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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Schule

alle öffnen

Regelungen ab dem 22. Februar 2021

Ab dem 22. Februar kehren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 (Grundschule) wieder in den Präsenzunterricht unter Coronabedingungen in die Schulen zurück. Auch der Ganztag kann unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften wieder angeboten werden. Der Unterricht konzentriert sich zunächst auf die Vermittlung basaler Kompetenzen, darunter Lesen, Schreiben, Rechnen sowie das soziale Lernen und Miteinander.

Eine Ausnahme gilt für die Grundschulen in den Kreisen und kreisfreien Städte mit diffusem, höheren Infektionsgeschehen oder Verbreitung einer Virusvariante. Betroffen sind folgende Städte und Kreise:

  • Kreisfreie Stadt Flensburg
    An allen Schulen wird das Distanzlernen über den 21. Februar hinaus fortgesetzt. Die Notbetreuung für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 bleibt bestehen. Ausschließlich die Abschlussklassen werden unterrichtet, wobei weiterhin strenge Hygieneregeln gelten. Für alle Jahrgangsstufen außer den Abschlussklassen gilt, dass es bis auf weiteres nicht möglich ist, Klassenarbeiten in Präsenz zu schreiben.
  • Kreis Schleswig-Flensburg

    An allen Schulen wird das Distanzlernen über den 21. Februar hinaus fortgesetzt. Ab dem 1. März 2021 gibt es an den Grundschulen in den Jahrgangsstufen 1 – 4  Wechselunterricht. In welcher Form der Unterricht für die Zeit ab dem 8. März 2021 fortgeführt wird, wird am 1. März 2021 entschieden.
    Aber: Im Randbereich des Flensburger Stadtgebiets wird über den 28. Februar 2021 hinaus bis zum 7. März das Distanzlernen fortgesetzt. Dies gilt auch an den Grundschulen. Welche Schulen dies genau betrifft, wird aktuell durch das örtliche Gesundheitsamt in Rücksprache mit dem Gesundheitsministerium erarbeitet. Hierzu erhalten die betroffenen Schulen nach Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden eine gesonderte Information.
    Die Abschlussklassen erhalten weiterhin Präsenzunterrichtsangebote unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben (insbesondere Einhaltung der Mindestabstandsregel und der Maskenpflicht). Klassenarbeiten in Präsenz sind nicht möglich.

  • Kreisfreie Stadt Lübeck
    An allen Schulen wird das Distanzlernen bis zum 28. Februar fortgesetzt. Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird weiterhin eine Notbetreuung angeboten. Ab dem 1. März starten die Grundschulen in den Wechselunterricht. Die Abschlussklassen erhalten weiterhin Präsenzunterrichtsangebote unter strengen Hygienevorgaben.

  • Kreis Pinneberg
    An allen Schulen wird das Distanzlernen bis zum 28. Februar fortgesetzt. Eine Ausnahme hiervon gilt für die Grundschule der Insel Helgoland, die zum 22. Februar 2021 in den Präsenzunterricht unter Coronabedingungen wechseln kann. Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird weiterhin eine Notbetreuung angeboten. Die Abschlussklassen erhalten weiterhin Präsenzunterrichtsangebote unter strengen Hygienevorgaben (insbesondere Mindestabstandsregel und MNB-Pflicht). Ab dem 1. März starten die Grundschulen in den Wechselunterricht. Am Montag, 22. Februar, beraten das Gesundheitsministeriums, das örtliche Gesundheitsministerium und das Bildungsministerium darüber, ob die Schulen ab dem 1. März bereits in den Präsenzunterricht gehen können
  • Kreis Herzogtum Lauenburg und Kreis Pinneberg

    An allen Schulen wird das Distanzlernen bis zum 28. Februar fortgesetzt. Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird weiterhin eine Notbetreuung angeboten. Am Montag, 22. Februar, beraten das Gesundheitsministerium, das örtliche Gesundheitsministerium und das Bildungsministerium darüber, ob die Schulen ab dem 1. März bereits in den Präsenzunterricht gehen können., ob die Schulen ab dem 1. März in den eingeschränkten Regelbetrieb oder Coronaregelbetrieb, beziehungsweise in den Wechselunterricht oder Präsenzbetrieb für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 gehen. Die Abschlussklassen erhalten weiterhin Präsenzunterrichtsangebote unter strengen Hygienevorgaben.

Für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 an den weiterführenden Schulen bleibt es weiterhin bis zum 7. März beim Lernen in Distanz. Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 wird Notbetreuung angeboten.

Können Eltern ihre Kinder von der Präsenzpflicht in der Schule befreien lassen?

Ja. Es gibt seit dem 22. Februar die erleichterte Möglichkeit für Eltern und Erziehungsberechtigte, ihre Kinder aus wichtigem Grund vom Präsenzunterricht in den Jahrgangsstufen 1 - 4 befreien zu lassen. Die Eltern erklären den Antrag auf Beurlaubung schriftlich oder per E-Mail. Die Beurlaubung gilt dann als genehmigt. Eine Begründung ist nicht erforderlich.

Regelungen für den Schulbetrieb an den allgemeinbildenden Schulen seit dem 11. Januar

Der Präsenzunterricht ist für alle Schüler:innen in Schleswig-Holstein ausgesetzt. Sie bleiben zu Hause und lernen in der Distanz. Eine Ausnahme gibt es für die Abschlussjahrgänge – sie werden an den Schulen in Präsenz unterrichtet.

Hinweise zu den Abschlussprüfungen 2021

Gibt es eine Notbetreuung?

Ja. An den Schulen wird seit Montag, 11. Januar, eine Notbetreuung für Schüler:innen der Jahrgangsstufen 1 bis 6 in strengen Kohorten (in der Regel ist das der Klassenverband) angeboten. Sie ist für Kinder, deren Erziehungsberechtigte zur kritischen Infrastruktur gem. geltender CoronaVO gehören, oder für alleinerziehende Berufstätige. Schüler:innen, die an dieser Notbetreuung teilnehmen, werden in das Distanzlernen einbezogen.

Für Schüler:innen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf können an Förderzentren und allgemeinbildenden Schulen Betreuungsangebote vorgehalten werden. Gleiches gilt für Kinder, für die aus Kindeswohlaspekten eine Betreuung notwendig ist (jeweils ggf. auch für Schüler:innen ab der Jahrgangsstufe 7). Dies erfolgt in Absprache mit der Jugendhilfe. Die Betreuung wird innerhalb der Kohorte organisiert.

Wie wird der Unterricht für Abschlussklassen organisiert?

Die Vorbereitung der Abschlussjahrgänge auf die Prüfungen ist von großer Bedeutung und kann am besten im Präsenzunterricht erfolgen. Zu den Abschlussjahrgängen zählen die Schüler:innen aus den 9. und 10. Jahrgängen an Gemeinschaftsschulen und (Landes-)Förderzentren sowie die Abiturjahrgänge an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen.

Die Schüler:innen der Abschlussklassen sollen also nach Stundentafel (nicht Stundenplan) und gemäß den Fachanforderungen unterrichtet werden. Da das in den Schulen unterschiedlich gut abbildbar ist, kann dies sowohl im Rahmen von Präsenzunterricht als auch in Distanzlernformaten geschehen. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass Präsenzunterricht wahrgenommen werden kann, insbesondere von den Schüler:innenn, die zu Hause nicht ausreichend gute Lernumgebungen haben.

Die Schulen haben die organisatorische Flexibilität, um die Stundenplanung mit Blick auf die Prüfungen vorzunehmen. Fächer, in denen Abschlussklausuren geschrieben werden, haben Priorität. Aber auch die gesamte Bandbreite anderer Fächer ist wichtig, wenn diese in den Abschluss eingebracht werden bzw. für die Prüfungszulassung wichtig sind und schließlich auch für die weitere Bildungslaufbahn, damit die Anschlussfähigkeit z. B. beim Übergang in weiterführende Schulangebote gewährleistet ist. Die Schulen wägen vor diesem Hintergrund ab, welche Fächer bevorzugt in Präsenz unterrichtet und welche über Distanzlernformate abgedeckt werden können.

Es gelten die Hygieneregeln (unter anderem Maskenpflicht) und das Abstandsgebots. Deshalb sollen entweder entsprechend große Räume (zum Beispiel Aula, Sporthalle) genutzt werden oder die Lerngruppen aufgeteilt und in mehreren Räume unterrichtet werden. Diese Maßnahmen berücksichtigen einerseits die Interessen des Infektionsschutzes und die damit verbundenen Gesundheitsgefahren und andererseits die Schulpflicht und den Anspruch der Schüler:innen auf Bildung und Bildungsgerechtigkeit. 

Was heißt "Lernen in der Distanz"?

Die Schüler:innen lernen von zu Hause - und damit aus der Distanz. Aber sie erarbeiten beispielsweise über ein Lernmanagement-System oder Videokonferenzen täglich Unterrichtsinhalte nach Fachanforderungen. Sie bekommen Arbeitsaufträge, erarbeiten gemeinsam ein Thema und erhalten Rückmeldungen von ihren Lehrkräften. Die Teilnahme am Lernen in der Distanz ist für die Schüler:innen verbindlich.

Für Schüler:innen ab Jahrgangsstufe 7, die nach Erkenntnissen der Schule im häuslichen Umfeld keine angemessenen Lern- und Arbeitsmöglichkeiten haben, eröffnen Schulen in Phasen des Distanzlernens die Möglichkeit, zu definierten Zeiträumen in einem von der Schule bereit gestellten Raum ihre Aufgaben zu bearbeiten. 

Wie gut funktioniert das "Lernen aus der Distanz"?

Eine wissenschaftliche Evaluation am Ende des ersten Schulhalbjahres 2020/21 soll diese Frage beantworten. Eine Auswahl von Schulen nimmt an dieser Evaluation teil.

Welche Perspektive gibt es für Februar?

Ende Januar wird abhängig vom Infektionsgeschehen, den Inzidenzwerten und der Entwicklung der Mutationen des Virus sowie der Beschlusslage von Bund und Ländern entschieden, ob und unter welchen Bedingungen die Schulen im Februar wieder schrittweise für den Präsenzunterricht geöffnet werden können. Es kann auch schon vorher zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts kommen, wenn in Schleswig-Holstein die Zahl der Neuinfektionen dauerhaft deutlich unter der Grenze von 50 pro 100.000 Einwohner liegt.

Regelungen für den Schulbetrieb an den berufsbildenden Schulen seit dem 11. Januar 2021

Auch in den berufsbildenden Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren findet derzeit im Grundsatz kein Präsenzunterricht statt. Ausnahmen gibt es in dieser Zeit für Unterricht in Abschlussklassen und für Prüfungen.

Welche Perspektive gibt es für die nächsten Wochen an den berufsbildenden Schulen?

Abhängig vom Infektionsgeschehen, den Inzidenzwerten und der Entwicklung der Mutationen des Virus sowie der Beschlusslage von Bund und Ländern wird kurzfristig entschieden, ob und unter welchen Bedingungen die beruflichen Schulen wieder schrittweise für den Präsenzunterricht geöffnet werden können. Die nächste Stufe wäre das Zulassen von maximal 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht, wobei Abschluss- und Prüfungsklassen hier Vorrang haben.

Coronatests für Lehrkräfte und Beschäftigte an der Schule

Für Lehrkräfte und sonstige an Schule Beschäftigte gibt es ab dem 22. Februar die Möglichkeit für eine regelmäßige, anlassunabhängige und kostenfreie Schnelltestung.

Weitere Informationen

Informationen zum Halbjahresende

Finden die Elternsprechtage an den Schulen statt?

Elternsprechtage in der üblichen Form können derzeit nicht angeboten werden. Die Schulen finden Wege und werden den Eltern alternativ telefonische oder digitale Beratungstermine mit den Lehrkräften der Kinder und Jugendlichen anbieten.  Insoweit in Einzelfällen bei schwierigen Beratungsgesprächen eine Beratung in Präsenz angezeigt ist, kann dies unter Beachtung der Hygienevorschriften möglich gemacht werden.

Gibt es Änderungen beim Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen?

Ja. Der Zeitraum, in dem Eltern ihr Kind bei der weiterführenden Schule anmelden können, wird erweitert. Anmeldungen sind möglich von Donnerstag, 18. Februar 2021, bis Mittwoch, 03. März 2021. Die Anmeldung soll persönlich vor Ort erfolgen, sofern dies unter Beachtung des Infektionsschutzes möglich ist. Die Anmeldeformulare werden gut abrufbar auf den Internetseiten der Schulen platziert. Damit sich Besucherinnen und Besucher nach Möglichkeit nicht begegnen, ist eine Terminvergabe durch die Schulen notwendig.

Beratungsgespräche, soweit sie verpflichtend oder aus anderen Gründen unverzichtbar sind, können nach Terminvergabe unter Beachtung der Hygieneregeln in Präsenz stattfinden. Darüber hinaus sind Beratungsgespräche per Telefon oder unter Nutzung digitaler Formate möglich.  
Weitere Informationen: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/S/schulsystem/anmeldung_weiterfuehrende_schule.html

Mund-Nasen-Bedeckungen in Schulen

Ab dem Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts sind alle Beschäftigten der Schule sowie die Schüler:innen verpflichtet, in der Unterrichts- und Betreuungssituation mindestens eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dies kann auch eine Stoffmaske sein, es wird aber empfohlen, eine medizinische Maske zu tragen. Diese Verpflichtung gilt unabhängig von der jeweiligen Inzidenz in den Kreisen und kreisfreien Städten.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 50 müssen alle Beschäftigten sowie Schüler:innen eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung tragen, sogenannte einfache OP-Masken.

Welche Regelungen gelten für kranke Kinder?

Was mache ich, wenn ich (Schüler:in) krank bin beziehungsweise mein Kind krank ist?

Unser "Schnupfenplan" zeigt, wie Sie richtig mit Krankheitsanzeichen bei Ihren Kindern umgehen.

"Schnupfenplan" - Empfehlungen zum Umgang mit Erkältungssymptomen (Aktualisierte Fassung, Stand 15.02.2021) (PDF 689KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

In diesem Zusammenhang gilt aber der dringende Appell, ihr Kind zu Hause zu betreuen und nicht in die Kita zu bringen, wenn Krankheitsanzeichen zeigt.

Leichte Erkältungssymptome

Ihr Kind darf zur Schule/in die Kita kommen, wenn es:

  • einen einfachen Schnupfen ohne weitere Krankheitsanzeichen hat
  • leichten oder gelegentlichen Husten ohne weitere Krankheitsanzeichen hat
  • Halskratzen oder Räuspern ohne weitere Krankheitsanzeichen hat

Ihr Kind braucht in diesem Fall für den Schul-/Kitabesuch weder ein ärztliches Attest noch einen negativen Virusnachweis. Eltern sollten die Entscheidung verantwortungsvoll im Interesse ihrer Kinder und anderer Kinder treffen. Sie als Eltern kennen die saisonal oder bei bestimmten Tätigkeiten auftretenden Krankheitsanzeichen Ihrer Kinder und können den Verlauf mit den Vorjahren sicherlich gut vergleichen. Kinder, bei denen Krankheitsanzeichen wie Husten bekannt und einer nicht-infektiösen Grunderkrankung wie z.B. Asthma zuzuordnen sind, können weiterhin die Schule oder Kita besuchen.

COVID-19-Symptome

Ihr Kind sollte auf keinen Fall zur Schule/in die Kita kommen, wenn es Anzeichen einer COVID-19-Erkankung hat. Dazu zählen:

  • Fieber ab 38°C (bitte gut und ausreichend messen)
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Trockener Husten/Halsschmerzen
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns (nicht in Kombination mit Schnupfen)

Was ist zu tun, wenn ich (Schüler:in) oder mein Kind Anzeichen einer COVID-19 Erkrankung hat?

Sollte Ihr Kind Anzeichen einer COVID-19 Erkrankung haben, melden Sie sich bitte umgehend bei der Schule, die Ihr Kind besucht. Melden Sie es dort als krank und besprechen Sie das weitere Vorgehen. Ob Ihr Kind einen Arzt benötigt, liegt in Ihrem Ermessen als Eltern. Nehmen Sie bitte bei Bedarf telefonisch Kontakt zu Haus- oder Kinderarzt:in auf. Alternativ wählen Sie die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes: 116 117.

Der oder die behandelnde Mediziner:in entscheidet, ob Ihr Kind auf das Coronavirus getestet wird. Zwischen Test und Mitteilung des Ergebnisses gilt für Ihr Kind: Kein Besuch der Schule! Wurde kein Test für Ihr Kind angeordnet, beobachten Sie es mindestens 24 Stunden. Sollte der Allgemeinzustand nach 24 Stunden wieder gut und die Krankheitsanzeichen verschwunden sein, darf Ihr Kind wieder in die Schule.

Sollte Ihr Kind negativ auf das Coronavirus getestet worden sein, sich in einem guten Allgemeinzustand befinden und keine weiteren Krankheitsanzeichen entwickelt haben, kann es die Schule wieder besuchen. Für den Besuch ist weder ein ärztliches Attest noch ein negativer Virusnachweis erforderlich.

Was ist zu tun, wenn mein Kind positiv auf eine COVID-19 Erkrankung getestet wurde?

Bei einem positiven Testergebnis muss Ihr Kind zuhause bleiben. Bitte befolgen Sie die Anweisungen des zuständigen Gesundheitsamtes. In der Regel wird die Isolierung Ihres Kindes in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt beendet, wenn Ihr Kind wieder gesund ist. Dann darf Ihr Kind wieder in die Schule, sofern es sich wieder in einem guten Allgemeinzustand befindet und keine weiteren Krankheitsanzeichen zeigt. Für den Besuch ist weder ein ärztliches Attest noch ein negativer Virusnachweis erforderlich.

Kann ich die Geschwister meines erkrankten Kindes in die Schule oder Kita schicken?

Ja, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Geschwisterkinder keinen Quarantäneauflagen unterliegen. Grundsätzlich sollten Abstandsgebote zu Erkrankten dann, wo immer möglich, beachtet werden, auch im häuslichen Umfeld.

Welche Regelungen gelten für Menschen, die einer Risikogruppe angehören?

Auch Schüler:innen mit einer Grunderkrankung unterliegen der Schulpflicht. Sie werden grundsätzlich im Präsenzunterricht beschult, dabei muss die Schule besondere Hygienekonzepte für diese Schüler:innen prüfen. Auf Antrag der Eltern können Schüler:innen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf allerdings von der Präsenzpflicht befreit werden. Dem Antrag ist eine ärztliche Bescheinigung beizulegen, dass das betroffene Kind einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt ist. In begründeten Fällen kann die Schule eine schulärztliche Bescheinigung verlangen. Die betroffenen Schüler:innen werden dann aus der Distanz in den Unterricht einbezogen.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) geht davon aus, dass Kinder und Jugendliche mit gut behandelten chronischen Erkrankungen kein höheres Risiko für eine schwerere COVID-19-Erkrankung zu fürchten haben. Die Sorgeberechtigten sollten daher – ggf. in Absprache mit dem:der behandelnden Mediziner:in – abwägen, inwieweit das mögliche erhebliche gesundheitliche Risiko eine längere Abwesenheit vom Präsenzunterricht und somit Isolation des Schülers/der Schülerin erforderlich macht.

Für die Lehrkräfte gilt der aktuelle Erlass des Landes für alle Landesbediensteten ("Personelle und organisatorische Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des neuen Coronavirus SARS-CoV-2" vom 28.05.2020). Sie benötigen eine ärztliche Bescheinigung und müssen sich betriebsmedizinisch begutachten lassen, um die Präsenzpflicht aufzuheben.

Beim Schulträger oder einem anderen Träger beschäftigtes Schulpersonal fällt unter die Regeln des jeweiligen Trägers und stimmt sich hierzu mit der Schulleitung ab.

Dienstliche Beschäftigungsverbote für schwangere Lehrkräfte können derzeit im Einzelfall ausgesprochen werden. Die Entscheidung ist möglichst in Zusammenarbeit mit dem:der Betriebsmediziner:in zu treffen.

Was ist, wenn ich mein Kind beurlauben lassen möchte, obwohl es selbst keiner Risikogruppe angehört?

Im Hinblick auf mögliche Infektionsrisiken hat die Schulleitung die Möglichkeit, einzelne Schüler:innen gem. § 15 Schulgesetz SH aus wichtigem Grund zu beurlauben. Eltern sollten sich daher an ihre Schulleitungen wenden. Diese erörtern und beraten gemeinsam mit den betroffenen Familien, inwiefern ein wichtiger Grund im Sinne dieses Erlasses vorliegt, und sprechen im Einzelfall eine Beurlaubung aus.

Vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens und der in den Schulen getroffenen Maßnahmen zum Infektionsschutz soll eine Beurlaubung nur dann erfolgen, wenn die Schülerin bzw. der Schüler selbst zur Gruppe der Personen gehört, die aufgrund einer ärztlichen Risikoeinschätzung mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf belastet sind. Im Ausnahmefall kann eine Schülerin bzw. ein Schüler auch beurlaubt werden, sie bzw. er mit einer Person in häuslicher Gemeinschaft lebt, die aufgrund einer ärztlichen Risikoeinschätzung zur Personengruppe mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf gehört. Ansprechpartner ist in jedem Fall die Schulleitung.

Welche Regelungen gelten für den Sportunterricht?

Der Sportunterricht nach Fachanforderungen ist ausgesetzt. Stattdessen erhalten die Schülerinnen und Schüler angemessene Bewegungsangebote, die mit dem Infektionsschutz vereinbar sind. Folgende Vorgaben gelten.

Freistellung der Schülerinnen und Schüler von der Maskenpflicht

  • kein Körperkontakt zulässig
  • ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss immer eingehalten werden
  • auch im Winter soll der Sport, wenn möglich, im Freien stattfinden
  • Schülerinnen und Schüler planen passende Bekleidung ein, die Sportlehrkräfte
  • entscheiden vor Ort (z.B. ob Außen- oder Hallenschuhe erforderlich sind)
  • Nutzung von Sporthallen ausschließlich unter Einhaltung des aktuellen Hygiene- und Lüftungsplans

Infoblatt "Richtig lüften in der Schule" (Stand 17.09. 2020) (PDF 94KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Schulfahrten und sonstige Veranstaltungen

Wegen der Regelungen in § 17 der Corona-Bekämpfungsverordnung  sind Übernachtungen derzeit nur zu beruflichen, medizinischen oder zwingenden sozial-ethischen Zwecken möglich. Daher können derzeit insbesondere Klassenfahrten mit Übernachtungen nicht stattfinden. Betroffene Schulen nehmen mit den Veranstalter:innen Kontakt auf, um die Rückabwicklung zu vereinbaren.

Hinweise zu digitalen Lernangeboten

Schulen erfüllen eine besondere soziale Integrationsfunktion. Darüber hinaus machen tatsächliche Anwesenheitszeiten die Arbeitszeit für Lehrkräfte und die Organisation des Alltags für Eltern planbarer. Daher gilt die Prämisse: So viel Präsenzunterricht wie möglich, so viel Distanzunterricht wie nötig.

Präsenz- und Distanzunterricht können sich überschneiden (sogenannter "hybrider Unterricht"). Dabei gilt es, regelmäßig mit den Schüler:innen und ggf. mit den Erziehungsberechtigten zu sprechen. Außerdem muss die Lehrkraft ein Feedbackverfahren zu den Lernergebnissen anbieten. Die Verzahnung von analogen und digitalen Unterrichtsinhalten ist zu dokumentieren.

Im Falle eines erneuten erhöhten Infektionsgeschehens können digitale Lernangebote punktuell den Präsenzunterricht ersetzen oder besondere Bedarfe begleiten, etwa im Fall von nicht hinreichender personeller Besetzung. Dabei müssen die digitalen Angebote allerdings in der Stundenplanung verankert und mit einem Konzept unterlegt sein.

Der digitale Unterricht wird weiter in Ausstattung und Didaktik verbessert.

Gelten die AHA-Regeln auch an Schulen?

Selbstverständlich gelten Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen – auch in Schulen. Ergänzt um ein L für "Lüften". Regeln für "Richtig lüften" in der Schule und im Klassenraum sind in einem Infopapier zusammengefasst.

Zusätzlich ist auch die Nutzung der Corona-Warn-App sinnvoll.

Die Corona-Warn-App ist grundsätzlich ab einem Alter von 16 Jahren über die App-Stores der Betreiber beziehbar. Kinder und Jugendliche in einem Alter von unter 16 Jahren können die App nutzen, wenn sie dies mit ihren Erziehungsberechtigten abgesprochen haben und diese zustimmen. Es wird empfohlen, dass Sie hierfür geeignete Kinder- und Jugendschutzvorkehrungen zum Bezug von Apps (z.B. der Plattformanbieter oder von sicheren Drittanbietern) nutzen. Als Erziehungs-berechtigte können Sie darin Jugendschutzmechanismen konfigurieren, sodass Kinder und Jugendliche nur für sie geeignete Programme herunterladen können.

Bei der Installation der Corona-Warn-App sowie vor dem Hochladen eines positiven Testergebnisses in der App werden Sie darauf hingewiesen, dass eine Nutzung der App in einem Alter von unter 16 Jahren von Kindern und Jugendlichen vorab nur mit Einverständnis des Erziehungsberechtigten zulässig ist. https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

Dürfen Volkshochschulen, Musikschulen und Bildungseinrichtungen öffnen?

Nein, grundsätzlich sind diese geschlossen. Außerschulische Bildungsangebote können grundsätzlich nur als Distanzveranstaltungen zum Beispiel online als digitaler Fernunterricht stattfinden. Eine Ausnahme gibt es für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) oder Vorbereitungskurse für Meisterprüfungen oder für Prüfungen.

Für mehr Informationen siehe: "Ausbildung und außerschulische Bildungseinrichtungen"

Können Instrumental- und Gesangslehrer weiterhin Privatunterricht (Einzelunterricht) beim Schüler zu Hause oder beim Lehrer zu Hause geben?

Nein, das ist nicht möglich. Auch Privatunterricht, der zu Hause stattfindet, ist vom Verbot außerschulischer Bildungsangebote umfasst und daher nicht erlaubt. Erlaubt sind lediglich Distanzveranstaltungen in Form von digitalen Unterrichtseinheiten.

Dürfen Zeichen-, Mal-, Bastel- oder Töpferkurse angeboten werden?

Solche Veranstaltungen sind nur als Distanzveranstaltungen in digitaler Form (z.B. online als digitaler Fernunterricht) möglich.

Dürfen Hundeschulen geöffnet bleiben?

Nein. Hundeschulen sind als außerschulische Bildungseinrichtungen und Sporteinrichtungen zu schließen. Die Anlagen dürfen aber zu ihrer Unterhaltung und Pflege sowie zur Versorgung dort lebender Tiere betreten werden. Einzelunterricht in Hundeschulen ist ebenfalls unzulässig, da diese ohnehin geschlossen sind. Erlaubt ist lediglich Hundesport in der Öffentlichkeit alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand.

Finden Praktika statt?

Praktika und betriebliche Praxisphasen finden unter den in Unternehmen und Institutionen geltenden Hygienebedingungen statt. Auch wenn die Hygienebestimmungen der Betriebe gelten, bleiben die Praktika doch schulische Veranstaltungen. Die Regelungen für die Betriebspraktika gelten daher weiterhin: "Die Schule muss sich über die dortigen Unfallverhütungs- und Hygienevorschriften, die Erste-Hilfe-Kette und allgemein zur Arbeitsplatzsicherheit vergewissert haben."

Viele Schüler:innen (allerdings regional unterschiedlich) werden ohne eigenes Verschulden keinen Praktikumsplatz finden. Die Schule wird für diese Schüler:innen Alternativangebote machen, die einen Schwerpunkt in der Beruflichen Orientierung haben sollen.

Die Praktika einzelner Schüler:innen können (und sollten) abgesagt werden, wenn die Praktikumsbedingungen im jeweiligen Betrieb eine gesundheitliche (oder andere) Gefährdung vermuten lassen. Für eine volle Jahrgangsstufe kann ein Praktikum abgesagt werden, wenn ein Quarantänefall vorliegt oder schwerwiegende andere Gründe für eine solche Absage sprechen. Andernfalls soll denjenigen Schüler:innen, die einen Praktikumsplatz haben, nicht verwehrt werden, dieses Praktikum zu machen.

Wird es im Schuljahr 2020/21 eine spezielle Ferienregelung geben?

Die Landesverordnung über Ferientermine an den öffentlichen Schulen in Schleswig-Holstein gilt weiter.
Die geplanten Ferienzeiten bleiben erhalten und verteilen sich wie folgt:

  • Osterferien: 01.04.2021 bis 16.04.2021
  • Himmelfahrt: 14.05.2021 bis 15.05.2021

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie