Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Landwirtschaft

alle öffnen

Landwirtschaft

Welche Auswirkungen gibt es auf Landwirtschaft, Gartenbau und Fischerei?

Die Auswirkungen auf die hiesige Land- und Ernährungswirtschaft sind insgesamt noch nicht abzuschätzen. Aktuell sind keine Versorgungsengpässe
zu erkennen. Ziel ist es, Einschränkungen bei der Erzeugung und Ablieferung von Lebensmitteln zu vermeiden, um weiterhin die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten. In diesem Sinne ist die Land- und Ernährungswirtschaft als systemkritischer bzw. infrastruktursensibler Sektor einzustufen.

Grundvoraussetzung ist es, auch auf den Betrieben die empfohlenen Hygienemaßnahmen einzuhalten: 

Bundesgesundheitsministerium: Coronavirus

Es wird empfohlen, die Personal- und Schichtplanung so anzupassen, dass Übertragungen möglicher Infektionen vermieden werden. Der Zugang externer Personen zu landwirtschaftlichen Betrieben sollte so weit wie möglich eingeschränkt werden. Vorsorglich sollten die Betriebe Notfallpläne für den Betriebsablauf vorbereiten, z.B. für krankheitsbedingte Ausfälle von Arbeitskräften.

Welche Hygiene- und Verhaltensregeln gelten für die Arbeit auf dem Feld?

Bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten kann ein empfohlener Mindestabstand von 1,5 Metern nicht immer eingehalten werden. Eine generelle Mundschutzpflicht bei Nichteinhaltung dieser Abstandsregeln ist aus hygienischer Sicht nicht falsch, wobei der Mundschutz in der Regel von den Menschen genutzt wird, die selbst Symptome aufweisen und entsprechend erregerhaltiges Aerosol an andere übertragen könnten.

Fest steht: Saisonarbeiter mit Symptomen dürfen gar nicht erst nach Deutschland einreisen. Sollten während des Einsatzes der Arbeitskräfte Symptome auftreten, so sollten diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sofort von den übrigen separiert werden. Wenn dies konsequent eingehalten wird, kann aus hygienischer Sicht auf einen Mundschutz verzichtet werden. Außerdem findet die Tätigkeit im Freien statt, wodurch das Risiko der Übertragung ohnehin geringer ist als in geschlossenen Räumen.

Beim Transport zur Arbeit ist auf ausreichende Abstand zu achten. Die Vorgaben der Saisonarbeiter müssen sich für das Privat- und Berufsleben an den Einschränkungen des öffentlichen Lebens orientieren, die der Gesamtbevölkerung auferlegt sind.

Wenn Landwirte bzw. Betriebsleiter eine Quarantäneverfügung vom Gesundheitsamt erhalten, wird folgendes Vorgehen empfohlen:

  • Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt werden die genauen Modalitäten für bspw. die Versorgung der Tiere, Umgang mit Mitarbeitern, Umgang mit Tätigkeiten Dritter auf dem Betrieb (Meierei, Viehhandel, Genossenschaft, usw.) besprochen
  • Information von Personen/Unternehmen, die den Betrieb regelmäßig aufsuchen (Meierei, Viehhandel, Genossenschaft, usw.) in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt
  • Für evtl. erforderliche Betriebsbesuche: Persönlichen Kontakt meiden, Einwegkleidung, Waschgelegenheit, Desinfektionsmittel etc. bereithalten bzw. bereitstellen, Kommunikation ggf. über Handy etc., Kontaktdaten der Besucher erfassen und für das Gesundheitsamt bereithalten
  • Direktvermarkter sollten ggf. besondere Maßnahmen in Absprache mit dem Gesundheitsamt treffen

Sollte der Betriebsleiter unter Quarantäne stehen, ist die Milchabholung grundsätzlich gewährleistet. Betroffene Milcherzeuger sollten in Absprache mit dem Gesundheitsamt aber unter anderem folgende Regeln beachten:

  • Kontaktsperre zum Fahrer des Milchsammelwagens
  • Vor der Milchabholung Desinfektion der Kontaktstellen in der Milchkammer, insbesondere Türklinken, Griffe usw.
  • In jedem Fall sollte der Landwirt Kontakt zur Meierei aufnehmen.

Dürfen innerhalb von Deutschland oder im Ausland Tiertransporte stattfinden?

Es spricht derzeit nichts gegen einen Transport von Tieren innerhalb von Deutschland oder dem Ausland.

Sollen derzeit lange Tiertransporte durchgeführt werden?

Es wird derzeit geraten, Tiertransporte auf ein Mindestmaß zu beschränken, da durch vermehrte Kontrollen an den Grenzen kurzfristig weitere Staus nicht auszuschließen sind.

Ist der Betrieb des Landeslabors Schleswig-Holstein gewährleistet?

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus und der damit verbundenen landesweiten Vorgaben zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung hat das Landeslabor Schleswig-Holstein Maßnahmen ergriffen, die zu Einschränkungen im Betrieb führen.

Ziel ist es, die Veterinärdiagnostik so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Um dies sicherstellen zu können, wird sich das Landeslabor auf die unabweisbaren Aufgaben konzentrieren. Einschränkungen ergeben sich vor allem in der Pathologie und in der Mikrobiologie. Um die Untersuchung von anzeige- oder meldepflichtigen Erkrankungen sowie anderen unabweisbaren Fällen gewährleisten zu können, wird darum gebeten, Sektionsproben nur nach telefonischer Anmeldung und nur in zwingenden Fällen einzusenden.

Es ist zu prüfen, ob das wesentliche Untersuchungsziel auch z.B. durch Abstriche erreicht werden kann, bzw. ob für mikrobiologische Untersuchungen andere Einrichtungen in Frage kommen. Es ist mit verlängerten Bearbeitungszeit zu rechnen. Das Landeslabor behält sich vor, Sektionsaufträge abzulehnen. Proben zur Faulbrut der Bienen werden prinzipiell bearbeitet. Auch hier ist allerdings mit verlängerten Bearbeitungszeiten zu rechnen.

Ist die Jagdausübung erlaubt?

Alle Schleswig-Holsteiner:innen sind aktuell dazu angehalten, Kontakte auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren. Die Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein tragen dies uneingeschränkt mit.

Die Jagdausübung in Schleswig-Holstein ist weiterhin möglich und vorgesehen. Die Einhaltung der behördlichen Abschusspläne ist zu gewährleisten. Inländischen Jäger:innen ist die Fahrt ins Revier uneingeschränkt möglich, ausländische Jäger:innen dürfen aus Ländern einreisen, für die es keine Einreisebeschränkung des Bundesinnenministeriums gibt.  

Erlaubt sind sämtliche Formen der Jagd und notwendige Revierarbeiten. Bei allen Tätigkeiten sind die Vorgaben zu den Kontaktbeschränkungen und gegebenenfalls die Anforderungen an die Organisation von Veranstaltungen einzuhalten.

Dabei haben Jäger:innen Folgendes zu beachten: An jagdlichen und notwendigen Revierarbeiten können Personen eines gemeinsamen Haushalts sowie höchstens eine weitere Person teilnehmen.

Was dürfen Jägerinnen und Jäger im Einzelnen nach diesen Grundregeln noch im Rahmen des Jagdbetriebes tun?

  • Alleinarbeit – z. B. Kontrollgänge, Reviergänge, Ausbringen von Salzlecken, Kirren, Freischneiden, Arbeiten an Jagdeinrichtungen unter Beachtung anderer Sicherheitsmaßgaben, insbesondere der VSG (keine Alleinarbeit mit der Motorsäge),
  • Gruppenarbeit – Personen eines gemeinsamen Haushalts sowie höchstens eine weitere Person,
  • Wildäcker anlegen, Wildschadensbehebung im Grünland durch Personen eines gemeinsamen Haushalts sowie höchstens eine weitere Person,
  • Einzeljagd und Jagd in Begleitung mit Personen eines gemeinsamen Haushaltes sowie höchstens einer weiteren Person,
  • Gesellschaftsjagd – Gesellschaftsjagden sind Veranstaltungen im Sinne des § 5 Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 (Stand: 11.01.2021), wobei die Durchführung von Gesellschaftsjagden zur Bejagung von Schalenwild privilegiert ist (§ 5 Abs. 2 Nr. 1 Corona-BekämpfVO),
  • Gesellschaftsjagden/Sammelansitz auf andere Wildarten sind gem. § 5 Abs. 2 Nr. 5 i. V. m. § 2 Abs. 4 der Corona-Bekämpfungsverordnung mit Personen eines gemeinsamen Haushalts sowie höchstens einer weiteren Person zulässig,
  • An- und Einschießen von Waffen im Revier,
  • Nachsuchen und Bergen von verunfalltem Wild,
  • Treffen mit Unfallbeteiligten und/oder Polizei an der Unfallstelle nach polizeilicher Anordnung,
  • Jagdhundeausbildung,
  • Vorbereitungslehrgänge für die Jägerprüfung sind nur als digitaler Fernunterricht zulässig. Prüfungen dürfen stattfinden.
  • Wildbretverarbeitung/Wildbretvermarktung (Aufbrechen/Zerwirken, Anliefern an Metzgereien, Direktvermarkten von Wildbret)
  • Wild- und Jagdschadenstermine nach Vorabsprache um Höchstteilnehmerzahl nicht zu überschreiten.

Alle weiteren möglichen Maßnahmen und Verhaltensweisen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus sind bei der Jagdausübung uneingeschränkt zu beachten.

Die vorgenannten Regelungen geben den aktuellen Stand (Stand 11.01.2021) wieder und beziehen sich auf das Land Schleswig-Holstein.

Bitte beachten Sie mögliche weiterreichende örtliche Restriktionen! Bitte halten Sie sich strikt an die Vorgaben von Bund, Land und Ihren örtlichen Gesundheitsbehörden. Im Zweifelsfall wählen Sie bitte immer die sichere Option! Auch und gerade in Zeiten von Corona gilt der alte jagdliche Grundsatz: Sicherheit geht vor!

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie