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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Veranstaltungen

Grundsätzlich gilt: Die Veranstalterin und der Veranstalter haben die Kontaktdaten (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erheben und diese für 4 Wochen aufzubewahren. Die Nichterhebung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit bis zu 3.000 € geahndet werden kann. Die Kontaktdaten sind korrekt anzugeben. Falschangaben stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit 1.000 € geahndet werden kann.

Eine Checkliste für private Veranstaltungen und Feiern hilft bei der richtigen Planung.

Checkliste – Allgemeine Anforderungen für private Veranstaltungen und Feiern (PDF 165KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Darüber hinaus sollten stets die AHA-Regeln befolgt werden.

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Was ist eine Veranstaltung?

Eine Veranstaltung ist ein zeitlich begrenztes und geplantes Ereignis mit einer definierten Zielsetzung, einer Programmfolge mit thematischer, inhaltlicher Bindung oder Zweckbestimmung. Sie liegt in der abgegrenzten Verantwortung einer Veranstalterin oder eines Veranstalters, einer Person, Organisation oder Institution, an dem eine Gruppe von Menschen teilnimmt. Dazu zählen unter anderem private Feiern aller Art, Unterrichtsformate, Kulturangebote wie Kino- oder Theateraufführungen und Großveranstaltungen wie Volksfeste und Festivals. Zusammenkünfte von 2 Personen stellen keine Veranstaltung dar.

Bildungsangebote mit nur 2 Personen (einem Unterrichtenden und einem Kunden) sind keine Veranstaltungen. Das betrifft beispielsweise den Musikeinzelunterricht. Hier gelten nur die allgemeinen Anforderungen an die Hygiene und Kontaktbeschränkungen.

Was gilt allgemein für Veranstaltungen?

Veranstaltungen mit mehr als 1.500 Personen sind grundsätzlich untersagt. Diese maximale Teilnehmerzahl kann jedoch je nach Veranstaltungsart im Einzelfall unter strengen Voraussetzungen und ggf. Auflagen aufgrund einer Genehmigung des zuständigen Gesundheitsamtes überschritten werden. Entscheidend dafür ist stets die Einordnung in die jeweilige Veranstaltungsart nach dem Veranstaltungskonzept des Landes.

Veranstaltungen nach Risikoklassen

Bei der Berechnung der zulässigen Personenzahl ist die Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucherinnen und Besucher, nicht dagegen die der Künstlerinnen oder der Künstler, der Ausstellerinnen oder der Aussteller, der Verkäuferinnen oder der Verkäufer und des Personals entscheidend. Die Veranstalterin oder der Veranstalter ist dafür verantwortlich, dass die jeweils geltenden Regelungen des Landes Schleswig-Holstein eingehalten werden.

Es gibt verschiedene Veranstaltungsarten, nämlich:

Bei der jeweiligen Veranstaltungsart wird dargestellt, was Veranstalter oder Veranstalterin und Gäste dabei zu beachten haben.

Was gilt bei Veranstaltungen mit Gruppenaktivitäten?

Als Veranstaltung mit Gruppenaktivität gelten solche Veranstaltungen, bei denen feste Sitzplätze nicht vorhanden sind oder nicht nur kurzzeitig verlassen werden und bei denen der Teilnehmerkreis nicht wechselt, wie z.B. Hochzeiten, Feste, Empfänge, Exkursionen und Stadt – und Museumsführungen. Bei ihnen darf eine Teilnehmerzahl von 50 Personen innerhalb geschlossener Räume und 150 Personen außerhalb geschlossener Räume nicht überschritten werden.

Folgendes muss der Veranstalter beachten:

Die Veranstalterin und der Veranstalter haben die Kontaktdaten (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erheben und diese für 4 Wochen aufzubewahren. Die Nichterhebung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit bis zu 3.000 € geahndet werden kann. Das Abstandsgebot soll auch hier eingehalten werden. Wenn bis zu 10 Personen oder Angehörige zweier Haushalte (ohne Begrenzung der Personenzahl) gemeinsam feiern, gilt das Abstandsgebot zwischen diesen Personen nicht, aber eben zwischen den verschieden Personengruppen. Die Veranstalterin und der Veranstalter haben ein Hygienekonzept zu erstellen. Außerdem ist für eine ausreichende Hygiene und Lüftung Sorge zu tragen. Sofern es sich um eine Familienfeier (z.B. Hochzeit) handelt, darf auf einer solchen Veranstaltung auch getanzt werden (bei Einhaltung von 2 Metern Abstand zu anderen Tanzpaaren), ein Hygienekonzept muss nicht ausgehängt werden.

Checkliste – Allgemeine Anforderungen für private Veranstaltungen und Feiern (PDF 165KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Gäste sollten folgendes beachten:

Wenn keine Ausnahmen gelten, müssen sie das Abstandsgebot einhalten. Sofern bis zu 10 Personen oder Angehörige zweier Haushalte (ohne Begrenzung der Personenzahl) gemeinsam feiern, gilt folgende Ausnahme: das Abstandsgebot gilt zwischen diesen Personen nicht, aber eben zwischen den verschieden Personengruppen. Gäste müssen ihre korrekten Kontaktdaten angeben und das Hygienekonzept des Veranstalters einhalten. Falschangaben bei den Kontaktdaten stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit bis zu 1.000 € geahndet werden kann. Sofern es sich um eine Familienfeier handelt, darf auch getanzt werden. Allerdings ist das Abstandsgebot insoweit zu beachten, als zwischen den Tänzern und zwischen tanzenden Paaren ein Abstand von 2 Metern einzuhalten ist. Familienfeiern sind z.B. Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten oder Jubiläen

Was gilt bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen?

Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen sind Veranstaltungen im öffentlichen Raum, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer feste Sitzplätze haben, die sie höchstens kurzzeitig verlassen (Sitzungscharakter) wie beispielsweise Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater, Kinos und Autokinos, aber auch sportliche Großveranstaltungen wie Fußballspiele. Sie dürfen ohne vorherige Genehmigung des Hygienekonzepts und Einhaltung weiterer Anforderungen eine gleichzeitige Teilnehmerzahl von 1.500 außerhalb geschlossener Räume und 750 Personen innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten. Auf Antrag kann das Gesundheitsamt bei Veranstaltungen außerhalb geschlossener Räume auch fest zugewiesene Stehplätze zulassen. Bei dieser Veranstaltungsart kann die maximale Teilnehmerzahl im Einzelfall unter strengen Voraussetzungen und ggf. Auflagen mit einer Genehmigung des zuständigen Gesundheitsamtes überschritten werden. Detaillierte Hinweise zur Berechnung der Teilnehmerkapazitäten und die Gestaltung der Stehlplätze enthält die Begründung der Corona-Bekämpfungsverordnung zu § 5.

Was muss die Veranstalterin oder der Veranstalter bei einer Teilnehmerzahl bis zu 1.500 außerhalb geschlossener Räume und bis zu 750 Personen innerhalb geschlossener Räume beachten?

Sie oder er muss Kontaktdaten (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erheben. Die Nichterhebung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit bis zu 3.000 € geahndet werden kann. Es ist ein Hygienekonzept zu erstellen. Das Abstandsgebot zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist bei der Sitzplatzzuweisung einzuhalten.  

Wenn nicht mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Sitzplätze besetzt wird, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Mund-Nasen-Bedeckung tragen und ergänzend zu den Kontaktdaten auch die konkret genutzten Sitzplätze erfasst werden, kann das Abstandsgebot durch eine spezielle Sitzordnung ersetzt werden:

  • Ohne auf die Zusammensetzung der Gruppen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu achten, kann das wie folgt aussehen: spezielle Sitzplatzanordnung (z.B. Schachbrettmuster), um die Kapazität der Veranstaltungsorte besser nutzen zu können. Konkret ist dies eine Sitzplatzanordnung, bei der die Sitzplätze vor, hinter und neben einer Besucherin oder einem Besucher frei bleiben. Dabei reicht es bei versetzten Sitzplätzen aus, wenn einer der beiden vorderen bzw. hinteren Plätze frei bleibt, vorzugsweise derjenige Sitzplatz in Blickreihe auf die Bühne oder Leinwand.
  • Zulässig ist es alternativ, die Sitzplätze unmittelbar neben, vor und hinter einer Teilnehmerin oder einem Teilnehmer nur mit Personen, die als 10er-Gruppe gemeinsam mit dem Teilnehmer oder der Teilnehmerin die Veranstaltung besuchen, zu besetzen. Dasselbe gilt, wenn Angehörige des eigenen Haushalts zusammen mit Angehörigen eines weiteren Haushalts die Veranstaltung als Gruppe besuchen. Dasselbe gilt, wenn unmittelbar neben, vor und hinter einer Teilnehmerin oder einem Teilnehmer nur die Mitglieder seiner Kohorte, z.B. Schulklasse, einschließlich Aufsichtspersonen, sitzen.
  • Als Ersatz der speziellen Sitzplatzordnungen können ähnlich geeignete physische Barrieren wie z.B. Plexiglaswände dienen. Auch dann darf das Veranstaltungsareal nur bis zur Hälfte besetzt werden.

Wenn der Veranstalter oder die Veranstalterin die Maximalteilnehmerzahlen von 750 bzw. 1.500 überschreiten möchte, muss er zur grundsätzlichen Genehmigungsfähigkeit der größeren Veranstaltung gewährleisten, dass andere Anforderungen erfüllt werden. Die Entscheidung trifft letztlich das zuständige Gesundheitsamt im Rahmen der vor der Veranstaltung erforderlichen Genehmigung des Hygienekonzepts unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Einzelfalls. Die Anforderungen sind:

  • es dürfen nicht mehr als ein Viertel der insgesamt zur Verfügung stehenden Plätze besetzt werden,
  • alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer tragen Mund-Nasen-Bedeckung,
  • Alkohol darf weder ausgeschenkt werden, noch darf mitgebrachter Alkohol konsumiert werden,
  • erkennbar berauschte Personen oder solche mit akuten Atemwegserkrankungen oder mit anderen Symptomen, die auf eine Erkrankung mit Covid-19 im Sinne der jeweils aktuellen Kriterien des Robert-Koch-Instituts hinweisen, werden nicht eingelassen,
  • die Einhaltung des Abstandsgebots jenseits der zugewiesenen Plätze und die Durchsetzung des Hygienekonzeptes werden durch eine angemessene Anzahl an Ordnungskräften sichergestellt,
  • bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen erfolgt der Luftaustausch durch Frischluftzufuhr. Dies ist kontinuierlich mittels Kohlendioxid-Sensoren zu überprüfen.

Was müssen die Gäste der Veranstaltung beachten?

Sofern die Veranstaltung die Grenze von 1.500 Personen außerhalb geschlossener Räume oder über 750 innerhalb geschlossener Räume nicht überschreitet, haben die Gäste nur das allgemeine Abstandsgebot einzuhalten. Den Anweisungen der Ordner ist Folge zu leisten. Generell gilt, dass die sogenannten AHA-Regeln einzuhalten sind.

Sofern die Veranstaltung die Grenze von 1.500 Personen außerhalb geschlossener Räume oder über 750 innerhalb geschlossener Räume nicht überschreitet UND vom Abstandsgebot abgewichen werden soll, gilt zusätzlich:

  • alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen,
  • haben die an die Veranstalterin oder den Veranstalter übermittelten Kontaktdaten korrekt zu sein. Falschangaben stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit 1.000 € geahndet werden kann.
  • ist den Anweisungen von Ordnungskräften unbedingt Folge zu leisten.

Ist die Veranstaltung auf mehr als 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (draußen) oder 750 (drinnen) angelegt, so gilt alternativ zu den Regelungen zum Abweichen vom Abstandsgebot folgendes Regelpaket:

  • alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen
  • die zugewiesenen Plätze dürfen höchstens kurzzeitig verlassen werden,
  • die Kontaktdaten sind korrekt anzugeben. Falschangaben stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit 1.000 € geahndet werden kann.
  • mitgebrachter Alkohol darf weder konsumiert noch im Rahmen der Veranstaltung ausgeschenkt werden, auch nicht unter Freunden.
  • Da seitens des Veranstalters oder der Veranstalterin erkennbar berauschte Personen oder solche mit akuten Atemwegserkrankungen oder mit anderen Symptomen, die auf eine Erkrankung mit Covid-19 im Sinne der jeweils aktuellen Kriterien des Robert-Koch-Instituts hinweisen, nicht eingelassen werden dürfen, sollte in diesem Fall am besten auf die Teilnahme von sich aus verzichtet werden.
  • den Anweisungen von Ordnungskräften ist unbedingt Folge zu leisten.
  • Bereits auf dem Anreiseweg zum Veranstaltungsort sind die AHA-Regel zu beachten.

Was gilt bei Veranstaltungen im privaten Wohnraum?

Veranstaltungen im privaten Wohnraum und dazugehörigem befriedetem Besitztum (z.B. Garten) sind abweichend von dem generellen Verbot größerer Veranstaltungen im privaten Raum auch mit mehr als 10 Teilnehmern zulässig, wenn die Voraussetzungen erfüllt werden, die für Veranstaltungen im öffentlichen Raum mit Gruppenaktivitäten ohne feste Sitzplätze gelten. Innerhalb geschlossener Räume sind maximal 50 Personen zulässig, außerhalb geschlossener Raume maximal 150.

Sofern es sich um eine Familienfeier handelt, darf auch getanzt werden. Allerdings ist das Abstandsgebot insoweit zu beachten, als zwischen den Tänzern und zwischen tanzenden Paaren ein Abstand von 2 Metern einzuhalten ist. Familienfeiern sind z.B.  Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten oder Jubiläen.

Was muss die Veranstalterin oder der Veranstalter hier beachten?

Die Veranstalterin oder der Veranstalter ist verantwortlich für die Einhaltung der Regeln: Das Abstandsgebot soll auch hier grundsätzlich eingehalten werden. Wenn bis zu 10 Personen oder Angehörige zweier Haushalte (ohne Begrenzung der Personenzahl) gemeinsam feiern, gilt das Abstandsgebot zwischen diesen Personen zwar nicht, aber eben zwischen den verschiedenen Personengruppen. Es ist kein auszuhängendes Hygienekonzept zu erstellen, Maßstab für die Durchführung der Veranstaltung sind jedoch die allgemeinen Hygienestandards (§ 3 der Corona-Bekämpfungsverordnung) danach ist für eine ausreichende Hygiene und Lüftung Sorge zu tragen. Kontaktdaten sind zu erheben (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) und für 4 Wochen aufzubewahren. Die Nichterhebung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit bis zu 3.000 € geahndet werden kann. Die Gastgeberin oder der Gastgeber hat die Funktion des Veranstalters und spricht für eine solche Veranstaltung eine Einladung aus.

Bei der Zuordnung zum privaten Raum kommt es nicht darauf an, ob der Veranstalter gleichzeitig Eigentümer oder Besitzer ist. Auf einer Veranstaltung im privaten Raum können die Gäste sitzen, sich frei bewegen und auch tanzen, wobei zwischen den Paaren und Einzeltänzern jeweils 2 Meter Abstand einzuhalten sind.

Was Singen und den Gebrauch von Blasinstrumenten betrifft, so sind in geschlossenen Räumen die strengen allgemeinen Voraussetzungen anzuwenden: aufgrund der erhöhten Tröpfchenfreisetzung sind nur Solodarbietungen, Aufführungen von berufsmäßigen Sängerinnen und Sängern oder berufsmäßigen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten oder Proben ohne Publikum zulässig. Dabei sind aber je 2,5 Meter Abstand zwischen den Akteuren und 4 Meter zum Publikum oder andere Vorkehrungen zur Verhinderung der Tröpfchenfreisetzung einzuhalten und im Hygienekonzept zu berücksichtigen.

Draußen sind gemeinsames Singen und das Spielen von Blasinstrumenten unter Einhaltung der Abstandsregeln zulässig.

Der private Raum umfasst den privaten Wohnraum und das dazugehörige befriedete Besitztum (insbesondere den Garten). Der öffentliche Raum umfasst alle Orte, die nicht zum privaten Raum gehören. Entsprechend sind das diejenigen Orte, die für die Allgemeinheit geöffnet oder zugänglich sind, unabhängig davon, ob sich der Ort im Freien oder in geschlossenen Räumen befindet.

Veranstaltungen in Zelten (Pavillons) sind zulässig, wenn die natürliche Frischluftzufuhr sichergestellt ist; dieses ist dann der Fall, wenn die Zelte wenigstens drei geöffnete Seiten haben. Dann gelten sie nicht als geschlossene Räume.

Checkliste – Allgemeine Anforderungen für private Veranstaltungen und Feiern (PDF 165KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Was ist bei Tanz, Gesang, Instrumentalmusik auf Veranstaltungen generell zu beachten?

Grundsätzlich ist Tanz bei Veranstaltungen nur als Profitanz unter Einhaltung der für Sport geltenden Regelungen zulässig. Eine Ausnahme gilt ab dem 15.9 für Familienfeiern im öffentlichen Raum (z.B. einer Gaststätte) oder privaten Raum (z.B. dem eigenen Garten), die mit 150 Personen draußen und 50 Personen im Innenraum zulässig sind. Dort darf mit Abstand von 2 Metern zwischen einzelnen Tänzern bzw. den einzelnen Tänzerpaaren getanzt werden.

Singen und der Gebrauch von Blasinstrumenten in geschlossenen Räumen: hier ist dies aufgrund der erhöhten Tröpfchenfreisetzung nur entweder als Solodarbietung, berufsmäßig oder bei Musikproben ohne Publikum unter strengen Voraussetzungen zulässig:

Zwischen den Sängerinnen und Sängern und Bläserinnen und Bläsern muss ein Abstand von 2,5 Metern eingehalten werden, zum Publikum ein Abstand von 4 Metern. Alternativ kann die Tröpfchenübertragung zum Publikum durch andere geeignete Barrieren verhindert werden, z.B. durch Plexiglaswände.

Auch Amateur-Chöre dürfen in geschlossenen Räumen proben, wenn zwischen den Akteuren ein Mindestabstand von 2,5 m eingehalten wird. Bei Proben ist bei Amateuren und Profis kein Publikum zugelassen.

Im Hygienekonzept sind auch die speziellen Anforderungen aufgrund der erhöhten Tröpfchenfreisetzung zu berücksichtigen. Auch die Hygienekonzepte der Berufsgenossenschaften sind zu berücksichtigen.

Was müssen Schulklassen/Kohorten beachten, wenn sie ein Theater, ein Kino, ein Konzert, einen Vortrag, eine Lesung oder eine Großveranstaltung besuchen möchten?

Es handelt sich dabei um Veranstaltungen im öffentlichen Raum, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer feste Sitzplätze haben, die sie höchstens kurzzeitig verlassen (Sitzungscharakter). Weitere Informationen zu Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen

Alle Schülerinnen und Schüler müssen ihre Kontaktdaten angeben. Sofern ausschließlich Schülerinnen und Schüler einer Schulklasse oder einer Kohorte sowie ihre Aufsichtspersonen an der Veranstaltung teilnehmen, muss der Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Schülerinnen und Schülern nicht eingehalten werden.

Wenn mehr als eine Schulklasse/Kohorte an der Veranstaltung teilnimmt, gilt zwischen den Schulklassen/Kohorten ein Mindestabstandsgebot von 1,5 Metern.

Als alternative Möglichkeit muss dieses Mindestabstandsgebot jedoch dann nicht eingehalten werden, wenn…

  1. …im Veranstaltungssaal nicht mehr als die Hälfte der Sitzplätze besetzt werden
  2. …Sitzplätze neben, vor und hinter jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer nur von Mitgliedern einer Schulklasse/Kohorte besetzt werden, soweit die Übertragung von Viren nicht durch geeignete physische Barrieren verhindert wird (z.B. Plexiglaswände)
  3. …alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen

…die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern jeweils genutzten Sitzplätze zusammen mit ihren jeweiligen Kontaktdaten erfasst werden.

Was gilt bei Veranstaltungen zur Aufrechterhaltung insbesondere der öffentlichen Sicherheit, geschäftlichen Veranstaltungen oder solchen im Rahmen von Betreuungssituationen?

Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der Rechtspflege, der Beschlussfassung von Organen öffentlich-rechtlicher Körperschaften, Anstalten und Stiftungen oder der Daseinsfürsorge und -vorsorge dienen, sind ohne Begrenzung der Personenzahl erlaubt. Dies betrifft insbesondere Veranstaltungen des Verfassungsgerichts, der Gerichte, der Staatsanwaltschaften und anderer Behörden, Stellen oder Einrichtungen, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen. Bei diesen Veranstaltungen gilt das allgemeine Abstandsgebot sowie das Gebot, Kontakte nach Möglichkeit auf ein Minimum zu beschränken. Darüberhinausgehende Hygienemaßnahmen sind in eigener Verantwortung zu treffen. Nicht eingeschränkt wird ferner das Selbstorganisationsrecht des Landtages, der Gemeinden und Gemeindeverbände.

Auch Zusammenkünfte, die aus geschäftlichen, beruflichen oder dienstlichen Gründen, zur Durchführung von Prüfungen oder zur Betreuung erforderlich sind, dürfen unter den gleichen Anforderungen wie solche zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung stattfinden. Dasselbe gilt für Veranstaltungen im Rahmen der Kindertagesbetreuung, einer außerfamiliären Wohnform oder von Betreuungs- und Hilfeleistungsangeboten nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII).

Was gilt für unaufschiebbare Veranstaltungen von Parteien und Wählergruppen zur Aufstellung ihrer Bewerberinnen und Bewerber?

Es muss sich um zwingend erforderliche Veranstaltungen für unmittelbar bevorstehende Wahlen handeln. Eine Begrenzung der Personenzahl gibt es hier nicht. Es ist ein Hygienekonzept zu erstellen, es darf nicht getanzt werden, es gelten die allgemeinen Regeln für Gesang und den Gebrauch von Blasinstrumenten. Die allgemeinen Hygienestandards (§ 3) sind einzuhalten.

Was gilt für Versammlungen?

Wer eine Versammlung nach dem Versammlungsfreiheitsgesetz veranstalten will, muss mit der Anzeige der Versammlung ein Hygienekonzept erstellen. Bei der Anzeige einer Versammlung unter freiem Himmel muss der Veranstalter dieses bei der zuständigen Versammlungsbehörde des Kreises oder der kreisfreien Stadt beifügen. Die Versammlungsleiterin oder der Versammlungsleiter vor Ort hat für die Einhaltung des Hygienekonzeptes zu sorgen. Versammlungen mit mehr als 750 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in geschlossenen Räumen und mehr als 1.500 unter freiem Himmel sind verboten. Die Versammlungsbehörden können nach einer individuellen Verhältnismäßigkeitsprüfung Ausnahmen von dem Verbot zulassen.

Ich möchte gerne meine Hochzeit feiern, wie viele Personen sind dafür zugelassen?

Bei einer privaten Hochzeitsfeier darf eine Teilnehmerzahl von 150 außerhalb geschlossener Räume und 50 innerhalb geschlossener Räume nicht überschritten werden. In der aktuellen Entwicklung zeigt sich, dass insbesondere solche geschlossenen Veranstaltungen einen Infektionsherd für die Ausbreitung von COVID-19 darstellen können, wenn hier die Abstandsregeln nicht beachtet werden. Daher ist es geboten, für solche Veranstaltungen die Teilnehmerzahl auf 150 bzw. 50 Personen zu begrenzen.

Dabei sind die Kontaktdaten (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) der Teilnehmer zu erheben. Es ist ein Hygienekonzept zu erstellen, das dem Gesundheitsamt auf Aufforderung vorzulegen ist. Als Orientierung für das Hygienekonzept kann die Checkliste für private Veranstaltungen und Feiern benutzt werden. Werden die in der Checkliste genannten Kriterien erfüllt, ist das Hygienekonzept ausreichend.

Dies gilt unabhängig davon, ob die Hochzeit in privater Wohnung und privatem Garten oder in einer Gaststätte gefeiert wird.

Die zuständigen Behörden des Kreises oder der kreisfreien Stadt können auf Antrag Ausnahmen genehmigen, soweit die dadurch bewirkten Belastungen im Einzelfall eine besondere Härte darstellen und die Belange des Infektionsschutzes nicht überwiegen.

Es darf auch getanzt werden. Allerdings ist das Abstandsgebot insoweit zu beachten, als zwischen den Tänzern und zwischen tanzenden Paaren ein Abstand von zwei Metern einzuhalten ist.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie