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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Geimpft / Genesen / Getestet

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Welche Erleichterungen und Ausnahmen gelten für entsprechend geimpfte, genesene und getestete Personen?

Am 9. Mai 2021 ist die "Verordnung zur Regelung von Erleichterungen und Ausnahmen von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19" in Kraft getreten. Diese sieht Erleichterungen und Ausnahmen von Geboten und Verboten auch für geimpfte und genesene Personen vor. Vormals haben bereits Ausnahmen für getestete Personen gegolten. Die Verordnung finden Sie hier.

Für Menschen mit vollständigem Impfschutz und genesene Personen mit entsprechenden Voraussetzungen und ohne Symptome einer Coronavirus-Infektion (insbesondere Atemnot, Husten, Fieber, Schnupfen, Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns) gelten seit dem 9. Mai grundsätzlich die Erleichterungen und Ausnahmen, die für negativ getestete Personen gelten. Sie werden also mit negativ getesteten Personen gleichgestellt und benötigen keinen negativen Test, um von bestimmten Erleichterungen und Ausnahmen zu profitieren. Sie benötigen zum Beispiel kein negatives Testergebnis, sondern einen Nachweis als Zugangsvoraussetzung zu einer Veranstaltung, für einen Friseurbesuch oder Besuch der Innengastrononomie oder für eine Übernachtung in einem Hotel.

Weitere Infos dazu unter "Welche Regelungen gelten für Veranstaltungen?"

Auch unterliegen sie grundsätzlich nicht mehr den Absonderungspflichten (Quarantäne). Sie müssen sich nur dann in Quarantäne begeben, wenn sie Kontakt zu einer Person hatten, die mit einer in Deutschland noch nicht verbreitet auftretenden Virusvariante mit vom RKI definierten besorgniserregenden Eigenschaften infiziert ist. Auch unterliegen sie der Quarantänepflicht, wenn sie aus einem ausländischen Virusvarianten-Gebiet eingereist sind (Infos dazu hier). Allerdings müssen sie Gebote zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und Abstandsgebote sowie Vorgaben in Hygiene- und Schutzkonzepte weiterhin einhalten.

Welche Personen gelten als vollständig geimpft oder genesen?

Als vollständig geimpft oder genesen gelten Personen, bei denen von einer Immunisierung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 auszugehen ist und die keine Symptome einer Coronavirus-Infektion haben (insbesondere Atemnot, Husten, Fieber Schnupfen, Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns).

Dazu gehören:

  • Personen, die über einen vollständigen Impfschutz verfügen (seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung sind mindestens 14 Tage vergangen).
  • Personen, bei denen mittels eines PCR-Tests eine SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen wurde, die mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt.
  • Personen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind und einmalig eine Impfstoffdosis erhalten haben (seit der Impfung sind mindestens 14 Tage vergangen).

Zur Klarstellung: Falls bei diesen Personen Symptome einer Coronavirus-Infektion auftreten (insbesondere Atemnot, Husten, Fieber Schnupfen, Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns), gelten sie im Sinne der Bundesverordnung nicht mehr als vollständig geimpft oder genesen. Diese Personen sind dann von Erleichterungen ausgenommen. Dies gilt auch, wenn sie einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen können. Sie dürfen also mit Symptomen zum Beispiel nicht in einem Hotel aufgenommen werden.

Wie kann der Impfstatus nachgewiesen werden?

Als vollständig geimpft gelten Personen, bei denen seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind. Ebenso gelten Personen als geimpft, die von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind und einmalig eine Impfstoffdosis erhalten haben (seit der Impfung sind mindestens 14 Tage vergangen).

SIe können den Nachweis Ihres Impfstatus durch Vorlage des Impfausweises oder einer Impfbescheinigung erbringen. Der Impfausweis oder die Impfbescheinigung ist also mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen, sofern Sie entsprechende Erleichterungen nutzen wollen. Sofern das Gesundheitsamt, z.B. im Zusammenhang mit einer behördlichen Anordnung, die Vorlage verlangt, kann dieses eine Kopie des Impfausweises oder der Impfbescheinigung erhalten.

Alternativ kann ein digitaler Impfnachweis vorgelegt werden. Der digitale Impfnachweis ist dabei lediglich ein freiwilliges und ergänzendes Angebot. Ausschlaggebend bleibt auch nach Einführung des digitalen Impfausweises die Impfdokumentation im Impfpass ("gelbes Heft"), die weiterhin durch die impfenden Stellen vorgenommen und nicht durch den digitalen Impfnachweis ersetzt wird. Auch der Impfausweis oder die Impfbescheinigung werden nach Einführung des digitalen Impfnachweises also weiterhin als Nachweise anerkannt. Der digitale Impfnachweis kann ab dem 1. Juli auch für Reisen innerhalb der EU verwendet werden (auch hier bleibt der Impfpass ebenfalls gültig). Für Reisen außerhalb der EU gibt es bisher noch keine Regelung.

Informationen zum analogen Impfausweis (auch „gelbes Heft“ genannt)

Wie erhalte ich einen Impfausweis?

Wenn Sie keinen Impfausweis besitzen, erhalten Sie im Regelfall am Tag Ihres Impftermins im Impfzentrum einen Impfpass ("gelbes Heft": Impfpass nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO). Sollten keine Impfpässe mehr vorrätig sein, erhalten Sie eine Ersatzbescheinigung. Auch die Ersatzbescheinigung wird (zusammen mit einem gültigen Lichtbildausweis) in den Apotheken zur Ausstellung des digitalen Impfausweises akzeptiert. Ein gelbes Heft kann zudem beim Arzt oder beim Gesundheitsamt ausgestellt werden.

Welche Dokumente werden als Impfausweise anerkannt?

Auch ältere Dokumente als das "gelbe Heft" (wie z.B. das weiße Faltblatt oder Impfausweise aus der DDR) sind innerhalb Deutschlands weiterhin gültig. International wird jedoch häufig nur das "gelbe Heft" anerkannt. Einträge aus einem alten Impfpass können von Ärzt:innen, Apotheker:innen oder vom Gesundheitsamt in ein neues "gelbes Heft" übertragen werden. Gesetzlich sind sie dazu allerdings nicht verpflichtet. Es wird empfohlen, sich in einem solchen Fall einen digitalen Impfnachweis bei einer Apotheke ausstellen zu lassen.

Aktuell haben die Impfzentren keine Kapazitäten, Nachtragungen und Korrekturen in Impfpässen vorzunehmen. Bitte sehen Sie davon ab, hierfür die Impfzentren aufzusuchen. Einzig Personen, die jeglichen Nachweis über ihre Impfung verloren haben, sollten sich an die Impfzentren wenden, sofern sie dort geimpft wurden. Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens dürfen die Impfzentren es jedoch ablehnen, neue Impfpässe auszustellen.

Für ausländische Impfnachweise in Deutschland gilt: Akzeptiert wird ausschließlich das Europäische Impfzertifikat. Es ist jedoch unerheblich, in welchem EU-Land dieses ausgestellt wurde. 

Informationen zum digitalen Impfnachweis

Wo werden digitale Impfausweise ausgestellt?

Auf Wunsch erhalten alle Personen, die in den Impfzentren oder beim Arzt geimpft werden, neben dem Eintrag in ihren Impfpass auch ein Impfzertifikat mit einem QR-Code für die Erstellung ihres digitalen Impfnachweises.

Wenn Sie bereits geimpft worden sind, können Sie sich mit ihrem Impfausweis oder der entsprechenden Impfbescheinigung und der Vorlage Ihres Lichtbildausweises derzeit in bestimmten Apotheken nachträglich einen digitalen Nachweis ausstellen lassen. Welche Apotheken einen digitalen Impfnachweis ausstellen, können Sie unter www.mein-apothekenmanager.de nachlesen.

Für Personen, die von einer Coronavirus-Erkrankung genesen sind, ist dies ebenfalls möglich. Der Nachweis der erfolgten Impfung ist zusammen mit dem Genesenen-Zertifikat und einem gültigen Lichtbildausweis in der Apotheke zur Erstellung des digitalen Impfnachweises vorzulegen.

Eine Ausstellung von digitalen Impfnachweisen direkt nach der Impfung ist inzwischen auch in den schleswig-holsteinischen Impfzentren möglich. Dies gilt aber nur für die aktuell in den Impfzentren durchgeführten Impfungen. Personen, die bereits in den Impfzentren geimpft worden sind, erhalten aktuell über die Apotheken einen Nachweis. In Arbeit ist derzeit eine zusätzliche technische Möglichkeit, mit der das nachträgliche Ausstellen für in den Impfzentren geimpfte Personen vereinfacht werden soll.

In den Arztpraxen ist die Ausstellung des digitalen Impfnachweises derzeit noch nicht möglich.

Wie funktioniert der digitale Impfnachweis?

Das Impfzertifikat für den digitalen Impfnachweis ist mit einem QR-Code versehen. Dieser kann mit der Corona-Warn-App oder der CovPass-App eingescannt werden. Anschließend kann der Impfschutz beispielsweise mithilfe der Cov-Pass-App ebenfalls per QR-Code nachgewiesen werden. Der digitale Impfnachweis ist lediglich ein freiwilliges und ergänzendes Angebot. Auch der Impfausweis („gelbes Heft“) oder die Impfbescheinigung werden also weiterhin als Nachweise anerkannt.

In der CovPass-App werden alle wichtigen Informationen zum Corona-Impfschutz gespeichert: Name, Vorname, Geburtsdatum, Krankheit (gegen die geimpft wird), Impfstoff, Produkt, Hersteller, Dosennummer, Gesamtdosen, Impfdatum, Land und Aussteller des technischen Zertifikates sowie die einzigartige Identifikationsnummer für das Zertifikat (kurz UVCI). Der digitale Impfnachweis ist nur lokal auf ihrem Smartphone gespeichert. Bitte bewahren Sie daher Ihr Impfzertifikat mit dem QR-Code unbedingt für die Möglichkeit auf, dass Sie Ihr Smartphone wechseln. 

Weitere Informationen zur CovPass-App

Für Dienstleister:innnen, die den Impfstatus überprüfen möchten, gibt es die CovPassCheck-App. Mithilfe der App kann der auf dem Smartphone gespeicherte QR-Code der Kund:innen gescannt werden. Im Übrigen kann auch das Zertifikat oder eine Kopie des Zertifikates als Impfnachweis genutzt werden und mithilfe der CovPassCheck-App gescannt werden. Bei der Überprüfung des QR-Codes mit der CovPassCheck-App werden nur die nötigsten Informationen angezeigt: Impfstatus, Name, Vorname und Geburtsdatum. Bei der Überprüfung digitaler Impfnachweise ist also zusätzlich ein Ausweisdokument vorzulegen, das Kund:innen mit sich führen sollten.

Auch negative Tests oder eine durchgemachte Infektion werden sich zukünftig in der CovPass-App und auch in der Corona-Warn-App in der nächsten Entwicklungsstufe (bis Ende Juni) als Testzertifikat bzw. Genesenenzertifikat hinterlegen lassen.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Der digitale Impfnachweis

Bundesministerium für Gesundheit: Fragen und Antworten zum digitalen Impfnachweis

Wie werden die verschiedenen Impfstoffe in den Nachweisen bezeichnet?

Im Impfausweis erkennen Sie eine erfolgte Impfung daran, dass in der Spalte "Impfung gegen" SARS-CoV-2 oder COVID-19 eingetragen ist und rechts daneben ein Aufkleber für die Art der Impfung aufgeklebt ist. Teilweise ist nur der Aufkleber vorhanden. Die Bezeichnungen sind je nach Impfstoffen unterschiedlich:

  • BioNTech/Pfizer: Comirnaty,
  • Moderna COVID-19 Vaccine Moderna,
  • AstraZeneca: Vaxzervria (ältere Einträge manchmal auch Cov19VacAstraZ)
  • Johnson und Johnson: COVID-19 Vaccine Janssen oder nur Janssen

Für einen vollständigen Impfschutz sind für die ersten drei genannten Impfstoffe grundsätzlich zwei Impfungen, also zwei Eintragungen, notwendig. Beim Impfstoff von Johnson und Johnson sowie bei der Impfung Genesener ist eine einmalige Impfung ausreichend.

Wie kann der Genesenenstatus nachgewiesen werden?

Als genesen gilt eine Person, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht hat, die mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt. Der Nachweis Ihres Genesenenstatus wird durch ein positives PCR-Testergebnis mit Datum erbracht, das mindestens 28 Tage zurückliegt und nicht älter als 6 Monate ist. Bis zur Verfügbarkeit elektronischer Nachweissysteme, ist das Testergebnis mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen, sofern Sie entsprechende Erleichterungen nutzen wollen. Hilfsweise kann die "Isolierungsanordnung/ Absonderungsanordnung" für Infizierte des Gesundheitsamtes vorgelegt werden, sofern diese vorliegt. Achtung: Nicht gültig ist eine "Quarantäneanordnung" eines Gesundheitsamtes, da die für ansteckungsverdächtige Kontaktpersonen ausgestellt wurden. Sofern das Gesundheitsamt, z.B. im Zusammenhang mit einer behördlichen Anordnung, die Vorlage verlangt, kann dieses eine Kopie des Testergebnisses oder auch den entsprechenden Eintrag in der Corona-Warn-App erhalten.

Auch eine durchgemachte Infektion kann zukünftig mithilfe der CovPass App und auch der Corona-Warn-App in der nächsten Entwicklungsstufe (bis Ende Juni) nachgewiesen werden. Es wird die Möglichkeit geschaffen, ein Testzertifikat bzw. Genesenenzertifikat zu hinterlegen.

Welche Anforderungen muss ein Corona-Test erfüllen, damit getestete Personen von Erleichterungen profitieren können?

Es kann ein Nachweis über einen Antigen-Schnelltest vorgelegt werden, der zum Beispiel in einer Teststation, in einer Apotheke, bei einem Arzt oder durch entsprechend ausgebildetes Personal in einem Betrieb gemacht wurde. Sowohl bei einem Antigen-Schnelltest als auch bei einem PCR-Test darf das Testergebnis maximal 24 Stunden alt sein (bei Anreise im Beherbergungsbetrieb gilt maximal 48 Stunden). Der Testnachweis muss in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in gedruckter oder digitaler Form vorliegen. Kinder unter sechs Jahren benötigen keinen Test. Bei zugelassenen Veranstaltungen, vor dem Besuch der Innengastronomie, bei Dienstleistungen wie z.B. einem Friseurbesuch, bei dem der Kunde keine Maske tragen kann oder sonstigen Leistungen, die die Vorlage eines Negativtests erfordern, kann der Test auch vor Ort unter Aufsicht des Personals gemacht werden.

Zur Klarstellung: Falls bei getesteten Personen Symptome einer Coronavirus-Infektion auftreten (insbesondere Atemnot, Husten, Fieber Schnupfen, Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns), sind sie von Erleichterungen ausgenommen. Dies gilt auch dann, wenn ihr aktueller Corona-Test negativ ist. Sie dürfen also mit Symptomen zum Beispiel nicht in einem Hotel aufgenommen werden.

Zum Thema Testen: Weitere Informationen, auch zu den Nachweisen, finden Sie hier: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/T/Teststrategie/schwerpunkt_teststrategie.html. Die Testkapazitäten werden seit Beginn der Kampagne durch die Beteiligten in Eigenregie kontinuierlich ausgeweitet. Es ist davon auszugehen, dass dieser Weg fortgesetzt wird und die Kapazitäten sich weiter an die Bedarfe anpassen werden.

Gibt es Personen, die von der Testpflicht ausgenommen sind?

Personen, denen aufgrund einer anerkannten schwerwiegenden körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung die Durchführung eines Tests nicht möglich ist und für die aus diesem Grund das jeweilige Testerfordernis eine unzumutbare Härte bedeutet, müssen nicht getestet werden. Die Testpflicht kann in diesen seltenen Ausnahmefällen entfallen. Als Nachweis ist ein Attest darüber erforderlich, dass aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung keine sichere Testung möglich oder durchführbar ist.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

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