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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen

alle öffnen

Einzelhandel

Wegen des derzeitigen Infektionsgeschehens müssen auch im Einzelhandel große Einschränkungen vorgenommen werden, um die Kontakte in einem größeren Umfang als bisher zu reduzieren. Es bleiben nur die für die Versorgung der Bevölkerung notwendigen Verkaufsstellen geöffnet. Banken, Sparkassen, Reinigungen, Waschsalons und Apotheken dürfen auch öffnen, sind jedoch keine Verkaufsstellen des Einzelhandels. Ebenso bleiben Kfz-Werkstätten und Fahrradwerkstätten geöffnet, wobei kein Verkauf von Fahrzeugen und Fahrrädern erlaubt ist (außer diese sind vorher z.B. im Internet oder telefonisch bestellt worden; dann dürfe diese dort abgeholt werden). Auch Abhol- und Lieferdienste sind als Dienstleistungen erlaubt. Abstands- und Hygieneregeln sowie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sind dabei einzuhalten.

Die folgenden Verkaufsstellen des Einzelhandels dürfen unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche öffnen:

  • Lebens- und Futtermittel,
  • Wochenmärkte,
  • Getränkemärkte,
  • Apotheken,
  • Sanitätshäuser,
  • Drogerien,
  • Tankstellen,
  • Poststellen,
  • Reformhäuser,
  • Babyfachmärkte,  
  • Zeitungsverkauf,
  • Tierbedarfsmärkte,
  • sowie Lebensmittelausgabestellen (Tafeln).

Im Falle von Mischsortimenten sind die überwiegenden Sortimentsteile maßgeblich. Das erlaubte Sortiment muss in diesem Fall mehr als 50 Prozent ausmachen, das nicht-erlaubte Sortiment (zum Beispiel Zigaretten) darf dann mitverkauft werden. Ansonsten ist die Verkaufsstelle komplett zu schließen, es reicht auch nicht aus, die nicht-erlaubten Sortimentsteile abzudecken. Auch wird erwartet, dass non-food-Produkte im Lebensmitteleinzelhandel nicht über den bisherigen Umfang hinaus ausgeweitet werden. Die Kundenzahl ist auf eine Person je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche begrenzt. Diese Begrenzung gilt nicht, wenn das Sortiment überwiegend aus Lebensmitteln besteht (also nicht in Lebensmittelmärkten und Discountern, auf Wochenmärkten, in Getränkemärkten, Tankstellen mit überwiegendem Lebensmittelsortiment, Tafeln)

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 pro 100.000 Einwohner:innen, in denen die hohe Inzidenz nicht klar eingrenzbar ist, sondern auf eine zu hohe Viruszirkulation in der Bevölkerung zurückzuführen ist (siehe dazu die Daten der Landesmeldestelle unter https://schleswig-holstein.de/coronavirus-zahlen), dürfen Verkaufsstellen des Einzelhandels nur immer jeweils von einer Person pro Haushalt betreten werden. Zwei Personen dürfen dort also nicht gemeinsam Einkaufen gehen, auch wenn sie dem gleichen Haushalt angehören. Eine Begleitung ist nur durch eine erforderliche Assistenz etwa für Menschen mit Behinderungen gestattet. Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen ihre Eltern begleiten, soweit eine anderweitige Betreuung nicht gesichert werden kann. Wenn eine Verdichtung zum Beispiel in Einkaufsstraßen oder -zentren zu Gedränge und Ansammlungen führt, müssen die Besucher:innenzahlen entsprechend eines Hygienekonzepts und Maßnahmen zur Zugangssteuerung insbesondere durch eine angemessene Zahl an Kontrollkräften begrenzt werden.

Verkaufsstellen, die ansonsten für den Publikumsverkehr zu schließen sind, dürfen für die Ausgabe und Rückgabe bestellter bzw. bereits gekaufter Waren ebenfalls öffnen (sog. click-and-collect-Verfahren für Waren, die z.B. über das Internet oder telefonisch erworben wurden), sofern die Kund:innen hierzu geschlossene Räume nur einzeln betreten oder die Ausgabe außerhalb geschlossener Räume erfolgt und das Abstandsgebot sichergestellt wird. Auch die Bezahlung kann anlässlich der Abholung erfolgen. Ebenso kann die Ware zu Kund:innen geliefert werden. Ansammlungen von Kund:innen sind zu vermeiden. Es gilt auch vor und in solchen Ausgabestellen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Der Großhandel bleibt ebenfalls zulässig. In Einkaufszentren oder im Outlet-Center dürfen nur Verkaufsstellen öffnen, die derzeit nicht zu schließen sind (z.B. Supermärkte, Apotheken). Auch dort ist in sonst geschlossenen Verkaufsstellen das click-and-collect-Verfahren möglich. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 pro 100.000 Einwohner:innen dürfen Waren nur abgeholt werden, wenn zuvor ein Abholtermin vereinbart worden ist.

Zwischen 23 und 6 Uhr gilt zudem ein Verkaufsverbot von Alkohol. Der Ausschank und Verzehr von alkoholhaltigen Getränken ist in der Öffentlichkeit untersagt.

 Für Verkaufsstellen des Einzelhandels, die noch geöffnet sind, gelten folgende Regelungen:

  1. Kontakte zu anderen Personen sind auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und es ist, wo immer möglich, ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Es darf nur je ein Kunde pro zehn Quadratmeter freier Ladenfläche den Laden betreten. Diese Begrenzung gilt nicht, wenn das Sortiment überwiegend aus Lebensmitteln besteht (mehr als 50 Prozent). Es ist sicherzustellen, dass es zu keinen Ansammlungen von Kund:innen kommt. 
  2. In geöffneten Verkaufsstellen, in Supermärkten und in Apotheken (Verkaufs- und Warenausgabestellen des Einzelhandels, in abgeschlossenen Verkaufsständen, in Tankstellen, in überdachten Verkehrsflächen von Einkaufszentren und dazugehörigen Parkflächen sowie auf Wochenmärkten haben Kund:innen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Inhaber:innen des Hausrechts haben die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung dieser Pflicht zu gewährleisten. Auch in Banken und Sparkassen gilt für Kund:innen und Beschäftigte eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Diese darf dort abgenommen werden, wenn sich Kund:innen oder Beschäftigte am festen Steh- oder Sitzplatz befinden und ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten oder die Übertragung von Viren durch ähnlich geeignete physische Barrieren verringert wird. Weitere Informationen unter "Mund-Nasen-Bedeckungen im Einzelhandel" sowie „unter Mund-Nasen-Bedeckung am Arbeitsplatz“
  3. Alkohol darf zwischen 23 und 6 Uhr des Folgetages in Supermärkten und in Geschäften des Einzelhandels (Tankstellen, Kiosk und ähnliche Einrichtungen) nicht verkauft werden. Dies gilt auch für Lieferdienste und den Außerhausverkauf von Gaststätten.
  4. Für Beschäftigte in Geschäften des Einzelhandels, in Supermärkten, in Apotheken und in überdachten Einkaufszentren, Verkaufs- und Warenausgabestellen des Einzelhandels, in abgeschlossenen Verkaufsflächen und in überdachten Verkehrsflächen von Einkaufszentren, vor den Verkaufsstellen, auf den dazugehörigen Parkflächen sowie auf dem Wochenmarkt in den Bereichen mit Publikumsverkehr gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Umfasst sind dabei auch Theken- und Tresenbereiche, nicht aber Sozial- und Gemeinschafträume, welche ausschließlich dem Personal zugänglich sind. Verkaufspersonal ist auch dann nicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet, wenn beispielsweise durch geeignete Trenn- und Schutzwände in Kassenbereichen ein vergleichbarer Infektionsschutz gewährleistet ist. Eine bloße Theke ohne Trenn- und Schutzwände zwischen Kunden und Verkaufspersonal reicht dafür allerdings nicht aus.
  5. Die Einhaltung der notwendigen Hygienestandards, insbesondere der Empfehlungen des Robert Koch-Institutes, ist sicherzustellen. Die entsprechenden Hinweise des Robert Koch-Institutes sind in geeigneter Form zu berücksichtigen.
  6. Vor der Tür müssen Gruppenbildungen wartender Kund:innen vermieden werden, stattdessen muss für eine gezielte Schlangenbildung gesorgt werden (dabei Abstand einhalten).

Die Betreiber:innen müssen ein Hygienekonzept erstellen. Die Betreiber:innen von Einkaufszentren und Outlet-Centern mit jeweils mehr als zehn Geschäftslokalen müssen ein Hygienekonzept erstellen und dieses zuvor von der zuständigen Behörde genehmigen lassen, anderenfalls ist der Betrieb unzulässig.

Im Hygienekonzept nach § 4 Absatz 1 sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • die Begrenzung der Personenzahl auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten (1 Kunde/zehn qm, gilt jedoch nicht in Lebensmittelgeschäften (Lebensmittel mehr als 50 Prozent des Sortiments);
  • die Wahrung des Abstandsgebots von 1,5 m zwischen Personen (§ 2 Abs. 1);
  • die Regelung von Personenströmen;
  • Festlegung einer Anzahl von Kontrollkräften (dies können auch Mitarbeiter:innen des Geschäfts sein, sofern sie parallel keine Verkaufs- und Beratungstätigkeit im Geschäft vornehmen; das gilt jedoch nicht für Ein-Personenbetriebe; für Betreiber:innen von Geschäften im Einzelhandel ist es freiwillig, Kontrollkräfte zu benennen
  • die regelmäßige Reinigung von Oberflächen, die häufig von Besucher:innen berührt werden;
  • die regelmäßige Reinigung der Sanitäranlagen;
  • die regelmäßige Lüftung von Innenräumen, möglichst mittels Zufuhr von Frischluft.
  • die Bereitstellung von Möglichkeiten zur Handdesinfektion im Eingangsbereich;

Auf Verlangen der zuständigen Behörde haben die Verpflichteten das Hygienekonzept vorzulegen und über die Umsetzung Auskunft zu erteilen. Darüber hinaus gehende Pflichten zur Aufstellung von Hygieneplänen nach dem Infektionsschutzgesetz bleiben.

Für Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Lebensmittelausgabestellen (Tafeln) oder den Großhandel gelten Punkt 5 und 8 (siehe oben) nicht.

In welchen Geschäften darf sich mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten?

Das ist in Geschäften möglich, die zu mehr als 50 Prozent Lebensmittel verkaufen (also insbesondere Supermärkte). In diesem wichtigen Bereich sollen Warteschlagen vermieden werden, die möglicherweise psychologisch ein übertriebenes Einkaufsbedürfnis (sog. Hamstern) von Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen hervorrufen könnte.

Sind Baumärkte geöffnet?

Nein, Baumärkte sind sowohl für Privatkunden als auch für Handwerker geschlossen. Möglich ist lediglich die Ausgabe und Rückgabe bestellter bzw. bereits gekaufter Waren (sogenanntes click-and-collect-Verfahren für Waren, die z.B. über das Internet oder telefonisch erworben wurden), sofern die Kund:innen hierzu geschlossene Räume nur einzeln betreten oder die Ausgabe außerhalb geschlossener Räume erfolgt und das Abstandsgebot sichergestellt wird. Auch die Bezahlung kann anlässlich der Abholung erfolgen. Ebenso kann die Ware zu Kund:innen geliefert werden. Ansammlungen von Kund:innen sind zu vermeiden. Es gilt auch vor und in solchen Ausgabestellen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Gastronomie

Welche Regelungen gelten für gastronomische Betriebe? Ist ein Außer-Haus-Verkauf möglich?

Gaststätten, also Restaurants, Bars, Kneipen oder ähnliche Einrichtungen sind grundsätzlich für den Publikumsverkehr geschlossen. Sie dürfen aber Speisen und Getränke außer Haus verkaufen (das gilt auch für Drive-In-Restaurants), wobei zwischen 23 und 6 Uhr keine alkoholischen Getränke verkauft werden dürfen (auch nicht von Lieferdiensten).

Die Gäste dürfen die Gaststätte nur einzeln zur Abholung betreten. Die Begleitung im Rahmen einer persönlichen Assistenz oder eines Kindes ist zulässig. Personenansammlungen sind zu vermeiden und der Mindestabstand einzuhalten.

Tische und Stühle dürfen auch im Außenbereich der Gaststätte nicht für den Verzehr verwendet werden. Sie müssen weggeräumt oder für die Gäste gesperrt werden. Der Verzehr ist für die Gäste auch in der Öffentlichkeit erlaubt, nicht jedoch in oder an der Gaststätte.

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 pro 100.000 Einwohner:innen (siehe dazu die Daten der Landesmeldestelle unter https://schleswig-holstein.de/coronavirus-zahlen), in denen die hohe Inzidenz nicht klar eingrenzbar ist, sondern auf eine zu hohe Viruszirkulation in der Bevölkerung zurückzuführen ist, ist die Abholung von Speisen und Getränken nur möglich, wenn zuvor ein Abholtermin vereinbart worden ist.

Wo ist die Bewirtung von Gästen noch erlaubt?

Beherbergungsbetriebe (Beispiel: Hotels) dürfen Übernachtungsgäste bewirten (Beispiel: Frühstück und Abendessen). Im Rahmen zulässiger Veranstaltungen ist auch in einem Hotel eine Bewirtung der Teilnehmer zulässig. Zwischen 21 und 6 uhr darf dort kein Alkohol ausgeschenkt und verzehrt werden.

Betriebskantinen, die ausschließlich für das Betriebspersonal geführt werden und wo die Öffentlichkeit ausgeschlossen ist, bleiben geöffnet. Kantinen für Betriebsangehörige im Sinne von § 25 Absatz 1 des Gaststättengesetzes dürfen geöffnet bleiben, soweit dies für die Aufrechterhaltung der betrieblichen Abläufe erforderlich ist. (Für weitere Informationen siehe "Dürfen Betriebskantinen weiterhin öffnen?")

Im gesamten Bereich, in dem Gaste bewirtet werden, ist in Beherbergungsbetrieben und Betriebskantinen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (Innen- und Außenbereich, Tresen- und Santiärbereiche), nicht jedoch für die Gäste, die längere Zeit an ihrem Platz sitzen. Für das Küchenpersonal gelten die gleichen Regeln, es muss aber außerhalb von Gasträumen (Küche, Lagerräume) keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das gilt auch, wenn die Beschäftigten durch eine Trenn- und Schutzwand vor einer möglichen Tröpfchen- und Aerosolbildung geschützt werden.

Auch Autobahnraststätten und Autohöfe können Gäste bewirten. Damit Gaststätten Cateringbetrieben und Hotels gleichgestellt werden, können sie  in ihren Räumlichkeiten (unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorgaben) nach der Landesverordnung zulässige Veranstaltungen beherbergen und auch bewirten. Erlaubte Veranstaltungen wären also beispielsweise dienstliche Veranstaltungen/Meetings, bei denen sich ein Unternehmen in einen Gastronomiebetrieb einmietet oder das Abhalten von Gemeindesitzungen. Auch hier ist Ausschank und Verzehr von Alkohol zwischen 21 und 6 Uhr unzulässig. 

Darüber hinaus sind Gaststätten zu schließen.

Wo ist der Verzehr von Alkohol noch erlaubt?

In allen Bereichen, die für die Bewirtung noch geöffnet sind, darf Alkohol außer in der Zeit von 21 bis 6 Uhr verzehrt werden. Im öffentlichen Raum sind Ausschank und Verzehr von alkoholhaltigen Getränken dagegen komplett untersagt. Damit sollen alkoholbedingte Verstöße gegen Infektionsschutzmaßnahmen unterbunden werden. Demnach ist auch der Verkauf von Glühwein, der zum sofortigen Verzehr bestimmt ist, an entsprechenden Verkaufsständen untersagt. Möglich ist aber der Verkauf von geschlossenen Gebinden, deren Inhalt nicht zum sofortigen Verzehr bestimmt ist. Hier gilt jedoch ein Verkaufsverbot zwischen 23 und 6 Uhr.

Was gibt es beim notwendigen Hygienekonzept für Gastronomie und Hotellerie zu beachten?

Die Landesregierung hat einen begleitenden Leitfaden für die notwendigen Schutz- und Hygiene-Konzepte herausgegeben.

Leitfaden Mindestanforderungen an Hygienekonzepte für gastronomische und Beherbergungsbetriebe

Dienstleistungen

Dürfen Friseure öffnen? Unter welchen Bedingungen?

Nein, Friseursalons sind zurzeit geschlossen. Auch Friseurdienstleistungen zuhause sind nicht zulässig.

Dürfen Kosmetikstudios und sonstige Dienstleistungsanbieter mit Körperkontakt öffnen, z.B. Nagelstudios, Massagestudios und Tattoostudios? Unter welchen Bedingungen?

Nein, grundsätzlich sind diese geschlossen.  Es dürfen dort einzig und alleine solche körpernahen Dienstleistungen erbracht werden, die medizinisch notwendig sind. Dazu gehören in Nagelstudios solche Dienstleistungen, die erbracht werden, um Verletzungen im Zusammenhang mit künstlichen Nägeln oder Piercings zu verhindern. Auch Kosmetikbehandlungen bei einem Hautarzt bleiben möglich. Kosmetiker:innen können hier im Rahmen einer medizinischen Behandlung durch ärztliche Delegation tätig werden (z. B. bei Neurodermitis oder Schuppenflechte). Aber auch für Kosmetiker:innen, die bei einem Hautarzt angestellt sind, gelten die genannten Einschränkungen, sie dürfen also keine körpernahen Dienstleistungen erbringen, die medizinisch nicht erforderlich sind. Tätigkeiten am Gesicht der Kund:innen dürfen nur unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen ausgeführt werden, um eine Übertragung des Coronavirus auszuschließen. Weil den Kundi:innen  während einer Gesichtsbehandlung (z.B. Stechen eines Piercings im Gesicht) das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich ist, kann dies nur gewährleistet werden, wenn die Beschäftigten eine Atemschutzmaske (mindestens FFP2-Maske oder gleichwertig, also keine einfache Mund-Nasen-Bedeckung) ohne Ausatemventil tragen, ergänzt von einer Schutzbrille oder einem Gesichtsschild zum Schutz vor Kontaktinfektionen bei gesichtsnahen Tätigkeiten. In dieser Kombination werden die Voraussetzungen an die besonderen Schutzmaßnahmen erfüllt, die die Übertragung des Virus ausschließen.

Beschreibungen der verschiedenen Schutzmasken finden Sie auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie auf den Seiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin:

https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Coronavirus/FAQ/26-FAQ_node.html

Sind Sonnenstudios geöffnet?

Nein, Sonnenstudios bleiben als Freizeiteinrichtungen geschlossen.

Dürfen körpernahe und medizinisch und/oder pflegerisch notwendige Dienstleistungen erbracht werden?

Ja, das ist erlaubt. Bei personenbezogenen Leistungen, speziell bei denjenigen, die innerhalb des Mindestabstandes von 1,5 Metern ausgeführt werden, geht der unmittelbare Kundenkontakt mit stark erhöhten Risiken einer Übertragbarkeit des Corona-Virus einher. Dienstleistungen mit Körperkontakt sind daher grundsätzlich verboten, es sei denn, es handelt sich um eine medizinisch oder pflegerisch notwendige Dienstleistung. Medizinisch notwendig ist eine Tätigkeit, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt oder die Betroffenen auf sie medizinisch angewiesen sind. Gemeint sind präventive medizinische Maßnahmen, ohne die ansonsten in näherer Zeit eine Erkrankung droht. Das betrifft zum Beispiel Fußpflege, die im Rahmen der Podologie durchgeführt wird oder bei denen die Kund:innen auf die Pflege medizinisch angewiesen sind, zum Beispiel in Pflegeheimen. Eine drohende Verletzung des Fußbettes beispielsweise gilt es also durch Fußpflege zu vermeiden. Auch die Betreuung von Pflegebedürftigen bleibt erlaubt. Die pflegerische Notwendigkeit betrifft den Bereich der Betreuung von Personen, die eine körpernahe Tätigkeit bedingt. Es geht hier beispielsweise um den Bereich der elementaren Körperhygiene. Auf die Qualifikation der Pflegekraft kommt es nicht an.

Auch andere medizinisch bedingte Dienstleistungen in den Gesundheits- und Heilberufen sowie der Gesundheitshandwerker bleiben erlaubt (Augenoptiker:innen, Hörgeräteakustiker:innen, Orthopädietechnik/schuhmacher, Zahntechniker:innen). Besondere Schutzmaßnahmen bei gesichtsnahen Tätigkeiten sind zu beachten. Eine Mund-Nasen-Schutzmaske sowie eine Schutzbrille oder ein Gesichtsschild beziehungsweise ein Gesichtsvisier ist eine Kombination, die die Voraussetzungen an die besonderen Schutzmaßnahmen erfüllt, um die Übertragung des Virus auszuschließen. Auch Hebammen dürfen ihrer Tätigkeit weiter nachgehen. Erfordert die Tätigkeit Körperkontakt, gilt Folgendes: Die Tätigkeit ist erlaubt, wenn der Abstand nur vorübergehend nicht eingehalten werden kann und er möglichst rasch wiederhergestellt wird (z. B. Haltungskorrektur). Sollte der Abstand hingegen dauerhaft nicht eingehalten werden können, ist die Tätigkeit nur zulässig, wenn sie medizinisch oder aber pflegerisch notwendig ist.

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Das gilt auch für Massagen durch staatlich geprüfte Masseur:innen auf ärztliche Verordnung.

Dürfen Gruppentherapien und Gruppenkurse (zum Beispiel Geburtsvorbereitungskurse) stattfinden?

Gruppentherapien und Gruppenkurse dürfen lediglich in stationären Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen stattfinden. In Familienbildungsstätten und ähnlichen Einrichtungen ohne stationären Charakter dürfen Gruppentherapien und Gruppenkurse (auch Geburtsvorbereitungskurse) nicht stattfinden. Präsenzangebote der außerschulischen Bildung und vergleichbare Angebote der Jugendhilfe außerhalb des Kinder- und Jugendschutzes sind aktuell nicht möglich.

Ist die Prostitution erlaubt?

Nein, der Betrieb des Prostitutionsgewerbes und die Erbringung sexueller Dienstleistungen mit Körperkontakt sind verboten.

Dürfen Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ohne engen Körperkontakt öffnen? Unter welchen Bedingungen?

Ja.  Einschränkungen gibt es nicht für Dienstleistungen ohne Körperkontakt. Bei diesen eher sachbezogenen Leistungen wie denen eines Dachdeckers, Installateurs oder Schornsteinfegers ist der Abstand zum Kunden von ca. 1,5 Metern unproblematisch einhaltbar. Der Dienstleister bzw. der Handwerker nimmt die Tätigkeit ohne die Zuarbeit des Kunden war. Für diese Tätigkeiten gelten nur die AHA-AL-Regeln und die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, sofern sich die Beschäftigten in geschlossenen Räumen (auch von Kund:innen) aufhalten. Bei schweren körperlichen Tätigkeiten dürfen sie Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen.

Wie verhalte ich mich auf Wochenmärkten ?

Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Darüber hinaus gilt:

Abstand

  • Halten Sie ausreichend Abstand zu anderen Personen
  • Auf ausreichenden Abstand in der Warteschlange achten (ein bis zwei Meter pro Person)
    Traubenbildung vor Verkaufsständen vermeiden
  • Kurze Verweildauer auf dem Wochenmarkt

Hygienemaßnahmen

  • Auf Händeschütteln verzichten
  • Regelmäßig gründlich Hände waschen oder desinfizieren
  • Husten- und Niesetikette einhalten

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 pro 100.000 Einwohner:innen, in denen die hohe Inzidenz nicht klar eingrenzbar ist, sondern auf eine zu hohe Viruszirkulation in der Bevölkerung zurückzuführen ist, (siehe dazu die Daten der Landesmeldestelle unter https://schleswig-holstein.de/coronavirus-zahlen) dürfen Wochenmärkte nur immer jeweils von einer Person pro Haushalt betreten werden. Zwei Personen dürfen also nicht gemeinsam auf einem Wochenmarkt Einkaufen gehen, auch wenn sie dem gleichen Haushalt angehören. Eine Begleitung ist nur durch eine erforderliche Assistenz z.B. für Menschen mit Behinderungen gestattet. Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen ihre Eltern begleiten, soweit eine anderweitige Betreuung nicht gesichert werden kann.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Impftermin-Hotline 0800 / 455 655 0

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie