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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Sport

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Welche Regeln gelten für das Sporttreiben?

Sport draußen

Sport draußen ist in jeder Mannschaftsstärke für jeden Sport wieder möglich. Weder das Abstandsgebot noch die allgemeinen Kontaktbeschränkungen gelten. Auch die Regelungen für die Durchführung von Veranstaltungen sind nicht anzuwenden. Damit gibt es auch keine konkrete Teilnehmeroberbegrenzung beim Training mehr. Für Wettbewerbe und Sportfeste gelten allerdings gesonderte Regeln, siehe unten.

Sport drinnen

In Innenräumen gilt grundsätzlich erstmal das Gleiche wie beim Sport draußen. Hinzukommt aber eine Testpflicht, sobald mehr als 10 Erwachsene oder mehr als 25 Kinder und Jugendliche (plus bis zu zwei Übungsleiter:innen) in einem Raum trainieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob es zu Körperkontakt kommt, der Sport zusammen oder nur zufällig gleichzeitig in einem Raum ausgeübt wird. Näheres zur Testpflicht siehe unten.

Im Innenbereich ist daneben auch die Erhebung der Kontaktdaten aller Sportler:Innen und Übungsleiter:innen sowie ein Hygienekonzept nötig, das das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen vorsieht. Ein schlüssiges Hygienekonzept setzt dabei beispielsweise auch eine mengenmäßige Begrenzung der gleichzeitigen Nutzer:Innen der Räumlichkeiten anhand der jeweils vorhandenen Fläche voraus.

Die Testverpflichtung bezieht sich jeweils auf die Nutzung innerhalb eines geschlossenen Raumes. Als separate Räume gelten dabei auch die Bereiche von Sporthallen, die durch fest installierte Trennvorhänge, die vom Boden bis zur Decke reichen, separiert werden können. Hinsichtlich der Feststellung der einzelnen Räume sind grundsätzlich die der baurechtlichen Nutzungsgenehmigung zugrundeliegenden Pläne maßgebend. Nicht ausreichend sind hingegen bloße Stellwände, die einen Raum aufteilen.

Testpflicht für Teilnehmende drinnen

  • Sowohl beim Training als auch beim Wettbewerb drinnen dürfen nur getestete Personen teilnehmen, wenn mehr als zehn erwachsene Personen oder mehr als 25 Kinder und Jugendliche unter Anleitung von bis zu zwei Übungsleiter:innen gemeinsam Sport treiben, also zum Beispiel in Sporthallen, Fitnessstudios, Tennishallen oder Schwimmbädern. Die Testpflicht entfällt, wenn je Sport treibender Person mehr als 80 Quadratmeter zur Verfügung stehen.
  • Bei altersgemischten Gruppen, in denen Erwachsene, Kinder und Jugendliche gemeinsam Sport treiben, gilt: Sind mehr als 10 Erwachsene oder mehr als 25 Kinder und Jugendliche im Raum, dann greift die Testpflicht für alle.
  • Die Testpflicht gilt für diejenigen, die keinen vollständigen Impfschutz haben oder nicht zur Gruppe der Genesenen zählen. Das Testergebnis darf nicht älter als 24 Stunden sein.

Weitere Informationen siehe "Welche Erleichterungen und Ausnahmen gelten für entsprechend geimpfte, genesene und getestete Personen?".

Wettbewerbe und Sportfeste

Bei Wettbewerben und Sportfesten dürfen 500 Personen innen bzw. 1.000 Personen außen dabei sein. Zuschauer:innen und Sportler:innen werden zusammen gerechnet.

Pflichten für Betreiber:innen oder Veranstalter:innen

Betreiber:innen oder Veranstalter:innen von Wettbewerben oder Sportfesten müssen drinnen wie draußen ein Hygienekonzept vorhalten und die Kontaktdaten aller Personen erheben, also von Sportler:innen, Trainer:innen, Begleitpersonen und Zuschauer:innen.

Testpflicht für Teilnehmende

Auch bei Wettbewerben oder Sportfesten gilt in Innenräumen die Testpflicht für die teilnehmenden Sportler:Innen und Trainer:Innen genauso wie beim Training drinnen, also bei mehr als 10 Erwachsenen oder mehr als 25 Kindern und Jugendlichen. Unter freiem Himmel gibt es auch bei Wettbewerben und Sportfesten keine Testpflicht.

Pflichten für Zuschauer:innen

Für Zuschauer:innen beim Training oder Sportwettbewerben gilt das Regelwerk für Veranstaltungen. Alle Zuschauer:innen müssen beispielsweise drinnen wie draußen Masken tragen. In Innenräumen gilt eine Testpflicht, unabhängig davon, wie viele Zuschauer:Innen anwesend sind, also bereits ab Überschreitung der Anzahl von drei Personen im Zuschauerbereich..

Um das jeweils passende Veranstaltungsformat (also mit Sitzungscharakter, Gruppenaktivität oder marktähnlich) zu bestimmen, nach dem sich richtet, welche Anforderungen aus §§ 5 bis 5c gelten, ist ausschließlich auf das "Setting" für den Publikumsbereich zu achten. Es zählt also zum Beispiel, ob Zuschauer:innen sitzen, sich am Spielfeldrand bewegen oder auch Angebote für eigne Aktivitäten erhalten. Die Zahl der Sport treibenden Personen wird neben den Zuschauer:innen auf die sich aus §§ 5 bis 5c ergebende Teilnehmer­obergrenze angerechnet.

Weitere Informationen siehe unter "Welche Regeln gelten für Veranstaltungen?".

Schwimm-, Spaß- und Freibäder

Auch Schwimm-, Spaß- und Freibäder dürfen mit einem entsprechenden Hygienekonzept und mit Erhebung der Kontaktdaten wieder öffnen. Das gilt auch für kommerziell betriebene Naturbäder unter Einhaltung dieser Auflagen. Eine Beschränkung der zulässigen Aktivitäten auf striktes Bahnenschwimmen oder organisierte Schwimmkurse gibt es nicht mehr. Neben Schwimmen sind auch wieder das freie "Planschen" oder auch beispielsweise eine private Wassergewöhnung für Kinder möglich.

Im Innenbereich von Schwimm- und Spaßbädern gilt ebenfalls eine Testpflicht nach den oben genannten Bedingungen wie bei der Sportausübung in Hallen etc. In Freibädern und Naturbädern gilt keine Testpflicht.

Weitere Regelungen

Die Anforderungen der Verordnung zum Lüften und zur Desinfektion etc. (§ 3) müssen eingehalten werden.

Sofern Duschen und Sammelumkleiden oder auch Saunen und Whirlpools genutzt werden, muss es für diese ein Hygienekonzept geben. Bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und leicht erreichbare Möglichkeiten zur Durchführung der Händehygiene vorhanden sind.

Was gilt für die Sportausübung im Falle des Überschreitens des Inzidenzwerts von 100 Neuinfektionen?

Überschreitet ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt den Wert auf drei aufeinanderfolgenden Tagen, gilt ab dem übernächsten Tag, dass Sport mit oder ohne Körperkontakt drinnen und draußen nur möglich in folgenden Konstellationen möglich ist:

  • allein,
  • gemeinsam mit im selben Haushalt lebenden Personen,
  • mit einer weiteren Person, die nicht dem eigenen Haushalt angehört.

Zulässig sind auch Kindersportgruppen, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal fünf Kindern trainieren. Trainer müssen ggf. vorher einen Test machen.

Dies gilt für sämtliche Sportarten.

Von 22 Uhr bis Mitternacht ist die Sportausübung draußen nur allein zulässig. Zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens ist sportliche Betätigung außerhalb der Wohnung aufgrund der Ausgangssperre untersagt.

Bei der jeweils zulässigen Teilnehmer:innenhöchstanzahl werden vollständig geimpfte (mindestens zwei Wochen Abstand zur letzten erforderlichen Impfung) und genesene Personen mit entsprechendem Nachweis nicht mitgezählt. Auch die Ausgangssperre gilt für sie nicht. Weitere Informationen dazu hier.

Sportanlagen können, soweit sie zur Nutzung geöffnet sind, auch beim Überschreiten der 100er-Inzidenz in den oben genannten Personenkonstellationen (allein, mit eigenem Hausstand oder zu zweit) genutzt werden; Fitnessstudios sind aufgrund der gesonderten Anordnung in § 28b Abs. 1 Nr. 3 IfSG zu schließen.

Welche Regelungen gelten für Profi- und Berufssportler:innen?

Für den Trainings- und Spielbetrieb im Profisport gelten grundsätzlich die gleichen Voraussetzungen wie für den Amateurbereich (siehe Frage "Welche Regeln gelten für das Sporttreiben?"). Es sind aber auch Ausnahmen von sämtlichen Anforderungen an die Sportausübung nach § 11 möglich. Das jeweils zuständige Gesundheitsamt kann für die Nutzung von Sportanlagen und Schwimm­bädern durch Berufssportler:innen, Kaderathlet:innen, Rettungsschwimmer:innen sowie deren Trainer:innen und für Prüfungen, Sportangebote zur medizinischen Rehabilitation, Gruppen-Schwimmunterricht für Kinder und Jugendliche sowie Praxisver­anstaltungen im Rahmen des Studiums an Hochschulen andere Regelungen treffen, die von den Vorgaben des § 11 Absätze 1 bis 5 abweichen. Beispielsweise kann an die Stelle der 24-Stunden-Testverpflichtung für täglich trainierende Berufssportler:innen ein Testkonzept mit längeren Testintervallen treten.

Das Gesundheitsamt muss das Innenministerium (zugleich Sportministerium) von solchen Ausnahmegenehmigungen unterrichten.

Zum Kadersport zählen alle Athlet:innen des Olympiakaders, des Perspektivkaders, des Paralympicskaders und der Nachwuchskader 1 und 2, die Landeskader, die ersten bis dritten Ligen in allen olympischen und nicht-olympischen Sportarten sowie das Sporttreiben auf nationalen und internationalen Sportveranstaltungen, an denen die oben genannten Sportler:innen teilnehmen.

Verordnung zur Regelung von Erleichterungen und Ausnahmen von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19

Welche Regeln gelten für Sportboothäfen?

Allgemeine Kontaktregeln: Zurzeit dürfen sich maximal 10 Personen aus 10 Haushalten im öffentlichen oder privaten Raum zu einem gemeinsamen Zweck treffen.

Allgemeine Abstandsregeln: Zwischen den 10 Personen aus 10 Haushalten muss kein Abstand eingehalten werden. Gleichwohl sollte aus Infektionsschutzgründen, soweit wie möglich ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden.

Strom und Wasser dürfen zugänglich sein. Sanitäranlagen dürfen geöffnet werden, soweit ein Hygienekonzept vorliegt.

Darf man in Sportboothäfen übernachten?

Ja. Die hierfür geltenden Beschränkungen sind zum 31. Mai aufgehoben worden. Auch Testungen sind nicht mehr vorgeschrieben.

Können oder müssen Winterlagerbetriebe/Werften den Zugang für Nichtmitarbeiter beschränken?

Ja.  Bei Einrichtungen mit Publikumsverkehr muss der Betreiber die Hygienestandards nach § 3 der Corona-Bekämpfungsverordnung einhalten. Daher kann der Zugang beschränkt werden.

Dürfen Sportboote wieder zu kommerziellen Zwecken oder für Veranstaltungen vermietet werden?

Es dürfen private gemeinsame Freizeit-Charterfahrten nur mit bis zu 10 Personen unternommen werden. Es wird empfohlen, vor Fahrtantritt und ggf. während des Törns eigenverantwortlich Selbsttests durchzuführen. Siehe auch: Darf man in Sportboothäfen übernachten?

Dürfen auf Sportbooten Ausbildungsfahrten durchgeführt werden?

Für gewerbliche Ausbildungsfahrten gelten die Vorschriften für Sport entsprechend. Unter Deck dürfen sich ohne Testung maximal 10 Personen aufhalten. Die Übernachtung an Bord ist kein Sport. Hierfür gelten die Regelungen über Beherbergung, d.h. vor Reiseantritt (Testergebnis darf maximal 48 Stunden alt sein) und dann alle 72 Stunden ist ein Test durchzuführen. Der Veranstalter muss ein Hygienekonzept erstellen.

Sonderregeln für die Sportausübung auf Sportbooten

Gemeinsames privates Segeln oder Motorbootfahren gilt als Ausübung des Sports. Daher gelten hier die Regeln über die Sportausübung. Unter Deck dürfen sich dabei maximal 10 Personen aus 10 Haushalten aufhalten.

Sind gemeinsame Veranstaltungen, wie etwa Regatten, auf dem Wasser erlaubt?

Regatten sind nach den Regeln über Sport grundsätzlich erlaubt. Die Gesamtzahl der Personen ist auf 1000 Personen begrenzt. Unter Deck dürfen sich nur maximal 10 Personen aus 10 Haushalten aufhalten.

Dürfen Traditionsschiffe wieder Tagestörns durchführen? Welche Einschränkungen gelten hierbei?

Soweit Traditionsschiffe Tagestörns anbieten, gelten für sie die Vorschriften für die Ausflugsschifffahrt, d.h. es ist ein Hygienekonzept zu erstellen, die Kontaktdaten sind zu erheben und unter Deck sind Masken zu tragen. Die Teilnehmenden müssen sich vorher in einem Testzentrum testen lassen und ein negatives Testergebnis vorlegen.

Dürfen Traditionsschiffe wieder mehrtägige Törns mit Übernachtungen durchführen?

Für mehrtägige Törns gelten die Vorschriften für Veranstaltungen und Beherbergung, d.h. der Veranstalter muss ein Hygienekonzept erstellen und innerhalb geschlossener Räume gilt grundsätzlich die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Vor der Reise muss ein Test gemacht werden und dieser ist alle 72 Stunden zu wiederholen.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

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