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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Pflegeeinrichtungen

alle öffnen

Welche Pflegeeinrichtungen sind geöffnet?

Es gibt es keine generelle Schließung von Pflegeeinrichtungen. Lediglich in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 pro 100.000 Einwohner:innen, in denen die hohe Inzidenz nicht klar eingrenzbar ist, sondern auf eine zu hohe Viruszirkulation in der Bevölkerung zurückzuführen ist, (siehe dazu die Daten der Landesmeldestelle unter https://schleswig-holstein.de/coronavirus-zahlen) gilt für Pflegeeinrichtungen ein Betretungsverbot. Besuche sind aber auch dort weiterhin möglich (siehe "Darf ich Verwandte/Bekannte im Pflegeheim besuchen?"). Auch andere Personen sind vom Betretungsverbot ausgenommen (siehe "Welche weiteren Personen dürfen Pflegeeinrichtungen betreten?").

Sind Tagespflegeeinrichtungen für Senioren geöffnet? 

Einrichtungen, in denen Personen mit Pflegebedarf teilstationär untergebracht und verpflegt werden können (Tages- oder Nachtpflege) dürfen entsprechende Leistungen erbringen.

Tagespflegeeinrichtungen haben ein Hygienekonzept zu erstellen und die Kontaktdaten (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) von allen Personen, die das Gelände der Einrichtung betreten. Dies gilt insbesondere für Tagespflegegäste sowie bringende und abholende Personen. Damit soll es erforderlichenfalls den Gesundheitsämtern ermöglicht werden, Infektionswege nachzuvollziehen.

Handreichung für Einrichtungen der Tagespflege (PDF 242KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Gibt es weiterhin Gruppenangebote zur Betreuung Pflegebedürftiger (insb. Unterstützungsangebote im Alltag)?

Es ist wieder möglich, Gruppenangebote zur Betreuung Pflegebedürftiger, wie insbesondere Betreuungsgruppen und sonstige Gruppenangebote nach der Schleswig-Holsteinischen Landesverordnung zur Anerkennung und Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (AföVO), anzubieten.

Diese haben ein Hygienekonzept zu erstellen und die Kontaktdaten (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) von allen Personen zu erheben, die das Gelände des Gruppenangebots betreten, insbesondere von den an dem Gruppenagebot Teilnehmenden. Damit soll es erforderlichenfalls den Gesundheitsämtern ermöglicht werden, Infektionswege nachzuvollziehen. Die Kontaktdaten sind für einen Zeitraum von vier Wochen aufzubewahren und dann zu vernichten.

Muster-Hygienekonzept für Gruppenangebote (PDF 97KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Darf der ambulante Pflegedienst mein Haus betreten?

Der ambulante Pflegedienst darf zu Ihnen ins Haus kommen. Aber auch in der häuslichen Pflege durch Angehörige ist es wichtig, die Anzahl der Kontakte streng zu begrenzen. Die Räume sind regelmäßig gut zu lüften, auf eine sorgfältige Händehygiene sowie die Einhaltung der Abstandsregeln und der "Husten- und Nies-Etikette" ist zu achten.

Was ist die Husten- und Nies-Etikette?

Besuche

Darf ich Verwandte/Bekannte im Pflegeheim besuchen?

Insbesondere bei alten und pflegebedürftigen Menschen wird bei einer Infektion mit dem Corona-Virus von einem größeren Risiko für schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen ausgegangen. Deshalb ist es besonders wichtig, diese Personengruppe vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Auch wenn allen bewusst ist, wie wichtig Besuche von Angehörigen für ältere Menschen in Einrichtungen sind, müssen erforderliche Maßnahmen ergriffen werden, damit möglichst keine Corona-Viren in die Einrichtungen hineingetragen werden.

Die aktuelle Regelung sieht folgendermaßen aus: Bewohner:innen dürfen jeweils nur von zwei verschiedenen, feststehenden (Bezugs-)Personen, besucht werden. Diese Besucher:innen müssen sich zuvor von den Einrichtungsbetreiber:innen registrieren lassen und können dann "ihren" Bewohner oder "ihre" Bewohnerin im Rahmen der üblichen Besuchszeiten besuchen. Zudem gibt es eine Ausnahmemöglichkeit für weitere Besuche, wenn z.B. aus sozial-ethischen Gründen ein Besuch ermöglicht werden muss (z.B. Sterbebegleitung, akute Verschlechterung des Gesundheitszustandes,  Seelsorge oder Rechtsberatung).

Zudem müssen Besucher:innen über ein negatives Testergebnis verfügen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Der Test kann entweder mitgebracht oder in der Einrichtung durchgeführt werden, falls die Einrichtung einen solchen Test anbietet. Die Einrichtung soll dafür Sorge tragen, dass entsprechende Tests in der Einrichtung angeboten und durchgeführt werden können.

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 pro 100.000 Einwohner:innen (siehe dazu die Daten der Landesmeldestelle unter https://schleswig-holstein.de/coronavirus-zahlen), in denen die hohe Inzidenz nicht klar eingrenzbar ist, sondern auf eine zu hohe Viruszirkulation in der Bevölkerung zurückzuführen ist, darf nur eine registrierte Besuchsperson pro Bewohner:in eine Einrichtung betreten, sofern nicht ein besonderer rechtfertigender Grund für eine zusätzliche Begleitperson zwingend erforderlich ist. Weiterhin gilt eine Ausnahme vom Betretungsverbot beim Besuch von Schwerstkranken/Sterbenden aus sozial-ethischen Gründen.

Die Pflegeeinrichtung hat ein Hygienekonzept zu erstellen, welches auch Vorgaben für die Durchführung von Besuchen (Besuchskonzept) enthalten soll.

Das Besuchskonzept muss dabei ein angemessenes Verhältnis zwischen dem Gesundheitsschutz der Bewohner:innen, des Personals und der Besucher:innen einerseits und dem nachvollziehbaren Wunsch nach zwischenmenschlichem Kontakt vor allem mit Angehörigen und nahestehenden Personen andererseits bilden. Erforderlich sind die Dokumentation der Besuche (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse – Die Kontaktdaten sind für einen Zeitraum von vier Wochen aufzubewahren und dann zu vernichten), um eine Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen, und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch Besucher:innen. Das Konzept soll daher insbesondere Regelungen treffen, die:

  • sicherstellen, dass nur so vielen Besucher:innen Zugang gewährt wird, dass Abstands- und Hygienevorschriften sicher eingehalten werden können, und durch ein Zugangs- und Wegekonzept zur Minimierung von Begegnungen beitragen;
  • die Dokumentation der Besuche sicherstellen;
  • Anforderungen an geeignete gesonderte Besuchsräume sowie an Besuche in Bewohnerzimmern beschreiben;
  • die Nutzung eines zum Einrichtungsgelände gehörenden Außengeländes unter Einhaltung der gebotenen Hygienestandards ermöglichen.
  • Ausnahmesituationen, z. B. bei kurzfristigen und längeren Besuchen zur Sterbebegleitung betreffen.

Handlungsempfehlungen für ein Besuchskonzept in stationären Einrichtungen der Pflege (Stand 14.01.2021) (PDF 81KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Wie werden Schnelltests in den Pflegeheimen eingesetzt? Wie sieht die Teststrategie dort aus?

Einrichtungsbetreiber sollen auf Grundlage eines einrichtungsindividuellen Testkonzepts Personen, die in ihren Einrichtungen tätig werden sollen oder tätig sind, d.h. ihre Mitarbeiter:innen und externes Personal (z.B. Zeitarbeitskräfte), zweimal wöchentlich in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus mittel Antigen-Schnelltest testen. Ein positives Testergebnis ist von der Einrichtungsleitung dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

Zudem müssen Besucher:innen über ein negatives Testergebnis verfügen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Der Test kann entweder mitgebracht oder in der Einrichtung durchgeführt werden, falls die Einrichtung einen solchen Test anbietet. Die Einrichtung soll dafür Sorge tragen, dass entsprechende Tests in der Einrichtung angeboten und durchgeführt werden können.

Das Land hat eine Empfehlung zur Anwendung der Tests in Pflegeeinrichtungen ausgesprochen:

Praktische Umsetzung der Antigen-Tests nach der neuen Coronavirus-Testverordnung des Bundes in Schleswig-Holstein (PDF 195KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Diese Empfehlung wird bei dem Muster-Testkonzept zugrunde gelegt, das bereits an die Einrichtungen weitergegeben wurde:

Muster-Testkonzept und Antragsvordruck zur Umsetzung der Nationalen Teststrategie (Coronavirus-Testverordnung - TestV) zur Anwendung von Antigen-Tests in der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege und EGH (Stand: 17.12.2020) (PDF 98KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Die Nutzung des Muster-Testkonzeptes erleichtert beiden Seiten (Pflegeeinrichtungen und Gesundheitsämtern) die Durchführung. Im Fokus steht hierbei die regelmäßige Testung von Personal, um Viruseinträge in die Einrichtung über das Personal soweit wie möglich zu verhindern. Außerdem werden stichprobenartige Tests von Bewohner:innen und Testes von Besucher:innen in bestimmten Situationen durchgeführt.  

Der Einsatz von Antigen-Schnelltests kann seit dem 15. Oktober 2020 über den Gesundheitsfonds finanziert werden. Eine Liste mit diesen Tests wurde am 15. Oktober durch das Bundesamt für Arzneimittelsicherheit veröffentlicht.

Träger:innen von kleineren Einrichtungen der Pflege, die über die normalen Vertriebswege bislang keine PoC-Antigen-Tests beziehen konnten, bietet das Land die Möglichkeit, diese Tests über den bereits vorhandenen PSA-Shop des Landes zu erwerben.

Alle wichtigen Informationen, wie der Einkauf über den PSA-Shop funktioniert (Anmeldung zum erstmaligen Einkauf, Bestellformular usw.), finden sich hier: GMSH: Hinweise für unsere Kunden und Nutzer während der Coronakrise

Welche weiteren Personen dürfen Pflegeeinrichtungen betreten?

Ein Betretungsverbot von Pflegeeinrichtungen gibt es für Personen mit akuten Atemwegserkrankungen. Alle anderen Personen dürfen Pflegeeinrichtungen unter Einhaltung der in der Corona-Bekämpfungsverordnung geregelten Anforderungen (z.B. Hygiene- und Verhaltensregeln, Abstandsgebot, Zahlenmäßige Beschränkungen) betreten. Die Besuchsregelungen sind zu beachten.

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 pro 100.000 Einwohner:innen (siehe dazu die Daten der Landesmeldestelle unter https://schleswig-holstein.de/coronavirus-zahlen), in denen die hohe Inzidenz nicht klar eingrenzbar ist, sondern auf eine zu hohe Viruszirkulation in der Bevölkerung zurückzuführen ist, gilt in stationären Pflegeeinrichtungen ein Betretungsverbot. Davon ausgenommen sind registrierte Besucher:innen (siehe: "Darf ich Verwandte/Bekannte im Pflegeheim besuchen?") sowie folgende Personen:

  • Personen, deren Aufenthalt aufgrund einer stationären Betreuung oder pflegerischer Versorgung erforderlich ist (etwa pflegebedürftige Personen, die neu aufgenommen werden),
  • Personen, die für die pflegerische, erzieherische, therapeutische oder medizinische Versorgung zwingend erforderlich sind oder im Rahmen ihrer Fort- und Weiterbildung hierbei assistieren oder die Behandlung unter Anleitung selber durchführen sowie Personen, die für die Praxisanleitung, die Praxisbegleitung und die Durchführung von Prüfungen verantwortlich sind,
  • Personen, die für die Aufrechterhaltung des Betriebes zwingend erforderlich sind wie beispielsweise Verwaltungsmitarbeiter:innen, Handwerker:innen für unaufschiebbare bauliche Maßnahmen am Gebäude sowie Reparaturen an Infrastruktureinrichtungen,
  • Personen, die für den Betrieb von Verpflegungsangeboten zur Versorgung der Bewohner:innen und des Personals erforderlich sind,
  • Personen, die Waren an einem fest definierten Punkt in der Einrichtung übergeben,
  • Personen, die unaufschiebbare Aufgaben der Rechtspflege oder Gefahrenabwehr wahrnehmen und Personen, die eine Einrichtung aufgrund eines dienstlichen Anlasses betreten müssen.

Ein:e Angehörige:r lebt in einer Pflegeeinrichtung; diese will trotz der neuen Besuchsregelungen keinen Besuch zulassen, ist das zulässig?

Nein, die Einrichtung muss den Besuch durch zwei feste Bezugspersonen je Bewohner:in zulassen. Diese Personen müssen sich zuvor registrieren lassen und können dann „ihren“ Bewohner oder „ihre“ Bewohnerin unter Beachtung des Besuchskonzeptes im Rahmen der üblichen Besuchszeiten besuchen. Zudem müssen Besucher:innen über ein negatives Testergebnis verfügen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Der Test kann entweder mitgebracht oder in der Einrichtung durchgeführt werden, falls die Einrichtung einen solchen Test anbietet. Die Einrichtung soll dafür Sorge tragen, dass entsprechende Tests in der Einrichtung angeboten und durchgeführt werden können.

Die Auswahl dieser zum Besuch berechtigten Bezugspersonen sollte durch die/den jeweiligen betroffenen Bewohner:in erfolgen und nicht gegen deren bzw. dessen ausdrücklichen Willen vorgenommen werden. Zudem gibt es eine Ausnahmemöglichkeit für weitere Besuche, wenn z.B. aus sozial-ethischen Gründen ein Besuch ermöglicht werden muss (siehe "Darf ich Verwandte/Bekannte im Pflegeheim besuchen") Liegt ein Besuchskonzept nicht vor, können Sie sich an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Falls Sie das Besuchskonzept für nicht ausreichend halten, suchen Sie bitte in erster Linie das Gespräch mit der Einrichtungsleitung, um sich die Gründe darlegen zu lassen. Sie können darauf hinweisen, dass Ihr:e Angehörige:r ein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe hat. Das beinhaltet auch, den Kontakt zu Familie und engen Bezugspersonen zu ermöglichen.

Zu beachten ist zudem das Besuchsverbot in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 pro 100.000 Einwohner:innen. (siehe: "Welche weiteren Personen dürfen Pflegeeinrichtungen betreten?")

Ein Angehöriger liegt im Sterben, ich möchte ihn noch mal sehen, geht das?

Sprechen Sie das direkt mit der Einrichtung ab. Die geltende Verordnung und die Handlungsempfehlungen für Mindestvorgaben bei Besuchskonzepten sehen Ausnahmen von den strengen Anforderungen des Besuchskonzeptes u.a. bei der Sterbebegleitung vor, z.B. bei der Dauer oder der Häufigkeit von Besuchen.     

Welche Quarantäne-Regelungen gelten in Pflegeeinrichtungen?

Mein:e Angehörige:r lebt in einer Pflegeeinrichtung und muss medizinisch behandelt werden, muss er oder sie danach in Quarantäne?

Bei der Rückkehr Ihrer:Ihres Angehörigen nach einem auswärtigen Aufenthalt, z.B. nach einer medizinischen Behandlung, muss er oder sie grundsätzlich nicht in Quarantäne. Zeigt Ihr:e Angehörige:r allerdings bei der Rückkehr von einem auswärtigen Aufenthalt akute respiratorische Symptome, d.h. Symptome einer Erkrankung, welche die Lungenfunktion und damit die Atmung beeinträchtigt, oder eine Störung des Geruchs- oder Geschmacksinns aufweist (Verdachtsfall), ist durch ärztliche Diagnostik abzuklären, dass keine akute Infektion mit dem Corona-Virus vorliegt.  

Das heißt, solange nicht geklärt ist, ob Ihr:e Angehörige:r an COVID-19 erkrankt ist, muss er oder sie zunächst weiterhin im entlassenden Krankenhaus o.ä. weiterversorgt werden. Stellt sich heraus, dass kein COVID-Fall vorliegt, kann Ihr:e Angehörige:r in die Einrichtung zurückkehren. Wurde Ihr:e Angehörige:r wegen einer COVID-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt und wird anschließend gesund entlassen, so kann Ihr:e Angehörige:r in die Einrichtung zurückkehren, da von dieser bzw. diesem keine Ansteckungsgefahr mehr ausgeht. Die Einrichtung darf die Wiederaufnahme in diesem Fall nicht verweigern.

Vor der erstmaligen oder erneuten Aufnahme von Bewohnern:innen in die Einrichtung hat diese zu klären, ob die betreffende Person Ein- oder Rückreisende aus einem ausländischen Risikogebiet ist und damit den Regelungen der Quarantäneverordnung unterliegt. Zu den Bestimmungen siehe Frage (Welche grundsätzlichen Bestimmungen gibt es für Reiserückkehrende aus dem Ausland?)

Was geschieht, wenn mein:e Angehörige:r, die oder der in einer Pflegeeinrichtung lebt, in der Einrichtung Krankheitssymptome aufweist?

Erkrankt ein:e Bewohner:in innerhalb der Einrichtung und ist ein Verdachtsfall (siehe Frage "Mein:e Angehörige:r lebt in einer Pflegeeinrichtung und muss medizinisch behandelt werden, muss er oder sie danach in Quarantäne?"), muss er oder sie in einem Einzelzimmer untergebracht werden, bis durch ärztliche Diagnostik abgeklärt ist, dass keine akute Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Liegt eine entsprechende Infektion vor, trifft das örtlich zuständige Gesundheitsamt die notwendigen Maßnahmen.

Dürfen Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen die Einrichtung verlassen? Muss bei Rückkehr eine Quarantäne eingehalten werden?

Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen dürfen die Einrichtung verlassen. Eine Quarantäne muss nach Rückkehr grundsätzlich nicht eingehalten werden.

Es gelten insoweit dieselben allgemeinen Regelungen der Corona-Bekämpfungsverordnung und des Infektionsschutzgesetzes, wie für alle anderen Bürger:innen auch. Insbesondere kann das Gesundheitsamt im Einzelfall die notwendigen Vorkehrungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes ergreifen und z.B. danach weiterhin Quarantäne anordnen. Sollten sich Bewohner:innen länger als 48 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen diese nach der Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende allerdings einen negativen Coronatest vorweisen können, der höchstens 48 Stunden vor der Einreise ausgestellt wurde, oder 10 Tage in Quarantäne gehen sowie sich beim Gesundheitsamt melden.

Sollte bei Ihrer:Ihrem Angehörigen nach Rückkehr ein Verdacht bestehen, dass er oder sie an COVID-19 erkrankt ist, siehe FAQ „Mein:e Angehörige:r lebt in einer Pflegeeinrichtung und muss medizinisch behandelt werden, muss er oder sie danach in Quarantäne?"

Wo finde ich Hinweise für Angehörige von Demenz-Erkrankten im Hinblick auf die Corona-Situation?

In dieser Corona-Krise ist die Situation für Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, und für deren Angehörige besonders herausfordernd, da die Einsichtsfähigkeit der Erkrankten doch stark eingeschränkt ist. Das Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein bietet hierfür hilfreiche Informationen an unter https://www.demenz-sh.de

Unterstützung für Einrichtungsleitungen und Pflegekräfte

Rat für die tägliche Betreuung von Menschen mit Pflegebedarf sowie Hilfe bei der Umsetzung der aktuellen Regelungen aus Erlassen oder Verordnungen hinsichtlich des Betretens von stationären Einrichtungen erhalten Einrichtungsleitungen und Pflegekräfte bei der Beratungsstelle für Pflegeeinrichtungen.

Mehr Informationen und Kontaktdaten

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Impftermin-Hotline 0800 / 455 655 0

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie