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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Gesundheit und Hygiene

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Welche Bestimmungen gelten für Einreisen nach Schleswig-Holstein?  

Welche grundsätzlichen Bestimmungen gibt es für Reiserückkehrende aus dem Ausland?

Personen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen, dazu zählen auch Rückreisende mit Wohnsitz in Deutschland, sollten sich vor Reiseantritt online auf der Seite des RKI informieren, ob das Land, in dem sie sich befinden, aktuell als Risikogebiet eingestuft wird. Die aktuellen Risikogebiete des RKI sind online zu finden unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Einreisende aus einem Risikogebiet müssen sich einem Test unterziehen, wenn das Gesundheitsamt dies bei Einreise verpflichtend anordnet (Testpflicht). Einreisende aus einem Nicht-Risikogebiet können sich einem Test unterziehen. Für beide Personengruppen ist die Testung kostenlos.

Personen, die auf dem Land-, See-, oder Luftweg nach Schleswig-Holstein einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts ausgewiesenen ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich erstens unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern. Zudem ist umgehend nach Rückkehr aus dem Risikogebiet das örtliche Gesundheitsamt (Am Wohnort bzw. dem Ort der Absonderung) zu kontaktieren und über die Reise zu informieren. Dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes Land der Bundesrepublik Deutschland eingereist sind, zum Beispiel nach Hamburg über den dortigen Flughafen. Reiserückkehrenden aus Risikogebieten ist es in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Das Aufsuchen einer Testmöglichkeit am Tag der Einreise oder mit Genehmigung der zuständigen kommunalen Gesundheitsbehörde ist zulässig. Mit Entfallen der Einstufung als Risikogebiet entfällt auch die Pflicht zur Quarantäne.

Um die Quarantäne verkürzen zu können, müssen dem örtlichen Gesundheitsamt zwei negative Corona-Tests in deutscher oder englischer Sprache vorgelegt werden. Diese Tests sind kostenlos. Bei Einreise können dazu die Teststationen genutzt werden. Die Testungen müssen in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem sonstigen durch das Robert Koch-Institut veröffentlichten Staat durchgeführt worden sein. Zwischen der Entnahme des Probenmaterials für die erste und die zweite Testung müssen mindestens fünf Tage liegen. Ist ein erster Test vor der Einreise gemacht worden, so dürfen zwischen Testergebnis und Einreise nicht mehr als 48 Stunden verstrichen sein. Das Probenmaterial für mindestens eine der beiden Testungen darf frühestens fünf Tage nach der Einreise entnommen worden sein. Die Quarantäneverpflichtung besteht bis zum Vorliegen des zweiten negativen Testergebnisses. Gegebenenfalls kann das Gesundheitsamt bei Einreise auch einen verpflichtenden Test auf das Corona-Virus anordnen.

Kontaktdaten der zuständigen Gesundheitsämter: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/gesundheits_dienste/Downloads/OeffentlicherGesundheitsdienst/listeGesAemter.html

Unter www.schleswig-holstein.de/coronavirus-einreise finden Sie die Informationen zu den ausgewiesenen Risikogebieten sowie die jeweiligen Links zum Robert-Koch-Institut (RKI). Die dort abrufbaren Informationen zu den Risikogebieten sind in der Regel maßgeblich für die Umsetzung der Quarantäne-Verordnung.

Welche Bestimmungen gibt es für Einreisende aus einem inländischen Risikogebiet?
Für Einreisende aus einem inländischen Risikogebiet gelten die gleichen Bestimmungen wie für Einreisende aus einem ausländischen Risikogebiet. Einreisende aus einem inländischen Risikogebiet sind lediglich von einer verpflichtenden Testung auf das Coronavirus ausgenommen, müssen sich aber ebenfalls 14 Tage in Quarantäne begeben und können diese nur unter Vorlage von zwei negativen Corona-Tests verkürzen. Unter www.schleswig-holstein.de/coronavirus-einreise finden Sie die ausgewiesenen Risikogebiete und die jeweiligen Links zum Robert-Koch-Institut (RKI). Die beim RKI abrufbaren Informationen zu den inländischen Risikogebieten sind in der Regel maßgeblich für die Umsetzung der Quarantäne-Verordnung. Auf der Seite des RKI können die Kreise oder die kreisfreien Städte abgerufen werden, die die Richtwerte überschreiten. Diese wertet das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein grundsätzlich auch als Risikogebiete. Abweichungen von durch das RKI angezeigten den Kreisen und kreisfreien Städten können beispielsweise für den Fall vorgenommen werden, wenn sich Ausbrüche sehr klar örtlich begrenzen lassen, z.B. auf eine Pflegeeinrichtung oder die Entwicklung insgesamt berücksichtigen.

Ist die Einreise nach Schleswig-Holstein erlaubt, wenn man aus einem inländischen Risikogebiet kommt?
Ja, die Einreise nach Schleswig-Holstein ist erlaubt. Zu den Bestimmungen für Einreisende aus einem inländischen Risikogebiet siehe oben.

Ist es erlaubt, sich in einer Ferienwohnung oder einem Hotel in Quarantäne zu begeben?

Sofern es die Gegebenheiten vor Ort erlauben, ist grundsätzlich auch eine Quarantäne in einer Ferienwohnung oder einem Hotelzimmer möglich – z.B. bis zum Vorliegen eines des Testergebnisses (dem sogenannten ärztlichen Zeugnis).

Müssen Personen, die aus einem inländischen Risikogebiet kommen und aktuell bereits in Schleswig-Holstein sind, abreisen?

Nein, in diesem Fall ist keine Abreise aus Schleswig-Holstein erforderlich. Die Vorgaben der Quarantäne-Verordnung gelten erst ab Festlegung der entsprechenden Gebiete durch das Gesundheitsministerium für diejenigen Personen, die ab diesem Zeitpunkt aus diesen Gebieten einreisen.

Gibt es bei Einreise nach Schleswig-Holstein Kontrollen oder Sanktionen, wenn man sich nicht an die Vorgaben hält?

Es gibt derzeit keine Kontrollen zur Einreise nach Schleswig-Holstein. Es kann jedoch ein Bußgeld verhängt werden, wenn man sich nicht an die Regelungen hält. Der aktuelle Bußgeldkatalog des Innenministeriums ist im Internet unter folgendem Link zu finden: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/200615_bussgeldkatalog_quarantaenemassnahmen.html.

Muss man seinen gebuchten Urlaub absagen, gibt es eine Entschädigung als Folge der Anordnung?

Ob ein Urlaub abgesagt wird, ist eine individuelle Entscheidung, der Urlaubsantritt ist weiterhin grundsätzlich möglich.

Urlauber aus einem inländischen Risikogebiet sollten sich möglichst vor Reiseantritt – also zuhause – in Abstimmung und auf eigene Rechnung nach telefonischer Kontaktaufnahme über die Nummer 116 117 oder mit dem Hausarzt eigenverantwortlich testen lassen und bei vorliegendem negativem Ergebnis (bis 48 Stunden vor Einreise) nach Schleswig-Holstein einreisen. Sollte ein positives Testergebnis vorliegen, kann und darf die Reise unter keinen Umständen angetreten werden. Hier greifen dann die erforderlichen Quarantäne-Maßnahmen, die das örtliche Gesundheitsamt (am Heimatort) ausspricht .Eine Entschädigung für ausgefallen Urlaub gibt es nicht. Wird erst nach Einreise in Schleswig-Holstein ein Test durchgeführt und dieser fällt positiv aus, wird das weitere Vorgehen von dem jeweils am Ferienort örtlich zuständigem Gesundheitsamt auf Basis des Infektionsschutzgesetzes festgelegt. Dabei wird das Gesundheitsamt die Schutzmaßnahmen bestimmen und eine Quarantäne nach dem Infektionsschutzgesetz anordnen. Bei manifester Erkrankung gelten die allgemeinen Grundsätze der Krankenbehandlung und erforderlichenfalls kann auch eine Aufnahme ins Krankenhaus folgen. Es ist davon auszugehen, dass den Betroffenen – soweit gesundheitlich zumutbar –  die Heimreise mit dem Auto oder dem Taxi nahegelegt wird. Bei einem positiven Ergebnis gibt es ebenfalls keine Entschädigung für ausgefallen Urlaub.

Urlauber, die aus einem Risikogebiet einreisen/heimkehren, müssen sich bei Ankunft in Schleswig-Holstein unverzüglich in 14-tägige Quarantäne begeben. Wenn erst bei Ankunft in Schleswig-Holstein ein Test durchgeführt werden soll, kann dies nach telefonischer Abstimmung z.B. unter 116 117 auf eigene Kosten erfolgen. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses (dem sogenannten ärztlichen Zeugnisses) ist die Quarantäne einzuhalten. Auch die Durchführung eines Testes, z.B. in einem Testzentrum oder in einer Arztpraxis berechtigt nicht zur Unterbrechung der Quarantäne.  

Was ist mit Menschen aus einem Risikogebiet, die nur durch Schleswig-Holstein durchfahren, um nach Dänemark zu kommen?

Eine Durchreise durch Schleswig-Holstein ohne Aufenthalt ist zulässig, soweit keine Symptome vorliegen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen.

Wenn eine 14-tägige Quarantäne bei einer Buchung von nur 7 Tagen verhängt wird, bleiben die Personen dann dort in Quarantäne und müssen die gesunden "neuen" Gäste weichen?

Liegt ein positives Testergebnis vor, wird das weitere Vorgehen von dem jeweils am Ferienort örtlich zuständigem Gesundheitsamt auf Basis des Infektionsschutzgesetzes festgelegt. Dabei wird das Gesundheitsamt die Schutzmaßnahmen bestimmen und eine Quarantäne nach dem Infektionsschutzgesetz anordnen. Es ist davon auszugehen, dass den Betroffenen – soweit gesundheitlich zumutbar – die Heimreise nahegelegt wird. Wenn keine Testung erfolgt, ist für die Dauer des Aufenthalts in Schleswig-Holstein, maximal jedoch für 14 Tage, eine Quarantäne erforderlich. Ein für 7 Tage gebuchtes Hotelzimmer muss nach Ablauf der Buchungsfrist geräumt werden und auf direktem Wege muss die Heimreise angetreten werden.

Muss man sich nach der Einreise erstmal direkt nach Hause begeben und dortbleiben, bis ein Ergebnis vorliegt?

Ja, wenn Sie aus einem Risikogebiet nach Schleswig-Holstein einreisen, müssen Sie sich umgehend nach Hause bzw. in eine für eine Quarantäne geeignete Unterkunft begeben. Auch, wenn Sie einen Corona-Test gemacht haben und auf das Ergebnis warten.

Muss man sich unverzüglich beim Gesundheitsamt melden oder reicht es, wenn das Testergebnis vorliegt?

Sie müssen sich unverzüglich bei dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt melden. Zuständig ist das Gesundheitsamt des Kreises oder der kreisfreien Stadt, in der die eigene Häuslichkeit oder andere geeignete Unterkunft liegt, in der die Absonderung erfolgt.

Wo können sich Reiserückkehrende nach ihrer Einreise testen lassen?

Für Reiserückkehrende hat das Land Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein Teststationen eingerichtet. Dort können sich Reiserückkehrende kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.

Die Teststationen befinden sich an den folgenden Standorten:

  • KIEL: Hafen, Am Schwedenkai / Stena-Line-Terminal
  • LÜBECK-TRAVEMÜNDE: Hafenhaus / Fährhafen
  • NEUMÜNSTER: Busbahnhof (ZOB)
  • PUTTGARDEN: Am Fähranleger, Einreiseseite
  • RASTPLATZ ELLUND-WEST A7: Einreiseseite aus Dänemark

Die Teststationen sind täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  Die Teststation in Lübeck-Travemünde öffnet bereits morgens mit Ankunft der ersten Fähre.

Kann ich mich auch bei meinem Hausarzt oder bei meiner Hausärztin testen lassen?
Das ist grundsätzlich möglich, da auch Hausärztinnen und Hausärzte die Tests abrechnen können. Wichtig ist, dass Sie sich vorab telefonisch bei ihrem Hausarzt oder ihrer Hausärztin anmelden und sich einen Termin für die Testung geben lassen. Sollte Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin aktuell keine Kapazitäten für eine Testung haben, können Sie sich über die telefonische Hotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 einen Termin für eine Testung geben lassen.

Kann ich mich auch am Flughafen oder bei Einreise in einem anderen Bundesland testen lassen?
Ja, sofern dort Kapazitäten vorhanden sind.

Ist der Test für Reiserückkehrende und für Einreisende kostenfrei?
Ja, für Reiserückehrende und Einreisende ist der Test kostenfrei.

Wie muss ich an den Teststationen nachweisen, dass ich Einreisender bin?
Dazu teilen Sie in der Regel Ihren vorherigen Aufenthaltsort mit und dokumentieren diesen beispielsweise, indem Sie Tickets, Hotelrechnungen oder Tankbelege auf Nachfrage vorlegen. Es liegt dabei in der Verantwortung jedes Einzelnen, wahrheitsgemäße Angaben zu machen. 

Muss ich auch beim Test beim Hausarzt/ Hausärztin eine Reiserückkehr nachweisen?
Hier gilt ebenso wie bei den Teststationen, dass Sie auf Nachfrage glaubhaft machen müssen, dass Sie sich zuvor im Ausland aufgehalten haben. Dazu teilen Sie in der Regel Ihren vorherigen Aufenthaltsort mit und dokumentieren diesen beispielsweise, indem Sie Tickets, Hotelrechnungen oder Tankbelege auf Nachfrage vorlegen. Es liegt dabei in der Verantwortung jedes Einzelnen, wahrheitsgemäße Angaben zu geben. 

Habe ich immer Anspruch darauf, einen kostenfreien Test bei Einreise zu erhalten?
Nein. Die Teststationen sind ein zusätzliches Angebot. Abhängig von der Inanspruchnahme dieser Stationen kann auch Personen abgesagt werden, die einen kostenfreien Test wünschen. Sofern es zu einem höheren Aufkommen an Teststationen kommt, sind Reiserückkehrende aus Risikogebieten in der Regel zu bevorzugen. Wichtig ist, dass im Falle der Bildung längerer Warteschlangen ein Abstand von 1,50 m eingehalten wird.

Wie erfahre ich von meinen Testergebnissen, wenn ich an einer der zusätzlichen Teststationen getestet wurde?
Sie können auf verschiedenen Wegen von Ihrem Testergebnis erfahren. Sofern Sie die Corona-Warn-App auf Ihrem Smartphone nutzen, können Sie den Ihnen bei der Probenentnahme an der Teststation ausgehändigten QR-Code scannen und der Datenübermittlung in die App zustimmen. Sie erhalten das Testergebnis dann über die Corona-Warn-App.

Sollten Sie kein Nutzer der Corona-Warn-App sein, wird Sie das Labor auf anderen Wegen über das Testergebnis informieren. Über das Verfahren wird Sie die jeweilige Teststation informieren, an der die Probeentnahme vorgenommen wurde.

Das den Test auswertende Labor ist dazu verpflichtet, jede Infektion mit dem neuartigen SARS-CoV-2 Virus an das lokal zuständige Gesundheitsamt zu melden. Sollte Ihr Test positiv ausfallen, wird Sie das zuständige Gesundheitsamt kontaktieren. Auch auf diesem Weg werden Sie also von einem positiven Test informiert.

Ab wann werden die 48 Stunden gezählt: ab dem Abstrich oder ab dem Ergebnis?
Entscheidend ist das Datum des vorliegenden ersten Testergebnisses, wenn dies im Ausland erfolgt ist

Welche Einreisenden aus einem Risikogebiet sind von der häuslichen Quarantäne ausgenommen?
Ausgenommen von der häuslichen Quarantäne nach der Quarantäne-Verordnung sind folgende Personen, falls sie keine Symptome aufweisen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen:

Personen, die nur zur Durchreise nach Schleswig-Holstein einreisen; diese haben das Gebiet des Landes auf direktem Weg zu verlassen;
Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren und Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren
Personen, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeit als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Luft-, Schiffs-, Bahn-, oder Busverkehrsunternehmen oder als Besatzung von Flugzeugen, Schiffen, Bahnen und Bussen außerhalb des Bundesgebiets aufgehalten haben
Personen, die täglich oder für bis zu 48 Stunden zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst nach Schleswig-Holstein einreisen
Personen, die sich weniger als 48 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Können sich auch Reiserückkehrende aus Nicht-Risikogebieten auf das Coronavirus testen lassen?
Ja, auch Reiserückkehrende aus Nicht-Risikogebieten können sich innerhalb von 72 Stunden nach Einreise kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Dazu können sie auch die Teststationen nutzen, die das Land für Reiserückkehrende eingerichtet hat (Kiel: Schwedenkai, Lübeck-Travemünde: Hafenhaus, Neumünster: Busbahnhof, Puttgarden: Fähranleger, Rastplatz Ellund-West A 7: Einreiseseite aus Dänemark). Allerdings gilt bei einem höheren Aufkommen an Teststationen, dass Reiserückkehrende aus Risikogebieten in der Regel bevorzugt getestet werden.

Muss man seinen gebuchten Urlaub absagen, gibt es eine Entschädigung als Folge der Anordnung?
Ob ein Urlaub abgesagt wird, ist eine individuelle Entscheidung, der Urlaubsantritt ist weiterhin grundsätzlich möglich.

Urlauber aus einem inländischen Risikogebiet sollten sich möglichst vor Reiseantritt – also zuhause – in Abstimmung und auf eigene Rechnung nach telefonischer Kontaktaufnahme über die Nummer 116 117 oder mit dem Hausarzt eigenverantwortlich testen lassen und bei vorliegendem negativem Ergebnis (bis 48 Stunden vor Einreise) nach Schleswig-Holstein einreisen. Sollte ein positives Testergebnis vorliegen, kann und darf die Reise unter keinen Umständen angetreten werden. Hier greifen dann die erforderlichen Quarantäne-Maßnahmen, die das örtliche Gesundheitsamt (am Heimatort) ausspricht. Eine Entschädigung für ausgefallen Urlaub gibt es nicht. Wird erst nach Einreise in Schleswig-Holstein ein Test durchgeführt und dieser fällt positiv aus, wird das weitere Vorgehen von dem jeweils am Ferienort örtlich zuständigem Gesundheitsamt auf Basis des Infektionsschutzgesetzes festgelegt. Dabei wird das Gesundheitsamt die Schutzmaßnahmen bestimmen und eine Quarantäne nach dem Infektionsschutzgesetz anordnen. Bei manifester Erkrankung gelten die allgemeinen Grundsätze der Krankenbehandlung und erforderlichenfalls kann auch eine Aufnahme ins Krankenhaus folgen. Es ist davon auszugehen, dass den Betroffenen – soweit gesundheitlich zumutbar –  die Heimreise mit dem Auto oder dem Taxi nahegelegt wird. Bei einem positiven Ergebnis gibt es ebenfalls keine Entschädigung für ausgefallen Urlaub.

Urlauber, die aus einem Risikogebiet einreisen/heimkehren, müssen sich bei Ankunft in Schleswig-Holstein unverzüglich in 14-tägige Quarantäne begeben. Um die Quarantäne verkürzen zu können, müssen dem örtlichen Gesundheitsamt zwei negative Corona-Tests in deutscher oder englischer Sprache vorgelegt werden. Diese Tests sind kostenlos. Bei Einreise können dazu die Teststationen genutzt werden. Die Testungen müssen in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem sonstigen durch das Robert Koch-Institut veröffentlichten Staat durchgeführt worden sein. Zwischen der Entnahme des Probenmaterials für die erste und die zweite Testung müssen mindestens fünf Tage liegen. Ist ein erster Test vor der Einreise gemacht worden, so dürfen zwischen Testergebnis und Einreise nicht mehr als 48 Stunden verstrichen sein. Das Probenmaterial für mindestens eine der beiden Testungen darf frühestens fünf Tage nach der Einreise entnommen worden sein. Die Quarantäneverpflichtung besteht bis zum Vorliegen des zweiten negativen Testergebnisses. Gegebenenfalls kann das Gesundheitsamt bei Einreise auch einen verpflichtenden Test auf das Corona-Virus anordnen.

Muss man sich nach der Einreise erstmal direkt nach Hause begeben und dort bleiben, bis ein Ergebnis vorliegt?
Ja, wenn Sie aus einem Risikogebiet nach Schleswig-Holstein einreisen, müssen Sie sich umgehend nach Hause bzw. in eine für eine Quarantäne geeignete Unterkunft begeben. Auch, wenn Sie einen Corona-Test gemacht haben und auf das Ergebnis warten. Das Aufsuchen einer Testmöglichkeit am Tag der Einreise oder mit Genehmigung der zuständigen kommunalen Gesundheitsbehörde ist zulässig.

Muss man sich unverzüglich beim Gesundheitsamt melden oder reicht es, wenn das Testergebnis vorliegt?
Sie müssen sich unverzüglich bei dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt melden. Zuständig ist das Gesundheitsamt des Kreises oder der kreisfreien Stadt, in der die eigene Häuslichkeit oder andere geeignete Unterkunft liegt, in der die Absonderung erfolgt.

Müssen Hotels Gäste aus Risikogebieten aufnehmen?

Für Hotels oder Ferienwohnungsbetreiber erwachsen aus der Quarantäne Verordnung des Landes keine Verpflichtungen zur Aufnahme oder zur Abweisung von Gästen, das Hausrecht ist davon unberührt. Eventuelle privatrechtliche Ansprüche bestehen weiterhin fort. Der Gast sollte im Sinne eines guten Miteinanders sein Hotel/ seinen Ferienwohnungsbesitzer informieren, wenn er aus einem Risikogebiet einreist (auch vor Anreise). Umgekehrt sollte der Gastgeber/Vermieter/Hotelier frühzeitig seine Gäste (auch bereits vor Anreise) über die Regelungen des Landes informieren, wenn sie erfahren, dass ihre Gäste aus  Risikogebieten einreisen. Um ein unbeschwertes Urlaubsvergnügen in Schleswig-Holstein zu gewährleisten, ist die gegenseitige Information für alle Beteiligten sinnvoll.

Müssen Hotels oder Ferienwohnungsbetreiber die Gäste zur Vorlage eines Testergebnisses auffordern?

Nein, in Schleswig-Holstein besteht aktuell kein Beherbergungsverbot für Personen aus Risikogebieten. Für Hotels oder Ferienwohnungsbetreiber erwachsen aus der Quarantäne Verordnung des Landes keine Verpflichtungen sich Testergebnisse vorlegen zu lassen. Verpflichtungen aus der Quarantäne-Verordnung des Landes erwachsen für den Einreisenden, nicht für den Gastgeber. Das Hausrecht ist davon unberührt.Der Gast sollte im Sinne eines guten Miteinanders sein Hotel/ seinen Ferienwohnungsbesitzer informieren, wenn er aus einem Risikogebiet einreist (auch vor Anreise). Umgekehrt sollte der Gastgeber/Vermieter/Hotelier frühzeitig seine Gäste (auch bereits vor Anreise) über die Regelungen des Landes informieren, wenn sie erfahren, dass ihre Gäste aus Risikogebieten einreisen. Um ein unbeschwertes Urlaubsvergnügen in Schleswig-Holstein zu gewährleisten, ist die gegenseitige Information für alle Beteiligten sinnvoll.

Muss ein Hotel die Kosten bei Stornierung erstatten?

Die allgemeinen privatrechtlichen Regelungen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind von der Quarantäne-Verordnung des Landes unberührt.

Müssen die Zimmer nach einer Quarantäne speziell behandelt werden?

Nein, es gelten auch weiterhin die allgemein gültigen Hygienevorgaben.

Was müssen Gäste machen, wenn sie während einer Quarantäne im Hotel erkranken?

Ein Krankheitsverdacht ergibt sich bei Auftreten von Symptomen, dann sollte umgehend telefonischer (!) Kontakt zu einem Arzt aufgenommen werden. Der Krankheitsverdacht ist meldepflichtig und muss vom Arzt auch dem zuständigen Gesundheitsamt mitgeteilt werden. Bei manifester Erkrankung gelten die allgemeinen Grundsätze der Krankenbehandlung und erforderlichenfalls kann auch eine Aufnahme ins Krankenhaus folgen. Es ist davon auszugehen, dass den Betroffenen – soweit gesundheitlich zumutbar – die Heimreise nahegelegt wird.

Ich erreiche niemanden unter der Rufnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, was soll ich tun?

Wenn Sie sich krank fühlen, versuchen Sie es bitte erneut bzw. kontaktieren Sie telefonisch Ihre Hausarztpraxis. Die Rufnummer 116117 wird zurzeit stark frequentiert, insofern müssen Sie Wartezeiten mit einrechnen. Wenn Sie allgemeine – nicht medizinische Fragen zu Covid-19 oder den ergriffenen Maßnahmen haben, wenden Sie sich bitte an eines der zur Verfügung stehenden Bürgertelefone.

  • Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 / 34 64 65 100
  • Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01

Regeln zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ("Maskenpflicht")

Gibt es eine Verpflichtung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen?

In Schleswig-Holstein besteht für Kundinnen und Kunden die Pflicht, bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs einschließlich Taxen, in den Innenräumen von Ausflugsschiffen und in Reisebussen, beim Betreten von Geschäften und überdachten Flächen von Einkaufszentren eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dasselbe gilt für externe Besucherinnen und Besucher von Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie von Einrichtungen und Gruppenageboten der Pflege, der Eingliederungshilfe, der Gefährdetenhilfe sowie von Frühförderstellen.

Personen, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und für die keine der Ausnahmen (siehe unten) zutreffen, ist das Betreten der Geschäfte oder die Nutzung des ÖPNV nicht gestattet. Wird auch nach wiederholter Aufforderung gegen die Maskenpflicht verstoßen, so kann dies mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet werden.

Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2

Welche Regeln gelten für das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung?

Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht nur, soweit dies in der Verordnung besonders angeordnet ist. Als Mund-Nasen-Bedeckung kommt jeder Schutz in Betracht, der aufgrund seiner Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern, unabhängig von der Kennzeichnung oder einer zertifizierten Schutzkategorie. In Betracht kommen etwa aus Stoff genähte Masken, Schals, Tücher, Schlauchschals oder durchsichtige Schutzvorrichtungen aus Kunststoff. Dagegen reicht es nicht aus, Mund und Nase nur mit Hand oder Arm abzudecken. Wird auch nach wiederholter Aufforderung gegen die Maskenpflicht verstoßen, so kann dies mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet werden.

Was passiert, wenn Personen sich weigern, eine Mund-Nasen-Bedeckung anzulegen in Bereichen, in denen eine Pflicht zum Tragen einer solchen besteht?
Wenn eine Kundin oder ein Kunde in einem Geschäft oder eine Nutzerin oder ein Nutzer des ÖPNV oder eine Besucherin oder ein Besucher in einer Reha- oder Pflegeeinrichtung trotz wiederholter Aufforderung durch eine Ordnungskraft die Mund-Nasen-Bedeckung nicht anlegt, kann dies mit einem Bußgeld geahndet werden. Beim Bußgeld gilt der Regelsatz von 150 Euro.

Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu beachten?

Mund und Nase müssen beim Aufenthalt in den oben genannten Bereichen bedeckt bleiben. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist neben der Einhaltung der übrigen gebotenen Hygienemaßnahmen (insbesondere Abstandsregeln und Händehygiene) als mechanische Barriere ein ergänzender Schutz. Stoffmasken sollten vor der ersten Anwendung und nach Gebrauch bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden.

Anwendungsfehler beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung können der Schutzwirkung schaden. Es ist zu beachten, dass das Durchfeuchten einer Mund-Nasen-Bedeckung durch Atmen oder Niesen die Barrierewirkung reduziert. Dann ist die Mund-Nasen-Bedeckung zu wechseln. Beim Absetzen einer Mund-Nasen-Bedeckung muss eine Kontamination der Hände durch Berühren der Außenseite vermieden werden. Die Mund-Nasen-Bedeckung soll nach dem Tragen so verstaut werden, dass eine Kontamination der Umgebung vermieden wird, also z.B. in einem Einweg-Beutel (z.B. Müll- oder Gefrierbeutel).

Die Abstandsregeln gelten grundsätzlich auch beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Wichtig bleibt die Händehygiene nach dem Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung, vor Berühren des Gesichtes, vor dem Verzehr von Lebensmitteln oder nach Kontakten zu Oberflächen im öffentlichen Raum.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Empfehlungen und Wissenswertes zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen

Wie erfolgt die Reinigung und Desinfektion der Mund-Nasen-Bedeckung?

Die Mund-Nasen-Bedeckung ist nach dem Gebrauch bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine zu waschen. Der Einsatz eines Desinfektionsmittels bei geringerer Temperatur ist nicht zu empfehlen, da eine wirksame Desinfektion thermisch, also durch die Temperatur von mindestens 60 Grad, erreicht wird.

Sofern Mund-Nasen-Bedeckungen aus Kunststoff verwendet werden, sind diese einer Wischdesinfektion zu unterziehen. Mund-Nasen-Bedeckungen, die weder bei 60 Grad gewaschen noch wischdesinfiziert werden können, sind unmittelbar nach dem Tragen zu entsorgen.

Sind medizinische Schutzmasken (Mund-Nasen-Schutz oder "OP-Maske") oder FFP-Masken mit Ausatemventil Mund-Nasen-Bedeckung vorzuziehen?

Die Mund-Nasen-Bedeckung bedarf keiner Zertifizierung, wie sie beispielsweise bei Medizinprodukten verlangt wird. Ausdrücklich nicht erforderlich ist das Tragen von Medizinprodukten wie Schutzmasken oder ein Mund-Nasen-Schutz. Diese sollen grundsätzlich medizinischem Personal und Pflegepersonal vorbehalten sein. Medizinische Schutzmasken sind zudem zur Vermeidung der Ausbreitung, also zum vorrangigen Schutz der anderen Personen, nicht immer geeignet. Zum Beispiel dienen FFP-Masken ("filtering face piece") mit einem Ausatemventil ausschließlich dem Eigenschutz und sind zum Fremdschutz ungeeignet, da durch das Ventil die Tröpfchen des Trägers gezielt in die Umgebung abgegeben werden. Eine Ausnahme zum Tragen solcher Masken stellen entsprechende medizinische Indikationen dar.

Wer ist von der Maskenpflicht ausgenommen?

Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr, das Personal in den Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie Taxifahrer.

Auch Personen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung (einschließlich Behinderungen) nicht in der Lage sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sind von der Tragepflicht ausgenommen. Das betrifft insbesondere einen Personenkreis, für den auch Bedeckungsalternativen nicht in Frage kommen. Menschen mit Hörbehinderungen und Menschen mit Sprachbehinderungen dürfen eine Mund-Nasen-Bedeckung auch abnehmen, soweit dies zum Zwecke der Kommunikation mit anderen erforderlich ist.

An einen Nachweis, dass jemand von der Tragepflicht ausgenommen ist, sind keine hohen Anforderungen zu stellen. Ein Nachweis kann ein Schwerbehindertenausweis, Allergikerausweis oder ähnliches sein, verbunden mit der Glaubhaftmachung des Betroffenen, dass aufgrund medizinischer oder psychischer Beeinträchtigung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich ist. Nicht erforderlich ist die Vorlage einer ärztlichen Bestätigung. Sollte diese aus Sicht des Betroffenen aber hilfreich sein, dann muss daraus lediglich zu erkennen sein, dass diese Bestätigung von einer approbierten Ärztin bzw. einem approbierten Arzt ausgestellt worden ist und derjenige, der sich auf diese Ausnahme beruft, daraus erkennbar ist. Eine gesonderte Begründung der Ärztin bzw. des Arztes ist dabei nicht erforderlich und gewollt. Vergleichbare Bescheinigungen können auch von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ausgestellt werden.

Was gilt für das Personal in Geschäften, im ÖPNV und Taxifahrer?

Die Verordnung richtet sich ausschließlich an die Kunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Personal in Geschäften grundsätzlich keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen muss.

Der Schutz des Verkaufspersonals ist durch die Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzes gesondert herzustellen und wird beispielsweise durch die Installation von besonderen Schutzvorrichtungen, z. B. an den Kassen mit Hilfe von Plexiglasscheiben oder -kabinen, sichergestellt. Auch der Schutz anderer Personen beispielsweise von Kunden ist in den Vorschriften des Arbeitsschutzes festgelegt und muss vom Arbeitgeber berücksichtigt werden (§ 1 Absatz 1 Satz 3 Biostoffverordnung). Beschäftigte sindvom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreit, wenn alternative Schutzmaßnahmen getroffen wurden (z.B. durch die oben genannten Plexiglasabtrennungen). Bei unvermeidbarem Kontakt zu anderen Beschäftigten oder auch Kunden bzw. nicht einhaltbaren Schutzabständen sind gemäß SARS-Covid-2-Arbeitsschutzstandard vom Arbeitgeber Mund-Nase-Bedeckungen zur Verfügung zu stellen und von den Beschäftigten zu tragen: https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/Arbeitsschutz/arbeitsschutz.html

Die aus dieser Verordnung abgeleitete Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bezieht sich auch nicht auf Fahrpersonal. Dessen Schutz ist durch die Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzes gesondert herzustellen und wird beispielsweise durch die Installation von besonderen Schutzvorrichtungen, z. B. durch Trennwände in Taxen oder Absperrungen in Bussen sichergestellt.

Brauche ich eine ärztliche Bescheinigung, wenn ich aufgrund medizinischer oder psychischer Beeinträchtigung oder Behinderung nicht in der Lage bin, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen?

Personen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung (einschließlich Behinderungen) nicht in der Lage sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sind von der Tragepflicht ausgenommen. Das betrifft insbesondere einen Personenkreis, für den auch Bedeckungsalternativen nicht in Frage kommen. Menschen mit Hör- oder mit Sprachbehinderungen dürfen eine Mund-Nasen-Bedeckung auch abnehmen, soweit dies zum Zwecke der Kommunikation mit anderen erforderlich ist.

An einen Nachweis sind keine hohen Anforderungen zu stellen. Ein Nachweis kann ein Schwerbehindertenausweis, Allergikerausweis oder ähnliches sein, verbunden mit der Glaubhaftmachung des Betroffenen, dass aufgrund medizinischer oder psychischer Beeinträchtigung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich ist. Nicht erforderlich ist die Vorlage einer ärztlichen Bestätigung. Sollte diese aus Sicht des Betroffenen aber hilfreich sein, dann muss daraus lediglich zu erkennen sein, dass diese Bestätigung von einem Arzt ausgestellt worden ist und derjenige, der sich auf diese Ausnahme beruft, daraus erkennbar ist. Eine gesonderte Begründung des Arztes ist dabei nicht erforderlich und gewollt. Vergleichbare Bescheinigungen können auch von Psychotherapeuten ausgestellt werden.

Warum gilt die Maskenpflicht nicht in Arztpraxen?

Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht nur, soweit dies in der Verordnung besonders angeordnet ist. Für diese Fälle regelt die aktuelle Verordnung die Anforderungen an die Mund-Nasen-Bedeckung und die stets geltenden Ausnahmen.

Die Regelung gilt dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen und die Abstände von 1,50 Meter nicht immer eingehalten werden können. Sowohl Geschäfte als auch der ÖPNV müssen mit einem möglichst geringen Risiko genutzt werden können.

Keine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung haben z.B Patienten, die Räumlichkeiten der Gesundheits- und Heilberufe oder andere freie Berufe betreten und sich dort aufhalten. Hintergrund ist, dass zum einen durch die Vergabe von Behandlungsterminen der Zutritt zu diesen Räumlichkeiten und der dortige Aufenthalt regelmäßig gesteuert werden kann und zum anderen Patienten, denen aus beispielsweise medizinischen Gründen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist, von vornherein der Zutritt erschwert würde. Dessen unbenommen kann der jeweilige Inhaber der Einrichtung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung einfordern (Hausrecht). Der Schutz der Mitarbeiter ist durch die Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzes gesondert sicherzustellen.

Müssen Kinder/Jugendliche und Erzieher/Lehrer ebenfalls Mund-Nasen-Bedeckungen tragen?

Nein. Die Verpflichtung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, besteht nur für die Passagiere des öffentlichen Personennahverkehrs (Bus, Bahn, Schiff, Flugzeug), Taxen, beim Betreten öffentlich zugänglicher Bereiche von geöffneten Verkaufsstellen des Einzelhandels, von Reiseverkehren zu touristischen Zwecken (Reisebusse, Ausflugsschiffe und Ähnliches) für externe Besucher von Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Mutter-/Vater-Kind- Einrichtungen, Krankenhäusern und in Einkaufszentren. Nach der Handreichung für Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen empfiehlt das für das Gesundheitswesen zuständige Ministerium das generelle Tragen eines geeigneten Mund-Nasen-Schutzes für Personal und Patientinnen und Patienten.    

Gilt die Maskenpflicht auch an Schulen oder für den Schulbus?

Es besteht eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) auf dem Schulweg bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) einschließlich ähnlicher Transportangebote wie der Schulbusse. Den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, Epidemiologisches Bulletin Nr. 19 (2020) für die Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen, folgend empfehlen wir zusätzlich das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle Personen in Schulen auf den Laufwegen, Fluren und in den Pausen, in denen das Abstandsgebot nicht oder nur schwer eingehalten werden kann. Wer darüber hinaus in der Schule eine Maske tragen möchte, darf dies selbstverständlich jederzeit tun!

Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Auto erlaubt?

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung stellt keinen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung dar. Die Mund-Nasen-Bedeckung verhüllt – wenn korrekt getragen – lediglich Mund und Nase. Andere wesentliche Merkmale wie Frisur, Ohren- und Augenpartie sowie die grundlegende Gesichtsform bleiben erkennbar. Dies reicht in der Regel aus, um die Identität von Autofahrern festzustellen.
Die Landespolizei wird im Rahmen der alltäglichen Verkehrsüberwachung mit wachsamem Auge darauf achten, dass die bestehenden Regelungen im Sinne des Infektionsschutzes ausgelegt, aber nicht unzulässig ausgenutzt werden. Wer durch übermäßige Maskierung versucht, seine Identität zu verbergen oder sein Gesicht bedeckt, ohne dass Mitfahrer oder andere geschützt werden können, wird auch weiterhin mit einem Bußgeld rechnen müssen.

Darf ich weiterhin Blut spenden?

Ja. Reiserückkehrer dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr allerdings kein Blut spenden.

Sind Rehakliniken weiterhin geöffnet? Bleiben Mutter-Kind-Kliniken weiter geöffnet?

Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Mutter-Vater-Kind-Einrichtungen dürfen ihre Leistungen wieder in einem dem jeweiligen Infektionsgeschehen angemessenen Rahmen unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte erbringen.

Welche Regelungen gelten für Krankenhäuser?

Können Väter bald werdende Mütter in den Kreissaal begleiten? Welche Regelungen gibt es für Geburtsstationen?

Bei der Geburt darf eine Begleitperson die werdende Mutter begleiten.

Bitte sprechen Sie mit der Klinik die weiteren Regelungen ab. Kliniken können Begleitpersonen jedoch den Zutritt verweigern, wenn diese beispielsweise Symptome einer Covid-19 Infektion zeigen oder die erforderlichen hygienischen Vorsichtsmaßnahmen aus anderen Gründen nicht gewährleistet werden können.

In der Geburtshilfe können sogennannte Familienzimmer betrieben werden, wenn sichergestellt ist, dass die Begleitperson keinen Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten hat und die Außenkontakte auf das absolut notwendige Minimum begrenzt werden. Begleitpersonen müssen über persönliche Schutz- sowie Hygienemaßnahmen aufgeklärt und angehalten werden, diese dringend einzuhalten. Dabei gilt: Begleitpersonen mit akuten Atemwegserkrankungen dürfen die Einrichtung auch bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen eines Ausnahmefalls nicht betreten.

Welche medizinischen Behandlungen führen Krankenhäuser jetzt wieder durch?

Krankenhäuser führen grundsätzlich nun wieder alle medizinisch notwendigen Behandlungen durch. Um zeitnah Aufnahmekapazitäten von COVID-19 Patienten bereitstellen zu können und, um die Kapazitäten der Intensivmedizin nutzen zu können, wird nun mehr das Freihalten bestimmter Kapazitäten verlangt. Alle weiteren Behandlungen sind insofern uneingeschränkt möglich.

Was gilt für Kinderfrüherkennungsuntersuchungen?

Früherkennungsuntersuchungen und Impfungen sind für die Gesundheit Ihres Kindes von großer Bedeutung und sollten wenn möglich fristgerecht durchgeführt werden.

Um in der derzeitigen Situation den für Ihr Kind passenden Termin unter Berücksichtigung der erforderlichen Hygienemaßnahmen zu finden, empfehlen wir Ihnen, sich telefonisch mit Ihrer Kinder- und Jugendarztpraxis in Verbindung setzen, um das bestmögliche Vorgehen für Ihr Kind individuell abzustimmen.

Weitere Informationen finden Sie beim Landesamt für soziale Dienste: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/LASD/Aufgaben/Frueherkennung/frueherkennung_node.html sowie grundsätzliche Informationen zu den Früherkennungsuntersuchungen und Impfungen auch beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.: https://www.kinderaerzte-im-netz.de/vorsorge/

COVID-19 und Coronatests

Wie kann ich Symptome richtig erkennen?

Informationen zur Frage, wie Sie Symptome richtig erkennen, finden Sie hier: https://www.zusammengegencorona.de/informieren/symptome-erkennen

Wie verhalte ich mich nach einem Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall?

Nach Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall besteht ein Ansteckungsverdacht. Bei einem Ansteckungsverdacht ordnet das zuständige Gesundheitsamt Maßnahmen der Quarantäne an, sobald es Kenntnis von dem Ansteckungsverdacht hat. Die Inkubationszeit, in der die Infektion in Erscheinung treten kann, beträgt bis zu 14 Tage. Das Auftreten von Symptomen wird während der Quarantäne abgewartet. Bei Auftreten erster Symptome ist eine labordiagnostische Abklärung sinnvoll. Die meisten Infektionen können etwa zwischen dem 4. und dem 7. Tag nach Ansteckung festgestellt werden. Ein Testen kurz nach erfolgtem Kontakt ist daher nicht sinnvoll.

Sollten Sie durch die Corona Warn-App darüber informiert werden, dass ein Kontakt zu einer positiv getesteten Person stattgefunden hat, wird Sie die App über weitere Schritte informieren. Sie sollten sich in jedem Fall nach Hause begeben oder anderweitig absondern und weitere Schritte telefonisch mit Ihrem Hausarzt oder dem lokal für Sie zuständigen Gesundheitsamt absprechen.

Wer entscheidet bei Krankheitssymptomen, wer getestet wird?

Wer getestet wird, entscheiden Gesundheitsämter, die niedergelassenen Ärzte oder die Kliniken. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Ein Test wird durchgeführt bei Personen, die Symptome einer Atemwegserkrankung haben. Vorrangig erfolgt die Testung, wenn diese Personen Tätigkeiten in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus ausüben oder einer Risikogruppe angehören, oder wenn es sich um eine Kontaktperson zu einem COVID-19-Fall handelt. Tests erfolgen außerdem im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung zum Feststellen möglicher Übertragungen. Bei Feststellen einer Infektion in einer Einrichtung kann im Rahmen des Ausbruchsmanagements eine umfangreiche Testung der Kontaktpersonen zur Infektionsquellensuche und/ oder zum Feststellen von möglichen Übertragungen angezeigt sein Es ist nicht möglich, sich "frei" zu testen. Ein negativer Test sagt noch nicht aus, dass keine Infektion vorliegt – sie kann während der Inkubationszeit jeden Tag auftreten und der Test später positiv werden.

Ausführliche Informationen zum Testverfahren erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums: https://www.zusammengegencorona.de/informieren/informationen-zum-test/

Bei Einreisen aus einem Risikogebiet
Personen, die auf dem Land-, See-, oder Luftweg nach Schleswig-Holstein einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts ausgewiesenen ausländischen Risikogebiet oder einem vom schleswig-holsteinischen Gesundheitsministerium ausgewiesenen inländischen Risikogebiet aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich erstens unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern. Nach Rückkehr aus dem Risikogebiet ist zudem umgehend das örtliche Gesundheitsamt (am Wohnort bzw. dem Ort der Absonderung) zu kontaktieren und über die Reise zu informieren. Dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes Land der Bundesrepublik Deutschland eingereist sind, zum Beispiel nach Hamburg über den dortigen Flughafen. Reiserückkehrenden aus Risikogebieten ist es in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Das Aufsuchen einer Testmöglichkeit am Tag der Einreise oder mit Genehmigung der zuständigen kommunalen Gesundheitsbehörde ist zulässig. Mit Entfallen der Einstufung als Risikogebiet entfällt auch die Pflicht zur Quarantäne.

Um die Quarantäne verkürzen zu können, müssen dem örtlichen Gesundheitsamt zwei negative Corona-Tests in deutscher oder englischer Sprache vorgelegt werden. Diese Tests sind kostenlos. Bei Einreise können dazu die zentralen Teststationen des Landes

  • Kiel: Schwedenkai,
  • Lübeck-Travemünde: Hafenhaus,
  • Neumünster: Busbahnhof,
  • Puttgarden: Fähranleger,
  • Rastplatz Ellund-West A 7: Einreiseseite aus Dänemark

genutzt werden. Die Testungen müssen in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem sonstigen durch das Robert Koch-Institut veröffentlichten Staat durchgeführt worden sein. Zwischen der Entnahme des Probenmaterials für die erste und die zweite Testung müssen mindestens fünf Tage liegen. Ist ein erster Test vor der Einreise gemacht worden, so dürfen zwischen Testergebnis und Einreise nicht mehr als 48 Stunden verstrichen sein. Das Probenmaterial für mindestens eine der beiden Testungen darf frühestens fünf Tage nach der Einreise entnommen worden sein. Die Quarantäneverpflichtung besteht bis zum Vorliegen des zweiten negativen Testergebnisses. Gegebenenfalls kann das Gesundheitsamt bei Einreise auch einen verpflichtenden Test auf das Corona-Virus anordnen.

 Kontaktdaten der zuständigen Gesundheitsämter: Öffentliche Gesundheitsdienste - Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte (PDF 111KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

 Für Einreisende aus einem inländischen Risikogebiet gelten die gleichen Bestimmungen wie für Einreisende aus einem ausländischen Risikogebiet. Einreisende aus einem inländischen Risikogebiet sind lediglich von einer verpflichtenden Testung auf das Coronavirus ausgenommen, müssen sich aber ebenfalls 14 Tage in Quarantäne begeben und können diese nur unter Vorlage von zwei negativen Corona-Tests verkürzen.

Unter www.schleswig-holstein.de/coronavirus-einreise finden Sie die ausgewiesenen Risikogebiete und die jeweiligen Links zum Robert-Koch-Institut (RKI). Die beim RKI abrufbaren Informationen zu den inländischen Risikogebieten sind in der Regel maßgeblich für die Umsetzung der Quarantäne-Verordnung. Auf der Seite des RKI können die Kreise oder die kreisfreien Städte abgerufen werden, die die Richtwerte überschreiten. Diese wertet das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein grundsätzlich auch als Risikogebiete. Abweichungen von durch das RKI angezeigten den Kreisen und kreisfreien Städten können beispielsweise für den Fall vorgenommen werden, wenn sich Ausbrüche sehr klar örtlich begrenzen lassen, z.B. auf eine Pflegeeinrichtung oder die Entwicklung insgesamt berücksichtigen.

Werden besonders relevante Gruppen prioritär getestet?

Ja. Basis für die Entscheidung einer Diagnostik sind die Empfehlungen des Robert Koch Instituts, die in Abhängigkeit von der jeweiligen Situation der Pandemie angepasst werden. Ein Test wird durchgeführt bei Personen, die Symptome einer Atemwegserkrankung haben. Vorrangig erfolgt die Testung, wenn diese Personen Tätigkeiten in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus ausüben oder einer Risikogruppe angehören, oder wenn es sich um eine Kontaktperson zu einem COVID-19-Fall handelt. Tests erfolgen außerdem im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung zum Feststellen möglicher Übertragungen. Bei Feststellen einer Infektion in einer Einrichtung kann im Rahmen des Ausbruchsmanagements eine umfangreiche Testung der Kontaktpersonen zur Infektionsquellensuche und/ oder zum Feststellen von möglichen Übertragungen angezeigt sein. Wie sehen die Testkapazitäten in Schleswig-Holstein aus?

Bei Einreisen aus einem Risikogebiet im Inland

Sofern jemand aus einem inländischen Risikogebiet einreist, ist grundsätzlich eine 14-tägige Quarantäne anzutreten. Hierzu muss sich die Person unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft begeben. Sie muss sich unverzüglich bei dem für sie zuständigen Gesundheitsamt melden. Zuständig ist das Gesundheitsamt des Kreises oder der kreisfreien Stadt, in der die eigene Häuslichkeit oder andere geeignete Unterkunft liegt, in der die Absonderung erfolgt.

Die bisherige Quarantäneverordnung gab vor, dass Bürgerinnen und Bürger, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise nach Schleswig-Holstein in einem Risikogebiet innerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten haben, sich in Quarantäne begeben müssen. Diese Vorgabe ist nicht in allen Fällen gerechtfertigt. So kann beispielsweise vorher anhand des Datenverlaufs festgestellt werden, dass es keine weite Ausbreitung auf Bevölkerungsebene des jeweiligen Risikogebietes gegeben hat. Entsprechend kann dann auch ein kürzerer Zeitraum für die Fortgeltung der Quarantänepflicht ausreichend sein.

Das zuständige Gesundheitsministerium kann jetzt eine Risikoeinschätzung vornehmen und die Anzahl der Tage verringern. Das führt dazu, dass Personen, die sich mit größerem zeitlichen Abstand vor der Einreise im Risikogebiet aufgehalten haben, ohne Nachweise eines negativen Tests nach Schleswig-Holstein einreisen können. Die Entscheidung des Ministeriums wird auf der Internetseite des Landes veröffentlicht: www.schleswig-holstein.de/coronavirus-einreise

Öffentliche Gesundheitsdienste - Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte (PDF 111KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Welche Regelungen gelten für die Quarantäne?

Ich stehe unter Quarantäne, muss aber regelmäßig zur Behandlung ins Krankenhaus. Wie gehe ich vor?

Wie hier zu verfahren ist, sollte mit dem örtlichen Gesundheitsamt geklärt werden. Informieren Sie in jedem Fall das Klinikpersonal telefonisch, bevor Sie das Krankenhaus aufsuchen.

Was passiert, wenn jemand gegen die Quarantäneanordnung verstößt?

Wer erstattet mir meinen Verdienstausfall, wenn ich unter Quarantäne stehe? Gilt das auch für Selbstständige?

Wie kann das Virus übertragen werden?

Können Coronaviren über das Berühren von Türklinken übertragen werden?

Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Türklinken gelangen und eine Zeit lang überleben.
Eine Schmierinfektion einer weiteren Person erscheint dann möglich, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird.
Deshalb ist eine gute Händehygiene mit regelmäßigem Händewaschen und Fernhalten der Hände aus dem Gesicht wichtig.

Können importierte Waren aus Regionen, in denen die Krankheit verbreitet ist, Quelle für eine Infektion beim Menschen sein?

Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände und Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.

Diese Einschätzung gilt auch nach der jüngsten Veröffentlichung zur Überlebensfähigkeit der bekannten Coronaviren durch Wissenschaftler der Universitäten Greifswald und Bochum.

Kann das Virus auch über Lebensmittel oder Gegenstände wie Geschirr oder Besteck auf den Menschen übertragen werden? 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat dazu am 6. April 2020 auf der Grundlage der aktuell verfügbaren  wissenschaftlichen Erkenntnisse erklärt: Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

Außerdem ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten. Obwohl eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich ist, sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die üblichen Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln beachtet werden. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden.

Die Bewertung des BfR zum neuartigen Coronavirus ist unter folgendem Link zu finden:

https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_gegenstaende_uebertragen_werden_-244062.html

Wird das Virus durch Spülen mit der Hand oder in der Geschirrspülmaschine inaktiviert?

Als behüllte Viren, deren Erbgut von einer Fettschicht (Lipidschicht) umhüllt ist, reagieren Coronaviren empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohole oder Tenside, die als Fettlöser in Seifen und Geschirrspülmitteln enthalten sind. Wenngleich für das neuartige Coronavirus noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird. Das gilt insbesondere auch dann, wenn im Geschirrspüler das Geschirr mit 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur gereinigt und getrocknet wird.

Ist eine Ansteckung mit dem Corona-Virus über das Trinkwasser möglich?

Nein, das ist nicht der Fall.
Trinkwasser, das unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt wird, ist sehr gut gegen alle Viren, einschließlich der neuartigen Corona-Viren, geschützt. Bei ähnlichen Viren ist bereits hinreichend untersucht worden, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Eine Übertragung des Corona-Virus erfolgt vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen.

Umweltbundesamt: Stellungnahme zum Thema Trinkwasser und Coronavirus (12. März 2020)

Kann das Coronavirus durch Lebensmittel übertragen werden?

Obwohl eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich ist, sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln beachtet werden, auch um Infektionen mit anderen Erregern zu verhindern.

Ein Merkblatt des BfR über den Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt ist unter folgendem Link zu finden: https://www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps_schutz_vor_lebensmittelinfektionen_im_privathaushalt.pdf

Was ist die Husten- bzw. Nies-Etikette?

Die sogenannte Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken und krankheitsverdächtigen Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens, z.B. mit der Ellenbeuge, einem Einmaltaschentuch oder ggf. mit einer Mund-Nasen-Schutz-Maske, gefolgt von Händewaschen (!). Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet wurden, sind nach Gebrauch zu entsorgen oder zu desinfizieren. Handschuhe, Taschentücher, Masken und andere Abfälle, die von kranken Personen oder bei der Pflege und Versorgung von kranken Personen anfallen, sollten vor der Entsorgung mit anderem Hausmüll in einen mit einem Müllbeutel versehenen Behälter im Krankenzimmer geworfen werden. Danach kann dieser Müllbeutel verschlossen in den normalen Müll entsorgt werden (sogenannte Doppelsackmethode). Bei der Benutzung von Mund-Nasen-Schutz-Masken besteht der sinnvollste Schutz, wenn der Infizierte diesen trägt, um zu verhindern, dass Tröpfchen in die Umgebung gestreut werden.

Weitere Informationen:

Bundesinstitut für Risikobewertung: Übertragung durch Lebensmittel und Gegenstände

Uni Greifswald: Coronavirus auf Flächen

Kann das Coronavirus zwischen Haustieren und Menschen übertragen werden?

Gemäß Friedrich-Loeffler-Institut spielen nach dem jetzigen Kenntnisstand Haustiere epidemiologisch keine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2/Covid-19. In seltenen Einzelfällen wurde der Erreger bei Tieren nachgewiesen. So wurde beispielsweise aus einem New Yorker Zoo von der Infektion eines Tigers berichtet, der sich wahrscheinlich bei einem Pfleger angesteckt hatte. Aus Belgien wurde ein Erregernachweis bei einer Katze beschrieben, die im Haushalt einer sich in Quarantäne befindenden Person lebt. Allerdings bedeutet eine mögliche Infektion von Haustieren nicht automatisch, dass sich das Virus in den Tieren vermehren kann und von ihnen auch wieder ausgeschieden wird. Laut Friedrich-Loeffler-Institut gibt es keine Hinweise darauf, dass Haustiere Menschen angesteckt haben. Die Haltung von Katzen wurde nicht als Risikofaktor identifiziert. Es besteht überhaupt kein Grund dafür, Haustiere vorsorglich in Tierheimen abzugeben. Sollte ein Haustier positiv auf SARS-CoV-2 getestet werden, stellt dies keinen Grund dar, das Tier einzuschläfern.

Für Haustiere von in häuslicher Quarantäne befindlichen Personen werden gemäß Friedrich-Loeffler-Institut derzeit keine Maßnahmen wie die Absonderung, Trennung oder Quarantäne empfohlen. Personen, die sich in Quarantäne befinden, sollten geeignete Personen außerhalb ihres Haushaltes um Unterstützung bei der Pflege der Tiere bitten, etwa mit dem Hund spazieren zu gehen. Es sollten nur junge, gesunde Personen als "Gassigänger" tätig werden, je nach Charakter des Hundes Personen mit Hundekenntnissen. Nach dem Ausführen des Hundes sollten stets die Hände gewaschen werden. Ein Infektionsrisiko geht grundsätzlich nicht von dem Hund aus, sondern von den möglicherweise infizierten Besitzerinnen und Besitzern. Katzen von Personen in häuslicher Isolation, die die Wohnung oder das Haus normalerweise verlassen, sollten nach Möglichkeit für die Dauer der Quarantäne im Haus gehalten werden.

Weitere Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts sind zu finden unter: Friedrich-Loeffler-Institut (Stand: 6.4.2020)

Wie wird mit der Ausbildung von Gesundheitsfachberufen verfahren? Darf ich mich fort- und weiterbilden?

Die Schulen können ihren Betrieb nach eigenem Ermessen öffnen. Der Unterrichts unterliegt den hygienerechtlichen Regeln (Mindestabstand etc.). Darüber hinaus gibt es verschiedene individuelle Lösungen zur Handhabung der Situation, z. B. Selbstlernzeiten und E-Learning. In Abstimmung mit den zuständigen Behörden finden auch staatliche Abschlussprüfungen zur Erlangung der Berufszulassung statt, sofern besondere hygienische und räumliche Vorkehrungen (insbesondere kleine Gruppen, Mindestabstände) sichergestellt sind. Hier gelten in erster Linie die von den Kreisen/kreisfreien Städten verfügten infektionsschutzrechtlichen Verfahrensweisen. Die praktische Ausbildung findet grundsätzlich weiter statt und wird teilweise vorgezogen. Dasselbe gilt für alle Auszubildenden in den Pflegefachberufen.

Außerschulische Bildungsmaßnahmen wie Fort- oder Weiterbildungen dürfen unter Beachtung der für Veranstaltungen zulässigen Rahmenbedingungen und unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen grundsätzlich stattfinden. Sofern Sie sich für eine Bildungsangebot bereits angemeldet haben, wird der Veranstalter Sie informieren, sofern diese aus Infektionsschutzgründen nicht stattfindet. Sprechen Sie in Zweifelsfällen den jeweiligen Veranstalter oder Träger der Bildungseinrichtung an, ob die Qualifizierung stattfinden wird. Sollten Sie an einer bereits gebuchten Veranstaltung nicht mehr teilnehmen wollen oder können, beachten Sie bitte die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Veranstalters oder Trägers.

Welche Empfehlungen gibt es für Risikopatienten (nach RKI)?

Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion, zum Beispiel durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten) und weitere Maßnahmen der Kontaktreduktion. Wichtig ist auch eine aktive Information über das Krankheitsbild, die bei der frühzeitigen Selbsterkennung von Symptomen helfen kann. Erkrankte sollten rasch Kontakt aufnehmen zur Hausarztpraxis oder telefonisch zu anderen beratenden Stellen.

Wenn in der näheren Umgebung (z.B. im privaten oder beruflichen Umfeld) Fälle von COVID-19 bekannt werden, sollte dies ebenfalls entsprechend mitgeteilt werden, um gezielte diagnostische Maßnahmen zu beschleunigen.

Informationen und Hilfestellungen des RKI für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf finden Sie unter folgendem Link: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html

Was müssen Bestatter im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 beachten?

Folgenden Schutzmaßnahmen sind laut RKI-Empfehlung bei Kontakt mit dem Leichnam seitens des Bestatters anzuwenden:

  • Barrieremaßnahmen (Einmalhandschuhe, Schürze und Schutzkittel, wenn ein Risiko besteht, dass Körperflüssigkeiten oder Sekrete freigesetzt werden, zusätzlich Mund-Nasen- und Augenschutz)
  • Strikte Händehygiene
  • Flächendesinfektion - entsprechend KRINKO-Empfehlung
  • Abwasser- und Abfallentsorgung wie bei anderen infektiösen Verstorbenen (rki.de/covid-19-hygiene)

Weitere Informationen dazu finden Sie hier:

https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Biostoffe/FAQ/FAQ-10.html

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Verstorbene.html

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie