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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Mund-Nasen-Bedeckungen

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Aktuelle Regelungen zur Mund-Nasen-Bedeckung ("Maskenpflicht")

In bestimmten Bereichen ist das Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung nach wie vor vorgeschrieben. Dabei handelt es sich grundsätzlich um Situationen in Innenräumen, in denen die 3G-Regelung nicht greift (weitere Bereiche s.u.). Das ist insbesondere im Einzelhandel oder in öffentlichen Verkehrsmitteln der Fall. Weiterhin wird das Tragen von Masken innerhalb und außerhalb geschlossener Räume empfohlen, wenn der empfohlene Mindestabstand zum Beispiel bei Personenansammlungen nicht eingehalten werden kann. Diese Empfehlung gilt nicht bei der Ausübung von Sport. Ausnahmen für Personen, die vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreit sind, sind zu beachten.

Vorgeschrieben ist das Tragen einer Maske laut der Landesverordnung in folgenden Bereichen:

  • Für Kund:innen bei der Nutzung des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs innerhalb geschlossener Räume einschließlich Taxen, Schulbussen oder vergleichbarer Transportangebote sowie bei Flugreisen.
  • In Innenräumen von Schulen im Zusammenhang mit schulischen Veranstaltungen und bei schulischen Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes. Weitere Informationen finden Sie unter "Maskenpflicht an Schulen".

  • In Geschäften und überdachten Flächen von Einkaufszentren (nicht jedoch auf überdachten Parkplätzen) für Kund:innnen und das Personal (umfasst sind dabei auch Theken- und Tresenbereiche. Verkaufspersonal ist immer zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet, Ausnahmen gelten insbesondere wenn die Übertragung von Viren durch ähnlich geeignete physische Barrieren (zum Beispiel Plexiglas) verringert wird. Eine bloße Theke ohne Trenn- und Schutzwände zwischen Kund:innen und Verkaufspersonal reicht dafür allerdings nicht aus. Der Inhaber des Hausrechts muss dafür sorgen, dass diese Pflicht eingehalten wird. Auch in Banken und Sparkassen gilt für Kund:innen eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Weitere Informationen finden Sie unter "Einzelhandel".
  • In Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe inkl. Behindertenwerkstätten von Besucher:innen in allen Gemeinschaftseinrichtungen und auf Verkehrsflächen innerhalb geschlossener Räume (angestellte und externe Mitarbeiter:innen haben innerhalb geschlossener grundsätzlich immer eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen).
  • Auf Versammlungen sowie bei Gottesdiensten in geschlossenen Räumen auf Verkehrsflächen und beim Singen, sofern dabei kein Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird, die keine Familien- oder Haushaltsangehörigen oder nahestehende Personen sind oder wenn alle Teilnehmer:innen im Sinne der 3G-Regel vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sind.
  • In Archiven und Bibliotheken (gilt für Kund:innen und Beschäftigte).
  • In Kindertagesstätten von Beschäftigten und externen Personen innerhalb geschlossener Räume (gilt nicht für Kinder unter sechs Jahren).
  • Für Beschäftigte in Gaststätten und Beherbergungsbetrieben mit regelmäßigem Gästekontakt, sofern diese nicht vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sind (der Test muss spätestens alle 72 Stunden wiederholt werden).
  • Für Beschäftigte im Bereich der körpernahen Dienstleistungen, sofern diese nicht vollständig geimpft, genesen oder getestet sind (der Test darf maximal 24 Stunden alt sein).

Weitere Informationen zu Mund-Nasen-Bedeckungen an Arbeitsplätzen.

Bei der qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung handelt es sich um medizinische Masken oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94. Masken mit Ausatemventil sind nicht zulässig. Auch Alltagsmasken aus Stoff dürfen nicht verwendet werden, wenn das Tragen einer Maske vorgeschrieben ist. Ebenso sind transparente Visiere, die meist an einem Stirnband befestigt sind und das Gesicht nicht berühren (sogenannte Face Shields), grundsätzlich nicht als Mund-Nasen-Bedeckung zulässig (nur für Gebärdensprachdolmetscher:innen gibt es eine Ausnahme. Weitere Informationen siehe Frage "Wer ist von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?)". Es ist also immer eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wenn das Tragen einer Maske vorgeschrieben ist. Es ist nicht erforderlich, dass die Masken als medizinische Produkte zugelassen sind.

Weitere Informationen zu den Anforderungen finden Sie hier: "Welche Anforderungen gibt es bei qualifizierten (medizinischen und virenfiltrierenden) Masken?". Ausnahmen von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung finden Sie unter "Wer ist von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?".

Die Träger:innen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung haben darauf zu achten, dass Mund und Nase beim Aufenthalt in den öffentlich zugänglichen Bereichen bedeckt bleiben. Die Anforderung an die Einhaltung von Hygieneanforderungen wird durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht ersetzt. Personen, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, die die geltenden Anforderungen erfüllt, und für die keine der Ausnahmen zutreffen, ist die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (mit Ausnahme der Außenbereiche von Wasserfahrzeugen) oder das Betreten von Geschäften des Einzelhandels nicht gestattet.

 Wer ist von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen?

Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr. Diese Ausnahme gilt aber nicht für Kinder, die eine Hortgruppe besuchen (Weitere Informationen dazu unter "Mund-Nasen-Bedeckungen in Kitas und Horten").

Auch Personen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung (einschließlich Behinderungen) nicht in der Lage sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sind von der Tragepflicht ausgenommen. Das betrifft insbesondere einen Personenkreis, für den auch Bedeckungsalternativen nicht in Frage kommen. Diese Menschen dürfen aber zum Infektionsschutz weiterhin freiwillig Visiere tragen. Menschen mit Hörbehinderungen und Menschen mit Sprachbehinderungen dürfen eine Mund-Nasen-Bedeckung auch abnehmen, soweit dies zum Zwecke der Kommunikation mit anderen erforderlich ist.

Als Nachweis ist ein ärztliches oder psychotherapeutisches Attest darüber erforderlich, dass aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden kann. Eine Begründung, insbesondere die Angabe einer Diagnose, ist aber nicht erforderlich. Das Attest muss erkennen lassen, von welcher Ärztin oder welchem Arzt oder welchem:r Psychotherapeut:in es ausgestellt worden ist. Die Person, die sich auf diese Ausnahme beruft, muss im Attest namentlich benannt sein und ihre Identität glaubhaft machen (z.B. durch Vorzeigen eines Personalausweises).

Gebärdensprachdolmetscher:innen sowie Kommunikationshelfer:innen für Menschen mit Hörbehinderung sind ebenfalls von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreit. Dies ist allerdings nur dann zulässig,, wenn sie ein Visier tragen, das´das ganze Gesicht abdeckt. 

Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

Wenn ein:e Kund:in oder ein:e Besucher:in in einem geschlossenen Raum ist, zum Beispiel einem Geschäft oder wenn dies in der Verordnung ausdrücklich angeordnet ist, und er oder sie die qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung nicht anlegt, kann dies mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet werden. (Bußgeldkatalog)

Ausreichend ist ein einmaliger Verstoß gegen die Maskenpflicht. Die Person muss dabei nicht mehrmals durch eine Ordnungskraft aufgefordert worden sein, die Mund-Nasen-Bedeckung anzulegen.

Generelle Hinweise zu qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckungen

Das Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung kann die Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln und Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache verringern. Es trägt damit zu einer Verringerung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Erregers und zur Risikominimierung bei. Das ist auch deshalb wichtig, weil das Coronavirus auch von Personen übertragen werden kann, die keine Symptome zeigen. Das Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung ist vor allem dann wirksam, wenn möglichst viele Menschen einen entsprechenden Schutz tragen.

Wichtig bleibt die Händehygiene vor Berühren des Gesichtes, vor dem Verzehr von Lebensmitteln oder nach Kontakten zu Oberflächen im öffentlichen Raum. Die Abstandsregeln gelten grundsätzlich auch beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Welche Anforderungen gibt es bei qualifizierten (medizinischen und virenfiltrierenden) Masken?

Es ist nicht erforderlich, dass die Masken als medizinische Produkte zugelassen sind.

Zulässige Masken sind:

  • "medizinische Masken" aus der europäischen Norm DIN EN 14683:2019+AC:2019.
  • industriell hergestellte Masken, die ebenso wie medizinische Masken aus mehrlagigem Vlies gefertigt sind und eine vergleichbare Schutzwirkung bieten, auch wenn sie nicht über eine Zulassung als Medizinprodukt verfügen.

Neben FFP2-Masken werden noch weitere Masken zugelassen, die über eine vergleichbare Schutzwirkung verfügen. Dabei handelt es sich um Masken, die folgenden internationalen Standards genügen:

  • FFP 2 und FFP3 nach der europäischen Norm DIN EN 149:2001+A1:2009,
  • N95 nach dem US-amerikanischen Standard NIOSH-42CFR84,
  • KN95 nach dem chinesischen Standard GB 2626-2006.
  • P2 nach dem australisch-neuseeländischen Standard AS/NZ 1716:2012,
  • DS2 nach dem japanischen Standard JMHLW-Notification 214,2018 und
  • KF94 nach dem koreanischen Standard 1st Class KMOEL-2017-64.

Darüber hinaus sind auch FFP3-Masken nach der europäischen Norm DIN EN 149:2001+A1:2009 mit einer noch besseren Schutzwirkung zulässig.

Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Auto erlaubt?

Ja. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Auto stellt keinen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung dar. Die Mund-Nasen-Bedeckung verhüllt – wenn korrekt getragen – lediglich Mund und Nase. Andere wesentliche Merkmale wie Frisur, Ohren- und Augenpartie sowie die grundlegende Gesichtsform bleiben erkennbar. Dies reicht in der Regel aus, um die Identität von Autofahrer:innen festzustellen.
Die Landespolizei wird im Rahmen der alltäglichen Verkehrsüberwachung mit wachsamem Auge darauf achten, dass die bestehenden Regelungen im Sinne des Infektionsschutzes ausgelegt, aber nicht unzulässig ausgenutzt werden. Wer durch übermäßige Maskierung versucht, seine Identität zu verbergen oder sein Gesicht bedeckt, ohne dass Mitfahrer oder andere geschützt werden können, wird auch weiterhin mit einem Bußgeld rechnen müssen.

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