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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Impfung und Impfzentren

Hinweis: Weitere wichtige Informationen zu Corona-Schutzimpfungen und den Impfzentren im Land haben wir in kompakten Erklärfilmen für Sie zusammengestellt.

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Allgemeine Informationen zur Corona-Schutzimpfung in Schleswig-Holstein

Ist eine Corona-Schutzimpfung freiwillig?

Ja, die Impfung ist freiwillig.  

Muss ich die Impfung selbst bezahlen?

Nein, die Impfung ist unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. 

Wie viele Schleswig-Holsteiner:innen sind bereits geimpft?

Die Anzahl bereits verimpfter Dosen für ganz Schleswig-Holstein finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquotenmonitoring.html

Kann ich mich als Hamburger in Schleswig-Holstein impfen lassen (oder umgekehrt)?

Die Impfung von Schleswig-Holsteiner:innen in Hamburg (und umgekehrt) ist derzeit nur in bestimmten Konstellationen möglich:

So können die Beschäftigten der Hamburger Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, die in Schleswig-Holstein leben, auch dort am Arbeitsplatz geimpft werden. Zugleich werden sich impfberechtigte Hamburger, die in Schleswig-Holstein tätig sind (also berufliche Indikation und Impfberechtigung), im Impfzentrum in Norderstedt impfen lassen können. Ein möglicher Austausch von Impfdosen, falls es hier erhebliche Unterschiede geben sollte, ist vorgesehen – mögliche Differenzen sind aber bislang nicht ermittelt. Derzeit erfolgt die Terminvergabe bekanntlich telefonisch für die Personen Ü80 aus SH, die zuvor persönlich angeschrieben wurden.

Wie viel Prozent der Schleswig-Holsteiner müssen sich impfen lassen, damit die Gemeinschaft geschützt wird?

Hierbei müssen zwei Aspekte bedacht werden: der Individualschutz und der Gemeinschaftsschutz. Grundsätzlich sollte jeder, der sich gegen COVID-19 impfen lassen möchte, eine Impfung bekommen können (Individualschutz). Mathematische Modelle zeigen, dass erst bei einer Immunität von ca. 70 Prozent in der Bevölkerung die Übertragungen des Coronavirus soweit begrenzt sind, dass diese Pandemie vorübergeht (Gemeinschaftsschutz). Allerdings ist derzeit nicht vorhersagbar, inwieweit eine Immunität die Übertragung unterbindet oder wenigstens reduzieren kann.

Insofern ist dem Schutz der geimpften Person eine hohe Bedeutung zuzumessen. Zudem fehlen noch detaillierte Daten dazu, wie wirksam die einzelnen COVID-19-Impfstoffe sind und wie lange der Impfschutz anhält – auch dies beeinflusst, wie viel Prozent der Bevölkerung sich impfen lassen müssten, um die Pandemie einzudämmen. Bei der Anwendung eines pandemischen Impfstoffs entscheidend ist außerdem der Aspekt, welche Personengruppe den größten Nutzen von der Impfung hat. Das sind diejenigen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben und diejenigen, die dem höchsten Infektionsrisiko durch Kontakt zu COVID-Erkrankten ausgesetzt sind.

Wie kann eine pflegebedürftige Person, die zu Hause betreut wird, und älter als 80 Jahre ist, derzeit geimpft werden?

Auf Basis der Vorgaben der Ständigen Impfkommission und der bundesrechtlichen Festlegungen werden derzeit Pflegeeinrichtungen – in denen ein höheres Ansteckungsrisiko besteht – priorisiert. Sofern die Möglichkeit besteht, kann in einem Impfzentrum ein Termin angefragt und gebucht werden, zu dem Angehörige/Betreuer dann die pflegebedürftige Person bringen können. Vorgesehen ist auch, dass Bewohner:innen in ambulanten Angeboten ebenfalls geimpft werden, wenn eine räumliche und organisatorische Nähe zum stationären Angebot besteht.

Wenn Menschen in Pflegeeinrichtungen unter Betreuung stehen, beispielsweise bei einer Demenzerkrankung, wie wird das Einverständnis der Betreuerin/ des Betreuers den mobilen Impfteams nachgewiesen?

Die Einrichtungen, die von mobilen Impfteams aufgesucht werden, werden vorher über die organisierende Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein informiert. Den Einrichtungen wird auch eine spezielle Einwilligungserklärung für Betreuende zur Verfügung gestellt. Diese Erklärung ist dann vor der Impfung im Original der Einrichtungsleitung zur Verfügung zu stellen. Diese wird dann gesammelt der Impfärztin/Impfarzt des mobilen Teams vorlegt.

Wie wird bei der Schutzimpfung priorisiert?

Den Stufenplan der STIKO zur Priorisierung der COVID-19-Impfung finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Stufenplan.pdf

Die Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Verordnungen/CoronaImpfV_BAnz_AT_08.02.2021_V1.pdf

Weitere Informationen zur Priorität finden Sie unter: Informationen für Prioritätsgruppe 1 und Informationen für Prioritätsgruppe 2.

Informationen für Prioritätsgruppe 1

Welche Personen sind impfberechtigt, bzw. haben derzeit Priorität und können somit einen Termin anfragen?

Im Moment können sich Personen der höchsten Priorisierungsstufe (Prio1) und ab Dienstag, 9. März, 17 Uhr, Personen mit der höheren Priorisierungsstufe (Prio2) unter 65 Jahren laut Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums anmelden.

Die Prioritätengruppen sind wie folgt ausgestaltet:

Schutzimpfungen mit höchster Priorität (Prio 1)

Anspruch auf die Schutzimpfung haben:

  1. Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
  2. Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  3. Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben,
  4. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren im Sinne von § 6 Absatz 1 Satz 1 sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,
  5. Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Sofern Impfstoffe von der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut ausschließlich für Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet und das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, empfohlen werden, sollen diese Personen vorrangig mit diesen Impfstoffen versorgt werden. Sofern für Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder das 65. Lebensjahr vollendet haben, von der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch Institut nur bestimmte Impfstoffe empfohlen werden, sollen diese Personen bei der Versorgung mit diesen Impfstoffen vorrangig berücksichtigt werden.

Personen nach Absatz 1 Nummer 1 können getrennt nach Geburtsjahrgängen, beginnend mit den ältesten Jahrgängen, zeitversetzt zur Schutzimpfung eingeladen werden.

Wie kann ich prüfen, ob ich nach Priorität 1 berechtigt bin?

Stellen Sie sich als Hilfe dazu folgende Fragen – wenn Sie mit "Ja" antworten können, können Sie einen Termin in einem Impfzentrum anfragen:

Sind sie 80 Jahre oder älter?

Arbeiten Sie

  • in einer Einrichtung der ambulanten oder stationären Altenpflege?
  • in der Notfallrettung?
  • in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung?
  • in einer medizinischen Einrichtung, in der primär onkologische, immunsupprimierte oder dialysepflichtige Patienten behandelt werden oder in der für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten i.S.d. § 2 CoronaImpf-VO durchgeführt werden?

Ein Informationsvideo zur Prioritätsgruppe 1 finden Sie hier: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Presse/Videothek/_documents/videothek_impfzentren.html

Wie funktioniert das Anmeldeverfahren für Ü80-Jährige?

Seit dem 1. Februar 2021 ist für Personen, die 80 Jahre und älter sind eine exklusive telefonische Anmeldung nach Erhalt eines Impfeinladungs-Schreiben und persönlichem PIN-Code möglich. Ende Januar ist die Versendung der Impfeinladungs-Schreiben gestartet. Um die sehr hoch ausgelastete Telefon-Hotline für die Personen, die bereits einen Brief erhalten haben, erreichbarer zu machen, wurde anders als ursprünglich vorgesehen der Briefversand weiter entzerrt. Mit der Versendung weiterer Schreiben in kleineren Tranchen ist nach jetzigem Stand bis Mitte März zu rechnen. Es ist also nicht ungewöhnlich, wenn Personen, die 80 Jahre oder älter sind, noch kein Schreiben bis Mitte März erhalten. Im Laufe der kommenden Woche – ein Termin wird noch bekannt gegeben – wird auf vielfachen Wunsch der Seniorinnen und Senioren zudem als zusätzliches Angebot auch wieder die Anmeldemöglichkeit für Personen, die 80 Jahre oder älter sind, über die Internetseite eröffnet. Die technische Umsetzung dazu ist derzeit in Arbeit. Die Möglichkeit sich per Telefon mit persönlichem PIN nach dem Erhalt eines persönlichen Anschreibens anzumelden, bleibt weiterhin bestehen. Termine sind exklusiv für die Gruppe der über 80-Jährigen reserviert. Sie stehen nicht in Konkurrenz zu den Impfterminen für die unter 65-Jährigen.

Wie können sich Personen über 80 Jahren, die sich telefonische angemeldet haben, ab- oder ummelden, falls sie telefonisch nicht durchkommen?

Die Personen können über die E-Mail-Adresse impftermine@sozmi.landsh.de ihren Termin stornieren oder eine Umbuchung anfragen. Welche Daten sollten am Telefon bereitgehalten werden?

Welche Daten sollten am Telefon bereitgehalten werden?

Für die telefonische Anmeldung für Menschen 80 Jahre oder älter sollte folgende Angaben für den Anruf bereitgehalten werden:

  • Namen und Geburtsdatum
  • persönliche Identifikationsnummer (im Betreff des Anschreibens)
  • eine Telefonnummer für Rückfragen oder Terminänderungen
  • wenn möglich und vorhanden eine E-Mail-Adresse, an die eine Terminbestätigung (Impf-Ticket), Aufklärungsbogen, Einwilligungserklärung, sowie die Anschrift des Impfzentrums gemailt wird. (Diese Unterlagen sind auch in den Impfzentren vorhanden).

In welchen Zeitraum kann mit einem Impftermin gerechnet werden?

Da aktuell noch nicht viel Impfstoff des Impfstoffes von BioNtech für Personen über 80 Jahren zur Verfügung steht, wird der persönlicher Impftermin eventuell weit ins Frühjahr hinein terminiert sein. Sobald mehr Impfstoff verfügbar ist, bemüht sich das Land, Termine vorzuziehen.

Woher weiß das Land, welche Personen angeschrieben werden müssen?

Dies geht aus den Daten der Einwohnermeldeämter hervor, die dafür genutzt werden können und genutzt wurden.

Werde ich als Bewohner:in einer Pflegeinrichtung auch angeschrieben?

Das ist nicht vorgesehen, da diese von dem mobilen Impfteams aufgesucht werden. Sollten Personen in Pflegeeinrichtungen dennoch einen Brief erhalten, werden sie gebeten, mit der Einrichtungsleitung zu sprechen, die am ehesten erläutern kann, ob und wann die Impfung dort durch ein mobiles Team erfolgt, sofern sie noch nicht erfolgte. Auch ambulante Pflegeeinrichtungen sollen von mobilen Impfteams aufgesucht werden, wenn die Impfungen in den stationären Pflegeeinrichtungen abgeschlossen sind.

Was muss auf einer Nordseeinsel oder Halligen beachtet werden?

Bewohner:innen der Nordsee-Inseln und Halligen werden das Einladungsschreiben auch erhalten. Das Schreiben erhält jedoch den Hinweis, dass die Impfung der Nordsee-Insel- und Halligbewohner:innen im Rahmen von Impfaktionstagen vor Ort erfolgen können. Dazu erfolgen Abstimmungen mit den Gemeinden und den Ärzt:innen vor Ort und es wird vor Ort rechtzeitig darüber informiert. Die angeschriebenen Bewohner:innen können aber auch über den im Brief beschriebenen Weg einen Termin in den Impfzentren auf dem Festland buchen.

Voraussichtlich ab dem 11. März 2021 werden die Impfungen gegen Covid-19 auf Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm und den Halligen beginnen. Dabei gelten die gleichen Priorisierungen wie auf dem Festland: Der Kreis und die Gemeinden vor Ort bereiten die jeweiligen Verfahren derzeit vor und werden die Bewohner:innen informieren.

Wer kann sich aus der Prioritätsgruppe 2 ab 9. März, 17 Uhr anmelden?

Schutzimpfungen mit hoher Priorität (Prio 2) unter 65 Jahren

Ab dem 9. März 2021, 17 Uhr, können sich auch Personen der Priorität 2 unter 65 Jahren online anmelden, dazu gehören:

Personen mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko, also Personen:

  • mit Down-Syndrom (Trisomie 21),
  • nach einer Organtransplantation,
  • mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression),
  • mit hämatologischer oder behandlungsbedürftiger Krebserkrankung (die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt),
  • mit schweren Lungenerkrankungen (z.B. COPD, Mukoviszidose),
  • mit Diabetes (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%),
  • mit chronischer Leber- oder Nierenerkrankung,
  • mit einem Body-Mass-Index über 40,
  • bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht.
     

Impfberechtigt sind bis zu zwei enge Kontaktpersonen

  • von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person, die das 70. Lebensjahr vollendet hat, die von dieser Person oder einer sie vertretenden Person bestimmt werden
  • von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person mit den oben genannten Vorerkrankungen, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden
  • von einer schwangeren Person, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden
     

Impfberechtigt ist Personal

  • in stationären Einrichtungen und in ambulanten Pflegediensten, das geistig behinderte Menschen behandelt, betreut oder pflegt,
  • in medizinischen Einrichtungen, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt,
  • der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren.
     

Impfberechtigt sind

  • Polizei- und Ordnungskräfte, die z.B. bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • Soldat:innen, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig sind,
  • Personen in Positionen, die für die Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur relevant sind,
  • Beschäftigte in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, sowie in Grund-, Sonder- oder Förderschulen,
  • Personen, die in Obdachlosen-, Asylbewerber-, Flüchtlings- oder Spätaussiedler-Unterkünften leben oder tätig sind,
  • Personen, die mit anerkannten Angeboten zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a SGB XI regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind.

Was gilt für Personen der Priorität 2 über 65 Jahren bis 79 Jahren?

Die Ständige Impfkommission hat am 4. März "trotz eines noch vorgeschriebenen Stellungnahmeverfahrens" – vorab mitgeteilt, dass sie beschlossen hat, die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff für alle Altersgruppen, entsprechend der Zulassung zu empfehlen. (siehe: https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/AstraZeneca-Impfstoff.html)

Schleswig-Holstein wird eine aktualisierte Empfehlung der Stiko entsprechend berücksichtigen und arbeitet derzeit an der Umsetzung. Das bedeutet, dass sich nach entsprechender Umsetzung auch Personen der Prioritätengruppe 2, die 65 Jahre – bis 79 Jahre alt sind, online für eine Impfung anmelden werden können. Das Ministerium begrüßt diese Öffnung und wird informieren, wenn feststeht, ab welchen Zeitpunkt genau die Anmeldung auch für diese Gruppe möglich sein wird. Derzeit ist das noch nicht möglich.

Wie kann ich meine Berechtigung für Prioritätsgruppe 2 nachweisen?

Es gibt vier Wege die jeweilige Impfberechtigung nachzuweisen:

Personen, die nicht zu den Berechtigten gehören, werden bei den Impfzentren abgewiesen werden, es ist daher wichtig, dass die genannten Anmeldevoraussetzungen vorliegen. Sollten Personen sich online fälschlicherweise angemeldet haben, können diese sich auch online über die Seite durch einen Klick auf Stornieren wieder abmelden.

Informationen zu den Impfzentren

Wie viele Impfzentren gibt es in Schleswig-Holstein?

Aktuell sind alle 28 Impfzentren in Betrieb. Die Standorte der Zentren finden sie unter https://schleswig-holstein.de/coronavirus-impfung.

Die Impfzentren sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Mit der Bestätigung der Anmeldung werden Ihnen weitere Informationen zur Verfügung gestellt, dazu zählt neben den Informationen zum praktischen Ablauf der Impfungen auch eine Anfahrtsbeschreibung oder Hinweise, wie z.B. ein Shuttle genutzt werden kann. Der Großteil der Impfzentren wird barrierefrei sein. Personen mit Sehbehinderung können sich mit Ihren Fragen auch an das Bürgertelefon wenden: 0431 / 797 000 01. Ebenfalls kann bezüglich allgemeiner Fragen zum Impfen über die 116 117 die Impf-Hotline des Bundesgesundheitsministeriums angewählt werden.

Informationen zur Barrierefreiheit in den Impfzentren

Wann haben die Impfzentren geöffnet?

Die Öffnungszeiten werden an die verfügbare Impfstoffmenge angepasst.

Die Impfzentren, die seit dem 4. Januar 2021 bestehen, sind von 9-18 Uhr geöffnet.
Das betrifft folgende:

  • Kiel
  • Flensburg
  • Neumünster
  • Lübeck
  • Heide (Kreis Dithmarschen)
  • Alt-Mölln (Kreis Lauenburg)
  • Husum (Kreis Nordfriesland)
  • Eutin (Kreis Ostholstein)
  • Prisdorf (Kreis Pinneberg)
  • Schönberg (Kreis Plön)
  • Gettorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde)
  • Kropp (Kreis Schleswig-Flensburg)
  • Kaltenkirchen (Kreis Segeberg)
  • Itzehoe (Kreis Steinburg)
  • Bad Oldesloe (Kreis Stormarn)

Die restlichen Impfzentren, die seit dem 1. März 2021 geöffnet sind, öffnen von 9-12 Uhr.
Das sind folgende:

  • Bad Schwartau (Kreis Ostholstein)
  • Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen)
  • Büdelsdorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde)
  • Elmshorn (Kreis Pinneberg)
  • Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg)
  • Großhansdorf (Kreis Stormarn)
  • Lensahn (Kreis Ostholstein)
  • Niebüll (Kreis Nordfriesland)
  • Norderbrarup (Kreis Schleswig-Flensburg)
  • Norderstedt (Kreis Segeberg)
  • Plön (Kreis Plön)
  • Reinbek (Kreis Stormarn)
  • Wahlstedt (Kreis Segeberg)

Eine Impfung ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich!

Welche Unterlagen benötige ich für den Termin im Impfzentrum?

  • Den Buchungscode oder das Ticket für den Impftermin
  • einen gültigen Personalausweis, Reisepass, Führerschein oder eine Krankenkassenkarte. Alternativ – wenn nicht anders möglich – ist auch ein kürzlich abgelaufener Personalausweis ausreichend. Wichtig ist die Identifizierbarkeit der Person, die zum Termin erscheint – inklusive Bild und Geburtsdatum.
  • Gegebenenfalls Angabe der beruflichen Tätigkeit über Bescheinigung des Arbeitgebers oder ärztlicher Überweisungsschein/ ärztliches Attest bei Vorerkrankungen,
  • sowie den Impfpass zur Dokumentation der Impfung (falls vorhanden).

Wie lange dauert eine Impfung?

Der eigentliche Impfvorgang wird nur ein paar Minuten (etwa 5 Minuten) in Anspruch nehmen. Inklusive einer ärztlichen Unterweisung, bei der auch Fragen gestellt werden können und einer Nachbeobachtungszeit wird der ganze Vorgang etwa 45 Minuten dauern.

Wie viele Impfungen können in den Impfzentren vorgenommen werden?

Das Land bereitet vor, dass über die Impfzentren bis zu 500.000 Impfungen pro Monat durchgeführt werden können, bei Bedarf mehr. Dies ist abhängig von der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffs. Hinzu kommen die Impfungen, die in Krankenhäusern und über mobile Impfteams in Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Einrichtungen erfolgen können. Voraussetzung ist auch dabei immer die Verfügbarkeit der entsprechenden Mengen an Impfstoff.

Kann ich als Schleswig-Holsteiner:in bei der Terminanfrage ein Impfzentrum auswählen – auch wenn es nicht in meinem Wohnortkreis liegt?

Ja. Den Standort können Sie als Schleswig-Holsteiner:in bei der Terminanfrage/ -buchung selbst auswählen.

Bürger:innen aus Rendsburg-Eckernförde werden zum Beispiel auch das Impfzentrum in Kiel nutzen können.

Wie komme ich ins Impfzentrum?

Für Wegbeschreibungen und Informationen zu Busanbindungen der einzelnen Impfzentren siehe "Barrierefreiheit in Impfzentren"

Gibt es eine Fahrtkostenerstattung zum Impfzentrum? Kann ich mit dem Taxi kommen?

In der Regel ist die Anfahrt selbst zu organisieren und zu bezahlen. Fahrtkosten zu medizinischen Behandlungen werden nur in gesetzlich eng umrissenen Ausnahmefällen von der Krankenversicherung übernommen. Sofern die Voraussetzungen des § 60 Abs. 1 Satz 1 SGB V vorliegen, können die Transportkosten zu einem Impfzentrum von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Um Menschen ohne eigenen PKW und mit eingeschränkter Mobilität den Besuch im Impfzentrum noch besser zu ermöglichen, sind die Städte, Kreise und das Land zudem in Kontakt mit der NAH-SH, um die Anbindung der Impfzentren an den ÖPNV weiter zu verbessern. Sollte dies nicht ausreichen, müssten Sie die Fahrt in das Impfzentrum privat organisieren. Hier können Sie sich von Angehörigen oder auch im Rahmen der Nachbarschaftshilfe unterstützen lassen.

Was ist mit Menschen, die von der Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase befreit sind?

Die aktuellen Regelungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gelten ebenfalls für die Impfzentren. Menschen, die von der Tragepflicht ausgenommen sind, können sich also im Impfzentrum impfen lassen. Die Befreiung der Tragepflicht ist durch geeigneten Nachweis kenntlich zu machen (z.B. Schwerbehindertenausweis, Allergikerausweis oder ähnliches).

Weitere Informationen zu Mund-Nasen-Bedeckungen

Darf ich meinen Assistenzhund mit zu meinem Termin ins Impfzentrum nehmen?

Ja. Menschen, die auf die Begleitung durch einen Assistenzhund oder Blindenführhund angewiesen sind, müssen diesen laut Teilhabestärkungsgesetz zu typischerweise der Allgemeinheit zugänglichen Anlagen und Einrichtung mitbringen dürfen, zu diesen gehören auch die Impfzentren.

Entspricht die Anzahl der auf www.impfen-sh.de unter den jeweiligen Impfzentren angegeben "Terminen" auch der Anzahl der Personen, die sich impfen lassen können?

Nein, es können sich deutlich mehr impfen lassen. Denn: Die unter den jeweiligen Impfzentren angegebenen Anzahl der Termine bezieht sich auf die noch verfügbaren Uhrzeiten, bzw. Zeitfenster. Termin ist also im Sinne von Uhrzeit zu verstehen. Da sich zu einer Uhrzeit aber mehrere Personen gleichzeitig in einem Impfzentrum impfen lassen können, besteht tatsächlich für deutlich mehr Personen an jeweils einem "Termin" die Möglichkeit zur Impfung. Die tatsächliche Anzahl von Personen, bzw. damit auch Impfdosen, hängt unter anderem davon ab, wie viele Impflinien in einem Impfzentrum parallel betreiben werden. Hinter einem "Termin" stehen in der Regel zwischen 4 und 20 einzelne Impfungen, pro Viertelstunde und pro Impflinie werden 4 Personen einbestellt.

Anmeldung zur Impfung gegen das Corona-Virus

Wie erfolgt eine Anmeldung zum Impfen ?

Terminbuchungen sind bei Verfügbarkeit von freien Terminen derzeit über www.impfen-sh.de für Berechtigte der Prioritätengruppe 1 laut Coronaimpfverordnung des Bundes (§ 2 CoronaImpfV) möglich. Über 80jährige Personen können sich weiterhin nach Erhalt eines Einladungsschreibens telefonisch anmelden. Sie sollen sich zusätzlich bald auch wieder online anmelden können – ab wann wird noch bekannt gegeben. Es werden online derzeit Erstimpfungstermine vom 24. Februar bis zum 28.März vergeben, insgesamt gut 148.000. Die telefonische Anmeldemöglichkeit bleibt vorerst nur den über 80-jährigen Personen vorbehalten mit entsprechender Telefonnummer und Code.

Bitte achten Sie bei der Online-Anmeldung auf die Nutzung eines aktuellen Browsers (Firefox, Chrome, Edge o.Ä.) – der "Internetexplorer" ist nicht geeignet.

Seit dem 28. Januar erhalten rund 220.000 impfberechtigte Bürger:innen, die 80 Jahre oder älter sind, einen Brief mit einem persönlichen Pin-Code und einer Telefonnummer. (für weitere Informationen siehe: "Impfungen für Personen im Alter von über 80 Jahren") Entsprechend der Priorisierung der Ständigen Impfkommission wird bei der Terminbuchung die Impfberechtigung abgefragt, also z.B. das Geburtsdatum oder der Arbeitsplatz. Entsprechende Dokumente zum Nachweis, z.B. der Personalausweis oder eine Arbeitgeberbescheinigung sind dann beim Impftermin vorzulegen. Parallel impfen die an den Impfzentren angeschlossenen mobilen Impfteams in stationären Pflegeeinrichtungen.

Wie funktioniert die parallele Anmeldung von Prioritätsgruppe 1 und 2?

Berechtigte der Prioritätsgruppe 1 unter 65 Jahren können weiterhin online über www.impfen-sh.de einen Impftermin buchen. Ab 9. März, 17 Uhr, können sich ebenfalls Personen unter 65 Jahren der Prioritätsgruppe 2 für eine Impfung mit dem Impfstoff AstraZeneca anmelden. Das Buchungssystem ordnet automatisch den Personen einem für das Alter empfohlenen Impfstoff zu. Zwischen dem 1. März und dem 2. Mai stehen basierend auf den derzeitigen Lieferzusagen insgesamt 295.000 Termine für Erst- und Zweitimpfungen in den Impfzentren mit mRNA-Impfstoff zur Verfügung. Hiervon entfallen ca. 175.000 Termine auf Erstimpfungen. Hinzu kommen rund 196.000 Impftermine mit dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca. Diese Termine konnten schon seit dem 23. Februar 2021 von Personen der Prioritätsgruppe 1 gebucht werden. Zukünftig wird auch Personen der Prioritätsgruppe 2 der Zugriff auf diese Termine ermöglicht werden. Weiter werden im gleichen Zeitraum ca. 90.000 Dosen mRNA-Impfstoff über Mobile Teams verteilt, die in der Eingliederungshilfe, den Tagespflegen und in der ambulanten Intensivpflege impfen. An Krankenhäuser und andere Einrichtungen werden ca. 30.000 Dosen AstraZeneca abgegeben.

Werde ich schnell einen Termin bekommen, wenn ich zu den Berechtigten gehöre?

Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffes werden erst nach und nach berechtigte Personen einen Termin bekommen können. Zu Beginn werden also viele Menschen trotz der Berechtigung noch keinen Termin erhalten können, da noch nicht für alle berechtigten Personen der Impfstoff verfügbar ist. Für die Gruppe der über 80-jährigen gibt es ein Sonderverfahren. Diese erhalten ab Ende Januar schrittweise einen Brief mit einem persönlichen Pin-Code und einer Telefonnummer.

Mit der zusätzlichen Möglichkeit können sich die Senior:innen telefonisch anmelden. Die in dem Anschreiben vermerkte Telefonnummer steht montags bis samstags jeweils zwischen 8 und 18 Uhr zur Verfügung. Die Informationsschreiben samt Pin-Code zur Anmeldung werden in Tranchen versendet. Dabei wird nach einer Altersstaffelung innerhalb der Gruppe der über 80-Jährigen vorgegangen.

Für welchen Zeitraum werden Termine vergeben?

Es werden online vorerst Erstimpfungstermine ab 24. Februar bis zum 28. März vergeben, insgesamt gut 148.000 (Erst - und Zweitimpfungen). Für die Anmeldung von über 80-Jährigen werden Termine langfristig vergeben.

Wird auch der Termin für die zweite notwendige Impfung vergeben werden?

Ja, Termine werden ausschließlich paarweise vergeben, da es wichtig ist, beide Impfungen zu machen.

Wie werden Personen in alternativen Wohnformen der Pflege geimpft?

Dadurch, dass die Erstimpfungen in stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen nahezu abgeschlossen sind, folgen für die mobilen Impfteams nun Einrichtungen der Eingliederungshilfe, der Tagespflege und der ambulant betreuten Wohnformen für Ältere. Diese werden angeschrieben und erhalten die Möglichkeit, sich für eine Impfung anzumelden. Nach erfolgter Anmeldung werden diese Einrichtungen von den mobilen Impfteams direkt angesteuert werden, um vor Ort zu impfen. Dies ist eine zusätzliche Möglichkeit, um das Verfahren zu erleichtern. 

Sollen Personen, die eine Infektion mit dem Coronavirus durchgemacht haben oder von COVID-19 genesen sind, geimpft werden?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) geht davon aus, dass Personen, die von einer Infektion mit dem Coronavirus oder COVID-19 genesen sind zumindest vorübergehend über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen. Aufgrund dieser anzunehmenden Immunität nach durchgemachter Infektion, zur Vermeidung überschießender Nebenwirkungen und in Anbetracht des bestehenden Impfstoffmangels empfiehlt die STIKO daher, dass ehemals an COVID-19 erkrankte Personen unter Berücksichtigung der Priorisierung im Regelfall etwa sechs Monate nach Genesung geimpft werden sollen. 

Wird die Person nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis mittels eines PCR-Testes positiv auf das Coronavirus getestet, sollte nach Ansicht der STIKO die Verabreichung der 2. Impfstoffdosis ebenfalls erst etwa sechs Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung erfolgen.

Wie vor jeder Impfung sollte auch vor der Impfung gegen COVID-19 geprüft werden, ob der Gesundheitszustand der zu impfenden Person eine Impfung erlaubt.

Die Impfempfehlung der STIKO finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/05/Art_01.html

An wen kann ich mich bei Fragen zur Impfung wenden?

Eine zentrale Impfhotline des Bundesgesundheitsministeriums kann dazu über die 116 117 angewählt werden. Bei allgemeinen Fragen können Sie sich auch an die Bürgerhotline des Landes wenden unter 0431 / 797 000 01 oder
per E-Mail an corona@lr.landsh.de

Wo finde ich weitere Informationen zur Corona-Schutzimpfung?

Allgemeine Informationen und häufige Fragen zur Impfung gegen das aktuelle Coronavirus finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Bundesgesundheitsministerium: Informationen zur Corona-Schutzimpfung

Das Land Schleswig-Holstein informiert unter www.impfen-sh.de.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie