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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Covid-19 und Coronatests

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Wie kann ich Symptome richtig erkennen?

Informationen zur Frage, wie Sie Symptome richtig erkennen, finden Sie hier: https://www.zusammengegencorona.de/

Wie verhalte ich mich nach einem Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall?

Nach Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall besteht ein Ansteckungsverdacht.

Enge Kontaktpersonen Infizierter (Kontaktpersonen der Kategorie 1) müssen sich daher ohne Anordnung des Gesundheitsamtes umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Das gilt für positive Testergebnisse sowohl im Falle von PCR-Nachweisen als auch bei Antigen-Tests. Da bei Antigen-Tests falsch positive Ergebnisse vorkommen, ist das Ergebnis durch eine PCR-Testung zu bestätigen. Es besteht keine Möglichkeit, die Absonderung zum Beispiel durch einen negativen Test vorzeitig zu beenden. In Abhängigkeit von der Situation kann zur Beendigung der Quarantäne bei Ansteckungsverdacht nach 14 Tagen ein negatives Testergebnis verlangt werden.

Betroffene sollten nicht direkt einen Arzt oder ein Testzentrum aufsuchen, sondern nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung, entweder beim eigenen Hausarzt oder der Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter 116 117.

Vollständig geimpfte (mindestens 14 Tage Abstand zur letzten erforderlichen Impfung) und genesene Personen sind grundsätzlich von der Quarantänepflicht befreit. Für weitere Informationen siehe "Genesen/Getestet/Geimpft".

Sollten Sie durch die Corona-Warn-App darüber informiert werden, dass ein Kontakt zu einer positiv getesteten Person stattgefunden hat, wird Sie die App über weitere Schritte informieren. Sie sollten sich in jedem Fall nach Hause begeben oder anderweitig absondern und weitere Schritte telefonisch mit Ihrem Hausarzt, Ihrer Hausärztin oder dem zuständigen Gesundheitsamt absprechen.

Was ist bei einer Absonderung (Isolation oder Quarantäne) zu beachten?

Die Kreise haben Allgemeinverfügungen über die Anordnung zur Absonderung erlassen auf Basis eines Erlasses des Gesundheitsministeriums des Landes Schleswig-Holstein.

Erlass von Allgemeinverfügungen über die Anordnung zur Absonderung (Isolation oder Quarantäne) wegen einer Infektion durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) oder der Einstufung als enge Kontaktperson in einer geeigneten Häuslichkeit

Basierend auf dem Erlass sind folgende Regeln zu beachten:

  • Kein enger körperlicher Kontakt zu Familienangehörigen / anderen Personen.
  • Ein Abstand von mehr als 1,50 bis 2 Metern zu allen Personen ist einzuhalten.
  • Tragen eines eng anliegenden Mund-Nasen-Schutzes, wenn es unvermeidlich ist, dass Sie den Raum mit Dritten teilen müssen. Der Mund-Nasen-Schutz ist bei Durchfeuchtung, spätestens nach zwei Stunden zu wechseln.
  • Die vorgenannten Unterpunkte gelten nicht bei Personen, die persönliche Zuwendung oder Pflege brauchen oder diese durchführen und sich im gleichen Haushalt befinden (engster Familienkreis). Die Kontakte sind auf das notwendige Maß zu reduzieren.
  • Führen eines Tagebuchs bezüglich ihrer Symptome, Körpertemperatur, allgemeinen Aktivitäten und Kontakten zu weiteren Personen. Die Körpertemperatur ist zweimal täglich zu messen.
  • Bei Auftreten von Symptomen wie Fieber oder erhöhter Temperatur, Husten, Reizung des Rachens oder Schnupfen ist unverzüglich das Gesundheitsamt zu informieren.
  • Nach Möglichkeit sollte im Haushalt eine zeitliche und räumliche Trennung zu nichtpositiven Haushaltsmitgliedern eingehalten werden. Eine "zeitliche Trennung" kann z.B. dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. Eine räumliche Trennung kann z.B. dadurch erfolgen, dass Sie sich in unterschiedlichen Räumen aufhalten. 
  • Achten Sie jederzeit auf die Husten- und Nies-Etikette und nutzen Sie Einmaltaschentücher.
  • Der Kontakt zu Mitbewohnern und Angehörigen sollte auf das Notwendigste beschränkt werden, wobei die oben genannten Verhaltensmaßnahmen eingehalten werden sollten.
  • Hygieneartikel sollten nicht mit anderen Haushaltsmitgliedern geteilt werden.
  • Geschirr und Wäsche sollten ebenfalls nicht mit Haushaltsmitgliedern oder Dritten geteilt werden, nicht ohne diese zuvor zu waschen. Wäsche, die mit dem Intimbereich in Kontakt kommt, sollte bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden.
  • Oberflächen, mit denen Personen häufig in Berührung kommen, sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger oder Flächendesinfektionsmittel gereinigt werden.
  • Auf regelmäßiges Hände waschen, insbesondere vor und nach der Zubereitung von Speisen, dem Essen und dem Toilettengang.
  • Sie sollten für regelmäßige Lüftung der Wohn- und Schlafräume sowie der Küche und dem Badezimmer sorgen. 
  • Erledigen Sie Ihre Einkäufe online oder lassen diese durch Dritte erledigen.
  • Ein direkter Weg bedeutet im Zweifelsfall die Nutzung eigenen Fahrzeugs, nicht aber die Nutzung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs.

Wer entscheidet bei Krankheitssymptomen, wer getestet wird?

Wer getestet wird, entscheiden Gesundheitsämter, niedergelassene Ärzte oder Kliniken. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Getestet werden Personen, die Symptome einer Atemwegserkrankung haben. Vorrangig erfolgt die Testung, wenn diese Personen Tätigkeiten in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus ausüben oder einer Risikogruppe angehören, oder wenn es sich um eine Kontaktperson zu einem COVID-19-Fall handelt. Tests erfolgen außerdem im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung zum Feststellen möglicher Übertragungen. Bei Feststellen einer Infektion in einer Einrichtung kann im Rahmen des Ausbruchsmanagements eine umfangreiche Testung der Kontaktpersonen zur Infektionsquellensuche und/oder zum Feststellen von möglichen Übertragungen angezeigt sein. Es ist nicht möglich, sich "frei" zu testen. Ein negativer Test sagt noch nicht aus, dass keine Infektion vorliegt – sie kann während der Inkubationszeit jeden Tag auftreten und der Test später positiv werden.

Ausführliche Informationen zum Testverfahren erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums: https://www.zusammengegencorona.de/

Informationen zu Testzentren, Teststationen und Tests

Was sind Bürger:innentests? Wo kommen diese zum Einsatz?

Alle, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben, können sich mindestens einmal pro Woche kostenlos testen lassen. Die verwendeten Tests sind sogenannte "Point of Care" (PoC)-Antigentests. Diese Tests kommen in Teststationen und Testzentren zum Einsatz. Eine digitale Landkarte informiert über die Standorte:

https://schleswig-holstein.de/coronavirus-teststationen

Der digitalen Landkarte können Sie auch die Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Informationen zur Barrierefreiheit und zum jeweiligen Anmeldeverfahren entnehmen.

Wie kann ich eine Teststation anmelden?

Sie bieten selbst Schnelltests im Rahmen der Teststrategie des Landes Schleswig-Holstein an? Dann melden Sie Ihr Angebot über das Meldeformular.

Hinweis: Über das Meldeformular ist keine Terminbuchung möglich.

Hier geht es zum Meldeformular

Wo befinden sich die Testzentren?

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) betreibt in Kooperation mit verschiedenen medizinischen Laboren und mit dem Deutschen Roten Kreuz Testzentren. Die aktuellen Standorte und Öffnungszeiten finden Sie auf der Homepage der KVSH.

Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein zum Coronavirus

Auch weitere Teststationen (Apotheken, ärztliche Praxen, beauftragte Dritte) dürfen jetzt Testungen auf SARS-CoV-2 durchführen.

Wer kann in den Testzentren getestet werden?

Wenn das Gesundheitsamt, eine behandelnde Ärztin oder ein behandelnder Arzt einen Test anordnet, so können diese Sie an eines der Testzentren verweisen. Sie erhalten dann per SMS eine Einladung in eines dieser Testzentren. Sofern ein Test angeordnet wurde, ist dieser für Sie kostenlos. Bürger:innentests werden ebenfalls in den Testzentren angeboten und sind kostenlos.

Welche Anforderungen muss mein Test erfüllen, wenn ich als getestete Person von Erleichterungen profitieren möchte?

Siehe dazu "Genesen/Getestet/Geimpft".

Muss ich mich für einen Corona-Test anmelden?

Wenn der Test ärztlich oder durch ein Gesundheitsamt veranlasst wurde, so werden Sie für den Test im Testzentrum angemeldet. Die Bestätigung Ihres Termins erhalten Sie per SMS oder telefonisch. Sie selbst müssen nicht aktiv werden. Wenn Sie einen Antigentest durchführen lassen wollen, so müssen Sie sich nicht anmelden. Sie können die Testzentren auch ohne Termin aufsuchen. 

Wer trägt die Kosten für einen Test?

Sofern Sie Symptome einer COVID-19-Erkrankung zeigen, werden die Kosten eines Tests von Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung oder der Beihilfe getragen. In diesen Fällen ist der Test Gegenstand der medizinischen Behandlung. Wenn Sie aufgrund einer Anordnung des Gesundheitsamtes getestet werden, so trägt der Gesundheitsfonds diese Kosten. Dies gilt unabhängig von der Art der Krankenversicherung, dem Wohnort oder der Staatsbürgerschaft. Sofern Sie sich freiwillig testen lassen möchten, werden die Kosten vom Bund getragen.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich ein negatives PCR-Testergebnis benötige?

Sollten Sie zwingend ein negatives PCR-Testergebnis benötigen, wenden Sie sich am besten an Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt.

Weitere Informationen zum Testangebot für Beschäftigte in Schulen und Kitas

Wie lange dauert es, bis ich das Ergebnis meines Corona-Tests erhalte?

Bei einem Antigenschnelltest liegen die Ergebnisse in aller Regel binnen weniger Minuten vor.

Bei PCR-Testungen ist dies abhängig von den jeweiligen Laborkapazitäten. Werden Tests beispielsweise am Vormittag durchgeführt, erhalten Sie das Testergebnis häufig noch am  selben Tag. Wenn das auswertende Labor aber beispielsweise stark belastet ist und Ihr Test nicht prioritär zu bearbeiten ist, kann es sein, dass Sie Ihr Testergebnis erst nach 72 Stunden erhalten. Installieren Sie bitte vor einem Test die Corona-Warn-App auf Ihrem Smartphone. Sie können Testergebnisse auf diesem Weg in der Regel schneller erhalten.

Corona-Warn-App für iOS (Apple)

Corona-Warn-App für Android

An wen kann ich mich wenden, wenn ich kein Ergebnis für meinen Corona-Test erhalte?

Die meisten Labore in Schleswig-Holstein sind mittlerweile in der Lage, Testergebnisse an die Corona-Warn-App zu übermitteln. Installieren Sie sich die App daher möglichst schon vor dem Test auf Ihrem Smartphone.

Sofern der Test in einer Hausarztpraxis durchgeführt wurde, wenden Sie sich bitte an die Praxis. Wurde der Test in einem Testzentrum oder einer Teststation durchgeführt, beachten Sie bitte die Ihnen dort ausgehändigten Informationen. Da positive Testergebnisse immer dem Gesundheitsamt gemeldet werden müssen, werden Sie vom Gesundheitsamt kontaktiert, wenn Ihr Testergebnis positiv ausfällt. Sofern dies nicht erfolgt, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass der Test negativ war.

Wie kann ich erkennen, ob ein Antigentest zur Eigenanwendung zugelassen ist?

Bei Antigentests, die auf dem Markt erhältlich sind, erkennen Sie die Zulassung unter anderem anhand einer CE-Kennzeichnung. Diese besteht aus einer vierstelligen Nummer (Kennnummer der benannten Stelle).

Sie können jedoch auch Antigen-Schnelltests erwerben, die nicht über eine CE-Kennzeichnung verfügen, aber trotzdem befristet zugelassen sind. Hintergrund ist, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) die Möglichkeit hat, das Inverkehrbringen von Medizinprodukten, die kein reguläres Konformitätsbewertungsverfahren zur CE-Kennzeichnung durchlaufen haben, ausnahmsweise in Deutschland befristet zu erlauben, wenn dies im Interesse des Gesundheitsschutzes ist.

Auf der Verpackung und der Gebrauchsanweisung des Produkts muss aufgeführt sein, dass dieses befristet in Deutschland erstmalig in Verkehr gebracht werden darf. Zudem muss das  Aktenzeichen des Sonderzulassungsbescheids des BfArM zu erkennen sein.Zu empfehlen ist, dass Sie sich auf der Seite des BfArM über einen Antigentest und dessen Zulassung informieren. Dort ist eine entsprechende Liste von Antigen-Tests zu finden. Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Antigen-Tests auf SARS-CoV-2

Eine Listung durch das BfArM ist nur möglich, wenn sich entsprechende Tests laut Herstellerangaben gemäß den Vorgaben des Medizinproduktegesetzes rechtmäßig in Europa bzw. Deutschland in Verkehr befinden und alle vom Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllt sind. Auch Tests, die ohne ein reguläres Konformitätsbewertungsverfahren zur CE-Kennzeichnung zugelassen wurden und nicht über diese Kennzeichnung verfügen, sind dort gelistet.

Was muss ich tun, wenn das Ergebnis meines Selbsttests positiv ist?

Ist das Testergebnis Ihres Selbsttests positiv, so haben Sie sich umgehend in häusliche Quarantäne zu begeben und dort abzusondern. Es besteht der Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2, der durch einen PCR-Test überprüft werden muss. Kontaktieren Sie also am besten telefonisch Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt, die:der anschließend einen Abstrich für einen PCR-Test machen kann. Alternativ können Sie sich auch an die Rufnummer des ärztlichen Notdienstes wenden unter 116 117. Gehen Sie nicht ohne vorherige telefonische Verabredung in eine Praxis zur Testentnahme.

Das Testergebnis meines Selbsttests ist negativ. Was habe ich zu beachten?

Grundsätzlich gilt, dass das Ergebnis eines Selbsttests immer nur eine Momentaufnahme darstellt. Diese Tests bieten also keine absolute Sicherheit, dass Sie nicht mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Hygiene- und Abstandsregeln sowie die Vorgaben zum Tragen von Masken müssen Sie bei einem negativen Testergebnis also unbedingt weiter beachten und einhalten.

Coronatests für Lehrkräfte und Beschäftigte an der Schule

Für Lehrkräfte und sonstige an Schule Beschäftigte gibt es ab dem 22. Februar die Möglichkeit für eine regelmäßige, anlassunabhängige und kostenfreie Schnelltestung.

Weitere Informationen

Selbsttests in Schulen

Wie funktioniert das Selbsttesten an den Schulen?

Die Landesregierung hat entschieden, in den ersten drei Wochen nach Schulstart den Präsenzunterricht durch die Testpflicht als zusätzlichen Baustein auch nach den Sommerferien abzusichern und eine zweimal wöchentliche Testung in Schule für Schülerinnen und Schüler sowie für in Schulen Beschäftigte vorzusehen.

Zur Erfüllung der Testpflicht gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Durchführung des zweimal wöchentlich beaufsichtigten Selbsttests in der Schule.
  2. Vorlage der Bescheinigung eines negativen Testergebnisses über einen an anderer Stelle durchgeführten Test, z. B. im Bürgertestzentrum, in einer Arztpraxis oder in einer Apotheke. Der Test darf nicht länger als drei Tage zurückliegen und muss danach erneut erfolgen und bescheinigt werden.
  3. Vorlage einer qualifizierten Selbstauskunft über einen durchgeführten Selbsttest im häuslichen Umfeld. Dieser Test darf nicht länger als drei Tage zurückliegen und muss danach erneut durchgeführt und bescheinigt werden.

Sollten in Einzelfällen einer Schule nicht genügend Tests zur Verfügung stehen, um in der Schule die Testungen für alle Schülerinnen und Schüler und alle in Schule Beschäftigte durchzuführen, gilt das Betretungsverbot solange nicht, bis wieder auskömmliche Testmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Beides würde in geeigneter Weise bei Betreten des Schulgebäudes bekannt gegeben werden. 

Weitere Informationen unter: www.schleswig-holstein.de/wirtesten

Brauchen Aufsichtspersonen bei den Selbsttests für Schüler:innen spezielle Schutzkleidung?

Nein. Der vom Land Schleswig-Holstein beschaffte Selbsttest ist für den medizinischen Laien konzipiert. Die Gebrauchsanleitung sieht eine besondere Schutzausrüstung nicht vor. Deshalb reichen für Lehrkräfte oder freiwillige Helfer die üblichen Hygienemaßnahmen in Schulen aus: Abstand, Maske, Händehygiene, regelmäßiges Lüften, Desinfektion.

Der Test wird nicht durch die aufsichtführenden Lehrkräfte durchgeführt und ist so konzipiert, dass es nicht zu einer vermehrten Aerosolbildung kommt (Probe wird nur im vorderen Bereich der Nase genommen).

Es geht zudem auch nicht um eine Testung bei Schüler:innenn, bei denen der Verdacht einer Infektion besteht, weil sie etwa Symptome zeigen, sondern um anlasslose Tests.

Der in Schulen angewandte Antigen-Selbsttest ist zu unterscheiden von einem Schnelltest desselben Herstellers für professionelle Anwender, bei dem u. a. das Teststäbchen tiefer in die Nasenhöhle eingeführt wird.

Können die Tests zu Hause durchgeführt werden?

Nein. Der Selbsttest für Schüler:innen wurde vom Hersteller in 25er-Chargen verpackt geliefert. Nur für diese Großpackungen besteht derzeit eine medizinprodukterechtliche Zulassung. Das Medizinproduktegesetz verbietet es auch, diese Großpackungen in kleinere Einheiten umzupacken und den Schüler:innenn mit nach Hause zu geben, selbst wenn medizinisch-geschultes Personal dieses Umpacken beaufsichtigen würde. Um den Schulen möglichst schnell eine Testung überhaupt zu ermöglichen, hat Schleswig-Holstein schon sehr frühzeitig Selbsttests bestellt, die zu diesem Zeitpunkt nicht in Einzel-Testkits lieferbar waren.

Es sind inzwischen auch andere Produkte in der Zulassung und Produktion. Die Landesregierung prüft deshalb, ob zu einem späteren Zeitpunkt flexiblere Lösungen mit anderen Tests möglich sind.

Wie werden gebrauchte Testkits entsorgt?

Es besteht bei den gebrauchten Sets bei sachgemäßer Anwendung kein Infektionsrisiko. Die Abfälle aus den Selbsttests werden in einem reißfesten, feuchtigkeitsbeständigen und dichten Behältnis gesammelt (z. B. dickwandiger Müllsack, bevorzugt mit Doppelsack-Methode). Die gut verschlossenen Säcke können mit dem Haus bzw. Restmüll entsorgt werden. Dieses Vorgehen entspricht Abfallschlüssel AS 18 01 04 gemäß Bund-/ Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA-Vollzugshilfe M 18).

Gibt es eine Meldepflicht der Schulen nach positivem Selbsttest?

Bei der Meldepflicht muss zwischen einem "Schnelltest" und einem "Selbsttest" unterschieden werden.

Bei einem positiven Selbsttest (wie er derzeit in den Schulen verwendet wird) besteht für die Schule keine Meldepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt.

Durch die Schüler:innen bzw. ihre Sorgeberechtigten sind auf der Grundlage der im Kreis oder der kreisfreien Stadt jeweils bestehenden Allgemeinverfügung bestimmte Pflichten zu erfüllen (z. B. häusliche Quarantäne/Isolation; unverzügliche Bestätigung des Testergebnisses durch eine molekularbiologische Untersuchung (PCR-Test) in einem Testzentrum, einer Teststation oder bei einem Arzt und weitere Pflichten.

Können auch Lehrer:innen die Tests für Schüler:innen benutzen?

Für Lehrpersonal und andere Beschäftigte an Schulen stehen wie bisher bis zu den Osterferien Schnelltests zur Verfügung. Die bis zu den Osterferien ausgereichten Selbsttests sind deshalb den Schüler:innen vorbehalten.

Wie kann das Virus übertragen werden?

Welche Rolle spielen Aerosole bei der Übertragung von SARS-CoV-2?

Aerosole sind Tröpfchen (sehr kleine Partikel, die kleiner als fünf Mikrometer sind), die längere Zeit in der Luft schweben können. Eine Übertragung von SARS-CoV-2 findet bei direktem Kontakt zum Beispiel über Sprechen, Husten oder Niesen statt (siehe Steckbrief des Robert-Koch-Instituts zu Übertragungswegen https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1). Bei einer Übertragung mittels Tröpfcheninfektion von SARS-CoV-2 können Aerosole also eine Rolle spielen.

Wo ist das Risiko einer Aerosolbildung besonders groß?

Es besteht dann ein erhöhtes Risiko einer Aerosolbildung, wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen und verstärkt Aerosole freigesetzt werden. Das passiert insbesondere beim Sprechen mit steigender Lautstärke, aber auch beim Singen oder bei sportlicher Aktivität. Dadurch können Erreger potenziell übertragen werden.

Welche Vorkehrungen sind wirkungsvoll, um etwas gegen die Bildung von Aerosolen zu tun?

Generell können Aerosole durch folgende Vorkehrungen verringert werden:

  • regelmäßiges Lüften, bei Fensterlüftung als Querlüftung
  • erhöhte Frischluftzufuhr bei raumlufttechnischen Anlagen, ggf. Einsatz von wirksamen Filtern.

Umfangreiche Informationen und Hinweise zur Lüftung und zu zentralen Lüftungs- und Klimaanlagen zur Reduktion von Aerosolen in Innenräumen gibt die mit dem Robert-Koch-Institut abgestimmte Stellungnahme der Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes.

(https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2546/dokumente/irk_stellungnahme_lueften_sars-cov-2_0.pdf)

Durch das Einhalten eines Abstands von mehr als 1,5 Metern kann zudem die Exposition gegenüber Tröpfchen und im gewissen Umfang auch Aerosolen verringert werden.

Können Coronaviren über das Berühren von Türklinken übertragen werden?

Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Türklinken gelangen und eine Zeit lang überleben. Eine Schmierinfektion einer weiteren Person kann nicht ausgeschlossen werden, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird. Deshalb ist eine gute Händehygiene mit regelmäßigem Händewaschen und Fernhalten der Hände aus dem Gesicht wichtig. Jedoch sind dem Bundesinstitut für Risikobewertung (10. September 2020) nach neuesten Studien bisher keine Infektionen über diesen Übertragungsweg bekannt. 

Können importierte Waren aus Regionen, in denen die Krankheit verbreitet ist, Quelle für eine Infektion beim Menschen sein?

Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importierte Waren wie Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände und Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.

Kann das Virus auch über Lebensmittel oder Gegenstände wie Geschirr oder Besteck auf den Menschen übertragen werden? 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat dazu am 6. April 2020 auf der Grundlage der aktuell verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse erklärt: Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

Obwohl eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich ist, sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die üblichen Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln beachtet werden. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden.

Ein Merkblatt des BfR über den Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt ist unter folgendem Link zu finden: https://www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps_schutz_vor_lebensmittelinfektionen_im_privathaushalt.pdf

Die Bewertung des BfR zum neuartigen Coronavirus ist unter folgendem Link zu finden:

https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_gegenstaende_uebertragen_werden_-244062.html

Wird das Virus durch Spülen mit der Hand oder in der Geschirrspülmaschine inaktiviert?

Coronaviren reagieren empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohole oder Tenside, die als Fettlöser in Seifen und Geschirrspülmitteln enthalten sind. Wenngleich für das neuartige Coronavirus noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird. Das gilt insbesondere auch dann, wenn im Geschirrspüler das Geschirr mit 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur gereinigt und getrocknet wird.

Ist eine Ansteckung mit dem Corona-Virus über das Trinkwasser möglich?

Nein, das ist nicht der Fall.
Trinkwasser, das unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt wird, ist sehr gut gegen alle Viren, einschließlich der neuartigen Corona-Viren, geschützt. Bei ähnlichen Viren ist bereits hinreichend untersucht worden, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Eine Übertragung des Corona-Virus erfolgt vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen.

Umweltbundesamt: Stellungnahme zum Thema Trinkwasser und Coronavirus (12. März 2020)

Was ist die Husten- bzw. Nies-Etikette?

Die sogenannte Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken und krankheitsverdächtigen Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens, z.B. mit der Ellenbeuge, einem Einmaltaschentuch oder ggf. mit einer Mund-Nasen-Maske, gefolgt von Händewaschen (!). Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet wurden, sind nach Gebrauch zu entsorgen oder zu desinfizieren.

Weitere Informationen:

Bundesinstitut für Risikobewertung: Übertragung durch Lebensmittel und Gegenstände

Uni Greifswald: Coronavirus auf Flächen

Kann das Coronavirus zwischen Haustieren und Menschen übertragen werden?

Gemäß Friedrich-Loeffler-Institut spielen nach dem jetzigen Kenntnisstand Haustiere epidemiologisch keine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2/Covid-19. In seltenen Einzelfällen wurde der Erreger bei Tieren nachgewiesen. So wurde beispielsweise aus einem New Yorker Zoo von der Infektion eines Tigers berichtet, der sich wahrscheinlich bei einem Pfleger angesteckt hatte. Aus Belgien wurde ein Erregernachweis bei einer Katze beschrieben, die im Haushalt einer sich in Quarantäne befindenden Person lebt. Allerdings bedeutet eine mögliche Infektion von Haustieren nicht automatisch, dass sich das Virus in den Tieren vermehren kann und von ihnen auch wieder ausgeschieden wird. Laut Friedrich-Loeffler-Institut gibt es keine Hinweise darauf, dass Haustiere Menschen angesteckt haben. Die Haltung von Katzen wurde nicht als Risikofaktor identifiziert. Es besteht überhaupt kein Grund dafür, Haustiere vorsorglich in Tierheimen abzugeben. Sollte ein Haustier positiv auf SARS-CoV-2 getestet werden, stellt dies keinen Grund dar, das Tier einzuschläfern.

Für Haustiere von in häuslicher Quarantäne befindlichen Personen werden gemäß Friedrich-Loeffler-Institut derzeit keine Maßnahmen wie die Absonderung, Trennung oder Quarantäne empfohlen. Personen, die sich in Quarantäne befinden, sollten geeignete Personen außerhalb ihres Haushaltes um Unterstützung bei der Pflege der Tiere bitten, etwa mit dem Hund spazieren zu gehen. Es sollten nur junge, gesunde Personen als "Gassigänger" tätig werden, je nach Charakter des Hundes Personen mit Hundekenntnissen. Nach dem Ausführen des Hundes sollten stets die Hände gewaschen werden. Ein Infektionsrisiko geht grundsätzlich nicht von dem Hund aus, sondern von den möglicherweise infizierten Besitzer:innen und Katzen von Personen in häuslicher Isolation, die die Wohnung oder das Haus normalerweise verlassen, sollten nach Möglichkeit für die Dauer der Quarantäne im Haus gehalten werden.

Weitere Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts sind zu finden unter: Friedrich-Loeffler-Institut (Stand: 6.4.2020)

Welche mutierten Sars-CoV-2-Infektionen sind in Schleswig-Holstein aufgetreten?

Überwiegend wird die englische Variante (alpha, B.1.1.7) in Schleswig-Holstein festgestellt, die südafrikanische (beta, B.1.351), die brasilianische (gamma, B.1.1.28.1 oder P1) und die indische (delta, B.1.617.2) Variante nur vereinzelt. Bei den bekannten mutierten Virusvarianten wird eine erhöhte Ansteckungsgefahr vermutet. Laut RKI ist aktuell davon auszugehen, dass die verfügbaren Impfstoffe auch gegen die neuen Varianten wirksam sind.

Muss im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 mit weiteren Mutationen gerechnet werden?

Das kann nicht ausgeschlossen werden. Viren verändern sich häufig genetisch. Das gilt vor allem für RNA-Viren, zu denen Coronaviren und auch Influenzaviren gehören.

Wird in Schleswig-Holstein im Hinblick auf die Feststellung von Mutationen getestet?

Ja. In bestimmten Situationen wie bei auffälligen Infektionsgeschehen mit einer hohen Übertragungsrate werden gezielte Testungen durchgeführt, um Mutationen feststellen zu können. In Schleswig-Holstein führen die großen maßgeblichen Labore, die rund 80 Prozent der Proben durchführen, eine variantenspezifische PCR durch. Damit wird das Erkennen der Mutation sehr weitgehend abgedeckt. Nach Feststellen einer Mutation werden die jeweils erforderlichen Maßnahmen zur Verhütung der Weiterverbreitung des Erregers ergriffen. Sofern der Verdacht auf das Vorliegen einer neuen Variante besteht, wird eine weitere Diagnostik der jeweiligen Proben veranlasst. Diese findet im nationalen Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin statt. Zu den Aufgaben der Nationalen Referenzzentren und Konsiliarlabore in Deutschland gehören spezifische Laborleistungen, insbesondere in Ausbruchssituationen sowie die Weiter- oder Neuentwicklung diagnostischer Verfahren. Spezialuntersuchungen finden daher grundsätzlich vorrangig in diesen Einrichtungen statt. Ergänzend bereiten einzelne Labore in Schleswig-Holstein eine weitergehende Virusdiagnostik vor bzw. haben bereits gezielte Voruntersuchungen etabliert.

Welche Empfehlungen gibt es für Risikopatienten (nach RKI)?

Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Infektionsrisikos, zum Beispiel durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten) und Kontaktreduktion. Wichtig ist auch sich über das Krankheitsbild zu informieren, dies kann dabei helfen, frühzeitig Symptome selbst zu erkennen. Erkrankte sollten rasch telefonischen Kontakt zur Hausarztpraxis oder zu anderen beratenden Stellen aufnehmen.

Wenn in der näheren Umgebung (etwa im privaten oder beruflichen Umfeld) Fälle von COVID-19 bekannt werden, sollte dies ebenfalls entsprechend mitgeteilt werden, um gezielte diagnostische Maßnahmen zu beschleunigen.

Informationen und Hilfestellungen des Robert-Koch-Instituts für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf finden Sie unter folgendem Link: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html

Ich stehe unter Quarantäne, muss aber regelmäßig zur Behandlung ins Krankenhaus. Wie gehe ich vor?

Wie hier zu verfahren ist, sollte mit dem örtlichen Gesundheitsamt geklärt werden. Informieren Sie in jedem Fall das Klinikpersonal telefonisch, bevor Sie das Krankenhaus aufsuchen.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(montags bis freitags von 8-18 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie