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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Mund-Nasen-Bedeckungen

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Aktuelle Regelungen zur Mund-Nasen-Bedeckung ("Maskenpflicht")

Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht nur, soweit dies in der Verordnung besonders angeordnet ist. Es wird jedoch in der aktuellen Situation empfohlen, überall dort, wo sich mehre Menschen begegnen und die Abstände nicht immer eingehalten werden können, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Hinweise zur notwendigen Beschaffenheit einer Mund-Nasen-Bedeckung sind unter "Generelle Hinweise zu Mund-Nasen-Bedeckungen" aufgeführt.

In Schleswig-Holstein besteht für Kund:innen und Fußgänger:innen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

  • bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs einschließlich Bahnhöfen, Bahnhaltepunkten, stark frequentierten Bushaltestellen, Taxen, in den Innenräumen von Ausflugsschiffen und in Reisebussen,
  • in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, in denen in der Regel das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann
  • vor und in Geschäften und überdachten Flächen von Einkaufszentren und dazugehörigen Parkflächen,
  • in allen noch zugänglichen Gasträumen mit Bewirtung: Beherbergungsbetriebe (bspw. Hotels, dort dürfen aber nur Hausgäste bewirtet werden oder Gäste in einem (Tagungs-) Hotel, die an einer zugelassenen Veranstaltung teilnehmen), Betriebskantinen (nur Beschäftigte dürfen bewirtet werden), Autobahnraststätten und Autohöfe. In sämtlichen Bereichen mit Publikumsverkehr (auch Tresen- und Sanitärbereiche) ist von Kund:innen und Personal (von diesem jedoch nicht in Küche oder Lagerräumen und auch nicht, wenn es durch eine Schutz- oder Trennwand vor den Gästen geschützt wird) eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Kund:innen können ihre Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen, wenn sie sich an einem festen Platz befinden.
  • in geschlossenen Räumen, die öffentlich für Kund:innen zugänglich sind (also beispielsweise in Behörden)

Ebenfalls gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung am Arbeitsplatz (siehe: "Mund-Nasen-Bedeckungen am Arbeitsplatz").

Dasselbe gilt für externe Besucher:innen von Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie von Einrichtungen und Gruppenageboten der Pflege, der Eingliederungshilfe, der Gefährdetenhilfe sowie von Frühförderstellen. Personen, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und für die keine der Ausnahmen (siehe "Wer ist von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?") zutreffen, ist die Nutzung des ÖPNV oder das Betreten der betroffenen Einrichtungen nicht gestattet. Auch in Fahrgeschäften von Freizeiteinrichtungen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

In Horten haben betreute Kinder ebenso eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, auch wenn sie das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Auch für Schüler:innen gilt auf dem Schulgelände eine allgemeine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (siehe "Mund-Nasen-Bedeckungen in Schulen").

Ebenso sind Teilnehmer:innen von Wochenmärkten zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet. Bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen mit maximal 100 Teilnehmer:innen gilt dies generell schon dann, wenn die allgemeine Geltung des Abstandsgebots durch eine spezielle Sitzordnung ersetzt wird.

Die gültigen Regelungen für Beschäftigte im Einzelhandel und Behörden finden Sie unter den entsprechenden Fragen.

Auf Versammlungen (zum Beispiel Demonstrationen) in geschlossenen Räumen (zum Beispiel Gewerkschaftssitzungen) ist bei mehr als 10 Teilnehmenden eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Bei Versammlungen außerhalb geschlossener Räume gilt dies ab einer Teilnehmerzahl von 100 Personen.

Mund-Nasen-Bedeckungen in Fußgängerzonen und in der Öffentlichkeit

In Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen mit vielen Geschäften und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr (z.B. Platz mit Ladenzeilen, aber auch in Bahnhöfen, an Bahnhaltepunkten, an stark frequentierten Bushaltestellen und auf Bahnhofsvorplätzen), in denen typischerweise das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann, müssen Fußgänger:innen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Die Bereiche und die Geltungsdauer werden von den zuständigen Behörden festgelegt und öffentlich bekanntgemacht, etwa durch Schilder. Die Mund-Nasen-Bedeckung ist von Fußgänger:innen nicht zu tragen bei der Nahrungsaufnahme oder beim Rauchen, sofern dies im Stehen oder Sitzen erfolgt. Auch beim Fahren mit Fahrrädern, Tretrollern und anderen Ein- und Zweirädern ist keine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, jedoch beim Schieben solcher Fahrzeuge.

Mund-Nasen-Bedeckungen am Arbeitsplatz

In Arbeits- oder Betriebsstätten muss in geschlossenen Räumen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Beschäftigte müssen jedoch dann keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie sich an einem festen Steh- oder Sitzplatz befinden und ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Sie sind ebenfalls davon befreit, wenn alternative Schutzmaßnahmen getroffen werden und die Übertragung des Coronavirus durch geeignete physische Barrieren (z.B. Plexiglasscheiben) ausreichend verringert wird. Auch bei schweren körperlichen Tätigkeiten müssen Beschäftigte keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung sind dann alternative technische oder organisatorische Maßnahmen zu treffen. Wenn Beschäftigte einem gemeinsamen Haushalt angehören (zum Beispiel auch im Homeoffice), müssen sie ebenfalls keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Für die Nahrungsaufnahme darf die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden. Wenn das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Einzelfall unzumutbar ist, kann darauf ebenfalls verzichtet werden. Ausnahmen gibt es ebenfalls in Kitas (siehe: "Mund-Nasen-Bedeckungen in Kitas und Horten?").

Darüber hinaus sind die Regelungen des Arbeitsschutzes einzuhalten. Nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) hat der Arbeitgeber die Gefährdungen zu ermitteln und zu beurteilen, die für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbunden sind. Demnach hat der Arbeitgeber den Schutz der Beschäftigten auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung durch ein komplexes "Schutzpaket" sicherzustellen. Ergibt die Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz im Einzelfall ein erhöhtes Infektionsrisiko, können filtrierende Halbmasken (mindestens FFP2-Masken oder vergleichbar) als persönliche Schutzausrüstung erforderlich sein. Auch im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge können sich Hinweise darauf ergeben, dass die Maßnahmen des Arbeitsschutzes bei besonders schutzbedürftigen Beschäftigten nicht ausreichen. In diesem besonderen Fall kann der Betriebsarzt dem Arbeitgeber für den betroffenen Beschäftigten weitergehende Maßnahmen des Arbeitsschutzes oder einen Tätigkeitswechsel vorschlagen (siehe: "Welche Regelungen gelten für den Arbeitsschutz?")

Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr

Alle Passagiere im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr (Bus, Bahn, Schiff, Flugzeug oder Schulbus) und Taxen oder damit vergleichbare öffentliche Angebote in Schleswig-Holstein müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Grund dafür ist, dass in den genannten Verkehrsmitteln der Mindestabstand von 1,5 Metern und die Hygieneanforderungen nicht in allen Konstellationen umfassend eingehalten werden können, um Mitreisende und Personal zu schützen. Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung beginnt an der geöffneten Tür des Fahrzeugs und gilt für die gesamte Fahrtdauer. Sie gelten auch für Reisende in Fernzügen, Fernbussen oder Fähren, solange sie sich auf dem Gebiet des Landes Schleswig-Holstein befinden.

Ausnahmen gelten in Fällen, in denen Personen mit dem Schiff über den Nord-Ostsee-Kanal fahren, ohne dabei ihre Schiffskabine oder – im Falle einer Autofähre – ihr Fahrzeug zu verlassen und somit keinen Kontakt zu weiteren Personen haben. Darüber hinaus gelten die Ausnahmen der Landesverordnung (siehe "Wer ist vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?")

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bezieht sich auch nicht auf das Fahrpersonal. Für ihren Schutz sind die Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzes verantwortlich, beispielsweise durch die Installation von besonderen Schutzvorrichtungen, etwa Trennwände in Taxen oder Absperrungen in Bussen.

Mund-Nasen-Bedeckungen im Einzelhandel

In Geschäften des Einzelhandels, in Supermärkten, in Apotheken und in überdachten Einkaufszentren (Verkaufs- und Warenausgabestellen des Einzelhandels, in abgeschlossenen Verkaufsflächen und in überdachten Verkehrsflächen von Einkaufszentren einschließlich Vorplätzen und Parkflächen) sind Kund:innen in den Bereichen mit Publikumsverkehr verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Der Inhaber des Hausrechts muss dafür sorgen, dass diese Pflicht eingehalten wird. Auch in Banken und Sparkassen gilt für Kund:innen eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Auch für Beschäftigte gilt in den Bereichen mit Publikumsverkehr eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Umfasst sind dabei auch Theken- und Tresenbereiche, nicht aber Sozial- und Gemeinschafträume, welche ausschließlich dem Personal zugänglich sind. Verkaufspersonal ist auch dann nicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet, wenn beispielsweise durch geeignete Trenn- und Schutzwände in Kassenbereichen ein vergleichbarer Infektionsschutz gewährleistet ist. Eine bloße Theke ohne Trenn- und Schutzwände zwischen Kunden und Verkaufspersonal reicht dafür allerdings nicht aus.

Auch das Verkaufspersonal auf Wochenmärkten muss eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Mund-Nasen-Bedeckungen in Schulen

Grundsätzlich ist es in allen Schulen Schleswig-Holsteins Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen. Das gilt für alle Schüler:innen auf den Laufwegen, in den Gemeinschaftsräumen und in der Pause. Natürlich gilt die Maskenpflicht außerdem auf dem Schulhof, in der Mensa, bei schulischen Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes, auf dem Schulweg zwischen Bus- oder Bahnhaltestelle und Schule sowie für schulische Ganztagsangebote.

Mund-Nasen-Bedeckungen in Kitas und Horten

Eine Pflicht des Landes zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für die Mitarbeitenden sowie die in Elementar- und Krippengruppen betreuten Kinder besteht nicht, da dies an den Erfordernissen der praktischen Arbeit in Jugendhilfe-Einrichtungen vorbeigeht. Jedoch empfiehlt das Land, dass in Kitas alle erwachsenen Personen – und somit auch die pädagogischen Fachkräfte – eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wo immer dies möglich ist. Dabei können die pädagogischen Fachkräfte in der Betreuung der Kinder mit Blick auf das Kindeswohl situationsabhängig, z.B. zur gezielten Sprachförderung oder beim Streitschlichten und Trösten der Kinder, vorübergehend auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichten. In Regionen mit einer erhöhten Inzidenz können abweichende Regelungen durch die örtlich zuständigen Behörden erlassen werden.

Für alle Kinder, die eine Hortgruppe besuchen, gelten abweichende Regelungen. Für sie gelten die Regelungen zur Maskenpflicht in Schulen. Die für Schulen geltenden Ausnahmen in § 12 Absatz 1 Satz 3 der Verordnung finden entsprechende Anwendung, d.h. Kinder derselben Kohorte sind beispielsweise in einem ihnen zugewiesenen Bereich, in dem sich keine Kinder einer anderen Kohorte befinden, von der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ausgenommen. Dabei sind die Kohorten von der Einrichtungsleitung zu definieren, regelhaft entspricht eine Hortgruppe einer Kohorte. Den in § 12 Absatz 1 Satz 3 Nummer 1 genannten Unterrichtsräumen entsprechen die Horträume, den dort genannten an der Schule tätigen Personen entsprechen die im Hort tätigen Personen.

Mund-Nasen-Bedeckungen in Behörden und Gerichten

In Behördenbereichen mit regelmäßigem Publikumsverkehr gilt für Bürger:innen und Mitarbeiter:innen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, außer wenn sich die Personen an festen Steh- oder Sitzplätzen befinden und dort ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann oder alternative Schutzvorkehrungen (etwa Plexiglaswände) bestehen. Zur Nahrungsaufnahme darf die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden. Ausnahmen sind zu beachten.

Im Rahmen gerichtlicher Verhandlungen und Anhörungen darf die Mund-Nasen-Bedeckung von allen Beteiligten ebenfalls abgenommen werden. Auch hier sind geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um eine Übertragung des Coronavirus zu verhindern.

Mund-Nasen-Bedeckungen in Arztpraxen

Die Arztpraxen bleiben weiterhin geöffnet. Hier gilt jetzt sowohl für Beschäftigte als auch für Kund:innen eine generelle Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Beschäftigte müssen jedoch dann keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie sich an einem festen Steh- oder Sitzplatz befinden und ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Sie sind ebenfalls davon befreit, wenn alternative Schutzmaßnahmen getroffen werden und die Übertragung des Coronavirus durch geeignete physische Barrieren (z.B. Plexiglasscheiben) ausreichend verringert wird.  

Die ärztliche Versorgung und medizinische Behandlung aller Patient:innen ist entsprechend der vertragsärztlichen Versorgungspflicht sicherzustellen. Sollte es bei der Behandlung der Patient:innen notwendig sein, dass diese in bestimmten Situationen ihre Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen müssen, ist dies möglich. Dabei sind geeignete Schutzmaßnahmen (wie beispielsweise das Tragen einer FFP2-Maske durch das ärztliche Personal) zu ergreifen, um eine Übertragung des Coronavirus zu verhindern (siehe "Mund-Nasen-Bedeckungen am Arbeitsplatz").

Auch dürfen Patient:innen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung (einschließlich Behinderungen) keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, nicht von der Behandlung ausgeschlossen werden. Diese Personen sollten bereits bei der Terminabsprache auf diesen Umstand hingewiesen werden, um Irritationen vorzubeugen und der Praxis zu ermöglichen, erforderliche Vorkehrungen für die Behandlung zu treffen.

Der Schutz der Beschäftigten ist durch die Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzes gesondert sicherzustellen.

 Wer ist von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?

Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr. Diese Ausnahme gilt aber nicht für Kinder, die eine Hortgruppe besuchen (Weitere Informationen dazu unter "Mund-Nasen-Bedeckungen in Kitas und Horten"). Ausgenommen von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sind auch – unter bestimmten Voraussetzungen – das Personal in den Geschäften und im Öffentlichen Personennah- und Fernverkehr sowie Taxifahrer. Weitere Informationen dazu finden Sie unter "Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr und in Reisebussen" sowie "Mund-Nasen-Bedeckungen im Einzelhandel".

Auch Personen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung (einschließlich Behinderungen) nicht in der Lage sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sind von der Tragepflicht ausgenommen. Das betrifft insbesondere einen Personenkreis, für den auch Bedeckungsalternativen nicht in Frage kommen. Diese Menschen dürfen aber weiterhin freiwillig Visiere tragen. Menschen mit Hörbehinderungen und Menschen mit Sprachbehinderungen dürfen eine Mund-Nasen-Bedeckung auch abnehmen, soweit dies zum Zwecke der Kommunikation mit anderen erforderlich ist.

An einen Nachweis, dass jemand von der Tragepflicht ausgenommen ist, sind keine hohen Anforderungen zu stellen. Ein Nachweis kann ein Schwerbehindertenausweis, Allergikerausweis oder ähnliches sein, verbunden mit der Glaubhaftmachung des Betroffenen, dass aufgrund medizinischer oder psychischer Beeinträchtigung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich ist.

Eine ärztliche Bestätigung ist nicht erforderlich. Sollte diese aus Sicht des Betroffenen aber hilfreich sein, dann muss daraus lediglich zu erkennen sein, dass sie von einem:einer approbierten Mediziner:in ausgestellt wurde und der Betroffene daraus erkennbar ist. Eine gesonderte Begründung ist weder erforderlich noch gewollt. Vergleichbare Bescheinigungen können auch von Psychotherapeut:innen ausgestellt werden, aber nicht von anderen Gesundheitsberufen, etwa Ergotherapeuten.

Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

Wenn ein:e Kund:in in einem Geschäft oder einer Behörde, ein:e Nutzer:in des ÖPNV oder ein:e Besucher.in in einer Reha- oder Pflegeeinrichtung trotz wiederholter Aufforderung durch eine Ordnungskraft die Mund-Nasen-Bedeckung nicht anlegt, kann dies mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet werden. (Bußgeldkatalog)

Generelle Hinweise zu Mund-Nasen-Bedeckungen

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung kann die Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln und Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache verringern. Es trägt damit zu einer Verringerung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Erregers und zur Risikominimierung bei. Das ist auch deshalb wichtig, weil SARS-CoV-2 auch von Personen übertragen werden kann, die keine Symptome zeigen. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist vor allem dann wirksam, wenn möglichst viele Menschen einen entsprechenden Schutz tragen.

Was kommt als Mund-Nasen-Bedeckung in Betracht?

Als Mund-Nasen-Bedeckungen in Betracht kommen unabhängig von der Kennzeichnung oder einer zertifizierten Schutzkategorie etwa aus Stoff genähte und unmittelbar auf dem Gesicht aufliegende Masken, Schals, Tücher, Schlauchschals Idealerweise kommt ein eng anliegender textiler Stoff zum Einsatz. Dieser sollte mehrlagig sein oder aus dichtgewebter Baumwolle bestehen. Masken aus Stoff mit einem Sichtfenster aus Kunststoff sind ebenfalls mit den Alltagsmasken vergleichbar und damit zulässig und aus infektionshygienischer Sicht noch etwas besser geeignet als eng anliegende Kunststoffmasken, da sie vermutlich die Ausatemluft besser reduzieren.

Dagegen reicht es nicht aus, Mund und Nase nur mit Hand oder Arm abzudecken. Auch FFP-Masken ("filtering face piece") mit einem Ausatemventil sind als Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum grundsätzlich nicht zulässig und nur bei entsprechender medizinischer Indikation geduldet.

Ebenso sind transparente Visiere, die meist an einem Stirnband befestigt sind und das Gesicht nicht berühren (sogenannte Face Shields), nicht als Mund-Nasen-Bedeckung geeignet, weil sie die Verbreitung von Aerosolen nicht ausreichend hemmen. Eine Ausnahme gilt für Lehrpersonal, wenn das Tragen eines Visiers im Interesse des Bildungszwecks die Erkennbarkeit der Mimik oder die unbeeinträchtigte Verständlichkeit der Aussprache gewährleisten soll. Personen, die grundsätzlich von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreit sind und das nachweisen können (siehe: "Wer ist von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?"), können weiterhin freiwillig Visiere verwenden.

Wichtig bleibt die Händehygiene vor Berühren des Gesichtes, vor dem Verzehr von Lebensmitteln oder nach Kontakten zu Oberflächen im öffentlichen Raum. Die Abstandsregeln gelten grundsätzlich auch beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Was ist beim Gebrauch von Mund-Nasen-Bedeckungen zu beachten?

Stoffmasken sollten vor der ersten Anwendung und nach Gebrauch bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden. Nach dem Tragen sollte die Mund-Nasen-Bedeckung so verstaut werden, dass eine Kontamination der Umgebung vermieden wird, also zum Beispiel in einem Beutel.

 Da Alltagsmasken – im Gegensatz zu Medizinprodukten – keine standardisierten Produkte sind, kann die Schutzwirkung unterschiedlich sein. Wenn eine Mund-Nasen-Bedeckung durchfeuchtet – zum Beispiel durch Niesen oder Husten – verringert sich die Barrierewirkung. In diesen Fällen soll die Alltagsmaske sobald wie möglich gewechselt werden. Die Schutzwirkung kann auch durch Anwendungsfehler reduziert werden.Wichtig bleibt die Händehygiene nach dem Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung, vor Berühren des Gesichtes, vor dem Verzehr von Lebensmitteln oder nach Kontakten zu Oberflächen im öffentlichen Raum.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Empfehlungen und Wissenswertes zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen

Wie erfolgt die Reinigung und Desinfektion der Mund-Nasen-Bedeckung?

Die Mund-Nasen-Bedeckung ist nach dem Gebrauch bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine zu waschen. Der Einsatz eines Desinfektionsmittels bei geringerer Temperatur ist nicht zu empfehlen.

Sofern Mund-Nasen-Bedeckungen aus Kunststoff verwendet werden, sind diese einer Wischdesinfektion zu unterziehen. Einmalartikel, die weder gewaschen noch wischdesinfiziert werden können, sind nach dem Tragen zu entsorgen.

Sind medizinische Schutzmasken (Mund-Nasen-Schutz oder "OP-Maske") oder FFP-Masken mit Ausatemventil Mund-Nasen-Bedeckungen vorzuziehen?

Die Mund-Nasen-Bedeckung bedarf keiner Zertifizierung, wie sie beispielsweise bei Medizinprodukten verlangt wird. Ausdrücklich nicht erforderlich ist das Tragen von Medizinprodukten wie Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS), Operations(OP)-Masken oder FFP-Atemschutzmasken. Medizinische Gesichtsmasken sollen grundsätzlich medizinischem Personal und Pflegepersonal vorbehalten sein.

Hintergrund ist, dass medizinische Schutzmasken zum vorrangigen Schutz der anderen Personen nicht immer geeignet sind. Zum Beispiel dienen FFP-Masken ("filtering face piece") mit einem Ausatemventil ausschließlich dem Eigenschutz und sind zum Fremdschutz ungeeignet, da durch das Ventil die Tröpfchen des Trägers gezielt in die Umgebung abgegeben werden. Das Tragen solcher Masken als Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum ist also nur bei entsprechender medizinischer Indikation geduldet.

Besteht beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung eine Gefährdung durch Schimmelpilzbildung?

Schimmelpilze brauchen eine feuchte Umgebung, um zu überleben. Eine Schimmelpilzvermehrung ist möglich, wenn durchfeuchtete Mund-Nasen-Bedeckungen längere Zeit luftdicht verschlossen aufbewahrt werden. Im Normalfall ist von einer gesundheitsgefährdenden Vermehrung von Schimmelpilzen nicht auszugehen.

Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Auto erlaubt?

Ja. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung stellt keinen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung dar. Die Mund-Nasen-Bedeckung verhüllt – wenn korrekt getragen – lediglich Mund und Nase. Andere wesentliche Merkmale wie Frisur, Ohren- und Augenpartie sowie die grundlegende Gesichtsform bleiben erkennbar. Dies reicht in der Regel aus, um die Identität von Autofahrer:innen festzustellen.
Die Landespolizei wird im Rahmen der alltäglichen Verkehrsüberwachung mit wachsamem Auge darauf achten, dass die bestehenden Regelungen im Sinne des Infektionsschutzes ausgelegt, aber nicht unzulässig ausgenutzt werden. Wer durch übermäßige Maskierung versucht, seine Identität zu verbergen oder sein Gesicht bedeckt, ohne dass Mitfahrer oder andere geschützt werden können, wird auch weiterhin mit einem Bußgeld rechnen müssen.

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