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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Sport

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Welche Voraussetzungen gelten für das Sporttreiben?

  • Grundsätzlich kann in allen Personenkonstellationen Sport betrieben werden. Zum Sport zählen auch Balletttanz, Fitnesstraining und Bewegungsübungen in gemeinnützigen und gewerblich betriebenen Einrichtungen.
  • Bei der gemeinsamen Sportausübung als Gruppe mit oder ohne Körperkontakt innerhalb geschlossener Räume gilt eine Obergrenze von 25 Personen, außerhalb geschlossener Räume von 50 Personen. Eine Flächenbegrenzung, wie sie bei der gleichzeitigen Sportausübung für bis zu 125 bzw. 250 Personen besteht (20 qm/Person, siehe nächster Unterpunkt), gilt hier nicht. Jedoch ist auch beim Sporttreiben in Innenräumen in Gruppen ein Hygienekonzept zu erstellen, das das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen vorsieht.
  • Für die gleichzeitige Nutzung (im Unterschied zur gemeinsamen Sportausübung) einer Sportanlage zum Training (gilt auch für Fitnessstudios) oder für Wettkämpfe gilt:
    • eine absolute Obergrenze von 125 teilnehmenden Personen in geschlossenen Räumen und von 250 teilnehmenden Personen außerhalb geschlossener Räume
    • Zusätzlich müssen, egal ob drinnen oder draußen Sport getrieben wird, pro Person mindestens 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Bei Ausnutzung der maximalen Personenanzahl von 125 Personen im Innenbereich würde dies einen Platzbedarf von 2.500 qm und im Außenbereich von 5.000 qm erfordern. Steht also weniger Fläche zur Verfügung, reduziert sich die zulässige Personenanzahl entsprechend.
    • Bei Turnieren und Wettkämpfen mit mehreren Wettkämpfen pro Tag dürfen sich zeitgleich nur die maximal zulässige Zahl von Teilnehmenden (125 innen, 250 außen) auf dem Wettkampfgelände aufhalten. Dies ist in der Bekanntmachung von Turnieren und Wettkämpfen (Ausschreibung) und der Zeitplanung zu berücksichtigen und ist von der Veranstalterin oder dem Veranstalter zu kontrollieren.
    • Treten Mannschaften gegeneinander an, dürfen die einzelnen Gruppen die Zahl von 25 (im Innenbereich) oder 50 Personen (im Außenbereich) nicht überschreiten.

Zuschauerinnen und Zuschauer zählen grundsätzlich nicht zu den 125 bzw. 250 Personen, wenn sie sich räumlich abgegrenzt von den Sportausübenden aufhalten. Eine Vermischung liegt beispielsweise bei Laufwettkämpfen auf öffentlichen Wegen vor, wenn Zuschauer:innen am Wegesrand stehen und mit den Sportler:innen in Kontakt treten können. Weitere Informationen siehe unter "Welche Regeln gelten für Veranstaltungen?".

Sofern der Sport in geschlossenen Räumen von Sportanlagen oder in Freibädern ausgeübt wird, hat die Betreiberin oder der Betreiber oder die Veranstalterin oder der Veranstalter ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt. Sie oder er hat nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 die Kontaktdaten aller Besucherinnen und Besucher (also Sporttreibende, Trainerinnen und Trainer, Begleitpersonen oder auch Zuschauerinnen und Zuschauer) zu erheben. Bei Wettkämpfen gelten diese Verpflichtungen auch im Außenbereich.

Für die Ausübung von Sport gelten zudem die allgemeinen Regelungen der Verordnung, insbesondere sind die Anforderungen des § 3 zum Lüften, Desinfektion etc. einzuhalten. Die Gemeinschaftseinrichtungen können unter den Voraussetzungen des § 3 Absatz 4 genutzt werden (Umkleiden und Duschen).

Testpflicht

Bei bestimmten Konstellationen bei der Ausübung von Sport dürfen nur getestete, vollständig geimpfte oder genesene Personen teilnehmen. Dies ist der Fall bei

  • gleichzeitiger Sportausübung innerhalb eines geschlossenen Raumes von mehr als zehn Erwachsenen (dies bedeutet keine Testpflicht für Kinder) sowie
  • bei der Teilnahme an Wettkämpfen (hier unabhängig vom Alter des Teilnehmden, also auch bei Kindern).
  • Die Testpflicht gilt jeweils, soweit Sport (egal ob Training oder Wettkampf) in geschlossenen Räumen durchgeführt wird, also z.B. in Sporthallen, Fitnessstudios, Tennishallen oder Schwimmbädern. In Freibädern und im Außenbereich besteht keine Testverpflichtung.
  • Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein.

Die Testpflicht entfällt wiederum, wenn je sporttreibender Person mehr als 80 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Also muss beispielsweise eine Sporthalle, in der maximal 15 ungetestete Personen gemeinsam Sport treiben wollen, mindestens 1.200 Quadratmeter groß sein.

So hat zum Beispiel die Betreiberin oder der Betreiber eines Fitnessstudios die Wahl:

  • Die Zahl der Sportlerinnen und Sportler, die gleichzeitig innerhalb eines geschlossenen Raumes im Fitnessstudio Sport treiben, wird auf eine Person pro 80 Quadratmetern begrenzt. Dann gilt keine Testpflicht.
  • Alternativ kann die Anzahl der gleichzeitig Trainierenden pro Trainingsraum auf 10 Personen begrenzt werden (auch hier gilt aber unabhängig von der Frage der Testpflicht die Flächenbegrenzung auf 20 qm pro Person). Eine Testpflicht besteht dann ebenfalls nicht.

Kann die 80 qm-Regelung bei engeren Raumverhältnissen nicht in Anspruch genommen werden und es erfolgt auch keine Begrenzung auf zehn gleichzeitig trainierende Personen, greift die Pflicht, das Vorliegen eines einen tagesaktuellen Tests zu kontrollieren (oder den Impf- oder Genesenenstatus). Weitere Informationen siehe "Welche Erleichterungen und Ausnahmen gelten für entsprechend geimpfte, genesene und getestete Personen?". Eine Begrenzung der Teilnehmer:innenzahl ergibt sich auch dann aufgrund der räumlichen Beschränkungen. Pro Person müssen mindestens 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen, maximal sind innerhalb geschlossener Räume 125 Personen zulässig, die gleichzeitig trainieren dürfen. Bei Ausnutzung der maximalen Personenanzahl von 125 Personen im Innenbereich würde dies einen Platzbedarf von 2.500 qm erfordern. Steht also weniger Fläche zur Verfügung, reduziert sich die zulässige Personenanzahl entsprechend.

Soweit der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, gelten die oben geschilderten Konstellationen für jeden einzelnen Raum. Als separate Räume gelten dabei auch die Bereiche von Sporthallen, die durch fest installierte Trennvorhänge, die vom Boden bis zur Decke reichen, separiert werden können (zum Beispiel in "Dreifeld-Hallen"). Hinsichtlich der Feststellung der einzelnen Räume sind grundsätzlich die der baurechtlichen Nutzungsgenehmigung zugrundeliegenden Pläne maßgebend. Nicht ausreichend sind hingegen bloße Stellwände, die einen Raum aufteilen.

Schwimm- und Spaßbäder

  • Der Betrieb von Spaßbädern ist untersagt. Die Öffnung von Schwimmbädern zum Zwecke des Bahnschwimmens oder der Schwimmausbildung ist jedoch möglich. Für die Schwimmausbildung ist auch die kontrollierte Nutzung von Sprunganlagen zulässig. Auch hier sind Hygienekonzepte und die Erhebung der Kontaktdaten erforderlich.
  • In Schwimmbädern (nicht Freibädern) besteht ab einer gleichzeitigen Nutzung von mehr als zehn erwachsenen Personen eine Testpflicht. Bei Kindern und Jugendlichen, insbesondere im Rahmen von Schwimmkursen, hingegen nicht. Grundsätzlich gilt eine zulässige Gruppengröße im Innenbereich von 25 Personen, insbesondere bei Kinder- und Jugendschwimmkursen kann das Gesundheitsamt Ausnahmen zulassen.
  • Umkleideräume und sanitäre Räume können genutzt werden. Bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und leicht erreichbare Möglichkeiten zur Durchführung der Händehygiene vorhanden sind. Für andere sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen und Sammelumkleiden ist ein Hygienekonzept nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 zu erstellen. Die Nutzung von Saunen, Whirlpools oder vergleichbaren Einrichtungen ist nur einzeln oder gleichzeitig durch die Mitglieder eines gemeinsamen Haushalts zulässig.

Was gilt für die Sportausübung im Falle des Überschreitens des Inzidenzwerts von 100 Neuinfektionen?

Überschreitet ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt den Wert auf drei aufeinanderfolgenden Tagen, gilt ab dem übernächsten Tag, dass Sport mit oder ohne Körperkontakt drinnen und draußen nur möglich in folgenden Konstellationen möglich ist:

  • allein,
  • gemeinsam mit im selben Haushalt lebenden Personen,
  • mit einer weiteren Person, die nicht dem eigenen Haushalt angehört.

Zulässig sind auch Kindersportgruppen, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal fünf Kindern trainieren. Trainer müssen ggf. vorher einen Test machen.

Dies gilt für sämtliche Sportarten.

Von 22 Uhr bis Mitternacht ist die Sportausübung draußen nur allein zulässig. Zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens ist sportliche Betätigung außerhalb der Wohnung aufgrund der Ausgangssperre untersagt.

Bei der jeweils zulässigen Teilnehmer:innenhöchstanzahl werden vollständig geimpfte (mindestens zwei Wochen Abstand zur letzten erforderlichen Impfung) und genesene Personen mit entsprechendem Nachweis nicht mitgezählt. Auch die Ausgangssperre gilt für sie nicht. Weitere Informationen dazu hier.

Sportanlagen können, soweit sie zur Nutzung geöffnet sind, auch beim Überschreiten der 100er-Inzidenz in den oben genannten Personenkonstellationen (allein, mit eigenem Hausstand oder zu zweit) genutzt werden; Fitnessstudios sind aufgrund der gesonderten Anordnung in § 28b Abs. 1 Nr. 3 IfSG zu schließen.

Welche Regelungen gelten für Profi- und Berufssportler:innen?

Für den Trainings- und Spielbetrieb im Profisport gelten grundsätzlich die gleichen Voraussetzungen wie für den Amateurbereich (siehe Frage "Welche Voraussetzungen gelten für das Sporttreiben?"). Soweit die Bedürfnisse für die Sportausübung von Profi-, Berufs- und Kadersportlerinnen und -sportlern über die nach § 11 Absatz 1 der Corona-Bekämpfungsverordnung bestehenden Möglichkeiten des allgemeinen Sporttreibens hinausgehen (siehe Frage "Welche Voraussetzungen gelten für das Sporttreiben?"), kann jedoch  das jeweils zuständige Gesundheitsamt Ausnahmen von den oben genannten Vorgaben zulassen. Die Ausnahmemöglichkeiten bestehen sowohl für Berufssportler:innen, Kaderathlet:innen, Rettungsschwimmer:innen sowie deren Trainer:innen als auch für Prüfungen und für Praxisveranstaltungen im Rahmen des Studiums an Hochschulen. Ebenfalls gilt die Ausnahmemöglichkeit für den Schwimmunterricht von Kindern (siehe Frage "Welche Voraussetzungen gelten für das Sporttreiben?") und im Falle von Abschlussprüfungen sowie das vorbereitende Training hierauf an Schulen.

Das Gesundheitsamt muss das Innenministerium (zugleich Sportministerium) von solchen Ausnahmegenehmigungen unterrichten.

Zum Kadersport zählen alle Athlet:innen des Olympiakaders, des Perspektivkaders, des Paralympicskaders und der Nachwuchskader 1 und 2, die Landeskader, die ersten bis dritten Ligen in allen olympischen und nicht-olympischen Sportarten sowie das Sporttreiben auf nationalen und internationalen Sportveranstaltungen, an denen die o.g. Sportler:innen teilnehmen.

Auch im Falle des Überschreitens des Inzidenzwertes von 100 bleibt es bei den hier beschriebenen Möglichkeiten für den Profi- und Kadersport.

Welche Regeln gelten für Sportboothäfen?

Allgemeine Kontaktregeln: Zurzeit dürfen sich maximal 10 Personen aus 10 Haushalten im öffentlichen oder privaten Raum zu einem gemeinsamen Zweck treffen.

Allgemeine Abstandsregeln: Zwischen den 10 Personen aus 10 Haushalten muss kein Abstand eingehalten werden. Gleichwohl sollte aus Infektionsschutzgründen, soweit wie möglich ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden.

Strom und Wasser dürfen zugänglich sein. Sanitäranlagen dürfen geöffnet werden, soweit ein Hygienekonzept vorliegt.

Darf man in Sportboothäfen übernachten?

Ja. Die hierfür geltenden Beschränkungen sind zum 31. Mai aufgehoben worden. Auch Testungen sind nicht mehr vorgeschrieben.

Können oder müssen Winterlagerbetriebe/Werften den Zugang für Nichtmitarbeiter beschränken?

Ja.  Bei Einrichtungen mit Publikumsverkehr muss der Betreiber die Hygienestandards nach § 3 der Corona-Bekämpfungsverordnung einhalten. Daher kann der Zugang beschränkt werden.

Dürfen Sportboote wieder zu kommerziellen Zwecken oder für Veranstaltungen vermietet werden?

Es dürfen private gemeinsame Freizeit-Charterfahrten nur mit bis zu 10 Personen unternommen werden. Es wird empfohlen, vor Fahrtantritt und ggf. während des Törns eigenverantwortlich Selbsttests durchzuführen. Siehe auch: Darf man in Sportboothäfen übernachten?

Dürfen auf Sportbooten Ausbildungsfahrten durchgeführt werden?

Für gewerbliche Ausbildungsfahrten gelten die Vorschriften für Sport entsprechend. Unter Deck dürfen sich ohne Testung maximal 10 Personen aufhalten. Die Übernachtung an Bord ist kein Sport. Hierfür gelten die Regelungen über Beherbergung, d.h. vor Reiseantritt (Testergebnis darf maximal 48 Stunden alt sein) und dann alle 72 Stunden ist ein Test durchzuführen. Der Veranstalter muss ein Hygienekonzept erstellen.

Sonderregeln für die Sportausübung auf Sportbooten

Gemeinsames privates Segeln oder Motorbootfahren gilt als Ausübung des Sports. Daher gelten hier die Regeln über die Sportausübung. Unter Deck dürfen sich dabei maximal 10 Personen aus 10 Haushalten aufhalten.

Sind gemeinsame Veranstaltungen, wie etwa Regatten, auf dem Wasser erlaubt?

Regatten sind nach den Regeln über Sport grundsätzlich erlaubt. Die Gesamtzahl der Teilnehmer ist allerdings auf 250 Personen begrenzt und es ist ein vorheriger Test erforderlich. Unter Deck dürfen sich nur maximal 10 Personen aus 10 Haushalten aufhalten.

Dürfen Traditionsschiffe wieder Tagestörns durchführen? Welche Einschränkungen gelten hierbei?

Soweit Traditionsschiffe Tagestörns anbieten, gelten für sie die Vorschriften für die Ausflugsschifffahrt, d.h. es ist ein Hygienekonzept zu erstellen, die Kontaktdaten sind zu erheben und unter Deck sind Masken zu tragen. Die Teilnehmenden müssen sich vorher in einem Testzentrum testen lassen und ein negatives Testergebnis vorlegen.

Dürfen Traditionsschiffe wieder mehrtägige Törns mit Übernachtungen durchführen?

Für mehrtägige Törns gelten die Vorschriften für Veranstaltungen und Beherbergung, d.h. der Veranstalter muss ein Hygienekonzept erstellen und innerhalb geschlossener Räume gilt grundsätzlich die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Vor der Reise muss ein Test gemacht werden und dieser ist alle 72 Stunden zu wiederholen.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

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