Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Sport

alle öffnen

Welche Voraussetzungen gelten für das Sporttreiben?

Sport kann drinnen und draußen in den folgenden drei möglichen Konstellationen ausgeübt werden:

  • allein, zusammen mit den Personen des eigenen Haushaltes oder
  • zu zweit (also zwei Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten)

Eine Erweiterung des zulässigen Personenkreises um Trainer:innen oder Übungsleitende ist nicht zulässig. Trainer:innen oder Übungsleitende sind also mitzuzählen. Untersagt ist sämtlicher Mannschafts- oder Gruppensport.

Die Regelung gilt sowohl für den Freizeit- als auch Breiten-, Leistungs- und Spitzensport (zu den Ausnahmemöglichkeiten im Profisport oder für Berufssportler:innen siehe "Welche Regelungen gelten für Kader-, Profi- und Berufsportler:innen?") sowie für den Tiersport für sämtliche ausgeübte Sportarten. In den genannten Personenkonstellationen, unter denen derzeit Sport betrieben werden darf, ist der Mindestabstand zueinander nicht einzuhalten, sodass auch Kontaktsport gemeinsam betrieben werden kann (nicht jedoch Mannschafts- oder Gruppensport).

Sportanlagen unter freiem Himmel und in geschlossenen Räumen sind geöffnet (mit Ausnahme von Toiletten bleiben sanitäre Gemeinschaftsräume aber geschlossen, s.u.). Auch hier gilt die Regel, dass Sport nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts ausgeübt werden darf. Diese Beschränkung gilt dabei in geschlossenen Sportanlagen in jedem in sich abgeschlossenen Raum.

Als separate Räume gelten auch die Bereiche von Sporthallen, die durch fest installierte Trennvorhänge, die vom Boden bis zur Decke reichen, separiert werden können und auch eine geschlossene seitliche Umgrenzung sicherstellen (z.B. bei sogenannten Zwei- oder Dreifeldhallen). Hinsichtlich der Feststellung der einzelnen Räume sind grundsätzlich die der baurechtlichen Nutzungsgenehmigung zugrundeliegenden Pläne maßgebend. Nicht ausreichend sind bloße Stellwände, die einen Raum aufteilen. Ebenfalls nicht ausreichend ist eine Trennung von mehreren Spielfeldern durch Netze (z.B. auf Tennisplätzen), weil auch hier die Gefahr besteht, dass Aerosole über die Grenzen eines Platzes hinausgelangen, auch wenn die Spielfelder in der baurechtlichen Nutzungsgenehmigung alle als separate Räume ausgewiesen werden. Denn innerhalb geschlossener Räume besteht aufgrund der sportbedingten erhöhten Atmung das besondere Risiko, dass sich Aerosole von möglicherweise infizierten Personen verbreiten und andere Personen anstecken könnten. Die bloße Einhaltung des Mindestabstandes reicht deshalb nicht aus.

Soweit mehrere Personen auf einer Sportanlage unter freiem Himmel getrennt Sport treiben, ist dies nur zulässig, soweit eindeutig keine gemeinsame Sportausübung vorliegt und die Virusübertragung durch Aerosole nicht zu befürchten ist. Die bloße Einhaltung des Mindestabstandes reicht auch hier nicht aus.

Als Sportanlagen gelten neben Sportplätzen und Sporthallen auch Fitnessstudios, Tanzstudios oder -schulen, Ballettstudios oder -schulen sowie Räumlichkeiten für allgemeine Bewegungsübungen (z.B. Yoga oder Reiki) im gemeinnützigen wie im gewerblichen Bereich.

Schwimm- und Spaßbäder bleiben geschlossen. Schwimmbecken zur medizinischen Rehabilitation können jedoch öffnen. Auf ärztliche Verordnung sind Sportangebote zur medizinischen Rehabilitation möglich, da es sich um Maßnahmen zum Erhalt oder zur Wiederherstellung der Gesundheit handelt. Das Gesundheitsamt kann insofern für die Nutzung von Sportanlagen und Schwimmbädern zur medizinischen Rehabilitation Ausnahmen zulassen, soweit die zulässige Personenanzahl zwingend überschritten werden muss. Voraussetzung ist in jedem Fall eine ärztliche Verordnung.

Für die Ausübung von Sport gelten zudem die allgemeinen Regelungen für Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Demnach haben die Betreiber:innen  von Sportanlagen die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung der Hygienestandards zu gewährleisten: Einhaltung des Mindestabstandsgebots auch beim Warten vor dem Eingang, Beachtung der Husten- und Niesetikette, Bereitstellung der Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände, Oberflächendesinfektion, regelmäßige Reinigung von Sanitäranlagen, Aushänge zu den Hygienestandards und Hinweis auf den Ausschluss von der Nutzung bei Nichteinhaltung, regelmäßiges Lüften sowie deutlicher Hinweis auf die Zugangsbeschränkung wie oben beschrieben. Andere sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen als Toiletten wie Sammelumkleiden, Duschräume, Saunen und Wellnessbereiche sind für den Publikumsverkehr zu schließen. Diese dürfen in Sportanlagen also nicht genutzt werden.

Ist Personal Training erlaubt? Unter welchen Bedingungen?

Ja. Personal Training in oder außerhalb von Studios ist erlaubt, solange nur eine andere Person trainiert wird .

Welche Regelungen gelten für Profi- und Berufssportler:innen?

Das Gesundheitsamt kann für die Nutzung von Sportanlagen und Schwimmbädern Ausnahmen von den oben genannten Vorgaben für die Sportausübung zulassen.

Ausnahmen können genehmigt werden für Berufssportler:innen, Kaderathlet:innen, Rettungsschwimmer:innen sowie deren Trainer:innen und für Prüfungen und für Praxisveranstaltungen im Rahmen des Studiums an Hochschulen. Voraussetzung ist die Erstellung eines Hygienekonzeptes und dass der Zugang für weitere Personen wie Zuschauer:innen ausgeschlossen ist.

Das Gesundheitsamt muss das Innenministerium (zugleich Sportministerium) von solchen Ausnahmegenehmigungen unterrichten.

Wenn die Sportausübung allein, gemeinsam mit im selben Haushalt lebenden Personen oder einer anderen Person erfolgt, ist für den Kader-, Profi- oder Berufssport in dieser personellen Konstellation keine Ausnahmegenehmigung erforderlich, da damit die allgemeinen Regelungen zur Sportausübung eingehalten werden.

Training und Spielbetrieb in größeren Gruppen sind im Profisport erlaubt, vorausgesetzt, es gibt ein Hygiene- und Testkonzept und die Hygienevorgaben des Landes sowie der jeweiligen Fachverbände werden eingehalten. Der:Die Veranstalter:in muss die Kontaktdaten der Teilnehmer:innen erheben. Publikum ist nicht zugelassen.

Zum Profisport zählen in diesem Fall alle Athlet:innen des Olympiakaders, des Perspektivkaders, des Paralympicskaders und der Nachwuchskader 1 und 2, die Landeskader, die ersten bis dritten Ligen in allen olympischen und nicht-olympischen Sportarten sowie das Sporttreiben auf nationalen und internationalen Sportveranstaltungen, an denen professionelle Sportler:innen teilnehmen.

Welche Regeln gelten für Sportboothäfen?

Allgemeine Kontaktvermeidungsregeln: Zurzeit dürfen sich maximal ein Haushalt und eine weitere Person im öffentlichen oder privaten Raum treffen.

Allgemeine Abstandsregeln: Zwischen dem Haushalt und der weiteren Person muss kein Abstand eingehalten werden. Gleichwohl sollte aus Infektionsschutzgründen, soweit wie möglich, ein Abstand von mindestens 1,5 m zu anderen Personen eingehalten werden.

Strom und Wasser dürfen zugänglich sein. Sanitäre Anlagen sind allerdings bis auf die Toiletten geschlossen.

Grundsätzlich gelten überall die allgemeinen Kontaktvermeidungsregeln. Ausnahmen gibt es für das Slippen und Kranen, damit Boote zu Wasser gelassen werden können. Dafür sind die Kontaktvermeidungsregeln aufgehoben, wenn ein entsprechendes Hygienekonzept vorliegt. Die o. g. Abstandsregeln gelten in jedem Fall. Eine Vermischung von Kohorten ist zu vermeiden.

Darf man in Sportboothäfen übernachten?

Es darf auf eigenen Sportbooten auf dem eigenen Saisonliegeplatz unter Beachtung der o. g. Kontaktvermeidungsregeln übernachtet werden.

Können oder müssen Winterlagerbetriebe/Werften den Zugang für Nichtmitarbeiter beschränken?

Ja.  Bei Einrichtungen mit Publikumsverkehr muss der Betreiber die Hygienestandards nach § 3 der Corona-Bekämpfungsverordnung einhalten. Daher kann der Zugang beschränkt werden.

Dürfen Sportboote wieder zu kommerziellen Zwecken oder für Veranstaltungen vermietet werden, z. B. für Ausbildungs- oder Prüfungsfahrten?

Derzeit sind Veranstaltungen, also auch Ausbildungsfahrten, untersagt. Lediglich für Prüfungsfahrten wären Vermietungen zulässig.

Reine Freizeit-Charterfahrten wären entsprechend der Regelungen über die Sportausübung nur mit den Angehörigen einer Hausgemeinschaft oder mit insgesamt zwei Personen aus zwei Haushalten und ohne Übernachtungen möglich.

Dürfen auf Sportbooten Prüfungsfahrten oder Ausbildungsfahrten durchgeführt werden?

Derzeit sind Veranstaltungen und damit auch Ausbildungsfahrten untersagt. Soweit lediglich Prüfungsfahrten durchgeführt werden sollen, sind diese gestattet.

Was gilt, wenn ich mein privates Boot ins Wasser bringen möchte?

Um das Zuwasserlassen von Booten ohne Einschaltung eines Gewerbebetriebes zu ermöglichen, dürfen daran ausnahmsweise mehr als die Angehörigen von zwei Haushalten beteiligt werden. Umfasst ist das Slippen und Kranen sowie der erforderliche Transport vom Winterlagerplatz zum Kran/Sliprampe; für weitere Bootsarbeiten an Land gelten dagegen die allgemeinen Vorschriften (maximal ein Haushalt plus eine Person). Es ist zudem vom Veranstalter ein Hygienekonzept zu erstellen. Beim Zuwasserlassen ist eine Vermischung von Kohorten auszuschließen.

Sonderregeln für die Sportausübung auf Sportbooten

Segeln oder Motorbootfahren gilt als Ausübung des Sports. Daher gelten hier die Regeln über die Sportausübung. Sport darf nur mit den Angehörigen des eigenen Haushaltes oder zu zweit mit den Angehörigen zweier Haushalte ausgeübt werden.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie