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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Covid-19 und Coronatests

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Wie kann ich Symptome richtig erkennen?

Informationen zur Frage, wie Sie Symptome richtig erkennen, finden Sie hier: https://www.zusammengegencorona.de/

Kann ich mich auch anstecken, wenn ich vollständig gegen das Coronavirus geimpft bin?

Ja, auch vollständig Geimpfte können das Virus aufnehmen und vorübergehend Virusträger sein. Die Impfung reduziert das Risiko einer Infektion und auch einer Infektionsübertragung, schließt diese aber nicht vollständig aus. Die Impfung bietet allerdings einen guten Schutz vor Erkrankung. Vollständig Geimpfte entwickeln also in der Regel keine schweren Krankheitssymptome, können das Virus aber aufnehmen und nach Infektion für eine bestimmte Zeit weitergeben.

Wie verhalte ich mich nach einem Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall?

Nach Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall besteht grundsätzlich ein Ansteckungsverdacht (Ausnahme: vollständig Geimpfte und Genesene). Enge Kontaktpersonen Infizierter müssen sich daher ohne Anordnung des Gesundheitsamtes umgehend in häusliche Absonderung (Quarantäne) begeben (Ausnahme vollständig geimpfte und genesene Personen sowie Kontakte in Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder und Jugendliche – KiTa und Schule, s.u.). Auch bei Nachweis einer Infektion ist eine umgehende häusliche Absonderung (Isolierung) erforderlich. Das gilt für positive Testergebnisse sowohl im Falle von PCR-Nachweisen als auch bei Antigen-Tests. Da bei Antigen-Tests falsch positive Ergebnisse vorkommen, ist das Ergebnis durch eine PCR-Testung zu bestätigen. Es besteht keine Möglichkeit, die Absonderung zum Beispiel durch einen negativen Test vorzeitig zu beenden.

Betroffene sollten nicht direkt einen Arzt oder ein Testzentrum aufsuchen, sondern nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung, entweder beim eigenen Hausarzt oder der Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter 116 117.

Vollständig geimpfte (mindestens 14 Tage Abstand zur letzten erforderlichen Impfung) und genesene Personen sind grundsätzlich von der Quarantänepflicht befreit. Sie müssen sich aber weiterhin in Absonderung begeben, sofern sie Symptome einer Coronavirus-Infektion haben (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust) oder positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Für weitere Informationen siehe "Genesen/Getestet/Geimpft".

Sollten Sie durch die Corona-Warn-App darüber informiert werden, dass ein Kontakt zu einer positiv getesteten Person stattgefunden hat, wird Sie die App über weitere Schritte informieren. Sie sollten sich in jedem Fall nach Hause begeben oder anderweitig absondern und weitere Schritte telefonisch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt absprechen.

Was ist bei einer Absonderung (Isolation oder Quarantäne) zu beachten?

Die Kreise haben Allgemeinverfügungen über die Anordnung zur Absonderung erlassen auf Basis eines Erlasses des Gesundheitsministeriums des Landes Schleswig-Holstein.

Erlass von Allgemeinverfügungen über die Anordnung zur Absonderung (Isolation oder Quarantäne) wegen einer Infektion durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) oder der Einstufung als enge Kontaktperson in einer geeigneten Häuslichkeit

Basierend auf dem Erlass sind folgende Regeln zu beachten:

  • Kein enger körperlicher Kontakt zu Familienangehörigen / anderen Personen.
  • Ein Abstand von mehr als 1,50 bis 2 Metern zu allen Personen ist einzuhalten.
  • Tragen eines eng anliegenden Mund-Nasen-Schutzes, wenn es unvermeidlich ist, dass Sie den Raum mit Dritten teilen müssen. Der Mund-Nasen-Schutz ist bei Durchfeuchtung, spätestens nach zwei Stunden zu wechseln.
  • Die vorgenannten Unterpunkte gelten nicht bei Personen, die persönliche Zuwendung oder Pflege brauchen oder diese durchführen und sich im gleichen Haushalt befinden (engster Familienkreis). Die Kontakte sind auf das notwendige Maß zu reduzieren.
  • Führen eines Tagebuchs bezüglich ihrer Symptome, Körpertemperatur, allgemeinen Aktivitäten und Kontakten zu weiteren Personen. Die Körpertemperatur ist zweimal täglich zu messen.
  • Bei Auftreten von Symptomen wie Fieber oder erhöhter Temperatur, Husten, Reizung des Rachens oder Schnupfen ist unverzüglich das Gesundheitsamt zu informieren.
  • Nach Möglichkeit sollte im Haushalt eine zeitliche und räumliche Trennung zu nichtpositiven Haushaltsmitgliedern eingehalten werden. Eine "zeitliche Trennung" kann z.B. dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. Eine räumliche Trennung kann z.B. dadurch erfolgen, dass Sie sich in unterschiedlichen Räumen aufhalten. 
  • Achten Sie jederzeit auf die Husten- und Nies-Etikette und nutzen Sie Einmaltaschentücher.
  • Der Kontakt zu Mitbewohnern und Angehörigen sollte auf das Notwendigste beschränkt werden, wobei die oben genannten Verhaltensmaßnahmen eingehalten werden sollten.
  • Hygieneartikel sollten nicht mit anderen Haushaltsmitgliedern geteilt werden.
  • Geschirr und Wäsche sollten ebenfalls nicht mit Haushaltsmitgliedern oder Dritten geteilt werden, nicht ohne diese zuvor zu waschen. Wäsche, die mit dem Intimbereich in Kontakt kommt, sollte bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden.
  • Oberflächen, mit denen Personen häufig in Berührung kommen, sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger oder Flächendesinfektionsmittel gereinigt werden.
  • Auf regelmäßiges Hände waschen, insbesondere vor und nach der Zubereitung von Speisen, dem Essen und dem Toilettengang.
  • Sie sollten für regelmäßige Lüftung der Wohn- und Schlafräume sowie der Küche und dem Badezimmer sorgen. 
  • Erledigen Sie Ihre Einkäufe online oder lassen diese durch Dritte erledigen.
  • Ein direkter Weg bedeutet im Zweifelsfall die Nutzung eigenen Fahrzeugs, nicht aber die Nutzung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs.

Wer entscheidet bei Krankheitssymptomen, wer getestet wird?

Ob eine Testung veranlasst wird, ist eine ärztliche Entscheidung. Fachlicher Maßstab sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Getestet werden Personen, die Symptome einer Atemwegserkrankung haben. Vorrangig erfolgt die Testung, wenn diese Personen Tätigkeiten in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus ausüben oder einer Risikogruppe angehören, oder wenn es sich um eine Kontaktperson zu einem COVID-19-Fall handelt. Tests können außerdem im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung zum Feststellen möglicher Übertragungen erfolgen. Bei Feststellen einer Infektion in einer Einrichtung kann im Rahmen des Ausbruchsmanagements eine umfangreiche Testung der Kontaktpersonen zur Infektionsquellensuche und/oder zum Feststellen von möglichen Übertragungen angezeigt sein. Es ist nicht möglich, sich "frei" zu testen. Bei angeordneten Absonderungen als Kontaktperson in Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder und Jugendliche kann die Absonderung frühestens nach fünf Tagen mit Vorlage eines negativen Testergebnisses beendet werden. Ein negativer Test sagt noch nicht aus, dass keine Infektion vorliegt – sie kann noch während der ca. 14-tägigen Inkubationszeit auftreten und der Test später positiv werden.

Ausführliche Informationen zum Testverfahren erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums: https://www.zusammengegencorona.de/

Informationen zu Testzentren, Teststationen und Tests

Wer kann sich ab 11. Oktober in einer Teststation weiterhin kostenlos testen lassen?

Das vom Bund finanzierte Testangebot, wonach sich jede:r mindestens einmal pro Woche kostenlos testen lassen kann, gibt es ab 11. Oktober nicht mehr.

Weiterhin haben aber folgende asymptomatische Personengruppen Anspruch auf eine kostenlose Testung mit Antigentests:

  1. Personen, die zum Zeitpunkt der Testung noch keine zwölf Jahre alt sind oder erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind,
  2. bis zum 31. Dezember 2021: Personen, die zum Zeitpunkt der Testung minderjährig (also unter 18 Jahre alt) sind. Auch zum Zeitpunkt der Testung Schwangere haben bis 31. Dezember Anspruch auf einen kostenlosen Test. Das Gleiche gilt für Studierende aus dem Ausland, die sich für ein Studium in Deutschland aufhalten und mit in Deutschland nicht anerkannten Impfstoffen geimpft wurden (also andere als den vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet unter der Adresse http://www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen),
  3. Für vormals Schwangere bzw. Stillende erfolgte eine generelle Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission (STIKO) erst am 17. September 2021. Bis zu dieser Empfehlung bestand eine medizinische Kontraindikation im Sinne des neuen § 4a Nummer 2 der CoronaTestV. Die in dieser Vorschrift verankerte Übergangsfrist von 3 Monaten beginnt damit erst am 18. September 2021 zu laufen. Folglich haben vormals Schwangere bzw. Stillende bis einschließlich zum 17. Dezember 2021 einen Anspruch auf kostenlose Testung nach § 4a Nummer 2 TestV. Die Anspruchsberechtigung kann in diesem Fall durch den Mutterpass belegt werden, aus dem die vorangegangene Schwangerschaft hervorgeht.
  4. Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus geimpft werden können. Das gilt insbesondere bei einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel. Dies gilt auch dann, wenn wegen einer medizinischen Kontraindikation in den letzten drei Monaten vor der Testung keine Impfung gegen das Coronavirus möglich war,
  5. Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben,
  6. Personen, die sich zum Zeitpunkt der Testung aufgrund einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion in Absonderung begeben mussten und die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist.

Die verwendeten Tests sind PoC-Antigentests. Diese Tests kommen in Teststationen und Testzentren zum Einsatz. Eine digitale Landkarte informiert über die Standorte:

https://schleswig-holstein.de/coronavirus-teststationen

Der digitalen Landkarte können Sie auch die Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Informationen zur Barrierefreiheit und zum jeweiligen Anmeldeverfahren entnehmen.

Für alle Personen, die keinen Anspruch mehr auf eine kostenlose Testung haben, werden die Tests ab 11. Oktober kostenpflichtig. Die Preise bestimmen die Anbieter selbst.

Welche Nachweise müssen Personen erbringen, die ab 11. Oktober weiterhin eine kostenlose Testung in Anspruch nehmen möchten?

Es ist ein amtlicher Lichtbildausweis vorzulegen. Außerdem müssen Sie belegen können, dass Sie nach der geltenden Testverordnung des Bundes anspruchsberechtigt sind. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie der vorherigen Frage.

Ein gegebenenfalls erforderlicher Altersnachweis ergibt sich aus dem Identitätsnachweis des Kindes.

Wenn Sie aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden können, müssen Sie bei Inanspruchnahme der Testung ein entsprechendes Zeugnis vorlegen. Aus dem Zeugnis muss die Überzeugung der ausstellenden ärztlichen Person oder der ausstellenden Stelle hervorgehen, dass eine medizinische Kontraindikation gegen eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus besteht. Außerdem müssen der Name, die Anschrift und das Geburtsdatum der zu testenden Person sowie die Identität der Person oder Stelle, die das ärztliche Zeugnis ausgestellt hat, enthalten sein. Die Angabe einer Diagnose ist nicht erforderlich. Der Mutterpass kann als ärztliches Zeugnis zum Nachweis einer Schwangerschaft verwendet werden.

Wenn Sie Student:in sind und mit einem in Deutschland nicht anerkannten Impfstoff geimpft wurden, können Sie Ihre Anspruchsberechtigung durch die Vorlage Ihrer Studienbescheinigung und Ihres Impfausweises nachweisen.

Wenn Sie an Impfwirksamkeitsstudien teilnehmen, können Sie sich von den Verantwortlichen der Studien einen entsprechenden Teilnahmenachweis ausstellen lassen.

Wie dokumentieren beauftragte Leistungserbringer und Anbieter von Tests ab 11. Oktober die kostenlosen Bürgertests?

Zusätzlich zu den bisherigen Dokumentationsanforderungen bestätigen die getesteten Personen per Unterschrift, dass eine der Voraussetzungen zum kostenlosen Test vorgelegen hat. Die beauftragten Leistungserbringer bestätigen zudem, dass die entsprechenden Nachweise im Original vorgelegen haben und gesehen und geprüft wurden. Kopien der Nachweise müssen nicht erstellt werden.

Wie kann ich eine Teststation anmelden?

Falls Sie Leistungserbringer gemäß der Coronavirus-Testverordnung sind und Schnelltests im Rahmen der Teststrategie des Landes Schleswig-Holstein anbieten möchten, können Sie Ihr Angebot über das Meldeformular anmelden.

Hinweis: Über das Meldeformular ist keine Terminbuchung möglich.

Hier geht es zum Meldeformular

Wo befinden sich die Testzentren?

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) betreibt in Kooperation mit verschiedenen medizinischen Laboren und mit dem Deutschen Roten Kreuz Testzentren. Die aktuellen Standorte und Öffnungszeiten finden Sie auf der Homepage der KVSH.

Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein zum Coronavirus

Wer kann in den Testzentren getestet werden?

Wenn das Gesundheitsamt, eine behandelnde Ärztin oder ein behandelnder Arzt einen Test anordnet, so können diese Sie an eines der Testzentren verweisen. Sie erhalten dann per SMS eine Einladung in eines dieser Testzentren. Sofern ein Test angeordnet wurde, ist dieser für Sie kostenlos. Bürger:innentests für asymptomatische Personen, die nach der Testverordnung des Bundes ab 11. Oktober weiterhin Anspruch auf einen kostenlosen Test haben (siehe: "Wer kann sich ab 11. Oktober in einer Teststation weiterhin kostenlos testen lassen?"), werden ebenfalls in den Testzentren angeboten und sind kostenlos.

Welche Anforderungen muss mein Test erfüllen, wenn ich als getestete Person von Erleichterungen profitieren möchte?

Siehe dazu "Genesen/Getestet/Geimpft".

Muss ich mich für einen Corona-Test anmelden?

Wenn der Test ärztlich oder durch ein Gesundheitsamt veranlasst wurde, so werden Sie für den Test im Testzentrum angemeldet. Die Bestätigung Ihres Termins erhalten Sie per SMS oder telefonisch. Sie selbst müssen nicht aktiv werden. Wenn Sie einen Antigentest durchführen lassen wollen, so müssen Sie sich nicht anmelden. Sie können die Testzentren und Teststationen auch ohne Termin aufsuchen.

Wer trägt die Kosten für einen Test?

Sofern Sie Symptome einer COVID-19-Erkrankung zeigen, werden die Kosten eines Tests von Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung oder der Beihilfe getragen. In diesen Fällen ist der Test Gegenstand der medizinischen Behandlung. Wenn Sie aufgrund einer Anordnung des Gesundheitsamtes getestet werden, so trägt der Gesundheitsfonds diese Kosten. Dies gilt unabhängig von der Art der Krankenversicherung, dem Wohnort oder der Staatsbürgerschaft. Sofern Sie ab dem 11. Oktober weiterhin Anspruch auf einen kostenlosen Bürger:innentest haben, werden die Kosten vom Bund getragen.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich ein negatives PCR-Testergebnis benötige?

Sollten Sie zwingend ein negatives PCR-Testergebnis benötigen, wenden Sie sich am besten an Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt.

Weitere Informationen zum Testangebot für Beschäftigte in Schulen und Kitas

Wie lange dauert es, bis ich das Ergebnis meines Corona-Tests erhalte?

Bei einem Antigenschnelltest liegen die Ergebnisse in aller Regel binnen weniger Minuten vor.

Bei PCR-Testungen ist dies abhängig von den jeweiligen Laborkapazitäten. Werden Tests beispielsweise am Vormittag durchgeführt, erhalten Sie das Testergebnis häufig noch am  selben Tag. Wenn das auswertende Labor aber beispielsweise stark belastet ist und Ihr Test nicht prioritär zu bearbeiten ist, kann es sein, dass Sie Ihr Testergebnis erst nach 72 Stunden erhalten. Installieren Sie bitte vor einem Test die Corona-Warn-App auf Ihrem Smartphone. Sie können Testergebnisse auf diesem Weg in der Regel schneller erhalten.

Corona-Warn-App für iOS (Apple)

Corona-Warn-App für Android

An wen kann ich mich wenden, wenn ich kein Ergebnis für meinen Corona-Test erhalte?

Die meisten Labore in Schleswig-Holstein sind in der Lage, Testergebnisse an die Corona-Warn-App zu übermitteln. Installieren Sie sich die App daher möglichst schon vor dem Test auf Ihrem Smartphone.

Sofern der Test in einer Hausarztpraxis durchgeführt wurde, wenden Sie sich bitte an die Praxis. Wurde der Test in einem Testzentrum oder einer Teststation durchgeführt, beachten Sie bitte die Ihnen dort ausgehändigten Informationen. Da positive Testergebnisse immer dem Gesundheitsamt gemeldet werden müssen, werden Sie vom Gesundheitsamt kontaktiert, wenn Ihr Testergebnis positiv ausfällt. Sofern dies nicht erfolgt, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass der Test negativ war.

Wie kann ich erkennen, ob ein Antigentest zur Eigenanwendung zugelassen ist?

Bei Antigentests, die auf dem Markt erhältlich sind, erkennen Sie die Zulassung unter anderem anhand einer CE-Kennzeichnung. Diese besteht aus einer vierstelligen Nummer (Kennnummer der benannten Stelle).

Sie können jedoch auch Antigen-Schnelltests erwerben, die nicht über eine CE-Kennzeichnung verfügen, aber trotzdem befristet zugelassen sind. Hintergrund ist, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) die Möglichkeit hat, das Inverkehrbringen von Medizinprodukten, die kein reguläres Konformitätsbewertungsverfahren zur CE-Kennzeichnung durchlaufen haben, ausnahmsweise in Deutschland befristet zu erlauben, wenn dies im Interesse des Gesundheitsschutzes ist.

Auf der Verpackung und der Gebrauchsanweisung des Produkts muss aufgeführt sein, dass dieses befristet in Deutschland erstmalig in Verkehr gebracht werden darf. Zudem muss das Aktenzeichen des Sonderzulassungsbescheids des BfArM zu erkennen sein. Zu empfehlen ist, dass Sie sich auf der Seite des BfArM über einen Antigentest und dessen Zulassung informieren. Dort ist eine entsprechende Liste von Antigen-Tests zu finden. Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Antigen-Tests auf SARS-CoV-2

Eine Listung durch das BfArM ist nur möglich, wenn sich entsprechende Tests laut Herstellerangaben gemäß den Vorgaben des Medizinproduktegesetzes rechtmäßig in Europa bzw. Deutschland in Verkehr befinden und alle vom Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllt sind. Auch Tests, die ohne ein reguläres Konformitätsbewertungsverfahren zur CE-Kennzeichnung zugelassen wurden und nicht über diese Kennzeichnung verfügen, sind dort gelistet.

 Die Antigen-Schnelltests sind gemäß ihrer Gebrauchsanweisung zu benutzen.

Was muss ich tun, wenn das Ergebnis meines Selbsttests positiv ist?

Ist das Testergebnis Ihres Selbsttests positiv, so haben Sie sich umgehend in häusliche Quarantäne zu begeben und dort abzusondern. Es besteht der Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2, der durch einen PCR-Test überprüft werden muss. Kontaktieren Sie also am besten telefonisch Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt, die:der anschließend einen Abstrich für einen PCR-Test machen kann. Alternativ können Sie sich auch an die Rufnummer des ärztlichen Notdienstes wenden unter 116 117. Gehen Sie nicht ohne vorherige telefonische Verabredung in eine Praxis zur Testentnahme.

Das Testergebnis meines Selbsttests ist negativ. Was habe ich zu beachten?

Grundsätzlich gilt, dass das Ergebnis eines Selbsttests immer nur eine Momentaufnahme darstellt. Diese Tests bieten also keine absolute Sicherheit, dass Sie nicht mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Hygieneregeln sowie die Vorgaben zum Tragen von Masken müssen Sie bei einem negativen Testergebnis also unbedingt weiter beachten und einhalten.

Corona-Tests an Schulen

Zunächst bleibt es bei den verpflichtenden Testungen per Antigen-Schnelltest zweimal wöchentlich. Es wird auch weiterhin eine Testung im häuslichen Umfeld möglich sein. Geimpfte und Genesene müssen keinen Testnachweis erbringen.

Weitere Informationen zur Testpflicht an Schulen

Wie kann das Virus übertragen werden?

Welche Rolle spielen Aerosole bei der Übertragung von SARS-CoV-2?

Eine Übertragung von SARS-CoV-2 findet bei direktem Kontakt zum Beispiel über Sprechen, Husten oder Niesen statt (siehe Steckbrief des Robert-Koch-Instituts zu Übertragungswegen https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1).

Aerosole sind sehr kleine Partikel (kleiner als fünf Mikrometer), die längere Zeit in der Luft schweben können. Aerosoltröpfchen können bei geringer Luftfeuchtigkeit austrocknen, sodass Bakterien und Viren inaktiviert werden. Niedrige Temperatur und hohe Luftfeuchtigkeit verhindern jedoch die Austrocknung von Aerosoltröpfchen und begünstigen vorhandene Bakterien oder Viren. Bei längerem Kontakt zu Aerosolen von SARS-CoV-2-Infizierten in Räumen mit unzureichender Belüftung können Aerosole daher eine Rolle bei der Infektionsübertragung spielen. Die Frischluftzufuhr und der Luftaustausch gehören daher zu den etablierten Hygienemaßnahmen.

Wo ist das Risiko einer Aerosolbildung besonders groß?

Es besteht dann ein erhöhtes Risiko einer Aerosolbildung, wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen und verstärkt Aerosole freigesetzt werden. Das passiert insbesondere beim Sprechen mit steigender Lautstärke, aber auch beim Singen oder bei sportlicher Aktivität. Dadurch können Erreger potenziell übertragen werden.

Welche Vorkehrungen sind wirkungsvoll, um etwas gegen die Bildung von Aerosolen zu tun?

Generell können Aerosole durch folgende Vorkehrungen verringert werden:

  • regelmäßiges Lüften, bei Fensterlüftung als Querlüftung
  • erhöhte Frischluftzufuhr bei raumlufttechnischen Anlagen, ggf. Einsatz von wirksamen Filtern.

Umfangreiche Informationen und Hinweise zur Lüftung sowie zu zentralen Lüftungs- und Klimaanlagen und Anforderungen an die Lufthygiene in Innenräumen enthalten die Stellungnahmen der Fachbehörden des Bundes:

(https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2546/dokumente/irk_stellungnahme_lueften_sars-cov-2_0.pdf)

Durch das Einhalten eines Abstands von mehr als 1,5 Metern kann zudem die Exposition gegenüber Tröpfchen und im gewissen Umfang auch Aerosolen verringert werden.

Können Coronaviren über das Berühren von Türklinken übertragen werden?

Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Türklinken gelangen und eine Zeit lang überleben. Eine Schmierinfektion einer weiteren Person kann nicht ausgeschlossen werden, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird. Deshalb ist eine gute Händehygiene mit regelmäßigem Händewaschen und Fernhalten der Hände aus dem Gesicht wichtig. Jedoch sind dem Bundesinstitut für Risikobewertung (10. September 2020) nach neuesten Studien bisher keine Infektionen über diesen Übertragungsweg bekannt. 

Können importierte Waren aus Regionen, in denen die Krankheit verbreitet ist, Quelle für eine Infektion beim Menschen sein?

Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importierte Waren wie Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände und Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.

Kann das Virus auch über Lebensmittel oder Gegenstände wie Geschirr oder Besteck auf den Menschen übertragen werden? 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) informiert dazu laufend auf seiner Internetseite.

https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_gegenstaende_uebertragen_werden_-244062.html

Wird das Virus durch Spülen mit der Hand oder in der Geschirrspülmaschine inaktiviert?

Coronaviren reagieren empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohole oder Tenside, die als Fettlöser in Seifen und Geschirrspülmitteln enthalten sind. Wenngleich für das neuartige Coronavirus noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird. Das gilt insbesondere auch dann, wenn im Geschirrspüler das Geschirr mit 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur gereinigt und getrocknet wird.

Ist eine Ansteckung mit dem Corona-Virus über das Trinkwasser möglich?

Nein, das ist nicht der Fall.
Trinkwasser, das unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt wird, ist sehr gut gegen alle Viren, einschließlich der neuartigen Corona-Viren, geschützt. Bei ähnlichen Viren ist bereits hinreichend untersucht worden, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Eine Übertragung des Corona-Virus erfolgt vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen.

Umweltbundesamt: Stellungnahme zum Thema Trinkwasser und Coronavirus (12. März 2020)

Was ist die Husten- bzw. Nies-Etikette?

Die sogenannte Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken und krankheitsverdächtigen Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens, z.B. mit der Ellenbeuge, einem Einmaltaschentuch oder ggf. mit einer Mund-Nasen-Maske, gefolgt von Händewaschen (!). Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet wurden, sind nach Gebrauch zu entsorgen oder zu desinfizieren.

Weitere Informationen:

Bundesinstitut für Risikobewertung: Übertragung durch Lebensmittel und Gegenstände

Uni Greifswald: Coronavirus auf Flächen

Kann das Coronavirus zwischen Haustieren und Menschen übertragen werden?

Gemäß Friedrich-Loeffler-Institut spielen nach dem jetzigen Kenntnisstand Haustiere epidemiologisch keine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2/Covid-19. In seltenen Einzelfällen wurde der Erreger bei Tieren nachgewiesen. So wurde beispielsweise aus einem New Yorker Zoo von der Infektion eines Tigers berichtet, der sich wahrscheinlich bei einem Pfleger angesteckt hatte. Aus Belgien wurde ein Erregernachweis bei einer Katze beschrieben, die im Haushalt einer sich in Quarantäne befindenden Person lebt. Allerdings bedeutet eine mögliche Infektion von Haustieren nicht automatisch, dass sich das Virus in den Tieren vermehren kann und von ihnen auch wieder ausgeschieden wird. Laut Friedrich-Loeffler-Institut gibt es keine Hinweise darauf, dass Haustiere Menschen angesteckt haben. Die Haltung von Katzen wurde nicht als Risikofaktor identifiziert. Es besteht überhaupt kein Grund dafür, Haustiere vorsorglich in Tierheimen abzugeben. Sollte ein Haustier positiv auf SARS-CoV-2 getestet werden, stellt dies keinen Grund dar, das Tier einzuschläfern.

Für Haustiere von in häuslicher Quarantäne befindlichen Personen werden gemäß Friedrich-Loeffler-Institut derzeit keine Maßnahmen wie die Absonderung, Trennung oder Quarantäne empfohlen. Personen, die sich in Quarantäne befinden, sollten geeignete Personen außerhalb ihres Haushaltes um Unterstützung bei der Pflege der Tiere bitten, etwa mit dem Hund spazieren zu gehen. Es sollten nur junge, gesunde Personen als "Gassigänger" tätig werden, je nach Charakter des Hundes Personen mit Hundekenntnissen. Nach dem Ausführen des Hundes sollten stets die Hände gewaschen werden. Ein Infektionsrisiko geht grundsätzlich nicht von dem Hund aus, sondern von den möglicherweise infizierten Besitzer:innen und Katzen von Personen in häuslicher Isolation, die die Wohnung oder das Haus normalerweise verlassen, sollten nach Möglichkeit für die Dauer der Quarantäne im Haus gehalten werden.

Weitere Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts sind zu finden unter: Friedrich-Loeffler-Institut (Stand: 6.4.2020)

Welche mutierten Sars-CoV-2-Infektionen sind in Schleswig-Holstein aufgetreten?

Die Variante delta (vormals indische Variante, B.1.617.2) ist in Schleswig-Holstein und ganz Deutschland die derzeit dominierende Variante. Die Varianten alpha (vormals englische Variante, B.1.1.7), beta (vormals südafrikanische Variante, B.1.351) und gamma (vormals brasilianische Variante, B.1.1.28.1 oder P1)  werden nur noch vereinzelt festgestellt. Bei den bekannten mutierten Virusvarianten, insbesondere bei der delta-Variante, wird von einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgegangen. Laut RKI ist aktuell davon auszugehen, dass die verfügbaren Impfstoffe auch gegen die neuen Varianten wirksam sind.

Muss im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 mit weiteren Mutationen gerechnet werden?

Das kann nicht ausgeschlossen werden. Viren verändern sich häufig genetisch. Das gilt vor allem für RNA-Viren, zu denen Coronaviren und auch Influenzaviren gehören.

Welche Empfehlungen gibt es für Risikopatienten (nach RKI)?

Für Menschen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer SARS-CoV-2-Infektion haben und für die es eine Impfempfehlung der STIKO gibt, ist der Schutz durch eine vollständige Impfung die wichtigste Maßnahme. Ergänzend kann das Infektionsrisiko durch Hygienemaßnahmen und allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten, erweiterte Schutzmaßnahmen im medizinischen und pflegerischen Bereich) reduziert werden . Wichtig ist auch, sich über das Krankheitsbild zu informieren. Dies kann dabei helfen, frühzeitig Symptome selbst zu erkennen. Erkrankte sollten rasch telefonischen Kontakt zur Hausarztpraxis oder zu anderen beratenden Stellen aufnehmen.

Wenn in der näheren Umgebung (etwa im privaten oder beruflichen Umfeld) Fälle von COVID-19 bekannt werden, sollte dies ebenfalls entsprechend mitgeteilt werden, um gezielte diagnostische Maßnahmen zu beschleunigen.

Informationen und Hilfestellungen des Robert-Koch-Instituts für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf finden Sie unter folgendem Link: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html

Ich stehe unter Quarantäne, muss aber regelmäßig zur Behandlung ins Krankenhaus. Wie gehe ich vor?

Wie hier zu verfahren ist, sollte mit dem örtlichen Gesundheitsamt geklärt werden. Informieren Sie in jedem Fall das Klinikpersonal telefonisch, bevor Sie das Krankenhaus aufsuchen.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(montags bis freitags von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie