurückliegen (dies gilt für alle Besucher:innen, die weder geimpft noch genesen sind. Auch Schüler:innen benötigen also einen maximal sechs Stunden alten Test). Der Test darf auch vor Ort unter Aufsicht des Personals gemacht werden.

Betreiber:innen haben zu beachten: Besondere Anforderungen an die Lüftung sind im Hygienekonzept zu berücksichtigen und darüber ist entsprechend Auskunft zu erteilen. Kohlendioxid (CO2) ist ein relevanter Indikator für den Luftwechsel. Stationäre RLT-Anlagen stellen bei Beachtung aller Anforderungen entsprechend dem Stand der Technik (Regelwerke, VDI, DIN, EN) die zuverlässigste Maßnahme zur Gewährleistung hygienisch einwandfreier Innenraumluft in dicht belegten Räumen dar. Die Überprüfung der Frischluftzufuhr sollte im laufenden Betrieb mittels CO2-Messung erfolgen.

Gibt es Einschränkungen für den Verzehr von Alkohol?

Nein, Einschränkungen zum Verzehr von Alkohol gibt es nicht.

Einzelhandel

Alle Verkaufsstellen des Einzelhandels dürfen öffnen.

In der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus gibt es keine exakten Vorgaben mehr, wie viele Kund:innen sich gleichzeitig in Verkaufsstellen des Einzelhandels aufhalten dürfen. Allerdings sind Ansammlungen von Kund:innen zu vermeiden und es ist sicherzustellen, dass Abstände eingehalten werden können.

Im Detail gelten für Verkaufsstellen des Einzelhandels folgende Regelungen:

  1. Es wird empfohlen, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Die Betreiber:innen haben sicherzustellen, dass es auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten zu keinen Ansammlungen kommt und Mindestabstände eingehalten werden können. Dazu bedarf es gegebenenfalls Kontrollen im Eingangsbereich. Dies kann auch durch Technik erfolgen.
  2. In geöffneten Verkaufsstellen, in Supermärkten und in Apotheken (Verkaufs- und Warenausgabestellen des Einzelhandels), in abgeschlossenen Verkaufsständen, in Tankstellen und in überdachten Verkehrsflächen von Einkaufszentren (nicht aber auf überdachten Parkflächen) haben Kund:innen eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (das heißt eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94)) zu tragen. Die Inhaber:innen des Hausrechts haben die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung dieser Pflicht zu gewährleisten. Auch in Banken und Sparkassen gilt für Kund:innen und Beschäftigte eine Pflicht zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung. Bei der Nahrungsaufnahme darf die qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden, sofern dies im Stehen oder Sitzen erfolgt.
  3. Für Beschäftigte in Geschäften des Einzelhandels, in Supermärkten, in Apotheken und in überdachten Einkaufszentren, Verkaufs- und Warenausgabestellen des Einzelhandels, in abgeschlossenen Verkaufsflächen und in überdachten Verkehrsflächen von Einkaufszentren in den Bereichen mit Publikumsverkehr gilt eine Pflicht zum Tragen einer qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (das heißt eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94). Umfasst sind dabei auch Theken- und Tresenbereiche. Verkaufspersonal ist immer zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet. Ausnahmen gelten insbesondere am festen Steh- oder Sitzplatz, wenn die Übertragung von Viren durch ähnlich geeignete physische Barrieren (zum Beispiel Trenn- oder Schutzwände aus Plexiglas) verringert wird sowie bei der Nahrungsaufnahme.
  4. Auch wenn keine Pflicht hierzu besteht, bietet es sich an, auf die Anzahl der Kontrollkräfte und deren Aufgaben zur Einhaltung der Vorgaben (wie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung) einzugehen. Als Kontrollkräfte können dabei auch Mitarbeiter:innen des Geschäftes eingesetzt werden, sofern sie dabei jedoch parallel zur Kontrolltätigkeit keine Verkaufs- und Beratungstätigkeit im Geschäft vornehmen. Bei Ein-Personenbetrieben (zum Beispiel inhabergeführte Einzelhandelsbetriebe ohne weiteres Personal oder Geschäften mit nur einer im Ladenlokal beschäftigten Person) kann die im Verkaufsraum anwesende Person sowohl die Kontroll- als auch die Verkaufstätigkeit wahrnehmen.
  5. Die Einhaltung der notwendigen Hygienestandards, insbesondere der Empfehlungen des Robert Koch-Institutes, ist sicherzustellen. Die entsprechenden Hinweise des Robert Koch-Institutes sind in geeigneter Form zu berücksichtigen.
  6. Vor der Tür sollten Gruppenbildungen wartender Kund:innen vermieden werden, stattdessen muss für eine gezielte Schlangenbildung gesorgt werden (dabei wird empfohlen, Abstand zu halten).

Die Betreiber:innen müssen ein Hygienekonzept erstellen. Die Betreiber:innen von Einkaufszentren und Outlet-Centern mit jeweils mehr als zehn Geschäftslokalen müssen ein Hygienekonzept erstellen und dieses zuvor von der zuständigen Behörde genehmigen lassen, anderenfalls ist der Betrieb unzulässig.

Im Hygienekonzept nach § 4 Absatz 1 sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • die Regelung von Personenströmen;
  • die regelmäßige Reinigung von Oberflächen, die häufig von Besucher:innen berührt werden;
  • die regelmäßige Reinigung der Sanitäranlagen;
  • die regelmäßige Lüftung von Innenräumen, möglichst mittels Zufuhr von Frischluft.
  • die Bereitstellung von Möglichkeiten zur Handdesinfektion im Eingangsbereich;

Auf Verlangen der zuständigen Behörde haben die Verpflichteten das Hygienekonzept vorzulegen und über die Umsetzung Auskunft zu erteilen. Darüber hinaus gehende Pflichten zur Aufstellung von Hygieneplänen nach dem Infektionsschutzgesetz bleiben unberührt.

Dienstleistungen

Dürfen Friseure öffnen? Unter welchen Bedingungen?

Friseure und Friseursalons sind geöffnet. Alle Friseurleistungen sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

Es gilt die 3G-Regel: Es dürfen grundsätzlich nur Kund:innen bedient werden, die über einen max. 24 Std. alten negativen Testnachweis (bei einem PCR-Test gilt max. 48 Std.) verfügen, vollständig geimpft oder genesen sind (und darüber einen Nachweis vorlegen). Auch dürfen diese Personen keine typischen Coronavirus-Symptome haben. Der Test kann auch vor Ort unter Aufsicht des Personals gemacht werden. Kinder unter sieben Jahren benötigen keinen Test. Bei minderjährigen Schüler:innen reicht die Vorlage einer Bescheinigung der Schule aus, dass sie im Rahmen eines schulischen Schutzkonzepts regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden. Für die Zeit der Herbstferien gilt, dass die Bescheinigung der Schule nur in Verbindung mit einer Selbstauskunftsbescheinigung oder einer Testbescheinigung aus einer anerkannten Teststation gültig ist, die nicht älter als 72 Stunden sein darf. Für weitere Informationen siehe "Genesen/Getestet/Geimpft"

Soweit in Friseurbetrieben gemäß der Gefährdungsbeurteilung durch ausführende Tätigkeiten Mindestabstände nicht eingehalten werden können, sind andere Schutzmaßnahmen (ausreichendes und regelmäßiges Lüften sowie das Aufstellen geeigneter Abtrennungen wie beispielsweise Plexiglaswände) zu ergreifen. Beschäftigte haben eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94) zu tragen, wenn sie nicht vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sind (max. 24 Std. alter Antigen-Schnelltest – hier muss die Testung jeden Tag neu erfolgen – oder 48 Std. alter PCR-Test). Betreiber:innen müssen ein Hygienekonzept erstellen.

Kontaktdatenerhebung und Maskenpflicht für Kund:innen gibt es nicht mehr.

Dürfen Nagel-, Tattoo- und Massagestudios öffnen?

Nagelstudios, Tattoostudios und Massagestudios dürfen unter den gleichen Bedingungen wie Friseure öffnen. Bei medizinisch notwendigen Dienstleistungen, die zur Verhinderung von Verletzungen im Zusammenhang mit künstlichen Nägeln oder Piercings erfolgen, gilt die 3G-Regel nicht. (Für weitere Informationen siehe Dürfen Friseure öffnen? Unter welchen Bedingungen?).

Sind Sonnenstudios geöffnet?

Ja, Sonnenstudios sind geöffnet. Sonnenstudios gelten als Freizeiteinrichtungen. Auch in Sonnenstudios gilt daher die 3G-Regel: Es dürfen grundsätzlich nur Kund:innen bedient werden, die über einen max. 24 Std. alten negativen Testnachweis (oder max. 48 Std. alten PCR-Testnachweis) verfügen, vollständig geimpft oder genesen sind (und darüber einen Nachweis vorlegen). Auch dürfen diese Personen keine typischen Coronavirus-Symptome haben. Für weitere Informationen siehe "Getestet/Genesen/Geimpft"

Kontaktdatenerhebung und Maskenpflicht gibt es in Sonnenstudios nicht mehr.

Dürfen körpernahe Dienstleistungen (z.B. Fußpflege) erbracht werden?

Ja, diese sind unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen erlaubt. Für die Dienstleister:innen gilt : Sind sie nicht vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet (max. 24 Std. alter Antigen-Schnelltest oder 48 Std. alter PCR-Test), so ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94). Auch die Erstellung eines Hygienekonzeptes ist notwendig. Unter diesen Voraussetzungen sind auch die Dienstleistungen in den Gesundheits- und Heilberufen sowie der Gesundheitshandwerker erlaubt (z.B. Augenoptiker:innen, Hörgeräteakustiker:innen, Orthopädieschuhmacher:innen und -techniker:innen, Zahntechniker:innen). Bei medizinisch oder pflegerisch notwendigen Dienstleistungen gilt die 3G-Regel für die Kund:innen/ Patient:innen/ Klient:innen nicht. Diese benötigen also keinen Test-, Impf- oder Genesenennachweis.

Auch Hebammen dürfen ihrer Tätigkeit unter Berücksichtigung der besonderen Schutzmaßnahmen nachgehen. Um Schwangere oder stillende Mütter (z.B.), die noch keinen vollständigen Impfschutz besitzen, besser schützen zu können, besteht die Möglichkeit, das Hygienekonzept im Rahmen des Hausrechts entsprechend anzupassen.

Hinweisschreiben für Heilmittelerbringer:innen und Hebammen (Gültig ab: 20. September 2021) (PDF 170KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Die 3G-Regel greift bei körpernahen Dienstleistungen nur, wenn es sich um eine nicht notwendige medizinische oder pflegerische Leistung handelt. Kund:innen, Patient:innen, Klient:innen benötigen dann grundsätzlich einen negativen Test-, Impf- oder Genesenennachweis. Ausgenommen von der 3G-Regel ist somit auch die Fußpflege, die im Rahmen der Podologie erfolgt. Bei Leistungen, die physiotherapeutisch aufgrund eines ärztlichen Rezeptes erbracht werden, gibt es insofern auch keine Testverpflichtung für die Patient:innen. Medizinisch notwendige Dienstleistungen sind zudem auch solche, die zur Verhinderung von Verletzungen im Zusammenhang mit künstlichen Nägeln oder Piercings erfolgen. Hier gilt die 3G-Regel ebenfalls nicht.

Dürfen Kosmetikbehandlungen bei einem Hautarzt erbracht werden?

Ja. Tätigkeiten am Gesicht der Kund:innen dürfen nur unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen ausgeführt werden.

Wenn es sich um eine medizinisch oder pflegerisch notwendige Dienstleistung handelt, gilt die 3G-Regel nicht. Wenn es sich um einen kosmetischen Eingriff ohne medizinische oder pflegerische Notwendigkeit handelt, so greift die 3G-Regel. Kund:innen benötigen dann grundsätzlich einen negativen Test- (max. 24 Std. alter Antigen-Schnelltest oder max. 48 Std. alter PCR-Test), Impf- oder Genesenennachweis. Auch dürfen diese Personen keine typischen Coronavirus-Symptome haben. Für weitere Informationen siehe "Getestet/Genesen/Geimpft"

Dürfen Gruppentherapien und Gruppenkurse (zum Beispiel Geburtsvorbereitungskurse) stattfinden?

Ja. Bei Gruppenangeboten ist ein Hygienekonzept zu erstellen. Angebote von Veranstalter:innen im Bereich der Gesundheitsfach- und Heilberufe (auch solche, die nicht ärztlich oder psychotherapeutisch verordnet wurden) sind ohne 3G-Regel zulässig. Nicht geimpfte Personen (wie z.B. schwangere oder stillende Frauen) können sich eigenverantwortlich durch das Tragen einer FFP2-Maske (oder vergleichbare Standards) schützen. Hier können Hebammen, Heilmittelerbringer:innen o.a. aber auch weitergehende Maßnahmen über das Hausrecht einfordern.

Steht bei Kursen die sportliche Aktivität im Vordergrund, gelten die : Innerhalb geschlossener Räume gilt die 3G-Regel: Es dürfen nur Personen teilnehmen, die über einen max. 24 Std. alten negativen Testnachweis (oder 48 Stunden alten PCR-Testnachweis) verfügen, vollständig geimpft oder genesen sind (und darüber einen Nachweis vorlegen). Auch dürfen diese Personen keine typischen Coronavirus-Symptome haben. Kinder unter sieben Jahren benötigen keinen Test. Bei minderjährigen Schüler:innen reicht die Vorlage einer Bescheinigung der Schule aus, dass sie im Rahmen eines schulischen Schutzkonzepts regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden.

Gruppentherapien und Gruppenkurse dürfen auch in stationären Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen stattfinden. Hier ist die 3G-Regel bei der Aufnahme von Personen zu beachten. Für weitere Informationen siehe "Sind Rehakliniken und Mutter-Kind-Kliniken geöffnet?"

Ist die Prostitution erlaubt?

Ja, der Betrieb des Prostitutionsgewerbes und die Erbringung sexueller Dienstleistungen mit Körperkontakt sind unter den Voraussetzungen der körpernahen Dienstleistungen erlaubt (3G-Regel für Kund:innen; Maskenpflicht für Prostituierte, sofern sie nicht vollständig geimpft, genesen oder einen Antigen-Schnelltest gemacht haben, der max. 24 Std. alt ist; bei einem PCR-Test gilt max. 48 Std.). Betreiber:innen einer Prostitutionsstätte oder einer Prostitutionsvermittlung haben die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung der Vorgaben zu gewährleisten. Weitere Informationen zu den Bestimmungen siehe oben unter: Dürfen Friseure öffnen? Unter welchen Bedingungen?

Wie verhalte ich mich auf Wochenmärkten ?

Abstand

  • Beachten Sie, zu anderen Personen einen Mindestabstand einzuhalten
  • Auf ausreichenden Abstand in der Warteschlange achten (ein bis zwei Meter pro Person)
    Traubenbildung vor Verkaufsständen vermeiden
  • Kurze Verweildauer auf dem Wochenmarkt

Hygienemaßnahmen

  • Auf Händeschütteln verzichten
  • Regelmäßig gründlich Hände waschen oder desinfizieren
  • Husten- und Niesetikette einhalten

 Gibt es abweichende Regelungen von der Coronavirus-Bekämpfungsverordnung?

Nein. Die Coronavirus-Bekämpfungsverordnung gilt in allen Kreisen und kreisfreien Städten.

Ist die 2G-Regel in der aktuellen Verordnung vorgesehen?

Nein. In der aktuellen Verordnung ist nur die 3G-Regel für die Nutzung bestimmter Bereiche wie der Innengastronomie verankert. Für weitere Informationen siehe "Genesen/Getestet/Geimpft"

Wie sieht die langfristige Strategie des Landes im Umgang mit dem Coronavirus aus? Ist eine 2G-Regelung geplant?

In der übergeordneten langfristigen Strategie des Landes ist enthalten, dass im Falle einer Verschärfung der Situation in der Pandemie ein Übergang zu einer 2G-Regelung mit 3G-Option vorgesehen ist (3G-Option meint: Bei Wahl einer dann in einer möglichen neuen Verordnung enthaltenen 3G-Option würden zusätzliche Auflagen greifen). Dazu müsste jedoch eine neue Verordnung beschlossen werden und in Kraft treten müssen. In der aktuell gültigen Verordnung ist keine 2G-Regelung verankert.

Sollte sich die Lage weiter entspannen, können Maßnahmen komplett entfallen. Beiden Anpassungsmöglichkeiten (2G-Regelung mit 3G-Option oder kompletter Wegfall der Maßnahmen) geht eine Prüfung der jeweils aktuellen Situation voraus.

Dabei spielen sowohl die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patient:innen und die Hospitalisierungsrate als auch die Hospitalisierungs-7-Tage-Inzidenz eine wesentliche Rolle. Des Weiteren spielen auch die 7-Tages-Inzidenzen bei den Neuinfektionen weiterhin als Frühwarnsystem eine Rolle. Ein weiterer wichtiger Indikator ist die Impfquote.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

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Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(montags bis freitags von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie