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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Mund-Nasen-Bedeckungen

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Aktuelle Regelungen zur Mund-Nasen-Bedeckung ("Maskenpflicht")

In bestimmten Situationen ist das Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung erforderlich, die einen noch besseren Schutz vor der Ausbreitung von Tröpfchen oder Aerosolen bieten. Dabei handelt es sich beispielsweise um Situationen im Einzelhandel oder in Verkehrsmitteln, in denen die Einhaltung des Mindestabstandes nicht jederzeit möglich ist. In diesen Situationen darf keine Alltagsmaske aus Stoff getragen werden, sondern es muss sich um eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung handeln. Bei der qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung handelt es sich um medizinische Masken oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94. Masken mit Ausatemventil sind nicht zulässig. Es ist nicht erforderlich, dass die Masken als medizinische Produkte zugelassen sind.

Für weitere Informationen siehe: "Welche Anforderungen gibt es bei qualifizierten (medizinischen und virenfiltrierenden) Masken?"

Die Träger:innen einer Mund-Nasen-Bedeckung haben darauf zu achten, dass Mund und Nase beim Aufenthalt in den öffentlich zugänglichen Bereichen bedeckt bleiben. Die Anforderung an die Einhaltung von notwendigen Mindestabständen und Hygieneanforderungen werden durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht ersetzt. Personen, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, die die geltenden Anforderungen erfüllt, und für die keine der Ausnahmen (siehe "Wer ist von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?") zutreffen, ist die Nutzung des ÖPNV oder das Betreten der betroffenen Einrichtungen nicht gestattet.

In Schleswig-Holstein besteht in folgenden Bereichen eine Pflicht zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94):

  • Für Kund:innen bei der Nutzung des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs einschließlich Taxen, Schulbussen oder vergleichbarer Transportangebote sowie bei Flugreisen
  • vor und in Geschäften und überdachten Flächen von Einkaufszentren und dazugehörigen Parkflächen sowie auf Wochenmärkten für Kund:innnen und das Personal (umfasst sind dabei auch Theken- und Tresenbereiche. Verkaufspersonal ist immer zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet, Ausnahmen gelten insbesondere am festen Steh- oder Sitzplatz, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten oder die Übertragung von Viren durch ähnlich geeignete physische Barrieren (zum Beispiel Plexiglas) verringert wird. Eine bloße Theke ohne Trenn- und Schutzwände zwischen Kund:innen und Verkaufspersonal reicht dafür allerdings nicht aus.)
  • Auf Versammlungen (zum Beispiel Demonstrationen)
  • Auf rituellen Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften
  • für externe Besucher:innen von Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie von Einrichtungen und Gruppenageboten der Pflege, der Eingliederungshilfe, der Gefährdetenhilfe sowie von Frühförderstellen.

In den folgenden Bereichen reichen nicht-qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen aus (zum Beispiel Alltagsmasken aus Stoff, für weitere Informationen zu den Anforderungen siehe: "Was kommt als normale und nicht-qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung in Betracht?"), wobei freiwillig qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden dürfen:

  • In Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen, Bahnhöfen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, in denen typischerweise das Abstandgebot nicht eingehalten werden kann. Die Bereiche und die Geltungsdauer werden von den zuständigen Behörden festgelegt und öffentlich bekanntgemacht, etwa durch Schilder. Die Mund-Nasen-Bedeckung ist von Fußgänger:innen nicht zu tragen bei der Nahrungsaufnahme oder beim Rauchen, sofern dies im Stehen oder Sitzen erfolgt. Auch beim Fahren mit Fahrrädern, Tretrollern und anderen Ein- und Zweirädern ist keine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, jedoch beim Schieben solcher Fahrzeuge.
  • In geschlossenen Räumen, die öffentlich für Kund:innen oder Besucher:innen zugänglich sind (also beispielsweise in Behörden)
  • in allen noch zugänglichen Gasträumen mit Bewirtung: Beherbergungsbetriebe (bspw. Hotels, dort dürfen aber nur Hausgäste bewirtet werden oder Gäste in einem (Tagungs-) Hotel, die an einer zugelassenen Veranstaltung teilnehmen), Betriebskantinen (nur Beschäftigte dürfen bewirtet werden), Autobahnraststätten und Autohöfe. In sämtlichen Bereichen mit Publikumsverkehr (auch Tresen- und Sanitärbereiche) ist von Kund:innen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das gilt auch für das Personal (umfasst sind dabei auch Theken- und Tresenbereiche. Personal ist immer zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet, Ausnahmen gelten insbesondere am festen Steh- oder Sitzplatz, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten oder die Übertragung von Viren durch ähnlich geeignete physische Barrieren (zum Beispiel Plexiglas) verringert wird. Eine bloße Theke ohne Trenn- und Schutzwände zwischen Kund:innen und Verkaufspersonal reicht dafür allerdings nicht aus.) Kund:innen können zur Nahrungsaufnahme ihre Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen, wenn sie sich an einem festen Platz befinden.
  • In Horten haben betreute Kinder ebenso eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, auch wenn sie das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Mund-Nasen-Bedeckungen am Arbeitsplatz

In Arbeits- oder Betriebsstätten muss in geschlossenen Räumen je nach Arbeitsplatz entweder eine Mund-Nasen-Bedeckung oder eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94) getragen werden.

Dies gilt nicht, wenn sie sich an einem festen Steh- oder Sitzplatz befinden und ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Sie sind ebenfalls davon befreit, wenn alternative Schutzmaßnahmen getroffen werden und die Übertragung des Coronavirus durch geeignete physische Barrieren (z.B. Plexiglasscheiben) ausreichend verringert wird. Auch bei schweren körperlichen Tätigkeiten müssen Beschäftigte keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung sind dann alternative technische oder organisatorische Maßnahmen zu treffen. Für die Nahrungsaufnahme darf die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden. Wenn das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Einzelfall unzumutbar ist, kann darauf ebenfalls verzichtet werden. Wenn Beschäftigte einem gemeinsamen Haushalt angehören (zum Beispiel auch im Homeoffice), müssen sie ebenfalls keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Ausnahmen gibt es ebenfalls in Kitas (siehe: "Mund-Nasen-Bedeckungen in Kitas und Horten?"). Sonst geltende Ausnahmen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sind hier ebenfalls zu beachten (siehe: "Wer ist von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?")

Darüber hinaus sind die Regelungen des Arbeitsschutzes einzuhalten. Nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) hat der Arbeitgeber die Gefährdungen zu ermitteln und zu beurteilen, die für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbunden sind. Demnach hat der Arbeitgeber den Schutz der Beschäftigten auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung durch ein komplexes "Schutzpaket" sicherzustellen.

Im Arbeitsschutz wird die Bezeichnung „Mund-Nasen-Schutz“ in der Regel als Oberbegriff für medizinische Masken, gelegentlich auch für FFP-2 Masken oder vergleichbaren Atemschutz, verwendet. Auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung in Bezug auf den individuellen Arbeitsplatz hat der Arbeitgeber eine Differenzierung vorzunehmen und den Beschäftigten geeigneten Atemschutz als persönliche Schutzausrüstung (PSA) zur Verfügung zu stellen.

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz im Einzelfall ein erhöhtes Infektionsrisiko, können filtrierende Halbmasken (mindestens FFP2-Masken oder vergleichbar) als PSA erforderlich sein. Gemäß Corona-Arbeitsschutzverordnung wird der Arbeitgeber unter bestimmten Umständen dazu verpflichtet, medizinische Masken oder FFP2-Masken oder in der Anlage der Verordnung bezeichnete vergleichbare Atemschutzmasken zur Verfügung zu stellen.

Auch im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge können sich Hinweise darauf ergeben, dass die Maßnahmen des Arbeitsschutzes bei besonders schutzbedürftigen Beschäftigten nicht ausreichen. In diesem besonderen Fall kann der Betriebsarzt dem Arbeitgeber für den betroffenen Beschäftigten weitergehende Maßnahmen des Arbeitsschutzes oder einen Tätigkeitswechsel vorschlagen (siehe: "Welche Regelungen gelten für den Arbeitsschutz?")

Qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr

Bei der Nutzung des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs einschließlich Taxen, Schulbussen oder vergleichbarer Transportangebote sowie bei Flugreisen haben Kundi:innen eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94) ) zu tragen.

Grund dafür ist, dass in den genannten Verkehrsmitteln der Mindestabstand von 1,5 Metern und die Hygieneanforderungen nicht in allen Konstellationen umfassend eingehalten werden können, um Mitreisende und Personal zu schützen. Die Verpflichtung zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung beginnt an der geöffneten Tür des Fahrzeugs und gilt für die gesamte Fahrtdauer. Sie gelten auch für Reisende in Fernzügen, Fernbussen oder Fähren, solange sie sich auf dem Gebiet des Landes Schleswig-Holstein befinden.

Ausnahmen gelten in Fällen, in denen Personen mit dem Schiff über den Nord-Ostsee-Kanal fahren, ohne dabei ihre Schiffskabine oder – im Falle einer Autofähre – ihr Fahrzeug verlassen und somit keinen Kontakt zu weiteren Personen haben. Darüber hinaus gelten die Ausnahmen der Landesverordnung (siehe "Wer ist vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?")

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bezieht sich auch nicht auf das Fahrpersonal. Für ihren Schutz sind die Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzes verantwortlich, beispielsweise durch die Installation von besonderen Schutzvorrichtungen, etwa Trennwände in Taxen oder Absperrungen in Bussen.

Qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen im Einzelhandel

In Geschäften des Einzelhandels, in Supermärkten, in Apotheken und in überdachten Einkaufszentren (Verkaufs- und Warenausgabestellen des Einzelhandels, in abgeschlossenen Verkaufsflächen und in überdachten Verkehrsflächen von Einkaufszentren einschließlich Vorplätzen und Parkflächen) sind Kund:innen in den Bereichen mit Publikumsverkehr verpflichtet, eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94) zu tragen. Der Inhaber des Hausrechts muss dafür sorgen, dass diese Pflicht eingehalten wird. Auch in Banken und Sparkassen gilt für Kund:innen eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Auch für Beschäftigte gilt in diesen Bereichen eine Pflicht zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94). Umfasst sind dabei auch Theken- und Tresenbereiche. Verkaufspersonal ist immer zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet, Ausnahmen gelten insbesondere am festen Steh- oder Sitzplatz, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten oder die Übertragung von Viren durch ähnlich geeignete physische Barrieren (zum Beispiel Plexiglas) verringert wird. Eine bloße Theke ohne Trenn- und Schutzwände zwischen Kunden und Verkaufspersonal reicht dafür allerdings nicht aus.

Bei der Nahrungsaufnahme darf die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden.

Auch das Verkaufspersonal auf Wochenmärkten muss eine qualifzierte Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Mund-Nasen-Bedeckungen in Schulen

Ab dem Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts sind alle Beschäftigten der Schule sowie die Schüler:innen verpflichtet, in der Unterrichts- und Betreuungssituation mindestens eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dies kann auch eine Stoffmaske sein, es wird aber empfohlen, eine medizinische Maske zu tragen. Diese Verpflichtung gilt unabhängig von der jeweiligen Inzidenz in den Kreisen und kreisfreien Städten.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 50 müssen alle Beschäftigten sowie Schüler:innen eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung tragen, sogenannte einfache OP-Masken.

Mund-Nasen-Bedeckungen in Kitas und Horten

In Angeboten der Kindertagesbetreuung (Elementar, Krippe, Hort und Kindertagespflege) haben mit Ausnahme von Kindern vor der Einschulung alle Personen im Innen- und Außenbereich – und somit auch die pädagogischen Fachkräfte – eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94). zu tragen. Dabei können die pädagogischen Fachkräfte in der Betreuung der Kinder mit Blick auf das Kindeswohl situationsabhängig, z.B. zur gezielten Sprachförderung oder beim Streitschlichten und Trösten der Kinder, vorübergehend auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichten.

Für alle Kinder, die eine Hortgruppe besuchen, gelten abweichende Regelungen. Für sie gelten die Regelungen zur Mund-Nasen-Bedeckungspflicht in Schulen (s.o.).

Mund-Nasen-Bedeckungen in Behörden und Gerichten

In Behördenbereichen mit regelmäßigem Publikumsverkehr gilt für Bürger:innen und Mitarbeiter:innen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, außer wenn sich die Personen an festen Steh- oder Sitzplätzen befinden und dort ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann oder alternative Schutzvorkehrungen (etwa Plexiglaswände) bestehen. Zur Nahrungsaufnahme darf die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden. Ausnahmen sind zu beachten.

Im Rahmen gerichtlicher Verhandlungen und Anhörungen darf die Mund-Nasen-Bedeckung von allen Beteiligten ebenfalls abgenommen werden. Auch hier sind geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um eine Übertragung des Coronavirus zu verhindern.

Mund-Nasen-Bedeckungen in Arztpraxen

Die Arztpraxen bleiben weiterhin geöffnet. Hier gilt jetzt sowohl für Beschäftigte als auch für Kund:innen eine generelle Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Beschäftigte müssen jedoch dann keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie sich an einem festen Steh- oder Sitzplatz befinden und ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Sie sind ebenfalls davon befreit, wenn alternative Schutzmaßnahmen getroffen werden und die Übertragung des Coronavirus durch geeignete physische Barrieren (z.B. Plexiglasscheiben) ausreichend verringert wird.  

Die ärztliche Versorgung und medizinische Behandlung aller Patient:innen ist entsprechend der vertragsärztlichen Versorgungspflicht sicherzustellen. Sollte es bei der Behandlung der Patient:innen notwendig sein, dass diese in bestimmten Situationen ihre Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen müssen, ist dies möglich. Dabei sind geeignete Schutzmaßnahmen (wie beispielsweise das Tragen einer FFP2-Maske durch das ärztliche Personal) zu ergreifen, um eine Übertragung des Coronavirus zu verhindern (siehe "Mund-Nasen-Bedeckungen am Arbeitsplatz").

Auch dürfen Patient:innen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung (einschließlich Behinderungen) keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, nicht von der Behandlung ausgeschlossen werden. Diese Personen sollten bereits bei der Terminabsprache auf diesen Umstand hingewiesen werden, um Irritationen vorzubeugen und der Praxis zu ermöglichen, erforderliche Vorkehrungen für die Behandlung zu treffen.

Der Schutz der Beschäftigten ist durch die Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzes gesondert sicherzustellen.

Qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen in Pflegeeinrichtungen

Für externe Personen, die Pflegeeinrichtungen betreten, besteht während des gesamten Aufenthaltes in der Einrichtung eine generelle Verpflichtung zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung (medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94).

Für Bewohner:innen besteht keine generelle Verpflichtung zum dauerhaften Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Pflegeeinrichtung, da sie dort selbst wohnen. Sie sollen aber gemäß den einrichtungsindividuellen Hygiene- und Besuchskonzepten möglichst während der Besuchszeit bei Empfang von Besucher:innen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, soweit das ihr Gesundheitszustand zulässt. Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer gesundheitlichen Einschränkung von Bewohner:innen oder Besucher:innen nicht möglich, sind alternative Schutzmaßnahmen zu treffen.

Mitarbeiter:innen von Pflegeeinrichtungen, insbesondere die Pflegekräfte, haben in der Pflegeeinrichtung eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Im unmittelbaren Kontakt mit Bewohnerinnen und Bewohnern soll dies nicht nur ein Mund-Nasen-Schutz, sondern eine Maske der Standards FFP 2, N95 oder KN95, P2, DS2 oder KF94 sein. Auch nach generellen, übergeordneten Arbeits- und Hygienestandards besteht eine grundsätzliche Pflicht von Pflegekräften in Pflegeeinrichtungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Schutzes zur Vermeidung von Infektionen sowohl für Beschäftigte als auch Bewohner:innen, insbesondere wenn Abstände nicht eingehalten werden können, was regelmäßig vor allem bei pflegerischen Tätigkeiten am Körper der Fall ist.

Der Schutz der Beschäftigten ist durch die Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzes gesondert sicherzustellen.

Qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe

Für externe Personen, die eine Einrichtung der Eingliederungshilfe betreten, besteht während des gesamten Aufenthaltes in der Einrichtung eine generelle Verpflichtung zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung (medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94).

Für die Bewohner:innen einer Einrichtung der Eingliederungshilfe besteht keine generelle Verpflichtung zum dauerhaften Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Einrichtung, da sie dort selbst wohnen. Besucher:innen haben während des gesamten Aufenthalts in der Einrichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Mitarbeiter:innen von Einrichtungen der Eingliederungshilfe haben in der Einrichtung eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (siehe oben) zu tragen. Im unmittelbaren Kontakt mit Bewohner:innen sollen sie medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94 tragen.

Der Schutz der Beschäftigten ist durch die Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzes gesondert sicherzustellen.

Qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung bei Gottesdiensten und Bestattungen

Während des gesamten Gottesdienstes und während einer Beerdigung haben Besucher:innen eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94) zu tragen.

Dabei darf die qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung kurzfristig abgenommen werden, soweit dies zur Ausübung der liturgischen Handlung erforderlich ist wie z.B. bei der Entgegennahme des Abendmahls. Die Leiter:innen der rituellen Veranstaltung (also zum Beispiel der Pastor) müssen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

 Wer ist von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?

Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr. Diese Ausnahme gilt aber nicht für Kinder, die eine Hortgruppe besuchen (Weitere Informationen dazu unter "Mund-Nasen-Bedeckungen in Kitas und Horten").

Auch Personen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung (einschließlich Behinderungen) nicht in der Lage sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sind von der Tragepflicht ausgenommen. Das betrifft insbesondere einen Personenkreis, für den auch Bedeckungsalternativen nicht in Frage kommen. Diese Menschen dürfen aber weiterhin freiwillig Visiere tragen. Menschen mit Hörbehinderungen und Menschen mit Sprachbehinderungen dürfen eine Mund-Nasen-Bedeckung auch abnehmen, soweit dies zum Zwecke der Kommunikation mit anderen erforderlich ist.

An einen Nachweis, dass jemand von der Tragepflicht ausgenommen ist, sind aktuell keine hohen Anforderungen zu stellen. Ein Nachweis kann ein Schwerbehindertenausweis, Allergikerausweis oder ähnliches sein, verbunden mit der Glaubhaftmachung des Betroffenen, dass aufgrund medizinischer oder psychischer Beeinträchtigung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich ist. Eine ärztliche Bestätigung ist derzeit noch nicht erforderlich. Die Landesregierung behält sich jedoch vor, in einer der nächsten Anpassungen der Verordnung strengere Anforderungen an den Nachweis der Befreiung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu formulieren. Hier kommt insbesondere das Erfordernis einer ärztlichen Bestätigung in Betracht.

Aus der ärztlichen Bestätigung müsste dann zu erkennen sein, dass sie von einem:einer approbierten Mediziner:in ausgestellt wurde und der Betroffene daraus erkennbar ist. Eine gesonderte Begründung wäre weder erforderlich noch gewollt. Vergleichbare Bescheinigungen können auch von Psychotherapeut:innen ausgestellt werden, aber nicht von anderen Gesundheitsberufen, z.B. Ergotherapeuten.

Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

Wenn ein:e Kund:in in einem Geschäft oder einer Behörde, ein:e Nutzer:in des ÖPNV oder ein:e Besucher.in in einer Reha- oder Pflegeeinrichtung trotz wiederholter Aufforderung durch eine Ordnungskraft die qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung nicht anlegt, kann dies mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet werden. (Bußgeldkatalog)

Generelle Hinweise zu Mund-Nasen-Bedeckungen

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung kann die Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln und Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache verringern. Es trägt damit zu einer Verringerung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Erregers und zur Risikominimierung bei. Das ist auch deshalb wichtig, weil SARS-CoV-2 auch von Personen übertragen werden kann, die keine Symptome zeigen. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist vor allem dann wirksam, wenn möglichst viele Menschen einen entsprechenden Schutz tragen.

Broschüre "Die Corona-Pandemie gemeinsam bekämpfen - Masken erkennen - richtig beraten"

Welche Anforderungen gibt es bei qualifizierten (medizinischen und virenfiltrierenden) Masken?

Es ist nicht erforderlich, dass die Masken als medizinische Produkte zugelassen sind.

Zulässige Masken sind:

  • "medizinische Masken" aus der europäischen Norm DIN EN 14683:2019+AC:2019.
  • industriell hergestellte Masken, die ebenso wie medizinische Masken aus mehrlagigem Vlies gefertigt sind und eine vergleichbare Schutzwirkung bieten, auch wenn sie nicht über eine Zulassung als Medizinprodukt verfügen.

Neben FFP2-Masken werden noch weitere Masken zugelassen, die über eine vergleichbare Schutzwirkung verfügen. Dabei handelt es sich um Masken, die folgenden internationalen Standards genügen:

  • P2: Australischer/Neuseeländischer Standard AS/NZ 1716:2012,
  • DS2: Japanischer Standard JMHLW-Notification 214,2018 und
  • KF94: Koreanischer Standard 1st Class KMOEL-2017-64.

Darüber hinaus sind auch FFP3-Masken nach der europäischen Norm DIN EN 149:2001+A1:2009 mit einer noch besseren Schutzwirkung zulässig.

Was kommt als nicht-qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (auch Alltagsmaske oder Community-Maske) in Betracht?

Als nicht-qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen in Betracht kommen unabhängig von der Kennzeichnung oder einer zertifizierten Schutzkategorie etwa aus Stoff genähte und unmittelbar auf dem Gesicht aufliegende Masken, Schals, Tücher oder Schlauchschals. Idealerweise kommt ein eng anliegender textiler Stoff zum Einsatz. Dieser sollte mehrlagig sein oder aus dichtgewebter Baumwolle bestehen. Masken aus Stoff mit einem Sichtfenster aus Kunststoff sind ebenfalls mit den Alltagsmasken vergleichbar und damit zulässig und aus infektionshygienischer Sicht noch etwas besser geeignet als eng anliegende Kunststoffmasken, da sie vermutlich die Ausatemluft besser reduzieren.

Dagegen reicht es nicht aus, Mund und Nase nur mit Hand oder Arm abzudecken. Auch FFP-Masken ("filtering face piece") mit einem Ausatemventil sind als Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum grundsätzlich nicht zulässig und nur bei entsprechender medizinischer Indikation geduldet.

Ebenso sind transparente Visiere, die meist an einem Stirnband befestigt sind und das Gesicht nicht berühren (sogenannte Face Shields), nicht als Mund-Nasen-Bedeckung geeignet, weil sie die Verbreitung von Aerosolen nicht ausreichend hemmen. Klarsicht-Masken (zB smile by ego) werden wie Visiere bewertet und sind nur wie Visiere in bestimmten Situationen als Ausnahme zulässig.

Ein Visier ist nur bei Gebärdendolmetscherinnen und Gebärdendolmetschern sowie bei Kommunikationshelferinnen oder Kommunikationshelfern für Menschen mit Hörbehinderung zulässig, und nur dann, wenn es das ganze Gesicht abdeckt.  Personen, die grundsätzlich von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreit sind und das nachweisen können (siehe: "Wer ist von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?"), können weiterhin freiwillig Visiere verwenden.

Wichtig bleibt die Händehygiene vor Berühren des Gesichtes, vor dem Verzehr von Lebensmitteln oder nach Kontakten zu Oberflächen im öffentlichen Raum. Die Abstandsregeln gelten grundsätzlich auch beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Was ist beim Gebrauch von nicht-qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckungen zu beachten?

Stoffmasken sollten vor der ersten Anwendung und nach Gebrauch bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden. Nach dem Tragen sollte die Mund-Nasen-Bedeckung so verstaut werden, dass eine Kontamination der Umgebung vermieden wird, also zum Beispiel in einem Beutel.

 Da Alltagsmasken – im Gegensatz zu Medizinprodukten – keine standardisierten Produkte sind, kann die Schutzwirkung unterschiedlich sein. Wenn eine Mund-Nasen-Bedeckung durchfeuchtet – zum Beispiel durch Niesen oder Husten – verringert sich die Barrierewirkung. In diesen Fällen soll die Alltagsmaske sobald wie möglich gewechselt werden. Die Schutzwirkung kann auch durch Anwendungsfehler reduziert werden. Wichtig bleibt die Händehygiene nach dem Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung, vor Berühren des Gesichtes, vor dem Verzehr von Lebensmitteln oder nach Kontakten zu Oberflächen im öffentlichen Raum.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Empfehlungen und Wissenswertes zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen

Wie erfolgt die Reinigung und Desinfektion der nicht-qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung?

Die Mund-Nasen-Bedeckung ist nach dem Gebrauch bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine zu waschen. Der Einsatz eines Desinfektionsmittels bei geringerer Temperatur ist nicht zu empfehlen.

Sofern Mund-Nasen-Bedeckungen aus Kunststoff verwendet werden, sind diese einer Wischdesinfektion zu unterziehen. Einmalartikel, die weder gewaschen noch wischdesinfiziert werden können, sind nach dem Tragen zu entsorgen.

Besteht beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung eine Gefährdung durch Schimmelpilzbildung?

Schimmelpilze brauchen eine feuchte Umgebung, um zu überleben. Eine Schimmelpilzvermehrung ist möglich, wenn durchfeuchtete Mund-Nasen-Bedeckungen längere Zeit luftdicht verschlossen aufbewahrt werden. Im Normalfall ist von einer gesundheitsgefährdenden Vermehrung von Schimmelpilzen nicht auszugehen.

Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Auto erlaubt?

Ja. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Auto stellt keinen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung dar. Die Mund-Nasen-Bedeckung verhüllt – wenn korrekt getragen – lediglich Mund und Nase. Andere wesentliche Merkmale wie Frisur, Ohren- und Augenpartie sowie die grundlegende Gesichtsform bleiben erkennbar. Dies reicht in der Regel aus, um die Identität von Autofahrer:innen festzustellen.
Die Landespolizei wird im Rahmen der alltäglichen Verkehrsüberwachung mit wachsamem Auge darauf achten, dass die bestehenden Regelungen im Sinne des Infektionsschutzes ausgelegt, aber nicht unzulässig ausgenutzt werden. Wer durch übermäßige Maskierung versucht, seine Identität zu verbergen oder sein Gesicht bedeckt, ohne dass Mitfahrer oder andere geschützt werden können, wird auch weiterhin mit einem Bußgeld rechnen müssen.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

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