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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Geimpft / Genesen / Getestet: 2G- und 3G-Regel

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Wo gilt die 2G-Regel in der Coronavirus-Bekämpfungsverordnung des Landes?

Zu Bereichen, in denen die 2G-Regel gilt, haben grundsätzlich nur noch vollständig geimpfte und genesene Personen mit einem entsprechenden Nachweis und ohne Symptome einer Coronavirus-Infektion (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust) Zutritt. Personen ohne einen entsprechenden Nachweis dürfen dort grundsätzlich nicht eingelassen werden, auch wenn sie negativ getestet sind. Für Minderjährige und Personen, die sich nicht impfen lassen können, gibt es Ausnahmen. Lesen Sie dazu bitte die nächste Frage.

Die 2G-Regel gilt für Kund:innen in folgenden Bereichen:

In Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe müssen auch vollständig geimpfte und genesene Besucher:innen und externe Personen einen negativen Testnachweis vorlegen (maximal 24 Stunden alter Antigen-Schnelltest oder 48 Stunden alter PCR-Test). Dies gilt auch für Schüler:innen (Schulbescheinigungen werden in Pflege- und EGH-Einrichtungen also nicht anerkannt). Bei Gefahr in Verzug, für Richter:innen zur Durchführung gerichtlicher Anhörungen oder beim Vorliegen eines Härtefalls gilt die Testanforderung nicht.

Welche Personen sind von der 2G-Regel ausgenommen und dürfen trotzdem eingelassen werden, wenn die 2G-Regel gilt?

Kinder bis zur Einschulung benötigen keinen Impf- oder Genesenennachweis und auch keinen negativen Testnachweis. Auch Minderjährige benötigen keinen Impf- oder Genesenennachweis, wenn sie entweder einen tagesaktuellen negativen Testnachweis vorlegen (bei Antigen-Schnelltests gilt 24 Stunden, bei PCR-Tests gilt abweichend 48 Stunden) oder anhand einer Bescheinigung der Schule (ein Schülerausweis reicht hier nicht aus) nachweisen, dass sie im Rahmen eines verbindlichen schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden.

Ebenso müssen Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können und dies durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen, einen negativen Testnachweis, aber keinen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Dies gilt auch für die Personen, bei denen der medizinische Grund weggefallen ist und bisher noch nicht genügend Zeit für die erforderliche Wartezeit zwischen mehreren erforderlichen Impfungen und für den Ablauf der 14-tägigen Karenzzeit nach der letzten Impfung verstrichen ist.

Die Ausnahmen gelten nicht in Diskotheken. Dort werden ausschließlich Personen mit einem Impf- oder Genesenennachweis eingelassen. Zudem gilt für Beschäftigte, die in Diskotheken tätig sind und sich testen lassen müssen, dass die zugrunde liegende Testung bei Arbeitsbeginn höchstens sechs Stunden zurückliegen darf.

Wo gilt die 3G-Regel in der Coronavirus-Bekämpfungsverordnung des Landes?

Zu folgenden Bereichen haben grundsätzlich nur vollständig geimpfte, genesene oder negativ getestete Kund:innen (max. 24 Std. alter Antigen-Schnelltest oder 48 Std. alter PCR-Test) mit einem entsprechenden Nachweis und ohne Symptome einer Coronavirus-Erkrankung (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust) Zutritt:

In Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe dürfen auch getestete Personen ohne vollständige Impfung oder Genesung eingelassen werden (auch vollständig Geimpfte und Genesene müssen einen negativen Test vorlegen). Dies gilt auch für Schüler:innen, die ebenfalls einen tagesaktuellen Testnachweis vorlegen müssen (bei PCR-Test gilt 48 Stunden; Schulbescheinigungen werden in Pflege- und EGH-Einrichtungen also nicht anerkannt). Bei Gefahr in Verzug, für Richter:innen zur Durchführung gerichtlicher Anhörungen oder beim Vorliegen eines Härtefalls gilt die Testanforderung nicht.

Für Ausnahmen im Zusammenhang mit der 3G-Regel s. Frage: Gibt es Personen, die von der Testpflicht ausgenommen sind?

Erleichterungen und Ausnahmen für geimpfte und genesene Personen

Welche Personen gelten als vollständig geimpft oder genesen?

Als vollständig geimpft oder genesen gelten Personen, bei denen von einer Immunisierung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 auszugehen ist und die keine Symptome einer Coronavirus-Infektion haben(Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust).

Dazu gehören:

  • Personen, die über einen vollständigen Impfschutz verfügen (seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung sind mindestens 14 Tage vergangen).
  • Personen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind und einmalig eine Impfstoffdosis erhalten haben.
  • Personen, bei denen mittels eines PCR-Tests eine SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen wurde, die mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt. Sie gelten als genesen.

Zur Klarstellung: Falls bei diesen Personen Symptome einer Coronavirus-Infektion auftreten (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust), gelten sie im Sinne der Bundesverordnung nicht mehr als vollständig geimpft oder genesen. Diese Personen sind dann von Erleichterungen ausgenommen. Dies gilt auch, wenn sie einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen können. Sie dürfen also mit Symptomen zum Beispiel nicht in einem Hotel aufgenommen werden.

Von welchen Einschränkungen sind vollständig geimpfte und genesene Personen ausgenommen?

Vollständig geimpfte und genesene Personen (nicht aber getestete) sind von bestimmten Grundrechtseinschränkungen ausgenommen. Für sie gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen im Zusammenhang mit privaten Zusammenkünften in geschlossenen Räumen nicht. Sie sind damit bei solchen Treffen nicht mitzuzählen. Gleichwohl sollten auch Geimpfte und Genesene nach Möglichkeit die Anzahl der nicht erforderlichen Kontakte reduzieren, da auch sie − wenn auch in einem geringeren Ausmaß − unbemerkt das Virus übertragen können.

Auch unterliegen sie grundsätzlich nicht mehr den Absonderungspflichten (Quarantäne). Sie müssen sich aber weiterhin in Absonderung begeben, sofern sie Symptome einer Coronavirus-Infektion haben (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust) oder positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Sie müssen sich auch dann in Absonderung begeben, wenn sie Kontakt zu einer Person hatten, die mit einer in Deutschland noch nicht verbreitet auftretenden Virusvariante mit vom RKI definierten besorgniserregenden Eigenschaften infiziert ist. Auch unterliegen sie der Quarantänepflicht, wenn sie aus einem ausländischen Virusvarianten-Gebiet eingereist sind.

Vollständig geimpfte und genesene Personen müssen Gebote zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie Vorgaben in Hygiene- und Schutzkonzepten weiterhin einhalten.

Wie kann der Impfstatus nachgewiesen werden?

Als vollständig geimpft gelten Personen, bei denen seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind. Ebenso gelten Personen als geimpft, die von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind und einmalig eine Impfstoffdosis erhalten haben.

SIe können den Nachweis Ihres Impfstatus durch Vorlage des Impfausweises oder einer Impfbescheinigung erbringen. Der Impfausweis oder die Impfbescheinigung ist also mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen, sofern Sie entsprechende Erleichterungen nutzen wollen. Sofern das Gesundheitsamt, z.B. im Zusammenhang mit einer behördlichen Anordnung, die Vorlage verlangt, kann dieses eine Kopie des Impfausweises oder der Impfbescheinigung erhalten.

Alternativ kann ein digitaler Impfnachweis vorgelegt werden. Der digitale Impfnachweis ist dabei lediglich ein freiwilliges und ergänzendes Angebot. Ausschlaggebend ist auch nach der bereits erfolgten Einführung des digitalen Impfausweises die Impfdokumentation im Impfpass ("gelbes Heft"), die weiterhin durch die impfenden Stellen vorgenommen und nicht durch den digitalen Impfnachweis ersetzt wird. Auch der Impfausweis oder die Impfbescheinigung werden neben dem digitalen Impfnachweis also weiterhin als Nachweise anerkannt. Der digitale Impfnachweis kann seit dem 1. Juli auch für Reisen innerhalb der Europäischen Union (EU) verwendet werden (auch hier bleibt der Impfpass gültig). Für Reisen außerhalb der EU laufen laut Bundesgesundheitsministerium derzeit noch Gespräche.

Für weitere Informationen siehe "Informationen zu den verschiedenen Impfnachweisen"

Wie kann der Genesenenstatus nachgewiesen werden?

Als genesen gilt eine Person, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht hat, die mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt. Der Nachweis Ihres Genesenenstatus wird durch ein positives PCR-Testergebnis mit Datum erbracht, das mindestens 28 Tage zurückliegt und nicht älter als 6 Monate ist. Bis zur Verfügbarkeit elektronischer Nachweissysteme, ist das Testergebnis mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen, sofern Sie entsprechende Erleichterungen nutzen wollen. Hilfsweise kann die "Isolierungsanordnung/ Absonderungsanordnung" für Infizierte des Gesundheitsamtes vorgelegt werden, sofern diese vorliegt. Achtung: Nicht gültig ist eine "Quarantäneanordnung" eines Gesundheitsamtes, da die für ansteckungsverdächtige Kontaktpersonen ausgestellt wurden. Sofern das Gesundheitsamt, z.B. im Zusammenhang mit einer behördlichen Anordnung, die Vorlage verlangt, kann dieses eine Kopie des Testergebnisses oder auch den entsprechenden Eintrag in der Corona-Warn-App erhalten.

Auch eine durchgemachte Infektion kann mithilfe der CovPass-App und auch der Corona-Warn-App nachgewiesen werden. Ein Testzertifikat bzw. Genesenenzertifikat kann hinterlegt werden.

Welche Anforderungen muss ein Corona-Test erfüllen in Bereichen, in denen die 3G-Regel gilt oder ein Testnachweis erforderlich ist?

Es kann ein Nachweis über einen Antigen-Schnelltest vorgelegt werden, der zum Beispiel in einem Testzentrum, einer Teststation, in einer Apotheke, bei einem Arzt oder durch entsprechend ausgebildetes Personal in einem Betrieb gemacht wurde. Bei einem Antigen-Schnelltest darf das Testergebnis maximal 24 Stunden alt sein (bei Anreise im Beherbergungsbetrieb gilt ein Zeitraum von maximal 48 Stunden). Bei einem PCR-Test (Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis, also PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) gilt, dass das Testergebnis maximal 48 Stunden alt sein darf. Der Testnachweis muss in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in gedruckter oder digitaler Form vorliegen. Kinder unter sieben Jahren benötigen keinen Test (gilt zum Beispiel bei Besuchen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder EGH-Einrichtungen). Kinder bis zur Einschulung benötigen in den Bereichen, in denen die 2G-Regel oder 3G-Regel gilt, ebenfalls keinen Test.

Bei Dienstleistungen wie z.B. einem Friseurbesuch oder sonstigen Leistungen, die die Vorlage eines Negativtests erfordern, kann der Test auch vor Ort unter Aufsicht des Personals gemacht werden. Allerdings dürfen keine Testnachweise ausgestellt werden, die den Zutritt zu Einrichtungen ermöglichen würden. Bei volljährigen Schüler:innen (ab 18 Jahre) wird auch ein Testnachweis anerkannt, wenn der Test unter Aufsicht in der Schule vorgenommen wurde und maximal 24 Stunden zurückliegt. Bei minderjährigen Schüler:innen reicht die Vorlage einer Bescheinigung der Schule aus, dass sie im Rahmen eines schulischen Schutzkonzepts regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden. Diese Regelung gilt auch für Kinder, die in einem anderen Bundesland zur Schule gehen und in Schleswig-Holstein zu Besuch sind. Für die Schulbescheinigung gelten dann die oben genannten Anforderungen. Auch ist es möglich, dass sich die Schüler:innen kostenlos an einer Teststation testen lassen.

Zur Klarstellung: Falls bei getesteten Personen Symptome einer Coronavirus-Infektion auftreten (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust), sind sie von Erleichterungen ausgenommen. Dies gilt auch dann, wenn ihr aktueller Corona-Test negativ ist. Sie dürfen also mit Symptomen zum Beispiel nicht in einem Hotel aufgenommen werden.

Zum Thema Testen: Weitere Informationen, auch zu den Nachweisen, finden Sie hier: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/T/Teststrategie/schwerpunkt_teststrategie.html.

Informationen zu den Testmöglichkeiten finden Sie hier.

Gibt es Personen, die von der Testpflicht ausgenommen sind?

Ja. Kinder unter sechs Jahren sind von den Testpflichten ausgenommen. Kinder bis zur Einschulung benötigen in den Bereichen, in denen die 2G-Regel oder 3G-Regel gilt, ebenfalls keinen Test. Minderjährige Schüler:innen, die anhand einer Bescheinigung der Schule (ein Schülerausweis reicht hier nicht aus) nachweisen, dass sie im Rahmen eines verbindlichen schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden, benötigen keinen zusätzlichen Testnachweis (gilt aber u.a. nicht bei Besuchen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder EGH-Einrichtungen). Zudem benötigen Personen keinen Testnachweis, denen aufgrund einer anerkannten schwerwiegenden körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung die Durchführung eines Tests nicht möglich ist und für die aus diesem Grund das jeweilige Testerfordernis eine unzumutbare Härte bedeutet. Die Testpflicht kann in diesen seltenen Ausnahmefällen entfallen. Als Nachweis ist ein Attest darüber erforderlich, dass aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung keine sichere Testung möglich oder durchführbar ist.

Informationen zu den verschiedenen Impfnachweisen

Informationen zum analogen Impfausweis (auch "gelbes Heft" genannt)

Wie erhalte ich einen Impfausweis?

Wenn Sie keinen Impfausweis besitzen, erhalten Sie im Regelfall am Tag Ihres Impftermins einen Impfpass ("gelbes Heft": Impfpass nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO). Sollten keine Impfpässe mehr vorrätig sein, erhalten Sie eine Ersatzbescheinigung. Auch die Ersatzbescheinigung wird (zusammen mit einem gültigen Lichtbildausweis) in den Apotheken zur Ausstellung des digitalen Impfausweises akzeptiert. Ein gelbes Heft kann zudem beim Arzt oder beim Gesundheitsamt ausgestellt werden.

Welche Dokumente werden als Impfausweise anerkannt?

Auch ältere Dokumente als das "gelbe Heft" (wie z.B. das weiße Faltblatt oder Impfausweise aus der DDR) sind innerhalb Deutschlands weiterhin gültig. International wird jedoch häufig nur das "gelbe Heft" anerkannt. Einträge aus einem alten Impfpass können von Ärzt:innen, Apotheker:innen oder vom Gesundheitsamt (die Gesundheitsämter sind hierzu gesetzlich verpflichtet) in ein neues "gelbes Heft" übertragen werden.

Für ausländische Impfnachweise in Deutschland gilt: Akzeptiert wird ausschließlich das Europäische Impfzertifikat. Es ist jedoch unerheblich, in welchem EU-Land dieses ausgestellt wurde. 

An wen kann ich mich wenden, wenn ich meinen Impfausweis verloren habe und einen neuen Ausweis benötige? Ist eine nachträgliche Eintragung der Impfung im Impfausweis möglich?

Sollten Sie Ihren Impfausweis verloren haben und erfolgte die Impfung in einem Impfzentrum oder durch ein mobiles Team, wenden Sie sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt des Kreises, in dem Sie wohnen. Dort kann eine Nachtragung in einen neuen Impfpass vorgenommen werden. Hierfür müssen Sie sich vor Ort ausweisen. Da die Durchführung der Impfung verifiziert werden muss, wird es in der Regel einige Tage dauern, bis Sie Ihren Impfpass erhalten.

Haben Sie die Impfung bei Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt, bei Ihrer Fachärztin bzw. bei Ihrem Facharzt oder bei Ihrer Betriebsärztin bzw. bei ihrem Betriebsarzt erhalten, wenden Sie sich bitte bei Verlust des Impfausweises direkt an die zuständige Ärztin bzw. den zuständigen Arzt.

Auch eine nachträgliche Eintragung der Impfung in einen vorliegenden analogen Impfausweis ist in den zuständigen Stellen möglich.

Informationen zum digitalen Impfnachweis

Wo werden digitale Impfausweise ausgestellt?

Sie haben die Möglichkeit, sich zusätzlich zu Ihrem Impfpass einen digitalen Impfnachweis in Form eines Impfzertifikats mit einem QR-Code in einer der teilnehmenden Apotheken oder einer Arztpraxis ausstellen zu lassen. Welche Apotheken einen digitalen Impfnachweis ausstellen, können Sie unter www.mein-apothekenmanager.de in Erfahrung bringen.

Für Personen, die von einer Coronavirus-Erkrankung genesen sind, ist dies ebenfalls möglich. Der Nachweis der erfolgten Impfung ist zusammen mit dem Genesenen-Zertifikat und einem gültigen Lichtbildausweis in der Apotheke zur Erstellung des digitalen Impfnachweises vorzulegen.

Wie funktioniert der digitale Impfnachweis?

Das Impfzertifikat für den digitalen Impfnachweis ist mit einem QR-Code versehen. Dieser kann mit der Corona-Warn-App oder der CovPass-App eingescannt werden. Anschließend kann der Impfschutz beispielsweise mithilfe der Cov-Pass-App ebenfalls per QR-Code nachgewiesen werden. Der digitale Impfnachweis ist lediglich ein freiwilliges und ergänzendes Angebot. Auch der Impfausweis ("gelbes Heft") oder die Impfbescheinigung werden also weiterhin als Nachweise anerkannt.

In der CovPass-App werden alle wichtigen Informationen zum Corona-Impfschutz gespeichert: Name, Vorname, Geburtsdatum, Krankheit (gegen die geimpft wird), Impfstoff, Produkt, Hersteller, Dosennummer, Gesamtdosen, Impfdatum, Land und Aussteller des technischen Zertifikates sowie die einzigartige Identifikationsnummer für das Zertifikat (kurz UVCI). Der digitale Impfnachweis ist nur lokal auf ihrem Smartphone gespeichert. Bitte bewahren Sie daher Ihr Impfzertifikat mit dem QR-Code unbedingt für die Möglichkeit auf, dass Sie Ihr Smartphone wechseln. 

Das Impfzertifikat mit QR-Code muss nicht zwingend in eine App eingescannt werden, sondern kann auch in Papierform (z.B. als Kopie) als Impfnachweis und für Reisen innerhalb der EU genutzt werden.

Zur Nutzung des digitalen Impfnachweises auf Reisen: Sie können in der CovPass-App unverbindlich prüfen, ob der digitale Impfnachweis in Ihrem Reisezielland anerkannt wird. Sollten Sie für die Einreise einen neuen analogen Impfausweis („gelbes Heft“) oder einen Eintrag über die Impfung im Impfausweis benötigen, siehe Frage weiter oben.

Auch negative Tests oder eine durchgemachte Infektion können in der CovPass-App und auch in der Corona-Warn-App als Testzertifikat bzw. Genesenenzertifikat hinterlegt werden.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Der digitale Impfnachweis

Bundesministerium für Gesundheit: Fragen und Antworten zum digitalen Impfnachweis

Weitere Informationen zur CovPass-App

Was ist bei der Überprüfung von Impfnachweisen zu beachten?

Dienstleister:innnen müssen die CovPassCheck-App des Robert-Koch-Instituts benutzen, wenn sie einen mit einem QR-Code versehenen Impfnachweis der Kund:innen überprüfen. Mithilfe der App kann der auf dem Smartphone gespeicherte QR-Code der Kund:innen gescannt werden. Im Übrigen kann auch das Zertifikat oder eine Kopie des Zertifikates als Impfnachweis genutzt werden und mithilfe der CovPassCheck-App gescannt werden. Bei der Überprüfung des QR-Codes mit der CovPassCheck-App werden nur die nötigsten Informationen angezeigt: Impfstatus, Name, Vorname und Geburtsdatum.

Bei der Überprüfung digitaler Impfnachweise muss von Kund:innen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, also zusätzlich ein amtlicher Lichtbildausweis vorgelegt werden. Ein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis von Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, gilt also nur dann, wenn neben dem Nachweis auch die Identität der nachweisenden Person mittels eines gültigen amtlichen Lichtbildausweises überprüft worden oder sie persönlich bekannt ist. Es genügt eine bloße Sichtkontrolle, es sind keine Kopien der Nachweise oder der Lichtbildausweise anzufertigen.

Ich kann meinen Nachweis nicht herunterladen. Die Website meldet ein fehlerhaftes Kennwort.

Sollten Ihre Angaben bei der Terminbuchung nicht korrekt gewesen sein, wenden Sie sich bitte an eine teilnehmende Apotheke, diese kann anhand Ihres Impfpasses oder des ausgestellten Ersatznachweises Ihren digitalen Impfnachweis ausstellen. Welche Apotheken digitale Impfnachweise ausstellen, können Sie unter www.mein-apothekenmanager.de in Erfahrung bringen.

Welche Daten werden ans RKI zur Erstellung des digitalen Impfnachweises übermittelt?

Es erfolgt eine Übermittlung Ihres Namens, Ihres Geburtsdatums, den Tagen der Durchführung der Impfungen, ob es sich um eine Erst- oder Zweitimpfung handelt und des verwendeten Impfstoffes an das RKI. Im Anschluss werden diese Daten wieder gelöscht.

Die Datenschutzhinweise des RKI können Sie unter folgendem Link abrufen: Impfpass-Datenschutzhinweise

Wie werden die verschiedenen Impfstoffe in den Nachweisen bezeichnet?

Im Impfausweis erkennen Sie eine erfolgte Impfung daran, dass in der Spalte "Impfung gegen" SARS-CoV-2 oder COVID-19 eingetragen ist und rechts daneben ein Aufkleber für die Art der Impfung aufgeklebt ist. Teilweise ist nur der Aufkleber vorhanden. Die Bezeichnungen sind je nach Impfstoffen unterschiedlich:

  • BioNTech/Pfizer: Comirnaty,
  • Moderna COVID-19 Vaccine Moderna,
  • AstraZeneca: Vaxzervria (ältere Einträge manchmal auch Cov19VacAstraZ)
  • Johnson und Johnson: COVID-19 Vaccine Janssen oder nur Janssen.

Für einen vollständigen Impfschutz sind für die ersten drei genannten Impfstoffe grundsätzlich zwei Impfungen, also zwei Eintragungen, notwendig. Beim Impfstoff von Johnson und Johnson sowie bei der Impfung Genesener ist eine einmalige Impfung ausreichend.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(montags bis freitags von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie