Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Jugendämter und Jugendhilfe

alle öffnen

Welche Regelungen gelten für Ambulante Hilfen (z.B. Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft)?

Zur Eindämmung des Virus sollen persönliche soziale Kontakte möglichst weitgehend reduziert werden. Im Arbeitsfeld der erzieherischen Hilfen ist die Unterstützung von Jugendlichen sowie von Eltern und deren Kindern jedoch oftmals weiterhin erforderlich, um Krisen und insbesondere Kindeswohlgefährdungen abzuwenden. Dieses gilt umso mehr, da Angebote öffentlicher Einrichtungen wie Schulen und Kindertageseinrichtungen für eine größere Zahl der Eltern nicht zur Verfügung steht. Verantwortliche sollten hier stets mit Blick auf die Erforderlichkeit der Hilfe und Gefahrenaspekte bei Nichterbringung einzelfallgerecht entscheiden.

Sind Besuchskontakte in den Einrichtungen und Neuaufnahmen erlaubt?

Besuchskontakte in den Einrichtungen sollten auf das unbedingt erforderliche Maß reduziert werden. Dieses gilt auch für Kontakte zu den Personensorgeberechtigten. Die Neuaufnahme von Kindern/Jugendlichen in stationären und teilstationären Einrichtungen der Jugendhilfe sollte möglichst reduziert, in jedem Fall aber mit besonderem Blick auf die Kontakte vor Beginn der Hilfe und die gesundheitliche Situation des Kindes vorgenommen werden. Eine Aufnahme von Kindern und Jugendlichen außerhalb SH sollte aktuell unterlassen werden. Die personelle Kontinuität innerhalb der Gruppe und der Mitarbeiterschaft sollte aktuell besonders beachtet werden – auch um unnötige (Neu-) Kontakte zu vermeiden.

Sind Fahrten in den Haushalt der Sorgeberechtigten und Besuche bei Verwandten möglich?

Die Möglichkeit einer Heimfahrt bzw. einer zeitweisen Rückkehr in das Elternhaus sollte in Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt, der jeweiligen Einrichtung sowie den Personensorgeberechtigten geklärt werden. Sofern eine "Beurlaubung" in den elterlichen Haushalt stattfinden kann sollte diese bis mindestens zum 19.04.2020 geplant werden und auch über diesen Zeitraum sicher stattfinden. Sollte sich im Laufe einer "Beurlaubung" zeigen, dass diese nicht fortgeführt werden kann, ist eine Rückkehr in die jeweilige Einrichtung nicht ausgeschlossen. Im Einzelfall ist dann zu prüfen, ob vor Ort präventiv besondere Vorkehrungen zum Schutz der Betreuten und Mitarbeitenden zu treffen sind.

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang unbedingt, dass Entscheidungen über Hilfebeendigungen und/oder längere Unterbrechungen nicht durch die Einrichtungen selbst veranlasst werden können und zwingend mit den fallzuständigen Jugendämtern und Personensorgeberechtigten abzustimmen sind.

Welche Regelungen gelten für Tagesgruppen nach § 32 SGB VIII und sonstige teilstationäre Einrichtungen?

Grundsätzlich sind diese Einrichtungen nicht von den aktuellen Maßnahmen der Schließung betroffen. Hinsichtlich der dort durchgeführten Hilfen ist individuell zu prüfen, ob eine Aussetzung des Angebotes mit den Zielen der Hilfeplanung und vor dem Hintergrund des Kinderschutzes vertretbar ist.

In Absprache mit dem zuständigen Jugendamt und den Personensorgeberechtigten sollten daher im Rahmen der Hilfeplanung die individuellen Bedarfe der betroffenen Familien erhoben und hinsichtlich einer – den aktuellen Umständen entsprechenden – Umsetzung überprüft werden.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie